[030] Newsletter vom 16. Januar

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[030]-Tipps vom 16.01.2015
Hallo John,
das ist der neue [030]-Newsletter kurz und knapp heute mit jeder Menge toller Kino- , Konzert- und Partytipps für ein aufregendes, unterhaltsames und abwechslungsreiches Wochenende im Berliner Nachtleben.
Viel Spass 
Euer [030] Team


1. Kino


Frau Müller muss weg


Elternkomödie – Start am 15.01.

Samstagnachmittag an einer Dresdner Grundschule. Einige Eltern von Viertklässlern haben sich mit der Klassenlehrerin Frau Müller (­Gabriela Maria Schmeide) verabredet. Für die Eltern steht fest: Die Pädagogin ist mit der Klasse heillos überfordert.
Die Eltern haben eine Unterschriftenliste erstellt, mit der die Müller
dazu gebracht werden soll, Klasse 4 abzugeben. Wortführerin der Eltern
ist die Powerfrau Jessica (Anke Engelke), an ihrer Seite: der
arbeitslose Ossi Wolf (Justus von Dohnányi), die alleinerziehende Katja
(Alwara Höfels) und das Ehepaar Marina und Patrick (Mina Tander und Ken
Duken). Doch so leicht lässt sich Frau Müller nicht aufs Abstellgleis
schieben.
Regisseur Sönke Wortmann hat sich eines Stoffes angenommen,
den er gut kennt: Beim gleichnamigen Theaterstück im Berliner Grips
führte Wortmann schon Regie. Obwohl dem Film die Herkunft vom Theater
anzusehen ist, entwickelt sich dieses Kammerspiel zu einer mitreißenden
Gesellschaftssatire. Denn weniger Frau Müller ist das Problem als die
ihre Marotten pflegenden Eltern. Ein moderner, glänzend gespielter Film,
in dem auch der Druck, dem Schüler und Eltern ausgesetzt sind,
thematisiert wird.
Deutschland 2014, 87 Min., R: Sönke Wortmann, D: Anke Engelke, Gabriela Maria Schmeide, Justus von Dohnányi

Schändung


Krimi – Start am 15.01.

Das Sonderdezernat Q darf weiterarbeiten. Nachdem der Cop Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) in »Erbarmen« einen Mord verhinderte, bekommen er und sein Assistent Assad (Fares Fares) sogar eine Sekretärin gestellt.
Ein weiterer alter Fall kristallisiert sich heraus: Vor 20 Jahren wurden
die beiden Kinder eines Polizisten ermordet. Die Spur führt nicht nur
zu dem steinreichen Ditlev Pram (Pilou Asbæk) und seinem Kompagnon,
Börsenmakler Ulrik Dybbøl (David Dencik), sondern auch zu einer Frau
namens Kimmie (Danica ­Curcic). In Rückblenden erfahren wir, dass die
drei 1994 eine Gang an einem edlen Internat waren und Geschmack daran
fanden, Mitschüler zu quälen. Doch Kimmie ist seit dieser Zeit
untergetaucht. Was ist damals geschehen?
Die zweite Verfilmung eines
Bestsellers von Jussi Adler-Olsen entwickelt sich zum spannenden
Thriller, in dem sich einige reiche Dänen über das Gesetz stellen. Und
einmal mehr muss Mørck, souverän gespielt von ­Nikolaj Lie Kaas
(»Idioten«), ganz schön einstecken. Auf diesem Niveau dürfen die
Adler-Olsen-Verfilmungen gerne weitergehen.
Dänemark/Schweden/Norwegen/Deutschland 2014, 119 Min., R: Mikkel Nørgaard, D: Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares

Der große Trip – Wild


Selbstfindungsdrama – Start am 15.01.

Hauptdarstellerin Reese Witherspoon ist auch Produzentin der Verfilmung von Cheryl Strayeds Buch. Strayed durchwanderte in einer tiefen Lebenskrise allein den 2.000 Kilometer langen Pacific Crest Trail von Kalifornien nach Oregon.
Nach dem Tod ihrer Mutter (Laura Dern) verliert sich Cheryl in einem
Strudel aus Drogen und Sex. Schließlich sucht sie sich intuitiv ein
Gegenüber, das zur Konfrontation zwingt: die Natur. In Einsamkeit und
bei extremem Wetter muss sie Verantwortung für sich übernehmen und sich
ihren Erinnerungen stellen.
Die Verpflichtungen von »Dallas Buyers
Club«-Regisseur Jean-Marc Vallée und Nick Hornby als Drehbuchautor waren
kluge Schachzüge. Hornby hat Cheryls Erlebnisse auf der Strecke
nachvollziehbar verwoben mit ihren Erinnerungen. Aus kurzen Begegnungen
macht er komische Highlights. Vallée beweist ein gutes Gespür für
Milieus und hält die Balance zwischen Seelenstudie und Abenteuerfilm.
USA 2014, 119 Min., R: Jean-Marc Vallée, D: Reese ­Witherspoon, Laura Dern

The Gambler


Spielerdrama – Start am 15.01.

Tagsüber doziert Literaturprofessor Jim Bennett (Mark Wahlberg) über Albert Camus und die Unausweichlichkeit des Todes. Das Intellektuelle klappt überraschend gut mit Mark Wahlberg (»Departed«), der für diese Rolle seine Muckis abbaute.
Aber des Nachts, da verspielt Jim in illegalen Kasinos so viel Geld,
dass ihm selbst Kredithaie zu mehr Vorsicht raten. Den Schuldenberg
versucht er mit neuen Krediten von Wucherern zu tilgen – beeindruckend
John Goodman (»The Big Lebowski«) in einer grandiosen Fuck-you-Predigt.
Das Geld verliert Jim erneut beim Spielen. Die Frage kommt auf, ob er
mit dem Zocken Selbstmord begehen will, Stichwort Camus.
Allmählich
verlässt dieses Remake des Karel-Reisz-Films »Spieler ohne Skrupel« von
1974 die Psychostudie eines Antihelden und mutiert zum ordentlichen
Thriller. Stilsichere Zitate von 70er-Noir-Krimis und ein einprägsamer
Soundtrack ergeben eine runde Sache.
USA 2014, 111 Min., R: Rupert Wyatt, D: Mark Wahlberg, Brie Larson, Jessica Lange, John Goodman

Unbroken


Kriegsepos – Start am 15.01

Angelina Jolies dritte Regiearbeit basiert auf der wahren Geschichte eines Olympialäufers, der als GI im Zweiten Weltkrieg in japanische Kriegsgefangenschaft gerät.
Die majestätische Filmmusik und die melodramatischen Szenen rufen zwar
alle laut nach Oscarnominierungen, das ambitionierte Epos leidet aber an
den ausgewalzten Szenen über die Kriegsschrecken und dem Sadismus eines
japanischen Aufsehers. Das beachtliche Männerensemble spielt sich dabei
einen emotionalen Wolf, übrig bleibt aber nur eine hohle
Heldenerzählung.
Die eigentlich grandiosen Brüder Coen haben das
Drehbuch überarbeitet, ihre Handschrift ist nirgends zu entdecken. Der
Film endet mit des Helden Rückkehr in die USA. Die spannende Passage
seiner Biografie, wie er seinen Peinigern verzeihen kann, findet bloß
als Satz im Nachspann Erwähnung.
USA 2014, 137 Min., R: Angelina Jolie, D: Jack O’Connell, Takamasa Ishihara, Domhnall Gleeson


2. Musik


Wyoming


Fr 16.01. um 21 Uhr im Magnet Club

Ob es an der geografischen Nähe zum deutschen Schicksalsfluss liegt? An der Nibelungen-Wucht, die vom Rhein ausgeht und der selbst einem Städtchen wie Lorch, der hessischen Heimat des Trios Wyoming, einen Klang gibt?
Eine solche Vermutung quietscht vor lauter Konstruiertheit, doch es
bleibt festzustellen, dass sich die drei trotz ihrer Jugend mit den
Schicksalsthemen der Menschheit beschäftigen und diese in klare,
klirrende, bisweilen kühl anmutende Eletro-Pop-Songs hüllen.
Wyoming
wurde im März 2012 von den Gebrüdern Manuel und Sascha Lukas sowie David
Stieffenhofer gegründet. Ihr Debütalbum »Fountain« erschien im Oktober
2013 auf dem Kulmbacher Indie-Label Auf die Plätze-Records.
Mit dem
Album, wenn es nach Welt-Autor Christian Preußer geht »dem besten
Soundtrack fürs nächtliche Autofahren durch die deutsche Provinz« kommt
das Trio nach einem Jahr noch einmal nach Berlin. Es bleibt aber zu
vermuten und zu hoffen, dass beim nächsten Besuch in der Stadt ein neues
Werk im Gepäck sein wird. Im Studio ist die Band auf jeden Fall zur
Zeit. Eintritt 7 Euro.
Fr 16.01. um 21 Uhr beim Karrera Klub im Magnet Club
Adresse: Falckensteinstraße 48, 10997 Berlin

A-Ca-Festival


Sa 17.01. um 21 Uhr im Kesselhaus

Sie machen alles mit dem Mund – und haben einen Trend ausgerufen, der­ jenseits aller Flying-Pickets-Assoziationen neue Kräfte weckt. A-capella ist angesagt, bietet ein riesiges Spektrum von kreativen Möglichkeiten,
hat ein großes Publikum und ist deshalb schon zum zweiten Mal Thema für
ein Festival in der Kulturbrauerei. In diesem Jahr spielen die
holländischen Popsong-Interpreten von The Junction, die lokalen Helden
Delta Q und Pitch Control aus Dänemark. Eintritt 30 Euro.
Um 21 Uhr im Kesselhaus der ­Kulturbrauerei Prenzlauer Berg

Wooden Arms


Di 20.01. um 21 Uhr im Privatclub

Kammermusik, Pop, Folk? Bei Wooden Arms verschwimmen die Grenzen zwischen ­sogenannter E- und U-Musik. Da wogen die Streicher und Bläser, vereinen sich weibliche Sopranstimmen zum ätherischen Choral,
sitzt Frontmann Alex Carson mit klassischer ­Ausbildung und zartem Organ
am Klavier. Doch mischen sich vereinzelt auch E-Gitarre, Schlagzeug und
­dezente Elektronik in die fragile Feierlichkeit. Gut so. Sonst wäre zu
­befürchten, dass die Band aus dem britischen Norwich komplett in eine
andere Sphäre ­entschweben würde.
Um 21 Uhr im Privatclub
Adresse: Skalitzer Straße 85-86, 10997 Berlin

Teesy


Mo 19.01. um 21 Uhr im Astra


Die Bronzemedaille vom Bundesvision Song ­Contest ist eingemottet, das Sportstudium in Magdeburg steht auf dem Plan, aber in der Lebensmitte von Toni Mudrack aka Teesy pumpt nach wie vor der Hiphop oder besser gesagt:
seine ganz eigene Interpretation von Sprechgesang, die den C­himperator
Recording Artist vor zwei Jahren ziemlich weit nach vorn gebracht hat.
Er ist Pop, er ist lässig, er trägt meistens Fliege und macht den
Dress­men-Sprechgesang salon- und clubfähig. Eintritt 20 Euro.
Um 21 Uhr im Astra Kulturhaus
Adresse: Revaler Straße 99, 10245 Berlin


3. Partytipps für Freitag


Vlatte


Fr 16.01. ab 23 Uhr im Prince Charles

Ein komischer Name: Vlatte. So richtig können wir nicht erklären, woher er kommt. Wir wissen aber, dass einmal im Jahr der Ursprung dieses Vlatte-Gebildes gefeiert wird. Interessierte dürften dort garantiert jemanden finden, der weiß, wieso? weshalb? warum?
Wer nicht fragt. ..., ihr wisst schon. Vielleicht kann sogar Chez Damier
bei der Antwort helfen. Der US-Amerikaner schrieb Anfang der 90er auf
Kevin Saundersons Detroiter Techno-Label KMS die elektronische
Musikgeschichte mit. Seine Tracks »Can you feel it«, »I Never Knew Love«
und das 93er-Werk »Untitled« zählen zu den Early Beginnern des
­Chicagoer House-Betriebes: Soulige Stakkato Vocals, ein trockener
4th-to-the-Floor-Beat gepaart mit funkigen Pianorolls und
lebensbejahenden Synthie-Sounds.
Ab 23 Uhr im Prince Charles
Adresse: Prinzenstraße 85f, 10969 Berlin

Grounded Theory 31


Fr 16.01. ab 24 Uhr im Stattbad

Bodenständiger Techno. Das wird einem bei den GT-Partys mit absoluter Zuverlässigkeit serviert. Zu Gast sind Tessela aka Ed Russell, seit 2013 dem Londoner Kult-Label mit dem an Ferrari erinnernden Black Beauty Logo zugetan, der französische Live Act Polar Inertia, MDR-Intendant Lockertmatik und GT-Resident Milton Bradley.
Zudem hat man mit Joel Mull, einen Herren am Start, der seit ­frühester
Kindheit von seinen Eltern gezwungen wurde, Klavier zu spielen.
Irgendwann hat ihm die Erziehung á la Prenzlauer Berg solch einen Spaß
gemacht, dass er sie für seine technoiden Zwecke missbrauchte. Nicht die
Eltern. Seit Anfang der 90er entwirft Mull fein austarierte, fragile
Technogebilde, welche den Hörer mal hart mal zart zum Tanze laden. Ob
Mama und Papa das so gewollt haben?.
Ab 24 Uhr im Stattbad
Adresse: Gerichtstraße 65, 13347 Berlin

Der Wanderzirkus - The Surreal Club Festival


16.-18.01. im Ritter Butzke

Bis in die 30er-Jahre war der Wanderzirkus voll mit sonderbaren Gestalten. Sogenannte Freakshows faszinierten das Publikum. Tod Brownings Horrorklassiker  »Freaks« gibt diesbezüglich schaurig schöne Einblicke. Zugegeben, eine sehr eigenwillige Form der Inklusion.
Die 3000Grad-Crew stellt unter dem Motto »The Surreal Club Festival«
eine andere Form von Freaks zur Schau: Musiker und Künstler. Bis in den
Sonntag erfreut man sich in der Live Sektion unter anderem über
Kombinat100, Feindrehstar, Dole & Kom und Funkenstrøm. DJ-Kunst
kommt von: Helmut Dubnitzky, Sven Dohse, Toni Haupt, The Glitz, Mollono
Bass und Zadak & Kotelett. Schaustellerei und Theater runden das
Bild ab. Manege frei!
Ab 23 Uhr im Ritter Butzke
Adresse: Ritterstraße 26, 10969 Berlin


4. Partytipps für Samstag


Cirque du SON


Sa 17.01. ab 24 Uhr im Suicide Circus

Lichtlein, Lichtlein, du musst wandern, von dem einen ­Zirkus zum anderen. Was in der Natur der Schausteller-Sache liegt, die stete Fortbewegung, dem hält der Suicide Circus seit gefühlten Jahrhunderten tapfer entgegen. In Stein gemeißelt steht er in der Revaler Straße und lässt sich seine Techno-Akrobaten frei Haus liefern.
Heute im selbstgesteckten Kontext von Bass, Beats und Melody. Das
spanische Duo Pig & Dan ist zu Gast. Veröffentlichungen auf Sven
Väths Cocoon Recordings und der Labelinstitution Soma Quality
Recordings, wo bereits Daft Punk 1996 ihre »Da Funk« 12“ aus ihrem
Debütalbum »Homework« veröffentlichten, zeugen von Pig & Dan’s
besonderer Qualität. Außerdem: Alex Fiction, Daniel Rajkovic und Daniel
Bruns.
Ab 24 Uhr im Suicide Circus
Adresse: Revaler Straße 99, 10245 Berlin

Royal Wedding


Sa 17.01. im Brunnen 70

Wedding ist wie Moabit. Ständig am Kommen, aber irgendwie nie so richtig. Das Brunnen70 scheint nach der letztjährigen Anzeige auf einem bekannten Immobilienportal keinen neuen Mieter mit 20.000-Euro-Monatsscheck gefunden zu haben,
also geht es munter mit dem Untergrund-Getöse weiter. »Urban Adventure«
nennen die Veranstalter vom Baumhaus-Kollektiv und Herz & Leber ihr
heutiges Feiervorhaben. Neben der musikalischen Introduktion von Hannes
Fischer (nicht der Bruder von Helene), Asem Shama (Flash, aha), den
Electro-Swing-Revolutionären Louie Prima und Justin Fidéle gibt es
allerlei Off-Music-Topics. Body Art, Karaoke, eine Hochzeitskapelle für
die Spontanen, einen Abenteuerspielplatz und ganz viele Bubbles und
Lights.
Ab 23 Uhr im Brunnen70
Adresse: Brunnenstraße 70, 13355 Berlin

Harry Klein goes Berlin


Sa 17.01. im Watergate

Harry, hol schon mal den Wagen. Wir fahren nach Berlin! Für die gut 700 Kilometer von München in die wirkliche deutsche Bundeshauptstadt dürften die Abgesandten des bayrischen Clubs eine Weile brauchen. Zeit die Kollegen von der Musikabteilung vorzustellen:
Willkommen Chymera. Was wie eine unheilbare Hautkrankheit klingt, ist im
wahren Leben der irische Produzent Brendan Gregoriy. Seit gut 10 Jahren
veröffentlicht er seine House-Tunes auf diversen Plattformen. ­Chymera
wird live seine Künste zum Besten geben. Ihm zur Seite stehen mit Baal
(live), Benna, Joolz, Koljah, Paul Tiedje und Matthias Numberger weitere
Klangkünstler, die in der Mehrzahl eher dem ­Berliner Klüngel
zuzuordnen sind.
Ab 24 Uhr im Watergate
Adresse: Falckensteinstraße 49, 10997 Berlin
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