[030] Newsletter vom 10. Oktober

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[030]-Tipps vom 10.10.2014
Hallo John,
das ist der neue [030]-Newsletter mit aktuellen Kino-Neuheiten, Konzert - und tollen Partytipps für ein aufregendes und unterhaltsames Wochenende im Berliner Nachtleben. 
Viel Spass 
Euer [030] Team


1. Kino


The Salvation


Rachewestern – Start am 09.10.

Gnadenlos geht es im Westen der USA in den Jahren um 1870 zu. Vor sieben Jahren ist Jon (Mads Mikkelsen), Soldat aus Dänemark, mit seinem Bruder in die USA ausgewandert. Jetzt holt er Frau und Sohn nach. Doch auf dem Weg vom Bahnhof zur Farm werden sie von Gesocks umgebracht.
Einer der Mörder ist der Bruder des Gangsters Delarue. Der wiederum lebt
davon, die lokale Bevölkerung in Feudalherrenmanier brutal auszunehmen.
Jon rächt den Mord an seiner Familie – nicht ahnend, wen er da
herausfordert. Eine archaische Gewalteskalation ist die Folge.
Regisseur
Kristian Levring hat vor knapp 20 Jahren das Dogma-Manifest
mitverfasst, das sich gegen dramaturgische Vorhersehbarkeit und
Wirklichkeitsferne des zeitgenössischen Kinos aussprach. Diese
Regiearbeit ist nun eine 180-Grad-Abkehr von den damaligen Zielen: gut
gemachte Gernrekost, bei der die Konventionen fast übererfüllt werden.
Dementsprechend ist dieser aufs Elementarste heruntergebrochene Western
frei von Überraschungen, auf visueller Ebene dafür aber umso
eindrucksvoller: Die kontrast-reichen Bilder verdichten sich zu einer
fesselnden Moralparabel mit einem beeindruckenden Mads Mikkelsen.
Dänemark/Großbritannien/Südafrika 2014, 90 Min., R: Kristian Levring, D: Mads Mikkelsen, Eva Green, Jeffrey Dean Morgan

The Equalizer


Actionthriller – Start am 09.10.

B-Regisseur Antoine Fuqua („Training Day“) steht seit Jahren für jene Sorte Film, die der Amerikaner „no brainer“ nennt: Filme, bei denen man sich (im wahrsten Sinn des Wortes) wegballern kann. Das kann Fuqua, warum sollte er an diesem Stil etwas ändern?
Tut er auch nicht! In Fuquas neuem Thriller gibt Denzel Washington
den Ex-Agenten Robert McCall. Der hat einen Job in einem Baumarkt
angenommen, sitzt nachts in einem Diner und liest sich durch die
Weltliteratur. Bis ihm die russische Prostituierte Teri um Hilfe bittet.
Aus einem „Ich sag’ jetzt mal dem Zuhälter die Meinung“ entwickelt sich
ein Krieg gegen die Russenmafia. Wobei der Iwan nie eine Chance gegen
den eiskalten Helden hat. Das Ganze beruht auf einer TV-Serie aus den
80er-Jahren – das filmische Äquivalent zu einer großen Pizza mit
Käserand: fettig und ungesund, macht aber tierisch Spaß.
USA 2014, 128 Min., R: Antoine Fuqua, D: Denzel Washington, Chloë Grace Moretz, Bill Pullman

Get On Up


Biopic – Start am 09.10.

Es ist selten fair, Filme miteinander zu vergleichen, aber beim Biopic über James Brown lässt sich eine Parallele mit „Ray“, der Verfilmung des Lebens von Ray Charles, nicht vermeiden, weil deren Biografien zu ähnlich sind. Beide sind sie aufgewachsen in den ländlichen, rassistisch geprägten Südstaaten der USA der 30er-Jahre –
bestraft mit einer harten Kindheit und gesegnet mit einem großen
Musiktalent. Während aber „Ray“ aus der Biografie des Ray Charles heraus
die Geschichte seines Lebens erzählt, bleibt „Get On Up“ einer
anekdotischen Erzählweise verhaftet.
Chadwick Boseman arbeitet sich
als James Brown an seiner Figur ab, performt ihn live mit Esprit, wird
aber oft vom Drehbuch im Stich gelassen. Atmosphärisch gibt es zwar
durchaus gelungen rekonstruierte Szenen. Aber das sind wenige positive
Ausnahmen in der auch zu lang geratenen Filmbiografie.
USA 2014, 139 Min., R: Tate Taylor, D: Chadwick Boseman, Nelsan Ellis, Dan Aykroyd


2. Konzert


Kafkas


Fr 10.10. im Tommy-Weißbecker-Haus

Da muss erst die Freiheit aus München anrücken, um den Berlinern mal
wieder vor Augen zu halten, wie Punkrock heutzutage geht. Die Website
trägt den stilvollen Titel sklavenautomat.de, die Refrainparolen werden
mit zu Fäusten erhobenen Stimmbändern deklamiert,
der Beat ist schnell,
die Gitarren kratzen. Und doch liegt über, unter, hinter allem, was die
Kafkas aus München machen, der elegante Glanz elektronischer Musik.
Selbst E-Drums wurden schon gesichtet. Eintritt 8 Euro.
Um 21 Uhr im Tommy-Weißbecker-Haus

The Kilkennys


Konzert—Fr 10.10. im Postbahnhof

Die Ab-Stimmung findet mit den Füßen statt. Wenn sich Irlands Jugend zum
Stepptanzen aufstellt und mit genagelten Absätzen auf die Bühne
donnert, spricht das für echte Begeisterung. Die Kilkennys sind deren
Auslöser und machen derzeit alles richtig,
alles ein bisschen plakativ:
Ja, sie haben sich nach der Biermarke benannt. Ja, sie sind die
Generation Dubliners 2.0. Ja, sie sehen aus wie eine Boygroup und
klingen dabei so authentisch wie Irish Folk klingen muss. Eintritt 21
Euro.
Um 21 Uhr im Postbahnhof, Straße der Pariser Kommune 8

Liars


Konzert—Mo 13.10. im Lido

Vorwärts nimmer, rückwärts immer. Mit einer klaren Parole und dem Marschbefehl für den Rückzug wurde das (Achtung!) wegweisende Video zur neuen Single »Mess On A Mission« gedreht. 
Die Liars laufen rückwärts durch virtuelle Welten, mal mit Gitarre und
Keyboard bewaffnet, dann wieder mit Golftasche, Fackel und Protest-
Schildern. Der Ego-Retreater als Alternative zum Ego- Shooter? Oder nur
die Antithese zu allem, was sich seit Pacman geradeaus und nach vorne
bewegt? Eintritt 20 Euro.
Um 21 Uhr im Lido, Cuvrystraße 7


3. Partytipps für Freitag


[030] präsentiert: Rockkulte


Party – Fr 10.10. im Frannz Club

Es soll sie noch geben, die Rocker vom Prenzlauer Berg. Nein, das ist kein DEFA Film aus „glücklicheren“ sozialistischen Tagen, vielmehr die angesprochene Zielgruppe für die neue, monatliche Rockkulte-Partyreihe im Frannz Club. Die Babysitter-Knappheit im Pregnant Berg dürfte schlagartig ansteigen, wenn ab dem 10. Oktober jeden 2. Freitag im Monat
die Gitarren gen Tal hinunter scheppern. Mit Star-FM-Clubberer Stan ist
ein Plattenaufleger aus Leidenschaft an den CD-Spielern zugegen.
Unterstützung erfährt er von der Live-Band Bitchin’! Im Wechsel werden
sich On Tape Fraktion und Live Attraktion die Gitarre in die Hand
geben.
Ab 23 Uhr im Frannz Club

Fenou Bouquet Vol. 3 Release Party


Party – Fr 10.10. in der Fiesen Remise

Als Imprint unter Mo’s Ferry Produktionsdach, bekanntlich Haus und Heimat von Niklas Worgt aka Dapayk, ist Fenou die exklusive Plattform der Worgtschen Veröffentlichungskette. Hier finden sich limitierte Werke von Frivolous, Dapayk & Padberg oder Marbert Rocel. Wer keine der exklusiven Veröffentlichungen zu greifen bekommt,
dem hilft die Fenou Bouquet Mix-Serie. Das Release des dritten Teils
wird an diesem Abend gefeiert. Im Klangfokus steht Mario Wilms aka
Douglas Greed. Der gebürtige Jenaer ist nach jugendlichem Rabaukentum
zwischen HipHop und Drum & Bass in die Materie zwischen Techno und
House vorgedrungen. Seine grazilen Klangmuster erscheinen auf Freude am
Tanzen.
Ab 23.45 Uhr in der Fiesen Remise,  Köpenicker Straße 18-20, 10997 Berlin

4. Partytipps für Samstag


Clubnight


Party – Sa 11.10. im Chalet

Bereits Anfang des Jahres war Luke Solomon der Mann der Wahl für die Clubnight am Schlesischen Tor. Der Londoner Musiker zählt zu den etablierten Vertretern seiner Zunft. Bereits seit 15 Jahren veröffentlicht der passionierte Hutträger seine musikalischen Ideen. In den Blick der Öffentlichkeit geriet er durch seine LP „The Difference Engine“ (2008) auf dem Radio Slave Label REKIDS.
Solomons Mixe glänzen durch perkussive Elemente. Seine Tracks zielen
immer direkt Richtung Dancefloor. Housemusik aus Britannien, die man
liebt. Seine Kollegen Jay Shepheard und Matthew Styles setzen dort
ebenfalls an.
Ab 24 Uhr im Chalet, Vor dem Schlesischen Tor 3, 10997 Berlin

Innervisions Überall


Party – Sa 11.10. in der Panoramabar

Âme alias Kristian Beyer und Frank Weidemann sind mit dem Sonar Kollektiv um Jazzanova groß geworden. Permissiv hypnotische Schwingungen treffen auf animierende House Beats. Für Freunde des gepflegten elektronischen Erlebnisses ohne masochistischen Haudrauf-Effekt eine wunderbar, verspielte Angelegenheit.
Zusammen mit DJ und Produzent Dixon gründeten sie 2005 das Innervisions
Label. Ein Konglomerat anspruchsvoller Electronica. Für den gehobenen
Sound steht auch Prins Thomas. Ein ausgewiesener Cosmic Disco-Experte
aus Norwegen. Außerdem: KiNK, Gerd Janson. Enzo Siragusa, Recondite und
Henrik Schwarz.
Ab 24 Uhr in der Panoramabar, Wriezener Bahnhof, 10243 Berlin
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