[030] Newsletter vom 7. November

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[030]-Tipps vom 07.11.2014


Hallo John,
das ist der neue [030]-Newsletter mit aktuellen Kino-Neuheiten, Konzert - und tollen Partytipps für ein aufregendes und unterhaltsames Wochenende im Berliner Nachtleben. 
Viel Spass 
Euer [030] Team


1. Kino


Citizenfour


Edward Snowden – Start am 06.11.

Ende 2012 erhält Regisseurin Laura Poitras eine verschlüsselte Mail, deren Absender ihr Informationen aus US-Geheimdienstkreisen verspricht. Der Rest ist Geschichte: Mit seinen NSA-Enthüllungen avancierte Edward Snowden
alias »Citizenfour« zugleich zum Helden und Staatsfeind in den USA. Nun,
keine zwei Jahre nach dem ersten Kontakt, zeichnet Poitras die Causa
Snowden in einem Dokumentarfilm nach.
Die Richtung gibt Snowden dabei
selbst vor. Nicht er solle im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen,
sondern das, was er der Welt zu sagen hat. Statt Snowdens Eltern Intima
ausplaudern zu lassen, wählt Poitras folgerichtig einen sachlichen
Zugang und fokussiert auf die Stimmung am Vorabend der Enthüllungen: die
wachsende Anspannung bei allen Beteiligten – und die wenigen Momente,
in denen er schlicht als junger Mann in Erscheinung tritt, den es
schmerzt, seine Freundin zurückgelassen zu haben.
USA 2014, 114 Min., R: Laura Poitras

Im Labyrinth des Schweigens


Justizdrama – Start am 06.11.

Frankfurt am Main 1958. Der junge Staatsanwalt Johann Radmann (Alexander Fehling) erfährt, dass der Gymnasiallehrer Alois Schulz als ehemaliger Aufseher im KZ Auschwitz wiedererkannt wurde.
Radmann findet Beweise gegen Schulz. Doch das ist erst der Anfang. Der
hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (die jüngst verstorbene
Theaterikone Gert Voss) erklärt, dass man den alten Nazis Mord
nachweisen müsse.
Einen Johann Radmann hat es so nicht gegeben, aber
einige Staatsanwälte, die bis Mitte der 60er-Jahre den Anstoß für die
Frankfurter Auschwitzprozesse gaben. Autor und Regisseur Giulio
Ricciarelli hat aus diesem Stoff einen packenden Justizthriller
konstruiert. Die deutsche Gesellschaft war durchsetzt von Tätern. Ein
glänzend inszenierter und prächtig gespielter Film über einen
Meilenstein der deutschen Justizgeschichte.
Deutschland 2014, 123 Min., R: Giulio Ricciarelli, D: Alexander Fehling, Gert Voss, André Szymanski

Quatsch und die Nasenbärbande


Kinderfilmspaß – Start am 06.11.

Bollersdorf liegt genau in der Mitte Deutschlands. Hier ist alles durchschnittlich, sogar die Höhe des Kopfsteinpflasters. Das freut die Gesellschaft für Konsumforschung, die das Kaff zum Testgebiet für absonderliche Produkte wie grüne Cornflakes erklärt.
Die Einwohner sind begeistert. Nur die Kinder und Großeltern halten den
Rummel für Mist. Die Kidsclique mit ihrem Maskottchentier, ein Nasenbär
namens Quatsch, legt sich ins Zeug, um Bollersdorf aus der
Durchschnittlichkeit zu katapultieren.
Seine verspielten Welten setzt
Veit Helmer (»Tuvalu«, »Baikonur«) hier erstmals in einem Kinderfilm
ins Bild. Die Kinder-Darsteller sind mit Vier- und Fünfjährigen
außergewöhnlich jung besetzt, unterstützt werden sie von einem
beachtlichen Promi-Ensemble. So sprüht der quietschbunte Film nur so vor
schrägen Einfällen und anarchischem Spaß. Für kleinere Kinder dürfte
das allerdings recht fordernd sein. Mitdenkende Eltern bekommen
angesichts der ordnungsliebenden Mamas und Papas Stoff zum Grübeln: Wie
viel Freiheit kann man Kindern lassen, wann ist Schluss mit Chaos?
Deutschland 2014, 82 Min., R: Veit Helmer,
D: Fritzi Haberlandt, Margarita Broich


2. Konzert


Klingande


Konzert/Party—Fr 07.11. im Astra

Der arme DJ Avicii musste sich bereits als »DJ Bausparkasse« von einem deutschsprachigen, wöchentlich erscheinenden Nachrichtenmagazin verspotten lassen. ­Welche Schmähungen mag die Intelligentsia da erst gen Nordfrankreich, der Heimat von Klingande schmettern?
War deren Sommerhit »Jubel« samt des begleitenden Videos so etwas wie
das ewig uneingelöste ­Versprechen auf eine Höhepunkt. Wie Product
Placement ohne Product. Oder war es einfach nur ein
­Hippie-dream-come-true? Eintritt 25 Euro.
Um 21 Uhr im Astra Kulturhaus
Adresse: Revaler Straße 99, 10245 Berlin

Rummelsnuff


Konzert/Party—Fr 07.11. im Badehaus Szimpla

Seefahrerromantik und Elektrobeats. Käpt’n Rummelsnuff macht Männermusik. Männermusik, die auch Frauen lieben. Die Texte des Muskelprotzes passen in keine Schublade.
Rummelsnuff wirkt angsteinflößend und doch kann er zärtlich wie ein Lamm
sein. Der Abend beginnt mit einem derben Konzert und endet mit einer
langen Party. Denn Rummel­snuff ist eine Rampensau. Also Leinen los und
die Segel gehisst – der Kapitän bläst zur großen Fahrt. Eintritt 10
Euro.
Um 20 Uhr im Badehaus Szimpla
Revaler Strasse 99, (auf dem RAW-Gelände, Zugang Höhe Simon-Dach-Str.), 10245 Berlin

And You Will Know Us By The Trail Of Dead


Party—Mo 10.11. im Lido

Vorsicht, auf den teuren Plätzen – es könnte wieder Instrumentenschrott regnen. Auch wenn die Trail of Dead das zweite Bandjahrzehnt bald durch und dementsprechend viel gesehen und erlebt haben,
gehört das Zerstören von Instrumentarium und Verstärkern noch zum
Auftrittsritual. Ansonsten wird musikalisch zitiert, verarbeitet und
zershreddert, was die Historie hergibt, auch auf der neuen Platte »IX«,
die eine verkleinerte Band mit einem noch voluminöseren Sound erlebt.
Eintritt 24 Euro.
Um 21 Uhr im Lido
Adresse: Cuvrystraße 7, 10997 Berlin


4. Partytipps für Freitag


Kookoo


Party—Fr 07.11. ihm Ohm

Pınar Üzeltüzenci alias Biblo kommt aus Istanbul. Mit dem Album »Absence« breitete sie der Protestbewegung in rund um den Gezi-Platz einen musikalischen Teppich aus, der dazu dienen sollte, sich niederzulassen und ins Gespräch zu kommen.
Friedlich. Produktiv. Sie nutzt ihre Stimme, Sampling und die Mittel der
elektronischen Musik. An den Plattenspielern steht der in Kölner Till
Rohmann alias Glitterbug bereit. Seine sphärischen Klangwelten
entwickelt er in facettenreicher Vielpracht und gibt dem monotonen Kind
Minimal ein abenteuerlustiges Anlitz.
Ab 22 Uhr im OHM
Köpenicker Str. 70, 10179 Berlin

I. Sankt Veit


Party—Fr 07.11. im Chalet

Tanzen kann schmerzvoll sein. Zumindest wenn man im 14. Jahrhundert der Tanzwut verfiel, auch Veitstanz genannt. Ob dieses »Don't Stop the Dance« durch lustige Kräuter verursacht wurde? Jedenfalls endete ein solcher Tanz in der völligen Erschöpfung und mit dem Zusammenbruch des Mittelalter-Travoltas.
Heute gibt es statt Kräuter RedBull/Vodka. Musikalisch dürften wir uns
etwas facettenreicher weiterentwickelt haben. Gerd, ein Name wie in
Grabstein gemeißelt, ist zu Gast. Der niederländische Produzent hat
einen guten Riecher dafür, was den Tanzboden in Schutt und Asche legt.
Pumpender House mit vokaler Loop Penetration. Auf dem belgischen Label
Life Enhancing Audio hat er so einiges davon veröffentlicht. Derek
Plaslaiko, Trinity und Kollegen protegieren dem housigen Holländer.
Ab 24 Uhr im Chalet
Adresse: Vor dem Schlesischen Tor 3, 10997 Berlin

5 Jahre Klangkost


Party—Fr 07.11.–So 09.11. im Kosmonaut

Seit mittlerweile einer halben Dekade tischen die Klangkostler ihre elektronischen Speisen auf. So lange haben es die wenigstens TV-Köche geschafft, ihr Publikum bei der Stange zu halten. Wie machen die das?
Mit viel Liebe zum musikalischen Detail und einem Line-up, das man
getrost als endlos bezeichnen kann. Hungern muss keiner. Zum Jubiläum
treffen sich Teenage Mutants, Purple Disco Machine, David Keno vom
Berliner Jackmode Label, mit den Kollegen Nico Stojan (Katermukke),
Joyce Muniz (Exploited), David Dorad, Dave Dinger, Mimi Love von den
Bachstelzen, Funkwerkstatt und Rene Bourgeois von der 3000Grad-Truppe
mit etlichen anderen Kollegen aus allen Teilen der Berliner
Partykollektive. Fünf Floors gilt es an diesen Tagen zu bespielen.
Ab 24 Uhr im Kosmonaut
Adresse: Wiesenweg 1-4, 10365 Berlin


4. Partytipps für Samstag


20 Jahre Matrix Club Berlin


Party – Sa 08.11. im Matrix

Wer sich im selben Alter wie das Matrix wähnt, verbindet den Club an der Kreuzberber Oberbaumbrücke heutzutage wohl in erster Linie mit einem Scripted-Reality-Format, welches Tag und Nacht die krassesten Geschichten zu Tage bringt.
Dass der Club zu seiner Ursprungszeit durchaus als credibile Adresse für
das technoide Berlin galt, ist da fast vergessen. Die Musik änderte
sich weg vom Techno, hin zu Black Music, House und Classic Tunes. Der
Erfolg des Clubs gibt ihm recht. Eine CD-Compilation zum Jubiläum mit
einem Querschnitt des musikalische Matrix-Kosmos gehört da zum guten
Ton. Stargast des Abends ist der US-Amerikaner Francisco, der seinen Hit
»Party Every Night« erstmals live präsentieren wird. Die Resident-Posse
um DJ Size ist natürlich auch am Start. Herzlichen Glückwunsch.
Ab 22 Uhr im Matrix
Adresse: Warschauer Platz 18, 10245 Berlin

Autumn Calls Bertrams


Party—Sa 08.11. im Bertrams by Loftus Hall

»Viperfish« hieß das letzte Album des Amerikaners Tim Xavier, welches er 2010 auf seinem Label Clink Recordings veröffentlichte. Eine Schande, dass der gelernte Toningenieur mit eigenem Mastering-Studio in Berlin, seitdem keine LP mehr veröffentlicht hat. Seine Beweggründe vor sieben Jahren nach Berlin zu ziehen,
waren eng mit der Musik verknüpft: »Berlin ist das Zentrum des
Techno-Universums und Deutschland eines der angenehmsten Plätze in
Europa. Sowohl für Musik, als auch Mastering«. Scheinbar hat das
Berufliche Mr. Xavier so eingespannt, dass es zu eigenen großen Releases
nicht mehr reicht. Dann muss eben ein schnöder Clubgig herhalten, um
dem Herren seine Aufwartung zu machen.
Ab 24 Uhr im Bertrams by Loftus Hall, Maybachufer 48, Neukölln

Faithful 2


Festival—Do 13.11. im Berghain u. a. Locations

Das Festival »faithful«, bis 23.11. an unterschiedlichen Locations, versucht sich an einem anderen Ansatz mit Musik umzugehen. Musik ist heute digital unendlich reproduzierbar. Dekonstruiert man Musik oder interpretiert sie völlig neu,
findet man vielleicht einen anderen Zugang. Den möchte auch Johannes
Kreidler bieten. Er programmiert ein Keyboard so um, dass der Ton erst
beim Loslassen der Taste erklingt. Profis als auch Laien sind
eingeladen, eine neue Spieltechnik zu entdecken.
Ab 18.30 Uhr im Berghain, Am Wriezener Bahnhof, Friedrichshain
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