[030] Newsletter vom 19. Dezember

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[030]-Tipps vom 19.12.2012
Hallo John,
das ist der neue [030]-Newsletter mit aktuellen Kino-Neuheiten, Konzerten und tollen Partytipps für ein aufregendes und unterhaltsames Wochenende im Berliner Nachtleben. 
Viel Spass 
Euer [030] Team


1. Kino


Serena


Schmonzette – Start am 18.12.

Außen Amazone, innen traumatisierte Waise – eine gefährliche Kombination. George Pemberton (Bradley Cooper) verliebt sich wohl gerade deswegen in Serena (Jennifer Lawrence), nimmt sie im Jahr 1929 zur Frau und mit in die einsamen Berge von North Carolina.
Und jetzt kommst du, Amour fou. Die Stimmung der gewaltigen Wälder
verleiht dem Film eine angenehm altmodische Anmutung. Wie Marilyn Monroe
in »Niagara« entwickelt sich Serena vor der Naturkulisse immer mehr zur
Femme fatale. Leider bedient sich die dänische Regisseurin Susanne Bier
(»In einer besseren Welt«) einer recht plumpen Metaphorik und
eindimensionaler Charaktere. Am Ende ist diese teils unglaubwürdige
überdramatisierte Romanze weit weg von »Niagara« und nah dran an
Rosamunde Pilcher. Schade. Immerhin: Rhys Ifans ist selbst als
Waldschrat noch sexy.
USA/Frankreich/Tschechien 2014, 109 Min., R: Susanne Bier, D: Jennifer Lawrence, Bradley Cooper, Rhys Ifans

Die Wolken von Sils Maria


Schauspielerinnenfilm – Start am 18.12.

Der Film- und Theaterstar Maria Enders (Juliette Binoche) soll noch einmal in dem Stück spielen, mit dem sie als junge Schauspielerin berühmt wurde.
Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, nur soll sie diesmal die
Rolle der älteren Frau übernehmen. Tief verunsichert beginnt Maria mit
ihrer Assistentin Val (Kristen Stewart) in einem Haus im schweizerischen
Sils Maria mit den Proben.
Eigene Identität und Rolle, Älterwerden
und Vergänglichkeit, ihre Rollen als Frau, als Schauspielerin, als
Projektionsfläche für die Öffentlichkeit, die Funktion von Kunst, die
Subjektivität von Wahrnehmung – lauter hochkomplexe Themen, die
Regisseur Olivier Assayas virtuos in einem Setting verwebt, das mitunter
mehrmals pro Szene zwischen Spiel und Realität, Probe und echtem
Konflikt wechselt. Großartig spielen Binoche und Stewart das
vielschichtige, wechselseitig abhängige Verhältnis von Star und
Assistentin.
Deutschland/Frankreich/Schweiz 2014, 124 Min., R: Olivier Assayas, D: Juliette Binoche, Kristen Stewart

The Homesman


Western – Start am 18.12.

Ein typischer Spätwestern ist Tommy Lee Jones’ zweite Regiearbeit »The Homesman«, in dem lange eine Frau wie ein Mann agiert. Mary Bee Cuddy (Hilary Swank) ist eine resolute, nur äußerlich toughe Frau,
die ihre Farm bewirtschaftet, aber doch einen Mann sucht. Eines Tages
übernimmt Mary Bee die undankbare Aufgabe, drei junge labile Frauen in
den Osten zurückzubringen, in die zivilisierte Welt. Begleitet wird sie
von George Briggs (Tommy Lee Jones), ein pragmatischer Rumtreiber, der
das Recht der Pistole kennt und befolgt.
Wie ein Roadmovie entwickelt
sich die Geschichte, in losen Episoden reißt Jones vielfältige Aspekte
an: vom Verhältnis Mann-Frau bis zum Rassismus gegenüber Indianern, aber
auch den Vorurteilen der Ostküsten-Bevölkerung gegenüber den Westlern.
Etwas akademisch ist das zwar, aber souverän erzählt und in seiner
lakonischen, entspannten Art angenehm altmodisch.
USA 2014, 122 Min., R: Tommy Lee Jones, D: Hilary Swank, Tommy Lee Jones

2. Konzert


Kontra K


So 21.12. um 21 Uhr im Lido

War das nicht die Idee von HipHop? Ein Typ von der Straße, der hart an sich arbeitet, die Kids als Kampfsporttrainer und musikalisches Vorbild mitnimmt. Ein Reporter von der Straße, der die Realität in aller Härte darstellt, aber nicht glorifiziert.
Kontra K zeigt eine Zukunft auf, indem er sich auf die alten Werte
beruft. Das nächste Konzert ist – dem Hype geschuldet – schon für den 11. April eingebucht und findet im nächstgrößeren Venue, dem Huxleys, statt. Eintritt heute 19 Euro.
 
Am 21.12. um 21 Uhr im Lido
Adresse: Cuvrystraße 7, 10997 Berlin

Mortis


Di 23.12. um 21 Uhr im Comet Club

Das Dorfkind aus dem Südharz scriptet sich durch die ganz große Welt: »Hollywoodpsychose« heißt das neue Album, mit dem Mortis als Rapper, Beatbastler und Komponist in Erscheinung tritt.
Er hat die Themen der Platte auch gleich noch zu einer Serie von Videos
umgearbeitet, die einen Kurzfilm ergeben. Das Lebensthema ist der Clash
der kleinen Welt mit der Hybris der Großstadt, gekleidet in raue Beats,
wohlüberlegte Rap-Lyrics und großen Pop-Melodien. Eintritt 15 Euro.
Um 21 Uhr im Comet Club
Adresse: Falckensteinstraße 47, 10997 Berlin


3. Partytipps für Freitag


Neuköllner Techno Inferno


Fr 19.12. ab 24 Uhr im Bertrams by Loftus Hall

Blickt man auf die gängigen Klischees, ist der Problembezirk Neukölln voller Hipster und kampfbereiter Islamisten. Um zu zeigen, dass dem nicht so ist, möchte man vor Ort versöhnliche Töne anstimmen und lädt zum Techno-Inferno. Brandbeschleuniger gilt es zu Hause zu lassen.
Vor Ort gibt es reichlich davon. Beispielsweise das Berliner Techno
Research Team The Transhumans. Das Duo ist seit 2010 mit der technoiden
Selbstfindung beschäftigt, lange also bevor Neukölln zum hippesten
Scheiß der Stadt wurde und somit zum Neidobjekt aller Alt-Berliner mit
Mitte- und Prenzlauer-Berg-Party-Historie. Zusammen mit dem Leipziger
Kollegen NYT, sowie THNTS, EXØR und Alerta Optics gilt es dem Motto: »No
Fairies! No Glitter! No Animals on Sticks! Just Techno!« gerecht zu
werden.
Ab 24 Uhr im Bertrams by Loftus Hall
Adresse: Maybachufer 48, 12045 Berlin

Suicide presents: »Drei« Album Release


Fr 19.12. ab 24 Uhr im Suicide Circus

Mike Wall, Betreiber des Wall Music Labels, ist ein gern gesehener Gast in der Revaler Techno-Hochburg. Sein hypnotischer Sound passt wunderbar ins charmant morbide lebensmüde Gebälk. Kein Wunder also das Wall, der mit bürgerlichen Namen Maik Marold heißt, zum festen DJ-Stamm des Suicide Circus gehört und
die Release-Party zu seinem neuesten Werk »Drei« an besagtem Ort feiert.
Das Wochenende zuvor wird dies bereits im Pariser Club Rouge begangen,
was von der Internationalität des Herrn Marold und seines
atmosphärischen Techno-Sounds zeugt. Die Drei im Titel steht übrigens
für das dreijährige Bestehen des Labels. Weitere Gratulanten sind:
Distale, Hawkinson, Minuszwei und Wall Music Kollege Ixel.
Ab 24 Uhr im Suicide Circus, Revaler Straße 99, Friedrichshain

Departure


Fr 19.12. ab 24 Uhr in der [ipse]

Für die hiesige Partyszene ist die Eröffnung des [ipse] Indoor Floors eines DER Ereignisse des Jahres. Was draußen begann, kann nun drinnen zu seiner Perfektion gebracht werden. Kann man den Sternenhimmel gegen eine Betondecke eintauschen? Nein, aber man kann etwas Neues, Ergänzendes erschaffen.
Das ist den Macher der [ipse] gelungen. Musikalisch gibt es eh nichts zu
meckern. Mit dem Niederländer Boris Bunnik aka Conforce aka Versalife,
dessen Platten über Ann Aimees Amsterdamer Delsin Records erscheinen,
ist ein minimalistischer Vertreter technoider House-Musik geladen. Ein
sphärisches Vergnügen abseits stumpfer Haudrauf-Rhetorik. Ateq vom
Weimarer Giegling Label schlägt in eine ähnliche, wenn auch düstere
Kerbe. Floor 2 wird unter anderem von Mario Aureo bespielt.
Ab 24 Uhr in der [ipse]
Vor dem Schlesischen Tor 2b, Kreuzberg


4. Partytipps für Samstag


Box of Kittens


Sa 20.12. ab 22 Uhr in der Griessmühle

Ontario im Südosten Kanadas ist durchzogen von Hügelketten. Sie prägen das Bild der Provinz aus der sich Sid Le Rock Anfang der Nullerjahre aufgemacht hat ins Platte ostdeutsche Land. Freunde imposanter Natur mögen das für puren Masochismus halten,
für Sid war es die konsequente Erfüllung seines Musikertraumes. Der
germanische Klangfeldzug begann 2004 auf dem legendären Ladomat 2000
Label. Es folgte die bis dato fruchtbarste Kollaboration mit dem
Berliner Shitkatapult-Kollektiv um T. Raumschmiere. Nach drei Jahren
kehrte der preußische Kanadier musikalisch in seine hügelige Heimat
zurück. Das Album »Busted With A Bag Of Bliss« wurde bei seinen
nordamerikanischen Landsleuten von My Favorite Robot Records
veröffentlicht. Unter anderem mit Yapacc, Argenis Brito, Tallmen785.
Ab 22 Uhr in der Griessmühle
Sonnenallee 221
12059 Berlin-Neukölln

Modulate #1


Sa 20.12. ab 24 Uhr im Arena Club

Modulate your Mind. Weg von plakativen technoiden Klischees hin zu einer tragenden Soundidee, die sich über die Liebe zum Detail in den Köpfen und folglich Körpern der Rezensenten zu etwas Größerem emporschwingt. Mit Anno Stamm alias Lars Stoewe, besser bekannt unter seinem Pseudonym Anstam,
ist ein Vertreter der neuen Berliner Techno-Schule Premierengast. Die
letzten drei Anstam-Werke veröffentlichte Stoewer unter der
Label-Schirmherrschaft der Modeselektoren. Bekanntlich Großmeister
ungewöhnlicher Bassmusik. Das aktuelle Anno-Stamm-Release »Aqua Lemon
Peel« ist wiederum auf Stefan Goldmanns MACRO Label erschienen. Große
elektronische Kunst. Außerdem: Lakehead, Parasol, Ron Albrecht und
Zenker Brothers.
Ab 24 Uhr im Arena Club
Adresse: Eichenstraße 4, 12435 Berlin

Astra!Astra! Party! Hits!


Sa 20.12. ab 23 Uhr im Astra

Nur Hits, Party-Hits! Das ist das Versprechen an jedem dritten Samstag im Monat. Die Party im Astra, präsentiert von [030], bietet mehr 80er, 90er, Trashpop, Eurodance, Hip-Hop/Funk-Classix und geile Hits als jede andere Spaßparty in Berlin.
Dafür sorgt zum Beispiel das DJ-Ehepaar Anni und Alex Fleshdance DJsmit
80er-basierter Disko und viel Pop. Nun stellt sich nur noch die Frage,
wie hoch ist der Anteil schriller Weihnachtshits, so kurz vor
Heiligabend? Damit es so richtig poppig wird hier unserer Wunschzettel
an den DJ:
# 1 Last Christmas - Wham
#2 All I Want for Christmas Is
You -  Mariah Carey
#3 Viva La Vida - Pet Shop Boys (!)
#4 The
Christmas Song - David Hasselhoff
#5 Santa Baby -
Madonna
Ab 23 Uhr im Astra Kulturhaus
Adresse: Revaler Straße 99, 10245 Berlin
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