aid-Newsletter Nr. 46 vom 11. November 2015

2 jaren geleden


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46/15 vom 11.11.2015


 

In eigener Sache


Neue Ausgabe von ErnÀhrung im Fokus


Schwerpunktthema
 

Verbraucher und ErnÀhrung


Wassernot als Fluchtursache


Konsum als Teil des Problems?

Wenn MÀnner Single sind


...dann leidet die ErnÀhrung

Weihnachtsduft liegt in der Luft


Die GewÃŒrznelke

Alufolie


Nichts fÃŒr Saures

Innovationen mÃŒssen schmecken


Neue Lebensmittel wollen verstanden sein

Multitalent Mandel


Back- und Kochzutat oder Zwischenmahlzeit
 

Landwirtschaft und Umwelt


FÃŒr weniger Kupfer im Ökolandbau


Forschung vielversprechend und zukunftsweisend

Virusinfektionen bei Bienen


Wie ernst ist der Befall?

Mein Pferd hat RÃŒcken


Zahnprobleme nicht auszuschließen

Pilz des Jahres 2016


Lilastieliger Rötelritterling ist bedroht
 

Neue Ausgabe von ErnÀhrung im Fokus


Schwerpunktthema



(aid) - Wie wirken sich Kohlenhydrate auf das Risiko fÌr Krankheiten wie Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, koronare Herzkrankheit oder Krebs aus? Diese Frage treibt Wissenschaftler, Mediziner und InteressenverbÀnde seit Jahren um. Im Zuge der intensiven und kontroversen Diskussion werden immer wieder Stimmen laut, die Kohlenhydrate pauschal verteufeln. Völlig zu Unrecht. Denn nicht die Höhe des Kohlenhydratanteils in der ErnÀhrung ist entscheidend fÌr gesundheitliche Auswirkungen, sondern ihre QualitÀt. Das ist das Fazit der Autoren, die sich fÌr die neue Ausgabe der aid-Fachzeitschrift "ErnÀhrung im Fokus" aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Schwerpunktthema Kohlenhydrate beschÀftigt haben.
Neben Fetten sind StÀrke und Zucker die Hauptenergielieferanten fÌr unseren Körper. Beispielsweise als StÌtzsubstanz, bei Signal- und EnergieÌbertragungsprozessen oder bei der Bildung von Bindegewebssubstanz und Zellmembranen Ìbernehmen Kohlenhydrate wichtige Aufgaben. Deshalb sollten sie im Rahmen einer vollwertigen Mischkost mindestens 50 Prozent des Energiebedarfs decken, so die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft fÌr ErnÀhrung (DGE). FÌr die PrÀvention von ernÀhrungsmitbedingten Erkrankungen ist jedoch wichtig, dass die Zusammensetzung stimmt. Ballaststoffhaltige Nahrung, vor allem Vollkornprodukte mit niedrigem glykÀmischen Index sollten bevorzugt, mit Zucker angereicherte Lebensmittel, insbesondere zuckerhaltige ErfrischungsgetrÀnke, hingegen eingeschrÀnkt werden.
FÃŒr die Umsetzung dieser Empfehlung im Alltag liefert die Fachzeitschrift zahlreiche praktische Hilfen wie etwa eine Übersicht zum Kohlenhydrat- und Ballaststoffgehalt verschiedener Lebensmittel oder VorschlÀge fÃŒr den Ersatz von Nahrungsmitteln mit hohem glykÀmischen Index durch solche mit niedrigem glykÀmischen Index.
Weitere Aspekte des Schwerpunktthemas sind unter anderem die Rolle von Kohlenhydraten in der ErnÀhrung von Jugendlichen, ihre Bedeutung fÌr Leistungssportler und in der ErnÀhrungsberatung und -therapie.
Eva Neumann, www.aid.de


Weitere Informationen:
Die aktuelle Ausgabe der aid-Zeitschrift "ErnÀhrung im Fokus", Heft 11-12/2015
Bestell-Nr. 5586, Preis: 4,50 Euro finden Sie unter:
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=5586


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Wassernot als Fluchtursache


Konsum als Teil des Problems?



(aid) - In unseren gemÀßigten Breiten ist Wasserknappheit noch kein großes Thema. Das wird es aber, sobald wir uns vergegenwÀrtigen, welche UmstÀnde Menschen zum Verlassen ihrer Heimat zu bewegen. Wasser ist dafÃŒr ein wichtiger Faktor, denn seine VerfÃŒgbarkeit ist die entscheidende Lebensgrundlage, vor allem in lÀndlichen Gebieten potenzieller "FluchtlÀnder". Es ist also an der Zeit darÃŒber nachzudenken, was Menschen in den klimatisch begÃŒnstigten "ZiellÀndern" eigentlich dazu beitragen, dass sich die Lebensgrundlagen in vielen Teilen der Erde eher verschlechtern.
Der Klimawandel, mitverursacht durch den konsumbedingten vermehrten Ausstoß von Treibhausgasen, ist dabei ein wichtiger Faktor. DÃŒrreperioden, beispielsweise in afrikanischen Staaten wie Kenia, Tansania oder SÃŒd-Afrika, sind an der Tagesordnung, obwohl diese LÀnder ehemals vom Klima begÃŒnstigt waren. SÃŒd-Afrika leidet zurzeit unter der schlimmsten Trockenheit seit Jahren, und auch in Ostafrika ist die zweite Regenzeit in Folge spÀrlich ausgefallen. Rinderherden sterben hinweg, die lÀndliche Bevölkerung sucht Zuflucht in der Stadt - die erste Station der Flucht. Diese endet fÃŒr sie hÀufig in katastrophalen LebensumstÀnden in den Slums der GroßstÀdte, so dass der Gedanke an eine weitere Flucht nur nahe liegt.
Weitere Ursachen sind noch enger mit unseren Konsumgewohnheiten verflochten: Aus SÃŒd-Afrika werden Tonnen von Wasser in Form von Wein und Orangen - sozusagen als "virtuelles Wasser" per Schiff oder Flugzeug ins ohnehin feuchte Europa transportiert - als Alternative zu den bei uns wachsenden Äpfeln, gewachsen und gereift mit hiesigem Wasser. Das Gleiche gilt fÃŒr die preiswerten Supermarkt-Rosen aus Kenia, Tansania und Äthiopien, die in GewÀchshÀusern unter immensem Wasseraufwand durch europÀische Firmen vor Ort produziert werden. Das benötigte Wasser landet dann anschließend bei uns in der Ökotonne, fehlt aber zugleich den in den ProduktionslÀndern tÀtigen Bauern, die auf das lokale Wasser angewiesen sind.
Fazit: Flucht geht uns alle an, nicht nur in Bezug auf deren Wirkung, sondern auch im Sinne der Ursachen.
Friederike Heidenhof aus Johannesburg/SÃŒd-Afrika, www.aid.de


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Wenn MÀnner Single sind


...dann leidet die ErnÀhrung



(aid) - Wer alleine lebt, isst hÀufig einseitig und weniger Obst und GemÌse. Vor allem Single-MÀnner ernÀhren sich tendenziell ungesÌnder. Das hat eine australische Studie gezeigt. Die Wissenschaftler hatten dazu 41 Untersuchungen zu diesem Thema ausgewertet.
Immer mehr Menschen leben alleine. Sie sind geschieden oder verwitwet, haben sich bewusst fÌr das Alleinleben entschieden oder den richtigen Partner noch nicht gefunden. Die Auswertung der Daten zur ErnÀhrung und NÀhrstoffaufnahme hat gezeigt, dass Singles oft weniger abwechslungsreich essen als Menschen, die mit einem Partner oder in einer Familie leben. Das fÌhrt dazu, dass von verschiedenen Lebensmittelgruppen wie Obst, GemÌse und Fisch weniger gegessen wird und dadurch vermutlich auch wichtige NÀhrstoffe fehlen. Chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden und Diabetes können die Folge sein, so die Schlussfolgerung der Studie.
Zahlreiche Faktoren tragen zu den ungÃŒnstigen ErnÀhrungsgewohnheiten bei, erklÀren die Wissenschaftler im Fachblatt "Nutrition Reviews". Manchen macht es schlicht keinen Spaß, alleine zu kochen und zu essen. Daher bevorzugen sie einfache Speisen und Fertiggerichte, die weniger nÀhrstoffreich sind. Auch kulturelle und soziale Aspekte von Kochen und Essen spielen eine Rolle. Denn mit gemeinsamen Mahlzeiten werden Beziehungen gepflegt und zelebriert. Eine weitere Schwierigkeit fÃŒr Alleinlebende ist, die Portionsgröße fÃŒr eine Person richtig einzuschÀtzen. Vor allem MÀnner haben oft nicht gelernt zu kochen, weil sich die Frau um das Essen gekÃŒmmert hat. Andere gaben finanzielle GrÃŒnde an, warum sie keine frischen Zutaten kaufen. Mit einer guten Planung und Auswahl der Lebensmittel ist viel Frischkost allerdings auch mit einem geringen finanziellen Budget möglich.
In weiteren Studien sollen die HintergrÌnde nÀher beleuchtet werden, um gezielte Lösungen zu finden. Das könnten spezielle Kochkurse und Rezepte fÌr eine Person sein, aber auch organisierte Treffen zum Essen und Kochen in der Gemeinschaft.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
http://nutritionreviews.oxfordjournals.org/content/73/9/594
www.was-wir-essen.de/gesund/preiswert_tipps.php
aid-BroschÃŒre "Der Kopf isst mit - Zusammenspiel zwischen Essen und Psyche"
Bestell-Nr. 3340, Preis: 6,00 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=3340


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Weihnachtsduft liegt in der Luft


Die GewÃŒrznelke



(aid) - Der sÌßlich-scharfe Duft von GewÃŒrznelken erinnert an Weihnachten. Die feurigen BlÃŒtenknospen verfeinern Lebkuchen, PfeffernÃŒsse, Spekulatius und HeißgetrÀnke wie GlÃŒhwein und FrÃŒchtepunsch. Sie geben aber auch Wild, Lamm, GeflÃŒgel und Fisch, Chutneys, GewÃŒrzreis, Suppen und Eintöpfen eine wÃŒrzige Note. Ein Klassiker sind ganze Nelken im Rotkohl und Sauerkraut, die sparsam verwendet und vor dem Verzehr wieder entfernt werden. In der niederlÀndischen Provinz Friesland werden die getrockneten Knospen fÃŒr die Produktion des Friesischen NelkenkÀses verwendet, der aus Magermilch hergestellt wird. Zudem sind Nelken ein Bestandteil des Currypulvers. Eine frische Orange, bespickt mit einer Handvoll Nelken, erfÃŒllt den Raum mit einem dezenten Adventsduft.
GewÃŒrznelken sind die getrockneten Knospen des GewÃŒrznelkenbaumes (Syzygium aromaticum) aus der Familie der MyrtengewÀchse. Der Baum stammt ursprÃŒnglich von den Molukken, einer indonesischen Inselgruppe im Pazifik und erreicht eine Höhe von ÃŒber zehn Metern und ein Alter von etwa 100 Jahren. Die Knospen mÃŒssen vor dem ErblÃŒhen von Hand gepflÃŒckt werden. Beim anschließenden Trocknen werden sie braun und verlieren drei Viertel ihres Gewichts.
GewÃŒrznelken können bis zu 15 Prozent Àtherische Öle enthalten, wobei der Hauptbestandteil das Eugenol ist. Nelkenöl wirkt schmerzstillend, entzÃŒndungshemmend und bremst das Bakterienwachstum. So wird traditionell bei Zahnschmerzen empfohlen, eine NelkenblÃŒte vorsichtig auf dem betroffenen Zahn zu zerkauen.
Am besten kaufen Sie frische Nelken, die sich fettig anfÃŒhlen und etwas Öl absondern, wenn man mit dem Fingernagel gegen ihren Stiel drÃŒckt. Nelkenpulver sollte stets dunkel und gut verschlossen aufbewahrt werden, da es durch Licht, WÀrme und Feuchtigkeit rasch an Aroma verliert.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
aid-BroschÌre "KÌchenkrÀuter und GewÌrze"
Bestell-Nr. 1372, Preis: 4,00 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1372


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Alufolie


Nichts fÃŒr Saures



(aid) - Aluminiumfolie sollte nicht zum Abdecken von feuchten, sÀure- oder salzhaltigen Lebensmitteln auf Servierplatten verwendet werden. Denn die Folien können sich auflösen und Aluminiumbestandteile an zum Beispiel Fisch, Tomaten, Rhabarber oder GewÌrzgurken abgeben. Dieser Hinweis ist zwar auf den Produkten zu finden, doch manche Hersteller relativieren ihn mit dem Zusatz: "Aluminiumbestandteile sind jedoch nicht gesundheitsschÀdlich". Diese verharmlosende Aussage ist nach einem Beschluss des Arbeitskreises Lebensmittelchemischer SachverstÀndiger der LÀnder (ALS) und des Bundesamtes fÌr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nicht zulÀssig. Denn gesundheitliche Risiken einer zu hohen Aluminiumaufnahme können nicht ausgeschlossen werden. In der Diskussion stehen in erster Linie Wirkungen auf das Nervensystem, die Fruchtbarkeit und die Knochenentwicklung.
Die europÀische Behörde fÌr Lebensmittelsicherheit hat eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge von 1 Milligramm Aluminium je kg Körpergewicht fÌr die orale Aufnahme Ìber die Nahrung abgeleitet.
VerbraucherschÃŒtzer fordern, dass Hersteller ihre Verpackungen korrekt kennzeichnen und der Gesetzgeber klare Regeln schafft. Ein Hinweis fÃŒr eine sichere und sachgemÀße Verwendung nach der EU-BedarfsgegenstÀnde-Verordnung könnte zum Beispiel lauten: "Aluminiumfolie nicht mit feuchten, sÀure- oder salzhaltigen Lebensmitteln in Kontakt bringen. Folien können sich infolge von Lokalelementbildung auflösen." Zudem sollten die Sicherheitshinweise fÃŒr die Kunden beim Einkauf gut sichtbar sein, meint die Verbraucherzentrale Hessen. Ob "Lokalelementbildung" allerdings zur VerbraucheraufklÀrung beitrÀgt, sei dahingestellt.
Harald Seitz vom aid infodienst e. V. sieht den Verwendungszweck im Vordergrund: "Jedes Verpackungsmaterial hat spezifische Vor- und Nachteile" und gibt den Tipp "Backwaren, gekochte Speisen oder Schokolade behalten in Aluminiumpackungen ihr Aroma und die Feuchtigkeit. FÃŒr andere Lebensmittel gibt es aber genug Alternativen."
Aluminium ist unter dem Einfluss von SÀure oder Salz löslich. Aus diesem Grund werden Alu-Verpackungen und -BehÀlter fÌr Lebensmittel wie GetrÀnkedosen oder Jogurtbecherdeckel auf der Innenseite beschichtet.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/01_Aufgaben/02_AmtlicheLebensmittelueberwachung/12_ALS/lm_ALS_node.html
www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zu-aluminium-in-lebensmitteln-und-verbrauchernahen-produkten.pdf
www.aid.de/verbraucher/verpackung_richtig.php
aid-Heft "Verpackungen fÃŒr Lebensmittel"
Bestell-Nr. 1496, Preis: 3,50 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1496


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Innovationen mÃŒssen schmecken


Neue Lebensmittel wollen verstanden sein



(aid) - "Wenn wir die WertschÀtzung fÌr Lebensmittel weiter erhöhen wollen, sollten wir Ìber Genusskommunikation nachdenken. Und damit LebensgefÌhl vermitteln statt Preise." Das ist fÌr Stephan Becker-Sonnenschein, GeschÀftsfÌhrer des Vereins "Die Lebensmittelwirtschaft", eine der wesentlichen Schlussfolgerungen aus einer aktuellen Verbraucherstudie mit dem Titel "Essbare Innovationen", die der Verein gemeinsam mit der Fraunhofer-Allianz Food Chain Management (FCM) durchgefÌhrt hat.
Rund 340 Millionen Euro investiert die deutsche Lebensmittelwirtschaft alljÀhrlich in Innovationen. Alle Bereiche vom Acker Ìber die Herstellung und den Handel bis zum Teller sind davon betroffen. Entsprechend wichtig ist fÌr die Branche, was Verbraucher Ìber Innovationen denken und wie diese kommuniziert werden mÌssen, um Akzeptanz zu finden.
Die Studie liefert eine Reihe von wichtigen Antworten: Eine allgemeine Ablehnung gegenÌber technologischen Innovationen gibt es nicht. 80 Prozent der 1.000 Studienteilnehmer halten diese fÌr wirtschaftlich und gesellschaftlich notwendig. 63 Prozent der Verbraucher interessieren sich stark oder sehr stark fÌr Innovationen rund um Gesundheit und gesunde ErnÀhrung. Dabei gibt es jedoch durchaus Vorbehalte: 34 Prozent der Befragten sind skeptisch gegenÌber technologischen Neuerungen im Lebensmittelbereich, 21 Prozent lehnen diese aus Angst vor gesundheitlichen SchÀden ab. Drei von vier Verbrauchern (77 Prozent) möchten den verbesserten Nutzen eines innovativen Lebensmittels verstanden haben, bevor sie es kaufen.
Das wichtigste Kriterium fÌr den Kauf eines Lebensmittels ist fÌr vier von fÌnf Konsumenten der Geschmack. Drei von vier Verbrauchern achten zudem auf hohe QualitÀt. Verbraucherakzeptanz wird Ìber den Geschmack und den Genuss, Ìber persönlichen oder gesellschaftlichen Nutzen erreicht, so das gemeinsame Fazit von Stephan Becker-Sonnenschein und FCM-GeschÀftsfÌhrer Mark BÌcking bei der PrÀsentation der Studie in Berlin.
Eva Neumann, www.aid.de


Weitere Informationen:
Die Studie ist zum Download abrufbar unter:
www.lebensmittelwirtschaft.org/presse/downloads/?cp=1


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Multitalent Mandel


Back- und Kochzutat oder Zwischenmahlzeit



(aid) - PlÀtzchen mit Mandeln dÌrfen in der Adventszeit in keiner Keksdose fehlen: Gemahlen oder gehackt kommen sie in den Teig, als ganzes obendrauf oder als edle Marzipanschicht mitten hinein. Die feinen Samen des Mandelbaumes schmecken nicht nur lecker, sie sind auch gesund.
UrsprÃŒnglich ist der Mandelbaum im Nahen und Mittleren Osten sowie in Asien beheimatet. Seine FrÃŒchte enthalten einen glatten Steinkern, der wiederum einen Samenkern - die Mandel - umschließt. Dabei werden drei Unterarten unterschieden: SÌßmandeln zeichnen sich durch ihren mild-aromatischen, sÌßlichen Geschmack aus. Krachmandeln sind ihnen in Aussehen und Geschmack sehr Àhnlich, haben jedoch eine extrem dÃŒnne Steinschale. Bittermandeln enthalten Amygdalin, eine gesundheitsschÀdigende Vorstufe von BlausÀure. Sie dÃŒrfen deshalb nicht roh verzehrt werden, dienen jedoch der Herstellung von Bittermandelöl fÃŒr die Backwarenindustrie.
In der KÃŒche finden Mandeln in den unterschiedlichsten Formen Verwendung - von der WeihnachtsbÀckerei ÃŒber MÃŒsli und Pesto bis zum Salat. Und auch als kleine Zwischenmahlzeit sind die sÌßen SchalenfrÃŒchte immer gut. "Neben wertvollen Fetten sowie reichlich Vitaminen und Mineralstoffen, sind bei Mandeln zwei Inhaltsstoffe herausragend", erlÀutert Harald Seitz, ErnÀhrungswissenschaftler beim aid. "In 100 Gramm Mandeln steckt mit knapp 20 Gramm besonders viel Eiweiß. DarÃŒber hinaus ist der Ballaststoffgehalt mit mehr als 13 Gramm erwÀhnenswert."
Die Ballaststoffe befinden sich vor allem in der hellbraunen Schalenhaut. Sie sollte also nur dann entfernt werden, wenn sie optisch stört. Dazu werden die FrÃŒchte fÃŒr wenige Augenblicke in kochendes Wasser gelegt und anschließend mit kaltem Wasser abgeschreckt. Dann lÀsst sich die Haut leicht ablösen oder mit einem Tuch abreiben.
Mandeln sollten ÃŒbrigens immer grÃŒndlich gekaut werden, damit der Körper die wertvollen Inhaltsstoffe der Mandeln nutzen kann. Zudem werden so die SchalenfrÃŒchte besser verdaulich. Mandeln enthalten außerdem noch den natÃŒrlichen Konservierungsstoff SalicylsÀure. Wer darauf empfindlich reagiert, sollte auf den Genuss von Mandeln verzichten.
Eva Neumann, www.aid.de


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FÃŒr weniger Kupfer im Ökolandbau


Forschung vielversprechend und zukunftsweisend



(aid) - Bei der Herausforderung, die ausgebrachten Kupfermengen im ökologischen Pflanzenschutz zu verringern, wurde in den vergangenen Jahren viel erreicht. Dennoch sind weitere Anstrengungen zur Reduzierung erforderlich, wobei der Forschung, Beratung und vor allem der Fortsetzung der Zulassung alternativer PrÀparate eine SchlÌsselrolle zukommt. Das war das Fazit von Wissenschaftlern und Beratern beim FachgesprÀch "Kupfer als Pflanzenschutzmittel", das Ende Oktober 2015 im Julius KÌhn-Institut (JKI) in Berlin stattfand.
Im Mittelpunkt des FachgesprÀchs standen die Ergebnisse der Kupferminimierungsstrategie, auf die sich ökologische und konventionelle AnbauverbÀnde in Absprache mit der Politik geeinigt haben. Ziel ist es, die eingesetzten Kupfermengen durch praxisnahe Forschung kontinuierlich zu verringern.
Ein vielversprechendes Konzept zur Kupferreduktion im Obstbau stellte Franziska Porsche vom JKI in Dossenheim vor. Ihr Ansatz beruht darauf, mithilfe von Bierhefe den Abbau von Falllaub durch Mikroorganismen in Apfelplantagen zu beschleunigen, um das Sporenpotenzial des Apfelschorferregers zu minimieren. In einem einjÀhrigen Versuch konnte die Zahl der Sporen bei zwei bis viermaliger Ausbringung im Winter um bis zu 98 Prozent verringert werden. "Unser Ziel ist es, den Ìblichen Behandlungszeitraum, in dem die Schwellenwerte beim Sporenflug Ìberschritten werden, von sieben auf ein bis zwei Wochen zu verkÌrzen", erklÀrte Porsche. Bis zur Praxisreife mÌssten allerdings noch viele Fragen geklÀrt werden, etwa zur Formulierung, vor allem zur Regenfestigkeit, zur Ausbringungsform und zur VerfÌgbarkeit der Hefen.
Die Ergebnisse des bundesweiten Monitorings 2013 zum Kupfereinsatz im Weinbau stellte Sonja Kantak vom Ecovin-Weinbauverband vor. Mit durchschnittlich knapp 2,3 kg/ha sei laut Kantak das vereinbarte Ziel von 12,5 kg/ha in fÌnf Jahren erreicht worden. Dieser Wert sei aber kaum zu halten, da die weitere Zulassung wichtiger ErgÀnzungsprÀparate wie Kaliumphosphonaten und Myco-Sin noch ausstehe und echte Alternativen zu Kupfer fehlen. "Wir empfehlen deshalb ein Kupferkonto und eine Anpassung der Kupferaufwandmengen auf maximal 15 kg/ha in fÌnf Jahren", erklÀrte Kantak.
Wolfram König vom Umweltbundesamt (UBA) bestÀtigte, dass das UBA bereit sei, sich fÌr eine EinfÌhrung des von vielen Beratern gewÌnschten Kupferkontos zu öffnen. Allerdings mÌsste u. a. noch geklÀrt werden, wer das Konto fÌhren und prÌfen soll.
Dr. Friedhelm von Mering, politischer Referent des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), forderte ebenfalls ein "Ende des Zulassungsstaus" von naturstofflichen Pflanzenbehandlungsmitteln im EU-Pflanzenschutzrecht und in der EU-Ökoverordnung, um die erreichten Ziele bei der Kupferreduzierung im Ökolandbau nicht zu gefÀhrden. DarÃŒber hinaus betonte er die große Bedeutung einer Spezialberatung beim Kupfereinsatz. Hier fehle es in den meisten BundeslÀndern an einer ausreichenden und kontinuierlichen finanziellen UnterstÃŒtzung. Potenzial sieht er zudem bei der Optimierung der Applikationstechnik. "Hier wÀre eine intensivere Forschung sicherlich lohnend", sagte von Mering.
In den bisher erzielten Ergebnissen der Forschungsprojekte zur Kupferminimierung sieht Professor Stefan KÃŒhne vom JKI eine große Chance fÃŒr die deutsche Landwirtschaft: "Sollten die Einsatzmöglichkeiten fÃŒr Kupfer EU-weit stark eingeschrÀnkt werden, haben wir einen großen Vorsprung auf die anderen Mitgliedsstaaten."
JÃŒrgen Beckhoff, www.aid.de


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Virusinfektionen bei Bienen


Wie ernst ist der Befall?



(aid) - Wann ist ein Bienenvolk krank - wenn 100.000 Virenpartikel im Stock gefunden werden oder eine Million? Ein neues Verfahren hilft BienenzÌchtern, das Risiko fÌr ihre Völker durch Virusinfektionen besser einzuschÀtzen. Das Verfahren wurde an der UniversitÀt im dÀnischen Aarhus im Rahmen einer Studie entwickelt, in der die generelle Verbreitung der sieben hÀufigsten Viren in dÀnischen Bienenvölkern untersucht wurde.
Viele Bienenviren kommen bis zu einem gewissen Ausmaß auch in anscheinend gesunden Bienenvölkern vor. Erst wenn externe Stressfaktoren hinzukommen, wie etwa Milbenbefall, steigt bei den befallenen Bienen die Virenzahl - und damit der "Krankenstand". In der Studie sollte nun eine Art Basislinie fÃŒr die Besiedlung gesunder Bienen mit Viren in DÀnemark erstellt werden. Außerdem wurde ÃŒberprÃŒft, inwiefern sich StÀrke und Art der Virenbesiedlung in gesunden und kranken oder gestressten Bienenvölkern unterscheiden.
DafÃŒr nahmen die Autoren 241 gesunde Völker unter die Lupe. Dazu kamen 28, die stark mit Varroamilben befallen waren oder bei denen es in vergangenen Wintern zu großen Verlusten gekommen war. Die Wissenschaftler bestimmten den Virentiter von je 20 Arbeiterinnen pro Bienenvolk. Es stellte sich heraus, dass es eine große Infektionsbandbreite in den Völkern gab. Am hÀufigsten waren sowohl in gesunden als auch in kranken Völkern das Sackbrut-Virus, das FlÃŒgeldeformations-Virus und das Schwarze-Königinnenzellen-Virus. Nur 36 Prozent der gesunden Völker waren komplett virenfrei. 27 Prozent wiesen nur ein einziges Virus auf. Beim verbleibenden Drittel waren es zwei oder mehr.
Bei den milbenbefallenen oder anderweitig erkrankten Bienenvölkern trat dagegen grundsÀtzlich mindestens ein Virustyp auf. In 9 von 10 FÀllen waren es zwei oder mehr Erreger, bei gut zwei Dritteln sogar drei oder mehr. Auch bei der StÀrke des Befalls gab es deutliche Unterschiede: In gesunden Bienenvölkern lagen Ìberwiegend niedrige bis mittlere Virentiter vor. Bei erkrankten Völkern traten dagegen deutlich hÀufiger mittlere und hohe Werte auf.
FÃŒr die statistische Auswertung wiesen die Wissenschaftler die Ergebnisse vier Gruppen zu: Virenfrei (0 Viren), niedriger Virustiter (unter 1.000 Viren pro Stichprobe), mittlerer Virustiter (1.000 bis unter 10 Millionen Viren) und "erkrankt" (ab 10 Millionen Viren pro Stichprobe).
Mit der Kombination aus schneller, quantitativer Virentiter-Bestimmung und Einordnung der Ergebnisse in die vier Kategorien ließ sich der Zustand eines Bienenvolks gut erfassen. Das macht das Verfahren auch fÃŒr Imker vor Ort interessant. Mit dem neuen Ansatz lassen sich auch versteckte Infektionen erkennen und von tatsÀchlichen KrankheitsausbrÃŒchen abgrenzen. So können u. U. rechtzeitig PrÀventions- oder QuarantÀnemaßnahmen getroffen werden. Das war bisher nur schwer möglich, da in der Regel bei Tests auf Virusinfektionen nur ein eventueller Virenfund, und dann noch mit einem fÃŒr sich allein wenig anschaulichen Titerwert mitgeteilt wird.
Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens: Die Testergebnisse lassen sich leichter statistisch auswerten, sodass man verschiedene Proben besser miteinander vergleichen kann. So lassen sich z. B. KrankheitsverlÀufe in einem Volk verfolgen oder verschiedene Zuchtlinien in einem Selektionsprogramm, etwa fÌr Varroa-resistente Bienen, im Hinblick auf ihre Virentoleranz vergleichen.
Dr. Margit Ritzka, www.aid.de


Weitere Informationen:
www.eurekalert.org/pub_releases/2015-10/au-smf102615.php
Amiri E et al.: Four Categories of Viral Infection Describe the Health Status of Honey Bee Colonies. PLoS One; Bd. 10, S. e0140272, 2015. doi: 10.1371/journal.pone.0140272


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Mein Pferd hat RÃŒcken


Zahnprobleme nicht auszuschließen



(aid) - Jeder Reiter wÌnscht sich ein rittiges, reell an der Hand stehendes und willig mitarbeitendes Pferd, das leistungsbereit die Hilfen des Reiters annimmt und in elastische, schwungvolle Bewegungen umsetzt. Doch so verstÀndlich der Wunsch, sieht die RealitÀt oft anders aus: Die gewÌnschte Rittigkeit ist trotz intensiver BemÌhungen nicht oder nicht mehr zu erreichen, beim tÀglichen Training lÀsst das Pferd Takt und Losgelassenheit vermissen. Der sonst schwingende RÌcken scheint blockiert, der Bewegungsablauf nicht mehr natÌrlich und taktrein.
Dann liegt der Verdacht nahe, dass RÌckenprobleme die Ursache dafÌr sein könnten. Doch nicht immer sind Verspannungen oder vermeintliche Blockaden von Wirbeln oder Gelenken der WirbelsÀule Schuld an RÌckenschmerzen. Vielmehr kann auch eine Fehlstellung der ZÀhne oder des Kiefers Auslöser von VerhaltensÀnderungen und Rittigkeitsproblemen sein.
Pferde mit Zahn- oder Kieferproblemen leiden meistens still. Pferde als Fluchttiere haben nur ein begrenztes Verhaltensrepertoire, um auf ihr Leid aufmerksam zu machen. Sie sind darauf angewiesen, dass der Mensch die Ursache-Symptom-Zuordnung erkennt und korrekt interpretiert.
Kompensatorische Maßnahmen der Tiere sind oft die Folge: Das Anspannen des Unterhalses, ein Verwerfen oder eine verringerte Nachgiebigkeit im Genick, Anlehnungsprobleme, aber auch Kopf- oder Schweifschlagen oder das Einrollen des Halses sind mögliche Reaktionsmuster der von Zahnerkrankungen oder Kieferfehlstellungen betroffenen Pferde. Die physiologisch nicht korrekte Halshaltung hat dann auch Auswirkungen auf die RÃŒckenmuskulatur. Über den SchÀdel stehen die ZÀhne in enger Verbindung mit der WirbelsÀule. Liegt in der Maulhöhle eine Störung vor, versucht die Muskulatur des Kauapparates durch stÀrkeres Anziehen des Unterkiefers den mangelhaften Kontakt der oberen und unteren Zahnleisten auszugleichen.
Zahnfehlstellungen, eine unregelmÀßige Zahnanatomie, fehlender bis ungleichmÀßiger Zahnabrieb aber auch ein ÃŒbermÀßiges Knirschen mit den ZÀhnen beim Reiten fÃŒhren zu einer starken Belastung der Kiefergelenke. Das fein austarierte Zusammenspiel von ZÀhnen, Kiefer, Sehnen, Muskulatur und Kiefergelenk gerÀt aus dem Gleichgewicht - ein PhÀnomen, das auch beim Menschen als CraniomandibulÀre Dysfunktion bekannt ist.
Deshalb gilt auch fÌr Pferde: Mindestens einmal, besser zweimal im Jahr sollten ZÀhne und Kiefer von einem Pferdedentalpraktiker auf ihre FunktionsfÀhigkeit ÌberprÌft werden.
Anke Klabunde, www.aid.de


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Pilz des Jahres 2016


Lilastieliger Rötelritterling ist bedroht



(aid) - Die Deutsche Gesellschaft fÌr Mykologie hat den Lilastieligen Rötelritterling zum Pilz des Jahres 2016 gewÀhlt. Der anmutige Wiesenpilz hat durch GrÌnlandintensivierung bereits zahlreiche LebensrÀume verloren. Die NaturschÌtzer rufen dazu auf, aktuelle Vorkommen zu melden, um sie gezielt schÌtzen zu können.
Der Lilastielige Rötelritterling (Lepista personata) wird auch Maskenritterling genannt und ist leicht zu erkennen. Er hat einen 5 bis 25 cm breiten, grauen bis ockerfarbenen Hut. Die Lamellen sind etwas heller gefÀrbt. Den typischen violettblauen Stiel sieht man erst, wenn man unter den dickfleischigen Hut schaut. Die Fruchtkörper werden fast das ganze Jahr gebildet, vor allem aber im Oktober und November. Der Pilz ist essbar und hat ein mildes Aroma.
Der Lilastielige Rötelritterling ist in ganz Europa verbreitet. Ein Verbreitungsschwerpunkt liegt in Deutschland, sodass dem Erhalt der Art hierzulande eine große Bedeutung zukommt. SpaziergÀnger können ihn auf ungedÃŒngten WiesenflÀchen und Weiden, in ObstgÀrten, auf Magerrasen und in Parkanlagen, vor allem auf Kalkböden entdecken. Dort wÀchst er hÀufig in großen Ringen, teilweise auch in Gruppen. An vielen Standorten wird er als "gefÀhrdet" bis "stark gefÀhrdet" eingestuft oder ist bereits ausgestorben.
Zum Erhalt der Art trÀgt eine möglichst naturnahe Pflege von GrÌnland bei. Eine intensive DÌngung, der Umbruch von GrÌnland zu Ackerland oder die Umwidmung von nÀhrstoffarmen FlÀchen zu Bauland nimmt diesem Wiesenpilz wertvollen Lebensraum.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
www.dgfm-ev.de


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