aid-Newsletter Nr. 49 vom 2. Dezember 2015

2 jaren geleden


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49/15 vom 02.12.2015


 

In eigener Sache


Lehrer wollen Wissen, das schmeckt


Viel Lob fÃŒr aid-Fortbildungen
 

Verbraucher und ErnÀhrung


Weihnachtsduft liegt in der Luft


Sternanis - Baumfrucht aus Asien

Lebensmittelkontrolle 2014


Alles in gewohnten Bahnen

Proteinreicher Knabberspaß


ErdnÃŒsse frisch aus der HÃŒlse

Bunte Vielfalt - heimische Salate gibt es auch im Winter


Feldsalat

Aus dem aid-Archiv


Durch GÃŒteschutz zum GÃŒtekauf
 

Landwirtschaft und Umwelt


Ökologischer Apfelanbau


Champignonsubstrat gegen BodenmÃŒdigkeit

Pferdehaltung in Eigenregie


Fallstricke beim Versicherungsschutz beachten

WildschÀden am Wald


aid-Heft neu aufgelegt

Moos und Flechte des Jahre 2016


Einzigartige LebensrÀume schÌtzen

GrÃŒne Berufe


Chance fÃŒr Migranten
 

Lehrer wollen Wissen, das schmeckt


Viel Lob fÃŒr aid-Fortbildungen



(aid) - Wer kennt die Vorurteile nicht? "Lehrer wissen alles besser und lassen sich in ihre Unterrichtspraxis nicht hereinreden!" Von wegen! Das IN FORM-Projekt "ErnÀhrungsbildung an Schulen" des aid infodienst hat gÀnzlich andere Erfahrungen gemacht: Von 2011 bis heute hat es im gesamten Bundesgebiet Ìber 200 Fortbildungen mit fast 4.000 LehrkrÀften, LehramtsanwÀrterinnen und LehramtsanwÀrtern durchgefÌhrt - und legt jetzt die wissenschaftliche Evaluation vor.
"Mit der Schulnote 1,6 fÌr die Fortbildungen zu den Unterrichtsmaterialien SchmExperten und SchmExperten in der LernkÌche sind wir hochzufrieden", so Projektleiterin Dr. Barbara Kaiser, "und da die Weiterempfehlungsrate bei 98,6 Prozent lag, erlebten wir einen wahren Ansturm auf unsere Angebote und waren zumeist ausgebucht." Dabei galt es, sich in die lÀnderspezifischen Aus- und Fortbildungsstrukturen zu integrieren, das Angebot zu akkreditieren und die LehrkrÀfte zu erreichen - bei den vollen StundenplÀnen am liebsten SpÀtnachmittags in der Freizeit. Da wurde besonders die Methodenvielfalt geschÀtzt: "Die Lehrerinnen und Lehrer waren sehr zufrieden. Die VerknÌpfung der Fortbildung mit der Unterrichtshospitation am Vormittag war aus meiner Sicht sehr geeignet, um den LehrkrÀften Möglichkeiten fÌr die Umsetzung eines guten Verbraucherbildungsunterrichtes aufzuzeigen", so Silke Phieler, Studienleiterin und Landesfachberaterin im Fach Verbraucherbildung, Schleswig-Holstein.
Das Angebot richtete sich auch an die Lehrerausbildung: "Ihre bundesweit sehr begehrte Fortbildung war eine tolle Veranstaltung in der LernkÌche, die von unseren LehramtsanwÀrterinnen und -anwÀrtern durchgÀngig als sehr positiv aufgenommen wurde", meldete Karin Döring, Fachseminarleiterin Arbeitslehre des Hamburger Landesinstitutes fÌr Lehrerbildung und Schulentwicklung.
Beide Unterrichtsmaterialien und die zu ihrer Bekanntmachung eingesetzten Fortbildungsveranstaltungen werden den Evaluationsergebnissen zufolge als sehr positive Maßnahmen beurteilt, die aus Sicht der LehrkrÀfte einen praktischen und qualitativ hochwertigen Beitrag zur schulischen ErnÀhrungs- und Verbraucherbildung leisten. Rund 60 Prozent der Teilnehmenden setzen die Materialien innerhalb eines Jahres in ihrem Unterricht ein. Die ÃŒbrigen haben zum größten Teil (90 Prozent) die feste Absicht das Material noch einzusetzen. Damit haben die Fortbildungen die Ziele des aid, praxistaugliche, verstÀndliche Medien auf wissenschaftlich gesicherter Basis anzubieten, um den Aspekt der Professionalisierung und Motivation der Zielgruppe erweitert.
"ErnÀhrungsbildung an Schulen" ist ein Projekt des aid, das seit 2011 im Rahmen von IN FORM - Deutschlands Initiative fÃŒr gesunde ErnÀhrung und mehr Bewegung durch das Bundesministerium fÃŒr Landwirtschaft und ErnÀhrung und das Bundesministerium fÃŒr Gesundheit gefördert wird. Die wissenschaftliche Evaluation fÃŒhrte das Institut fÃŒr Therapie- und Gesundheitsforschung IFT-Nord durch. Es ÃŒberprÃŒfte sowohl die QualitÀt der Fortbildungen als auch ihre Wirkung, das heißt, den nachfolgenden Einsatz der Unterrichtsmaterialien im Unterricht. Eine Kurzfassung des Evaluationsberichtes steht zum Download bereit unter www.schmexperten.de Lehrerfortbildungen.
Paula Stille, www.aid.de


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Weihnachtsduft liegt in der Luft


Sternanis - Baumfrucht aus Asien



(aid) - Sternanis ist ein klassisches WeihnachtsgewÃŒrz, das hÀufig mit Anis verwechselt wird. Zwar duften die dekorativen Sterne Àhnlich, doch das Aroma ist feuriger und schwerer. Außerdem gehören die GewÃŒrze verschiedenen Pflanzenfamilien an. Die heimische Anispflanze ist ein krautiges DoldengewÀchs, wÀhrend es sich bei Sternanis um die brÀunlichen FrÃŒchte eines asiatischen Baumes handelt. Der immergrÃŒne Baum kann 10 bis 15 Meter hoch werden und ist in SÃŒdchina beheimatet. Er wird vor allem in China und LÀndern SÃŒdostasiens wie Vietnam, Thailand und auf den Philippinen angebaut. Die FrÃŒchte sehen aus wie ein achtzackiger Stern und werden noch unreif geerntet. Erst nach dem Trocknen in der Sonne entfalten sie ihr scharfes, sÌß-wÃŒrziges Aroma.
Bereits vor 3.000 Jahren schÀtzten die Chinesen den Sternanis als WÌrz- und Heilpflanze. In Japan gilt der immergrÌne Baum als heilig und wird daher hÀufig neben Tempeln angepflanzt. Erst Ende des 16. Jahrhunderts kam das GewÌrz nach Europa.
Heutzutage wird Sternanis auch in der deutschen KÌche gerne eingesetzt. Sein Aroma verfeinert WeihnachtsgebÀck und Lebkuchen, Fruchtsalate und Fruchtkompott, KonfitÌre, Tee, GlÌhwein und Grog. Auch pikante Gerichte bekommen mit dem GewÌrz aus dem Reich der Mitte eine besondere Note. Es harmoniert zu Wild, GeflÌgel, Fisch und MeeresfrÌchten, aber auch Chutneys, orientalischen Suppen und verschiedenem GemÌse wie Rotkohl, Blumenkohl und Tomaten. Zudem ist es ein wichtiger Bestandteil asiatischer und vietnamesischer Gerichte.
Das GewÃŒrz kann frisch im Mörser zerstoßen oder im Ganzen mitgegart werden. Manchmal ist schon eine Ecke der Fruchtkapsel ausreichend, die vor dem Servieren wieder entfernt wird. Auch in Asia- und Curry-Mischungen sowie dem chinesischen 5-GewÃŒrze-Pulver ist Sternanis vertreten. Die enthaltenen Àtherischen Öle machen fette und sehr scharfe Speisen bekömmlicher. Zudem sollen die FrÃŒchte Viren und Bakterien bekÀmpfen und entzÃŒndungshemmend wirken. In der Naturheilkunde werden sie unter anderem gegen Bauchweh und Übelkeit, Husten und Halsschmerzen eingesetzt.
Im Handel finden Verbraucher gemahlenen Sternanis, der allerdings rasch an Aroma verliert. Ganze Sterne sind lÀnger haltbar, kosten aber auch mehr. Kaufen Sie nur intakte FrÃŒchte, die lichtgeschÃŒtzt und luftdicht aufbewahrt werden sollten. Ideal ist eine gut verschließbare Dose.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
aid-Heft "KÌchenkrÀuter und GewÌrze"
Bestell-Nr. 1372, Preis: 4,00 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1372


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Lebensmittelkontrolle 2014


Alles in gewohnten Bahnen



(aid) - Im nunmehr siebten Jahr in Folge wird in Deutschland wieder rund ein Viertel aller Lebensmittelunternehmen beanstandet - vor allem, weil es ihre Betreiber mit der Hygiene nicht so genau nehmen, weil ihr Hygienemanagement zu wÌnschen Ìbrig lÀsst oder weil etwas an der Kennzeichnung, Aufmachung oder Zusammensetzung der Produkte nicht stimmt. Das geht aus dem Jahresbericht der amtlichen LebensmittelÌberwachung fÌr das Jahr 2014 hervor, der am 23. November 2015 auf einer Pressekonferenz des Bundesamtes fÌr Lebensmittelsicherheit (BVL) und Verbraucherschutz (BVL) prÀsentiert wurde sowie aus Àlteren Jahresberichten, die auf der BVL-Internetseite veröffentlicht sind.
Nur wenig Àlter als sieben Jahre ist die EU-Kontrollverordnung. Mit ihr wurde EU-weit verbindlich ein risikobasierter Kontrollansatz eingefÌhrt. Das bedeutet: Betriebe, von denen ein höheres Risiko fÌr die Verbrauchergesundheit ausgeht, werden vergleichsweise hÀufig kontrolliert - eine Fleischerei also hÀufiger als der GetrÀnkefachhandel.
Alle drei Jahre bekommt jedes Lebensmittelunternehmen Besuch von der amtlichen Überwachung. Diese risikoorientierte Kontrollfrequenz erscheint bei einer Zahl von gut 1,2 Millionen Lebensmittelbetrieben in Deutschland eine praktikable Lösung. Schließlich können die - wie es auf der Pressekonferenz hieß - rund 6.000 in der Kontrolle tÀtigen Personen nicht stÀndig ÃŒberall sein. Zumal die Verantwortung fÃŒr die Lebensmittelsicherheit wie auch fÃŒr die Einhaltung aller sonstigen lebensmittelrechtlichen Vorgaben beim Lebensmittelunternehmer liegt. WÃŒrde ein jeder seinen Pflichten gewissenhaft nachkommen, dÃŒrften die Kontrolleure eigentlich nicht viel zu tun haben.
Doch die RealitÀt zeigt ein anderes Bild, wie die Kontrollergebnisse Jahr fÃŒr Jahr zeigen. Da scheint die Kontrolle allein, einschließlich möglicher verwaltungs- oder sanktionsrechtlicher Konsequenzen nicht zu helfen. Vor diesem Hintergrund steht seit geraumer Zeit bereits die Veröffentlichung amtlicher Kontrollergebnisse in der Diskussion. Seit 2011 steht das Thema auf der Agenda der Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK), deren BeschlÃŒsse zwar keine unmittelbare Wirkung auf die Gesetzgebung haben, jedoch als Empfehlung durchaus politische Bindungskraft entfalten sollen. Zum wiederholten Mal beschloss das aus den 16 Verbraucherschutzministern der LÀnder bestehende Gremium im Mai 2014, der Bund möge einen Gesetzesentwurf fÃŒr bundesweit einheitliche Standards zur Transparentmachung von Kontrollergebnissen vorlegen.
Ob der Vorschlag kommt oder nicht - eins dÃŒrfte zumindest fÃŒr das kommende Jahr klar sein: Die Beanstandungsquote 2015 liegt bei rund einem Viertel aller Lebensmittelbetriebe.
Dr. Christina Rempe, www.aid.de


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Proteinreicher Knabberspaß


ErdnÃŒsse frisch aus der HÃŒlse



(aid) - Der deutsche Name lockt auf die falsche FÀhrte: Die Erdnuss ist botanisch gesehen keine Nuss, sondern eine HÃŒlsenfrucht und damit eine Verwandte von Erbsen und Bohnen. Doch was schert die FrÃŒchte die Botanik - sie reihen sich neben Cashews, WalnÃŒsse und Co. in den Supermarktregalen und Obsttheken ein und wandern genau wie diese mit Vorliebe pur oder gesalzen direkt in den Mund. Flips und sÌßes GebÀck mit ErdnÃŒssen bringen Abwechslung in die Liste der Knabbereien.
Der typische Geschmack der Erdnuss entwickelt sich erst beim Rösten. Er ist in der KÃŒche ÃŒberall dort beliebt, wo eine asiatische Note erwÃŒnscht ist. Ganz oder gehackt, zu Speiseöl oder Erdnussbutter weiter verarbeitet, begleiten ErdnÃŒsse GemÃŒse im Wok oder im Curry. Sie passen zu Glasnudeln und Reis gleichermaßen und sind ideale Begleiter von GeflÃŒgelfleisch aller Art.
Im Vergleich zu ihren Namensvettern können ErdnÃŒsse auf einen besonders hohen Proteingehalt verweisen - nÀmlich auf mehr als 25 Prozent. Daneben enthalten sie jedoch auch knapp 50 Prozent Fett. Der Anteil an wertvollen Omega-3-FettsÀuren ist dabei deutlich geringer als bei anderen NÃŒssen. Mit knapp 600 Kilokalorien sind die FrÃŒchte durchaus keine Leichtgewichte. "Knabbern ja, aber in Maßen", heißt also die Devise.
Allergiker sollten tunlichst die Finger von ErdnÌssen in jeder Form lassen. "Eine Erdnussallergie besteht in der Regel ein Leben lang und zÀhlt zu den gefÀhrlichsten Nahrungsmittelallergien Ìberhaupt", warnt Harald Seitz, ErnÀhrungswissenschaftler beim aid infodienst. "Schon kleinste Mengen können bei allergischen Personen schwere und sogar lebensbedrohliche Symptome auslösen". Wegen des hohen Allergiepotenzials muss auf den Verpackungen von Backwaren und anderen Produkten auch auf Spuren von ErdnÌssen hingewiesen werden.
Die krautige Erdnusspflanze ist ursprÃŒnglich in den Anden beheimatet und wird heute vor allem in den USA, Sudan, Brasilien, Senegal und Argentinien, aber auch in China und Indien in großen Mengen angebaut. Bei uns kommen die rot-braun gehÀuteten Erdnusskerne vor allem in der Zeit von Oktober bis Dezember in ihrer holzigen, netzartig ÃŒberzogenen HÃŒlle in den Handel. Als lose, dann meist geschÀlte Ware sind sie ganzjÀhrig erhÀltlich.
Eva Neumann, www.aid.de


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Bunte Vielfalt - heimische Salate gibt es auch im Winter


Feldsalat



(aid) - Feldsalat gehört zu den BaldriangewÀchsen und ist ein ausgesprochener Wintersalat, denn er vertrÀgt KÀlte gut. Die Haupterntezeit im deutschen Freiland liegt zwischen September und Januar.
Feldsalat schmeckt wÌrzig und leicht nussig und liefert mehr NÀhrstoffe als andere Salatsorten. Neben Betacarotin und den Vitaminen A, B1, B2 und B6 liefert er auch nennenswerte Mengen an Vitamin C, Kalium, FolsÀure und Eisen. Die FolsÀuregehalte von 120 µg je 100 g können einen Beitrag zur tÀglichen Versorgung leisten, da die Verzehrmenge von Feldsalat mit circa 70 Gramm pro Portion relativ hoch ist. Die Deutsche Gesellschaft fÌr ErnÀhrung empfiehlt pro Tag die Aufnahme von 300 µg FolsÀure. Feldsalat hat den höchsten Eisengehalt aller Salatsorten.
Der Vitamin-C-Gehalt von Feldsalat ist unter anderem deshalb interessant, weil das Vitamin gegen Nitrat wirkt. Feldsalat enthÀlt den unerwÌnschten Stoff vor allem in Stielen und der Blattrosette. Wer die BlÀtter beim Putzen durch das Abschneiden der Rosette trennt, senkt nicht nur den Nitratgehalt des Salats, sondern hat es auch beim Waschen einfacher. Wie jeder andere Salat auch, sollte Feldsalat kurz und grÌndlich gewaschen werden. Da er oft relativ viel Sand und kleine Steinchen mitbringt, ist es sinnvoll, die BlÀtter zweimal zu waschen.
Julia Icking, www.aid.de


Weitere Informationen:
Lebensmittelkette Salat
http://www.was-wir-essen.de/abisz/salate.php


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Aus dem aid-Archiv


Durch GÃŒteschutz zum GÃŒtekauf



(aid) - Wer als KÀufer in ein GeschÀft geht, möchte etwas Gutes fÌr sein Geld kaufen. Der GeschÀftsmann wiederum möchte seine Ware umsetzen. Beide WÌnsche lassen sich miteinander vereinen. Was tut der GeschÀftsmann nun, damit seine Kunden zufrieden sind? Er berÀt sie gut. Das braucht nicht einmal mit Worten zu geschehen, denn die wenigsten KÀufer geben gern zu, dass sie nur ein sehr verschwommenes Wissen von der Beschaffenheit einer Ware haben oder gar von keinerlei Sachkenntnis getrÌbt sind.
So wird der GeschÀftsmann immer mehr seinen Ehrgeiz darauf konzentrieren, Waren auszustellen, die "selber sprechen". Da klebt ein Schildchen auf einem Handtuch, darauf steht neben einer schwarzen Schwurhand: "Rein Leinen". Die Hausfrau weiß ohne weiteres Bescheid, selbst wenn sie keine Textilkenntnisse besitzt. Sie kann sich felsenfest auf dieses Schildchen verlassen, es ist ein Garantieausweis. Es bescheinigt, dass festgesetzte GÃŒtebedingungen bei der Herstellung dieser Ware eingehalten und laufend von einer neutralen Stelle kontrolliert werden.
Solche GÃŒtezeichen sind nicht mit Firmenzeichen oder -marken zu verwechseln; es sind Gemeinschaftszeichen von Firmen, die im RAL (Ausschuss fÃŒr Lieferbedingungen und GÃŒtesicherung beim Deutschen Normenausschuss) zusammengeschlossen sind und sich seinen Satzungen unterwerfen. Auch das GÃŒtezeichen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft ist beim RAL eingetragen, der alle Bestrebungen, die dem GÃŒtegedanken in der Wirtschaft dienen, unterstÃŒtzt.
Der GÌtegedanke bejaht wohl den freien Wettbewerb, aber auf ehrlicher Grundlage und nicht zu Lasten des Verbrauchers. Der Weg zur Wahrheit und Klarheit im GeschÀftsverkehr geht teils Ìber Gesetze, wie z. B. das Gesetz Ìber den unlauteren Wettbewerb, teils Ìber freiwillige Vereinbarungen der Wirtschaft.
Begriffsbestimmungen, Bezeichnungsvorschriften, PrÃŒfvorschriften, GÃŒtebedingungen usw., die alle den Zweck verfolgen, Unklarheiten und damit Übervorteilung auszuschalten. Was wird nicht hÀufig als "reine Wolle" oder "echtes Leder" verkauft, was zwar objektiv aus dem genannten Werkstoff besteht, aber Bearbeitungsprozesse hinter sich hat, die den Gebrauchswert mehr als fraglich machen. LÀsst ein Ausdruck mehrere Auslegungen zu, so muss er nach den Bestimmungen des RAL ganz genau gefasst werden. Die Bezeichnungen "Schafschurwolle" oder "Voll-Rindleder" dagegen sind klar und eindeutig.
Um jedoch IrrtÌmern vorzubeugen: GÌtezeichen besagen nicht, dass eine damit versehene Ware nun das Beste an QualitÀt ist, was weit und breit auf dem Markt erscheint. Sie wollen vielmehr schlicht, ehrlich und eindeutig kennzeichnen und nur als Hilfsmittel zur richtigen Beurteilung der Ware dienen. So bedeutet ein "K" auf einem Ei "KÌhlhausei", "Deutsch B" dagegen "Deutsches Frischei, Gewichtsklasse 3 (unter 60 - 55 g)". Die Hausfrau muss entscheiden, welches fÌr sie zu welchem Zweck das bessere ist.
Dieser Artikel ist im Original erschienen im "ArtikeIdienst Hauswirtschaft, Landfrau, Landjugend", Bad Godesberg, den 25. August 1956
www.aid.de


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Ökologischer Apfelanbau


Champignonsubstrat gegen BodenmÃŒdigkeit



(aid) - Die Ausbringung von Champignonsubstrat, kurz Champost, kann im ökologischen Apfelanbau dazu beitragen, die negativen Auswirkungen einer BodenmÌdigkeit abzumildern. Dennoch gibt es fÌr Obstbauern nach wie vor keine Möglichkeit, die Ursachen einer BodenmÌdigkeit direkt zu bekÀmpfen. Das ist das Fazit einer dreijÀhrigen Studie des Dienstleistungszentrums Rheinland-Pfalz (DLR) in Rheinbach, in der Wissenschaftler die Wirkung verschiedener Handelsprodukte und Komposte bei bestehender BodenmÌdigkeit ÌberprÌften.
BodenmÃŒdigkeit fÃŒhrt im Obstbau regelmÀßig zu Ertrags- und zum Teil auch zu QualitÀtseinbußen. Die Ursachen sind nicht eindeutig geklÀrt. Vermutlich beruht sie auf einer Vermehrung pathogener Mikroorganismen, weshalb derzeit alle Maßnahmen und Mittel darauf abzielen, mikrobielle Antagonisten im Boden zu stÀrken.
In einem ersten Versuchsschritt wurde die Wirksamkeit von Bodenzuschlagstoffen bzw. Komposten und verschiedenen Produkten mit Mikroorganismen mithilfe von Containerversuchen im Saranhaus und in Klimakammern untersucht. Dabei zeigten Champost, Apfeltreberkompost sowie die PrÀparate TIFI, Micosat F und Ekoprop nemax die größten Effekte. Bei anschließenden Feldversuchen brachte frischer Champost mit einer Aufwandmenge von 1,5 bis 3 Litern pro Pflanzloch (30 t/ha/3 Jahre) die besten Wachstumseffekte auf bodenmÃŒden FlÀchen. Champost wird ursprÃŒnglich als Kultursubstrat in der Champignonzucht verwendet und darf nach der Verwendung als NPK-DÃŒngesubstrat verwertet und verkauft werden.
Neben dem Einsatz von Champost empfehlen die Wissenschaftler gegen BodenmÃŒdigkeit weitere vorbeugende Maßnahmen. Dazu gehören hochwertiges Pflanzmaterial, geeignete Kombinationen von Sorte und Unterlage und eine Pflanzung mit ZusatzbewÀsserung im Herbst statt im FrÃŒhjahr. Die vermutete Verbindung von Nematoden der Gattung Pratylenchus mit dem Auftreten von BodenmÃŒdigkeit bestÀtigte sich in der Studie nicht.
Das Projekt wurde finanziert vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).
JÃŒrgen Beckhoff, www.aid.de


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Pferdehaltung in Eigenregie


Fallstricke beim Versicherungsschutz beachten



(aid) - Ein Traum fÃŒr viele Reiter: die eigenen Pferde in Eigenregie halten, beispielsweise auf einem Resthof oder einem alten Bauernhof. Nicht nur der Arbeitsanfall rund um die Uhr, die Vertretung bei Abwesenheit, sondern vor allem auch der richtige Versicherungsschutz muss dabei gut bedacht sein.
Im Umgang mit Pferden besteht fÌr alle Beteiligten immer ein erhöhtes Risiko, aber auch die Gefahren auf dem Hof sind nicht zu unterschÀtzen: Scheunentore können vom Wind aus der FÌhrung gerissen werden und zu tödlichen Verletzungen fÌhren, Maschinen und GerÀte zur Pflege von ReitplÀtzen, Stallungen und Weiden bergen ebenfalls latente Gefahren. Auf jeden Fall seien die Meldevorschriften zur GrÌndung eines Landwirtschaftlichen Betriebes zu beachten, erlÀutert Anne Dirksen von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im aid-Heft zum Thema "Pferdeversicherungen".
Wichtig sei in dem Zusammenhang, ob der Betrieb unter die Beitragspflicht zur Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft fÀllt, die dann auch im Schadenfall entsprechenden Versicherungsschutz bietet. In der Regel ist die Beitragspflicht gegeben, wenn auch landwirtschaftliche FlÀchen bewirtschaftet werden; erfolgt die Pferdehaltung jedoch als reines Hobby, ist die Berufsgenossenschaft fÌr Transport und Verkehrswirtschaft fÌr den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz zustÀndig. Vorsicht: im letzteren Fall ist der Ehepartner nicht automatisch mitversichert, lediglich der Unternehmer selbst sowie die Arbeitnehmer und Aushilfen. Der Ehepartner kann sich aber freiwillig mitversichern.
Wer wissen möchte, welche Institution zustÀndig ist, sollte die Meldung an die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft richten. Diese prÌft dann die ZustÀndigkeit und leitet weitere Schritte ein. Weitere Informationen zum Versicherungsschutz rund um Reiten und Pferdehaltung sind im neuen aid-Heft zu finden.
Friederike Heidenhof, www.aid.de


aid-Heft "Reiten und Pferdehaltung richtig versichern"
Bestell-Nr. 1600, Preis: 2,00 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1600


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WildschÀden am Wald


aid-Heft neu aufgelegt



(aid) - WildschÀden am Wald stellen in vielen Gegenden Deutschlands eine gravierende BeeintrÀchtigung der WaldbestÀnde dar. Das aid-Heft gibt Informationen und Hinweise zum Umfang der Problematik - zu den waldbaulich-ökologischen wie auch zu den ökonomischen Aspekten - sowie zu möglichen Lösungswegen. Die Reduktion ÃŒberhöhter SchalenwildbestÀnde stellt dabei eine wichtige Grundlage zur Verringerung der WildschÀden dar. Um diese zu erreichen, sind aber hÀufig weitergehende jagdliche wie auch waldbauliche Maßnahmen erforderlich. Das Heft stellt dazu wichtige Ansatzpunkte vor und skizziert Möglichkeiten eines Ausgleichs zwischen jagdlichen, ökologischen und ökonomischen Zielen. Die Fragen zum Ersatz von WildschÀden werden ebenfalls ausfÃŒhrlich behandelt.
www.aid.de


aid-Heft "WildschÀden am Wald"
9. Auflage, Bestell-Nr. 1134, ISBN 978-3-8308-1204-3, Preis: 3,50 Euro (ab 20 StÃŒck 30 % Mengennachlass), zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro gegen Rechnung
aid infodienst e. V., Heilsbachstraße 16, 53123 Bonn
Telefon: 038204 66544, Telefax: 0228 8499-200
E-Mail: Bestellung@aid.de, Internet: www.aid-medienshop.de
http://www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1134


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Moos und Flechte des Jahre 2016


Einzigartige LebensrÀume schÌtzen



(aid) - Das Mittlere Torfmoos ist das Moos des Jahres und die Heideflechte ist die Flechte des Jahres 2016. Das gibt die Bryologisch-lichenologische Arbeitsgemeinschaft fÃŒr Mitteleuropa (BLAM) bekannt.
Vor etwa 12.000 Jahren begann in Mitteleuropa die Entstehung der Hochmoore. In Deutschland haben sie aufgrund von EntwÀsserung und Torfabbau bis zu 99 Prozent ihrer ursprÌnglichen FlÀche verloren. Der Torf wurde als Brennstoff, DÀmmmaterial und zur Verbesserung von Gartenböden verwendet und die abgetorften FlÀchen land- und forstwirtschaftlich genutzt. Inzwischen hat man die restlichen Hochmoore Ìberwiegend unter Naturschutz gestellt, und es gibt Versuche zur Renaturierung von beeintrÀchtigten Mooren.
Denn Hochmoore sind einzigartige LebensrÀume, die nur von wenigen Lebewesen besiedelt werden können. Der Wasserhaushalt wird lediglich aus Regenwasser gespeist. Die pH-Werte sind sehr niedrig und freie NÀhrsalze fehlen fast vollstÀndig. Der wichtigste Bestandteil der Flora sind die Torfmoose. Sie sterben nach unten hin ab und bilden eine immer mÀchtiger werdende Torfschicht, die schließlich das Grundwasser vom Moorkörper trennt. Die lebenden und ein Teil der abgestorbenen Torfmoose wirken wie ein Schwamm, der das Regenwasser hÀlt. Das purpurrot gefÀrbte Mittlere Torfmoos (Sphagnum magellanicum) ist in Mitteleuropa weit verbreitet und kommt von der Ebene bis ins Hochgebirge vor. An der roten FÀrbung und den auffÀllig großen BlÀttchen ist es leicht zu erkennen. In Deutschland wird das Moos des Jahres 2016 in der Roten Liste als "gefÀhrdet" eingestuft. Das Überleben der Art ist eng mit dem Schutz der Hochmoore verbunden.
Eine Flechte ist eine Lebensgemeinschaft zwischen einem Pilz und einem Photosynthese betreibenden Partner wie GrÃŒnalgen oder Cyanobakterien. Flechten sind in intakten Hochmooren eher selten, da sie die NÀsse nicht mögen. Wenn die Erhebungen im Moor austrocknen oder ein ganzes Moor durch EntwÀsserung zur Hochmoorheide wird, wandern Flechten ein. Eine davon ist die Heideflechte (Icmadophila ericetorum). Sie ist hellgrau, weißlich bis im feuchten Zustand leicht grÃŒnlich und bildet rosafarbene Fruchtkörper. Die Flechte des Jahres 2016 gehört zu den Krustenflechten und besiedelt zerfallene BaumstÃŒmpfe, Rohhumus, Torf und Sandstein. Sie bevorzugt schattige Orte mit hoher Luftfeuchtigkeit und hat sich weitestgehend in die Gebirge zurÃŒckgezogen. In Deutschland gilt die Flechte als vom Aussterben bedroht.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
www.blam-hp.eu/mofledJ16.html


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GrÃŒne Berufe


Chance fÃŒr Migranten



(aid) - Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen sieht fÃŒr Migranten gute BeschÀftigungsmöglichkeiten im grÃŒnen Bereich. Im Landkreis OsnabrÃŒck fÃŒhrte die Kammer Besichtigungen auf landwirtschaftlichen Betrieben durch und informierte 40 FlÃŒchtlinge ÃŒber BeschÀftigungsmöglichkeiten. Diese signalisierten Bereitschaft und Interesse, da sie schnell ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen möchten. Von Arbeitgeberseite wurde darauf hingewiesen, wie wichtig die deutsche Sprache ist - nicht nur zur VerstÀndigung, auch aus SicherheitsgrÃŒnden am jeweiligen Arbeitsplatz. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bereitet derzeit Beratungs- und Qualifizierungsangebote fÃŒr die Bereiche Tierhaltung, Gartenbau und Hauswirtschaft vor, mit denen FlÃŒchtlinge fit gemacht werden sollen fÃŒr Arbeiten im Agrarsektor, heißt es weiter in einer Pressemitteilung der Landwirtschaftskammer.
Auf der Homepage der Agrarjobbörse (www.agrarjobboerse.de) können sich FlÌchtlinge unter anderem Ìber die Themen Arbeitserlaubnis, Duldungserlaubnis, Meldepflichten und Ausbildungsmöglichkeiten informieren.
Renate Kessen, www.aid.de


Weitere Informationen:
http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/landwirtschaftskammer/nav/1095/article/28493.html


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mit Förderung durch das Bundesministerium fÌr ErnÀhrung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.



Vereinsregister (Reg.-Nr.: 2240) beim Amtsgericht Bonn



GeschÀftsfÌhrender Vorstand: Dr. Margareta BÌning-Fesel



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Harald Seitz (V.i.S.d.P.): h.seitz@aid-mail.de
Renate Kessen: r.kessen@aid-mail.de



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