aid-Newsletter Nr. 51 vom 16. Dezember 2015

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51/15 vom 16.12.2015


 

In eigener Sache


ErnÀhrungsratschlÀge - locker bleiben!


Neuer aid-Hörfunkbeitrag
 

Verbraucher und ErnÀhrung


Tomaten gehören nicht in den KÌhlschrank


Studie bestÀtigt KÌchenregel

Starkes Übergewicht bei Kindern


Armut erhöht offenbar das Risiko

ErnÀhrungsbildung fÌr die JÌngsten


Kita-Ideen-Box der Verbraucherzentrale

Winterliches WurzelgemÃŒse


Schwarzwurzel ist der "Spargel des Winters"

Abwarten und Tee trinken


Optimale Teemenge und Ziehzeit
 

Landwirtschaft und Umwelt


Regionale Rinderrassen im Fokus


GefÀhrdete Nutztierrassen auf der IGW

Frauen auf dem Land fördern


Qualifizierung von Equal-Pay-Beraterinnen

Silvesterangst


Pferde leiden unter Raketen und Böllern

Stachelbeerspanner


Schmetterling des Jahres 2016

Winter-Jasmin


Knallgelbe BlÃŒten mitten im Winter
 

ErnÀhrungsratschlÀge - locker bleiben!


Neuer aid-Hörfunkbeitrag



(aid) - Gleich zu Beginn des neuen Jahres sind sie wieder da: die guten VorsÀtze. Man will sich gesÌnder ernÀhren, mehr auf seinen Körper achten, die ÌberflÌssigen Pfunde nach den Festtagen loswerden. Allerdings ist das nicht immer leicht. Und damit ist jetzt nicht das Verlieren der Pfunde gemeint, sondern den Durchblick bei den diversen ErnÀhrungsratschlÀgen zu behalten. Zwischen den Ansichten, wie man sich gesund ernÀhren sollte, klaffen oft Welten. "Man kann mittlerweile den Eindruck gewinnen, dass nur derjenige, der am lautesten ruft auch gehört wird. Und leider fÌhlt sich auch jeder, der Wasser kochen kann, auch dazu berufen, seine eigenen Vorstellungen einer gesunden ErnÀhrung zu veröffentlichen und als die einzige Wahrheit zu verkÌnden", so Harald Seitz vom aid infodienst.
Einen kleinen Überblick, wie und warum es sich lohnt, beim Thema Essen nicht zu verkrampfen, gibt der neue Hörfunkbeitrag "ErnÀhrungsratschlÀge - locker bleiben!" Er steht unter www.aid.de/presse/hoerfunkbeitraege.php direkt als mp3-Datei zum Anhören oder Herunterladen bereit. Ebenso finden Sie hier das Text-Manuskript als PDF-Dokument.
www.aid.de


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Tomaten gehören nicht in den KÌhlschrank


Studie bestÀtigt KÌchenregel



(aid) - Wenn reife Tomaten im KÃŒhlschrank gelagert werden, leidet das Aroma. Das, was Fachleute lÀngst wissen, bestÀtigt eine aktuelle Studie des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, die in der Fachzeitschrift "HortScience" veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler hatten vollreife, rote Tomaten auf drei unterschiedliche Arten behandelt: Je 20 FrÃŒchte wurden fÃŒr vier Tage bei 5 Grad Celsius bzw. vier Tage bei 20 Grad gelagert oder nach vier Tagen bei Raumtemperatur fÃŒr fÃŒnf Minuten in 50 Grad heißes Wasser getaucht ("blanchiert"). Anschließend bestimmten die Wissenschaftler das Aromaprofil der Tomaten.
Die Untersuchung hat gezeigt, dass das Aroma unter dem Blanchieren und KÌhlen leidet. Insbesondere die Aufbewahrung im KÌhlschrank hatte negative Auswirkungen, auch wenn man es den FrÌchten nicht ansieht. Die Gesamtkonzentration der flÌchtigen Substanzen nahm in der KÀlte um 68 Prozent ab. Das betraf vor allem die sogenannten C-6-Aldehyde. Beim Blanchieren lag der Verlust insgesamt bei 63 Prozent.
Vermutlich ist vielen Menschen nicht bekannt, dass Tomaten kÃŒhle Temperaturen nicht vertragen und lagern sie im KÃŒhlschrank. "Das ist sehr schade", so Harald Seitz, ErnÀhrungswissenschaftler vom aid infodienst. "Denn bei reifen FrÃŒchten sorgen 42 unterschiedliche Stoffe dafÃŒr, dass sie so wunderbar aromatisch schmecken." Das Aroma der Tomaten wird bestimmt durch eine komplexe Mischung flÃŒchtiger Substanzen wie Aldehyde, Alkohole und Ketone. "Die Tomaten verlieren enorm an Aroma und entsprechend groß ist der Verlust an Genuss, wenn sie zu kÃŒhl aufbewahrt werden", erlÀutert Seitz. Am besten nimmt man das GemÃŒse nach dem Einkauf aus der TÃŒte und legt es an einen luftigen, schattigen Platz. Ideal sind Temperaturen zwischen 12 bis 16 Grad, bei Rispentomaten sogar 15 bis 18 Grad Celsius. Wenn die Tomaten auf einem weichen Tuch liegen, entstehen keine Druckstellen. Innerhalb von einer Woche sollte die Ware verbraucht sein, denn die EinflÃŒsse von Licht, WÀrme und Sauerstoff
verringern sowohl das Aroma als auch den NÀhrstoffgehalt.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
American Society for Horticultural Science (ASHS):
http://hortsci.ashspublications.org/content/50/9/1358.abstract
Lagerungstipps: Wie fÃŒhlen sich Tomaten am wohlsten?
www.was-wir-essen.de/abisz/tomaten_lagerung_dunkel_luftig.php


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Starkes Übergewicht bei Kindern


Armut erhöht offenbar das Risiko



(aid) - Kinder aus einkommensschwachen Familien haben ein deutlich höheres Risiko fÃŒr Fettleibigkeit als Gleichaltrige, deren Eltern finanziell besser gestellt sind. Das lassen die Ergebnisse einer britischen Studie vermuten, an der knapp 20.000 Familien in Groß-Britannien teilnahmen. Die Wissenschaftler untersuchten die Kinder im Alter von 5 und 11 Jahren und teilten die Haushalte in fÃŒnf Einkommensgruppen ein. Sie bestimmten den Körpermassenindex (BMI) und verschiedene Faktoren, die eine Gewichtszunahme beeinflussen können.
Die Kinder aus der Gruppe mit dem geringsten Einkommen hatten im Alter von fÃŒnf Jahren ein fast doppelt so hohes Risiko fÃŒr starkes Übergewicht (6,6 %) im Vergleich zu Kindern, deren Eltern den höchsten Verdienst hatten (3,5 %). Im Alter von 11 Jahren waren diese Unterschiede noch deutlicher geworden. Bei den finanziell Schwachen war die Wahrscheinlichkeit fÃŒr Adipositas knapp dreimal so hoch (7,9 % zu 2,9 %).
Das Körpergewicht wurde in der Studie in mehrere ZusammenhÀnge gestellt: Mehr als dreimal in der Woche Sport, eine frÃŒhe Einschlafzeit und der regelmÀßige Obstverzehr (mehr als drei Portionen tÀglich) förderten eine Gewichtsabnahme. Weniger als eine Stunde Fernsehen pro Wochentag wirkte sich ebenfalls positiv auf das Körpergewicht aus.
Das Rauchen der Mutter wÀhrend der Schwangerschaft und ein hoher BMI der Mutter hatten dagegen einen genauso negativen Einfluss wie das Weglassen des FrÌhstÌcks.
Offenbar hat eine frÃŒhe AufklÀrung der Eltern ein großes Potenzial - am besten vor der Geburt oder der Schwangerschaft. In Zukunft sollen effektive Maßnahmen entwickelt werden, um sozioökonomische Ungleichheiten auszugleichen und effektiv Übergewicht und Adipositas in der Kindheit vorzubeugen. Ideen der Autoren sind beispielsweise Familiensporttage und Kochkurse fÃŒr Jung und Alt. Die mÃŒssten dann allerdings auch kostenfrei sein und die Zielgruppe der Geringverdiener auch erreichen.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
http://eurpub.oxfordjournals.org/content/early/2015/12/01/eurpub.ckv219
Netzwerk Gesund ins Leben:
https://www.gesund-ins-leben.de


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ErnÀhrungsbildung fÌr die JÌngsten


Kita-Ideen-Box der Verbraucherzentrale



(aid) - Das Thema Essen und Trinken in der Kita hat eine lange Tradition. Heute prÀgen bis zu drei Mahlzeiten tÀglich den Kita-Alltag. Entsprechend ist neben der Familie die Kita der wichtigste Ort zur Entwicklung eines gesundheitsfördernden Essverhaltens und legt damit den Grundstein fÌr einen gesunden Lebensstil. Die Verbraucherzentrale NRW hat dazu eine Kita-Ideen-Box entwickelt: "Entdecke die Welt der Lebensmittel mit KrÌmel und Klecksi - Mit der Kita-Ideen-Box durchs Jahr".
Der Titel des neuen Materials verrÀt bereits worum es geht: ErnÀhrungspÀdagogische Aktionen und Geschichten rund um die Themen Lebensmittel und ErnÀhrung stehen im Mittelpunkt. KrÌmel und Klecksi wecken bei Kindern die Neugier auf die Welt der Lebensmittel. Die Kinder lernen deren Herkunft und Vielfalt kennen, erhalten Ideen fÌr leckere Speisen und lernen ihren Körper wahrzunehmen.
Die Kita-Ideen-Box besteht aus drei Elementen: der "Ideen-Box" mit 80 praxiserprobten, ernÀhrungspÀdagogischen Aktionen, einer "Jahreszeitenuhr" als Poster und einer BegleitbroschÌre, die vertiefende Informationen rund um die ErnÀhrungsbildung in der Kita bietet.
Dabei kann die Box auf eine Vielzahl von praxisnahen und erprobten Ideen zurÌckgreifen. Denn die RÌckmeldungen der Kitas, die bereits mit der Box arbeiten, loben das Material vor allem aufgrund seiner methodisch-didaktischen Eignung und der kindgerechten Elemente. Zudem gab es bereits zwei Auflagen der Kita-Ideen-Box, die im FrÌhjahr 2015 innerhalb kÌrzester Zeit vergriffen waren. So hat das Bundesministerium fÌr ErnÀhrung und Landwirtschaft im Rahmen des Nationalen Aktionsplanes "IN FORM - Deutschlands Initiative fÌr gesunde ErnÀhrung und mehr Bewegung" eine Nachproduktion finanziert.
www.aid.de


Weitere Informationen:
Kita-Ideen-Box/en incl. BegleitbroschÃŒre und einer Jahreszeitenuhr zum Preis von 40,00 Euro (zzgl. 4,00 Euro Porto und Versand).
www.ratgeber-verbraucherzentrale.de/ratgeber


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Winterliches WurzelgemÃŒse


Schwarzwurzel ist der "Spargel des Winters"



(aid) - Die Schwarzwurzel ist ein feines GemÃŒse, das in der kalten Jahreszeit gerne auf den Tisch kommt. Die zarten Stangen erinnern im Geschmack und in der Zubereitung an Spargel. Allerdings ist ihr Aroma etwas wÃŒrziger und leicht nussig.
Schwarzwurzeln können Àhnlich wie das EdelgemÃŒse gedÃŒnstet und mit zerlassener Butter oder einer Béchamelsoße und Schinken angerichtet werden. Sie lassen sich aber auch anbraten, frittieren, mit KÀse ÃŒberbacken oder als "Pommes" gut gewÃŒrzt zu einem Glas Wein servieren. Auch roh im Salat sind sie ein Genuss - etwa in Kombination mit Äpfeln, NÃŒssen oder Möhren. Dazu werden sie gerieben und zum Beispiel mit etwas Zitronensaft, Joghurt und frischen KrÀutern verfeinert.
Der "Spargel des Winters" ist kalorienarm und hat viele positive Inhaltsstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, die Vitamine B1, C und E, FolsÀure und Nitrat. Im dicken weißen Milchsaft stecken Bitterstoffe und der Ballaststoff Inulin.
Die Schwarzwurzel (Scorconera hispanica) gehört zur Familie der KorbblÃŒtler. Die ausdauernde winterharte Pflanze ist ursprÃŒnglich in Spanien beheimatet. Erst seit dem 17. Jahrhundert wird sie als GemÃŒse angebaut. Die Wurzel hat eine braunschwarze korkartige Rinde. Das Putzen der Wurzeln ist sehr aufwÀndig, und der austretende Saft kann die HÀnde verfÀrben. Daher werden bei der Verarbeitung am besten Gummihandschuhe getragen. Man kann die Stangen unter fließendem Wasser mit einer WurzelbÃŒrste sÀubern, schÀlen und in wenig Salzwasser dÃŒnsten. Sie lassen sich aber auch mit Schale kochen und im Anschluss pellen. Werden die geschabten Wurzeln nicht sofort verwendet, legt man sie am besten in Zitronen-, Essig- oder Mehlwasser. Dann bleiben sie schön weiß.
Noch bis zum April sind Schwarzwurzeln im Handel erhÀltlich. Nur frische, unverletzte und feste Wurzeln gehören in den Einkaufskorb. Das Fruchtfleisch sollte weiß, nicht holzig oder faserig sein. Nehmen Sie dickere Stangen, da beim Putzen viel Abfall entsteht. Im GemÃŒsefach des KÃŒhlschranks lassen sich Schwarzwurzeln, in einem KÃŒchentuch verpackt, ein bis zwei Wochen aufbewahren.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
aid-Poster "aid-Saisonkalender Obst und GemÃŒse"
Bestell-Nr. 3488, Preis: 2,50 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=3488


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Abwarten und Tee trinken


Optimale Teemenge und Ziehzeit



(aid) - Erst durch die richtige Zubereitung wird Tee zum echten Genuss und entfaltet sein volles Aroma. Dabei kommt es vor allem auf die Teemenge und die Ziehzeit an. Sie sind auch entscheidend, ob das GetrÀnk eher anregend oder entspannend wirkt.
Es gibt sie nicht - die EINE Dosierung und Ziehzeit, denn je nach Teesorte und gewÌnschter Wirkung können sie sehr unterschiedlich ausfallen. In der Regel ist beides als Empfehlung auf der Verpackung genannt. Als Faustregel gilt: FÌr einen mittelstarken Aufguss einer Tasse Tee mit 150 Millilitern reichen 1,5 bis 2 Gramm Tee. Das entspricht einem Teelöffel oder genau der Menge, die in einem Teebeutel steckt. Wer das GetrÀnk lieber stÀrker mag, nimmt einen gehÀuften Teelöffel mit 2 bis 2,5 Gramm Tee.
AbhÀngig von der Ziehzeit wird der Geschmack vor allem durch den Gehalt an Polyphenolen beeinflusst, zu denen auch die Gerbstoffe im Tee gehören. Polyphenole sind sekundÀre Pflanzenstoffe, die möglicherweise zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen und entzÌndungshemmend wirken. Je lÀnger der Tee zieht, desto mehr Gerbstoffe sind darin gelöst und desto herber ist der Geschmack. Sie wirken beruhigend auf den Verdauungstrakt, weshalb schwarzer Tee mit langer Ziehzeit auch gerne als altes Hausmittel zur Linderung von Magen-Darm-Erkrankungen verwendet wird.
FÌr die belebende Wirkung von Tee ist hauptsÀchlich das Koffein verantwortlich, das beim Tee frÌher als "Teein" bezeichnet wurde. Bei normalen Verzehrmengen entwickelt Koffein eine anregende Wirkung: Es kann beispielsweise die Konzentration steigern, die körperliche und geistige LeistungsfÀhigkeit fördern und helfen, wach zu bleiben. Wer jedoch zu viel Koffein aufnimmt, spÌrt möglicherweise unerwÌnschte Nebenwirkungen wie NervositÀt und Schlaflosigkeit. Wann und wie stark die jeweiligen Wirkungen des Koffeins einsetzen, ist individuell verschieden. Als unbedenkliche Koffeinmengen fÌr gesunde Erwachsene gelten bis zu 400 Milligramm Koffein Ìber den Tag verteilt.
Im Vergleich zum Kaffee enthÀlt eine Tasse Tee je nach Sorte und Zubereitung mit etwa 50 Milligramm nur etwa halb so viel Koffein. Zieht der Tee nur kurz, also etwa zwei bis drei Minuten, wird vorwiegend Koffein freigesetzt und nur wenig Gerbstoffe. Der Tee wirkt dadurch anregend. Eine lÀngere Ziehzeit von 4 bis 5 Minuten sorgt durch den höheren Gehalt an Polyphenolen fÌr einen beruhigenden und entspannenden Effekt. Nach der lÀngeren Ziehzeit vermindern vermutlich die Polyphenole die Wirkung des Koffeins.
Und Tee hat noch mehr zu bieten: Im Gegensatz zu vielen anderen Lebensmitteln enthÀlt er bemerkenswerte Mengen an Fluorid. Dieser Mineralstoff beugt Karieserkrankungen vor und hilft somit, die ZÀhne gesund zu erhalten - vorausgesetzt der Tee wird ohne Milch getrunken, da das Calcium der Milch das Fluorid zum Teil bindet. Je nach Sorte nimmt man im Durchschnitt 1 bis 2 Milligramm Fluorid pro Liter Tee auf. Die Deutsche Gesellschaft fÌr ErnÀhrung (DGE) empfiehlt Frauen 3,1 mg und MÀnnern 3,8 mg Fluorid tÀglich. Jede Tasse Tee steht somit nicht nur fÌr puren Genuss, sondern tut gleichzeitig dem Körper gut.
Dr. Claudia MÃŒller, www.aid.de


Weitere Informationen zu Tee finden Sie auf was-wir-essen.de in der Rubrik "Tipp der Saison" sowie auf aid.de in der Rubrik "Lebensmittel / Saisonales".


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Regionale Rinderrassen im Fokus


GefÀhrdete Nutztierrassen auf der IGW



(aid) - Gleich drei Rinderrassen werden von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefÀhrdeter Haustierrassen e. V. (GEH) im Jahr 2016 als gefÀhrdete Nutztierrassen besonders herausgestellt: das Original Braunvieh, das Glanrind und das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind.
Das Original Braunvieh ist charakteristisch fÌr den Alpenraum. Es besiedelt seit Jahrhunderten die steilen und steinigen HÀnge des Hochgebirges und ist an diesen Lebensraum angepasst. Derzeit umfasst die Population nur noch 581 KÌhe und 37 Bullen.
Das Glanrind hat seinen Namen vom gleichnamigen FlÃŒsschen Glan in Rheinland-Pfalz und war bis in die 1960er Jahre die am weitesten verbreitete Rasse in den Mittelgebirgslagen der Eifel. 826 KÃŒhe und 106 Bullen gibt es noch.
Das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind ist ein typischer Vertreter aus den Nordseemarschen Frieslands. Daraus hervorgegangen ist die heute weltweit am weitesten verbreitete Rasse Holstein Friesian. Vom milchbetonten Zweinutzungsrind der Deutschen Schwarzbunten gibt es noch 2.722 KÃŒhe und nur noch 8 Bullen.
Die drei Rinderrassen werden auf der Internationalen GrÃŒnen Woche in Berlin in Halle 25 zu sehen sein.
Renate Kessen, www.aid.de


Weitere Informationen: http://www.g-e-h.de
www.aid.de/landwirtschaft/rinder.php


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Frauen auf dem Land fördern


Qualifizierung von Equal-Pay-Beraterinnen



(aid) - Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 22 Prozent weniger als MÀnner. In lÀndlichen Regionen ist das geschlechtsspezifische LohngefÀlle nochmals um rund zehn Prozent höher. Wie entstehen unterschiedliche Einkommens- und Erwerbschancen? Welche Folgen haben Frauen und ihre Familien dadurch zu befÌrchten? Wie lassen sich Lohnunterschiede beseitigen? Diese Fragen waren Anlass fÌr ein Pilotprojekt des Deutschen LandFrauenverbandes e. V. (dlv): 13 Frauen wurden zu sogenannten regionalen Equal-Pay-Beraterinnen ausgebildet, um Chancen- und Entgeltgerechtigkeit auf dem Lande langfristig zu fördern und Abwanderungstendenzen entgegenzusteuern.
Ausgestattet mit einem methodisch-didaktischen Werkzeugkoffer klÀren sie Frauen und MÀnner auf Ìber den Einfluss von stereotypen Rollenbildern auf Berufswahl und Erwerbsunterbrechungen. Sie weisen auf die Folgen hin, die ein Berufsausstieg mit sich bringt, und auf die Schwierigkeiten des Wiedereinstiegs in sozialversicherungspflichtige BeschÀftigung. Sie sensibilisieren Frauen und MÀnner fÌr die Notwendigkeit, eine eigenstÀndige Existenz- und Alterssicherung zu betreiben. Gleichzeitig motivieren sie zu gleichberechtigter beruflicher und familiÀrer Aufgabenteilung und beraten junge Frauen in der Berufs- und Lebensverlaufsplanung.
Bei ihren bisherigen praktischen EinsÀtzen - VortrÀgen, InfostÀnden, Workshops oder Jobbörsen - trafen die Equal-Pay-Beraterinnen auf großes Interesse. Ihr Fazit: Es ist noch ein sehr langer Weg, bis MÀnner und Frauen bei der Entlohnung wirklich gleichberechtigt sind, doch durch persönliche Ansprache und Sensibilisierung aller lÀsst sich etwas verÀndern.
Über das Pilotprojekt und die Erfahrungen der Equal-Pay-Beraterinnen berichtet ausfÃŒhrlich die aid-Fachzeitschrift B&B Agrar in ihrer Dezember-Ausgabe.
Michaela Kuhn, www.aid.de


Weitere Informationen: B&B Agrar - Die Fachzeitschrift fÃŒr Bildung und Beratung, Ausgabe 6-2015
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=5506


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Silvesterangst


Pferde leiden unter Raketen und Böllern



(aid) - RegelmÀßig endet der letzte Tag des Jahres mit Krach, Qualm und bunten Lichtern. Und mit dem Silvesterfeuerwerk kommt bei vielen Tieren auch die Angst. Vor allem das Fluchttier Pferd mit seinen empfindlichen Sinnesorganen nimmt die optischen, olfaktorischen und akustischen Reize sehr intensiv wahr. Die flackernden Lichtreflexe von Raketen und die ungewohnten GerÀusche der Böller können dann neben dem fremdartigen Geruch der Pyrotechnik schnell zum Auslöser akuter AngstzustÀnde werden. Diese Àußern sich in einer erhöhten Herzfrequenz, Schwitzen, erweiterten NÃŒstern und erregtem Umherlaufen.
Eine Gewöhnung der empfindsamen Tiere ist aufgrund des Jahresabstands so gut wie unmöglich. Allerdings kann mit Hilfe eines belohnungsgesteuerten Gelassenheitstrainings fÃŒr eine EntschÀrfung der Stress-Situation gesorgt werden. Die Angst vor den Böllern kann beispielsweise mit Hilfe von Tonaufzeichnungen unterschiedliche Knallkörpern reduziert werden, die rechtzeitig und regelmÀßig beispielsweise zu den FÃŒtterungszeiten abgespielt werden. Die tiefe, langgestreckte Halshaltung und die Kaubewegungen bei der Futteraufnahme wirken grundsÀtzlich beruhigend auf das Tier, so dass der LÀrm nicht mehr als so stark belastend empfunden wird. Dieses PhÀnomen können sich Pferdebesitzer und Reiter auch am Silvesterabend zunutze machen: GroßzÃŒgig bemessene Raufuttergaben helfen bei der Ablenkung und beruhigen die Vierbeiner. Junge bzw. unerfahrene Tiere sollten in dieser Nacht nicht unbedingt mit besonders Àngstlichen Artgenossen untergebracht sein, denn deren extreme Angstreaktion
kann sich leicht auf die Jungpferde ÃŒbertragen.
Weidepferde sind in dieser Zeit möglichst weit entfernt und außerhalb von Ortschaften unterzubringen. Nicht nur, aber vor allem an Silvester ist die HÃŒtesicherheit, also ein ausbruchsicherer Zaun, zwingend zu gewÀhrleisten. Das gilt insbesondere auch bei der Paddock (Trail)- und Offenstallhaltung.
Bei der Unterbringung in einer Box lassen sich durch das Verschließen und AbhÀngen von Fenstern und TÃŒren Außenreize erheblich verringern. FÃŒr an Boxenhaltung weniger gewöhnte Pferde könnte sich die Stallunterbringung jedoch noch stressiger auswirken.
Anke Klabunde, www.aid.de


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Stachelbeerspanner


Schmetterling des Jahres 2016



(aid) - Der Stachelbeerspanner leidet wie viele andere Schmetterlingsarten unter der Intensivierung in der Forstwirtschaft und dem RÌckgang von AuwÀldern. Deshalb haben BUND NRW Naturschutzstiftung und die Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-WestfÀlischer Lepidopterologen zum Schmetterling des Jahres 2016 gewÀhlt. Er steht auf der Roten Liste und wird bundesweit als gefÀhrdet eingestuft.
Der Stachelbeerspanner (Abraxas grossulariata) ist rund zwei Zentimeter lang und hat eine FlÌgelspannweite von vier Zentimetern. Wegen seiner auffÀlligen FÀrbung wird er auch "Harlekin" genannt. Sein Körper ist orange mit schwarzen Flecken. Auf seinen FlÌgeln sind mehrere Reihen schwarzer Tupfer, Ìber die VorderflÌgel ziehen sich leuchtend orangegelbe Streifen. Mit dieser "Warntracht" schÌtzt sich der Schmetterling vor Feinden.
Die ebenfalls bunt gefÀrbten Raupen ernÀhren sich von den BlÀttern der Stachel- und JohannisbeerstrÀucher. Ausgewachsene Falter nehmen keine Nahrung mehr auf. Sie sind im Hochsommer nur fÌr wenige Wochen nachts unterwegs, um ihre Eier an der Unterseite der BlÀtter abzulegen.
Der Stachelbeerspanner bevorzugt Flussniederungen und lichtdurchflutete WÀlder, die es jedoch immer weniger gibt. Auch in GÀrten ist er inzwischen nur noch selten zu finden. Daher empfehlen ArtenschÌtzer, wieder mehr Beerenobst im Garten anzupflanzen und auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu verzichten.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
www.bund-nrw-naturschutzstiftung.de


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Winter-Jasmin


Knallgelbe BlÃŒten mitten im Winter



(aid) - Nein, es liegt nicht an den ungewöhnlich milden Temperaturen oder den Folgen des Klimawandels: Dass der Winter-Jasmin im Dezember in voller BlÌte steht, ist völlig normal. Sein Name weist ja schon darauf hin. Der sommergrÌne Strauch mit den ausladenden gebogenen Trieben schmÌckt sich den ganzen Winter Ìber dicht mit seinen gelben BlÌten, die manche mit Forsythien verwechseln. Nur wenn es starken Frost gibt, macht er Pause bis die Temperaturen wieder Ìber die Nullgradgrenze steigen. Dann öffnet er aber bald wieder zahlreiche neue BlÌten.
Kinder haben besonders viel Freude an der knalligen Farbenpracht in sonst grauer Umgebung. Wenn sie knospige Zweige im November pflÌcken und in die Vase stellen, blÌhen diese bald auf und halten sich im Normalfall zwei bis drei Wochen. Aufmerksamen Kinderaugen fÀllt dabei auf, dass die grÌnen Zweige viereckig sind. Da die Pflanze zudem ungiftig ist und keine Dornen oder Stacheln hat, bleibt die Freude ungetrÌbt.
Apropos "graue Umgebung": BausÌnden lassen sich mit Winter-Jasmin hervorragend kaschieren. Als sogenannter Spreizklimmer reicht ihm ein altes GelÀnder als Kletterhilfe, das er dann nach und nach erobert. Pflanzt man ihn oberhalb von hÀsslichen StÌtzwÀnden oder Betonmauern, lÀsst er seine langen Triebe hinunterhÀngen und verdeckt bald den grauen Beton: im Sommer mit seinen krÀftig grÌnen BlÀttern, im Winter mit den BlÌten.
Anne Staeves, www.aid.de


Weitere Informationen: Vorgestellt mit all seinen Eigenschaften wird der Winter-Jasmin in der aid-BroschÃŒre "Kinderfreundliche Pflanzen". Bestell-Nr. 1555, Preis: 9,50 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1555
www.aid.de/verbraucher/garten_aktuell.php


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