aid-Newsletter Nr. 52 vom 23. Dezember 2015

2 jaren geleden


Text only:


52/15 vom 23.12.2015


 

In eigener Sache


Superfoodige Jahreswechsel-GrÌße


 

Verbraucher und ErnÀhrung


Junge Familien dÃŒrfen feiern


Junge Familien dÃŒrfen feiern 'Gesund ins Leben' kann erfolgreiche Arbeit dauerhaft weiterfÃŒhren

Fondue fÃŒr den Silvesterabend


Mit und ohne Fleisch

TransfettsÀuren in Lebensmitteln


EU-Kommission plÀdiert fÌr gesetzlichen Grenzwert

Selbsttests


NahrungsmittelunvertrÀglichkeiten zu Hause bestimmen

Winterliches WurzelgemÃŒse


Topinambur - die Kartoffel der Indianer
 

Landwirtschaft und Umwelt


UnfÀlle vermeiden


Die Welt mit den Augen eines Pferdes sehen

Erst durch die Hölle?


Stickstoffbelastung frÌher eindÀmmen

Wie Vögel auf den Klimawandel reagieren


Gewinner und Verlierer

Wintergetreide


Weniger Roggen, mehr Wintergerste ausgesÀt
 

Superfoodige Jahreswechsel-GrÌße



Und wieder geht ein Jahr zu Ende... ohne große Lebensmittelskandale. Zumindest was eine GesundheitsgefÀhrdung angeht. NatÃŒrlich wurden viele Themen wieder hart diskutiert und ausgefochten. Die Stichworte sind TTIP, Tierwohl, Subventionierung oder ErnÀhrungsbildung. Diese und viele mehr werden uns auch sicher noch weiter beschÀftigen.
Der aid-Newsletter hat mit ÃŒber 500 Artikeln in diesem Jahr versucht, die ganze Bandbreite vom Acker bis zum Teller abzubilden. Von A wie Akademisierungsfalle (Ausgabe 14/2015) ÃŒber B wie Bodenfruchtbarkeit (39) und C wie Christrosen (50) bis Z wie Zwiebel (14). Ja, das macht uns auch ein bisschen stolz. Vor allem weil wir entsprechende RÃŒckmeldungen von Ihnen bekommen. Dazu gehört viel Lob aber auch Kritik. Und letztere ist fast ausnahmslos konstruktiv. FÃŒr beides ein sehr großes DANKESCHÖN.
Ein Schwerpunkt 2015 war das Thema Boden, passend zum Jahr des Bodens, das die Vereinten Nationen ausgerufen haben. 2016 ist Ìbrigens das Jahr der HÌlsenfrÌchte. Auch da werden wir Einiges anbieten können.
Wie in den letzten Jahren ÃŒblich, war auch die Warenkunde ein gerne aufgenommenes Thema. Von Aprikose und Brombeere bis Quinoa und Zucchini. Apropos Quinoa: Das vergangene Jahr war offenbar das Jahr der "Superfoods". Wir bekamen phasenweise fast tÀglich Anfragen zu den medial-omniprÀsenten Superlebensmitteln. Das ging so weit, dass der ein oder andere Kollege schon vom vermeintlichen Schlaraffenland trÀumte. Aber wir waren auch sehr froh, gefragt zu werden und diese Lebensmittel einordnen zu können. Um es an dieser Stelle noch einmal auf den Punkt zu bringen: Jedes Lebensmittel, jede Frucht, jedes GemÃŒse, jedes Getreidekorn hat VorzÃŒge. Darum gilt das Übliche, nÀmlich die Vielfalt zu genießen.
Dass letzteres in Kombination mit möglichst viel Genuss auch im kommenden Jahr gelingt, wÌnschen wir Ihnen von Herzen. Vielen Dank fÌr Ihre Treue, Ihre Kommentare und Ihre Kritik in 2015. Der nÀchste und erste Newsletter 2016 erscheint am 6.Januar 016.
Ihnen und Ihren Lieben wÃŒnschen wir ruhige, entspannende und frohe Festtage und natÃŒrlich einen gesunden und frohgemuten Start ins neue Jahr.
Ihre aid-Newsletter-Redaktion


nach oben

Junge Familien dÃŒrfen feiern


Junge Familien dÃŒrfen feiern 'Gesund ins Leben' kann erfolgreiche Arbeit dauerhaft weiterfÃŒhren



(aid) - Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 700.000 Kinder geboren. Damit besteht 700.000 Mal die Chance die Weichen fÃŒr einen lebenslang gesunden Lebensstil zu stellen. In dieser Lebenswelt hat "Gesund ins Leben - Netzwerk Junge Familie" in den vergangenen 6 Jahren ein umfassendes Netzwerk mit ÃŒber 400 Partnerorganisationen aufgebaut und sich als verlÀsslicher und maßgeblicher Akteur im Bereich Gesundheitsförderung und PrÀvention etabliert. Es gelang erstmalig in Deutschland junge Familien in dieser Lebensphase zu erreichen und verlÀssliche Informationen und UnterstÃŒtzung fÃŒr das gesunde Aufwachsen ihrer Kinder bereitzustellen. Das Ziel: Die Gesundheit der Kinder bis ins Erwachsenenalter langfristig positiv zu beeinflussen. Gefördert wurde diese Arbeit durch IN FORM - Deutschlands Initiative fÃŒr gesunde ErnÀhrung und mehr Bewegung.
Nach intensiver Netzwerkarbeit ist nun etwas Außergewöhnliches geschafft: Ab dem 1. Januar 2016 ist Gesund ins Leben kein Projekt mehr, sondern als feste GeschÀftsstelle an den aid infodienst e. V. angebunden. "Mit dem Netzwerk haben wir offensichtlich einen Nerv getroffen. Und wir sind stolz darauf, dass wir diese erfolgreiche Arbeit nun langfristig weiterfÃŒhren können", so Dr. Margareta BÃŒning-Fesel, GeschÀftsfÃŒhrerin des aid. "Wir danken all unseren Partnerinnen und Partnern fÃŒr ihr Engagement und ihre UnterstÃŒtzung in den vergangenen 6 Jahren. Ohne das gemeinsame Bestreben, junge Familien beim gesunden Aufwachsen ihrer Kinder bestmöglich zu unterstÃŒtzen, wÀre dieser Erfolg nicht möglich gewesen."
Finanziell gefördert wird das Netzwerk auch in Zukunft durch das Bundesministerium fÌr ErnÀhrung und Landwirtschaft und es bleibt weiterhin ein Teil von IN FORM.
Auch als Institution wird sich Gesund ins Leben weiter dafÌr einsetzen, flÀchendeckende und weitreichende Strukturen zu schaffen und auszubauen - damit junge Familien aller sozialen Gruppen erreicht und zu gesundheitsförderlichen Themen beraten werden.
www.aid.de


Weitere Informationen:
www.gesund-ins-leben.de


nach oben

Fondue fÃŒr den Silvesterabend


Mit und ohne Fleisch



(aid) - Viele Familien sitzen am Silvesterabend beim Fondue zusammen, um sich die Stunden bis zum Jahreswechsel zu verkÃŒrzen. Wer Kalorien sparen möchte, zieht dem heißen Fett eine gehaltvolle BrÃŒhe vor. Sie sollte nicht zu stark gesalzen sein, da sie mit der Zeit einkocht und immer krÀftiger wird. Mageres Fleisch wie Filet vom Rind, Schwein oder Lamm sowie Puten- und HÀhnchenbrust ist fÃŒr Fondue besonders geeignet. Fisch zerfÀllt sehr leicht, sodass Feinschmecker Sorten mit festem Fleisch wie Lachs, Zander und Barsch vorziehen sollten. Auch größere Garnelen und kÃŒchenfertiger Tintenfisch lassen sich gut verwenden. Rechnen Sie pro Gast mit 200 Gramm Fisch, Fleisch oder MeeresfrÃŒchten.
Vegetarier können den geselligen Silvesterklassiker ganz ohne Fleisch genießen: Es wird eine GemÃŒsebouillon zubereitet, die mit frischen Karotten, Blumenkohlröschen und Kohlrabi verfeinert wird. GewÃŒrze wie Ingwer, Knoblauch, Chili und Sojasoße sorgen fÃŒr eine asiatische Note. Mit einem Schuss Weißwein bekommt die BrÃŒhe ein feines Aroma. Statt Fleisch schwenkt man in Fonduekörbchen Möhren, Fenchel, Paprika, Mini-Zucchini, gemischte Pilze, Sellerie, Lauch und Tofu. Festere Sorten wie Blumenkohl und Brokkoli mÃŒssen vorher blanchiert werden.
Eine Alternative ist das vegetarische Fettfondue. Es ist allerdings kalorienreicher, da das GemÃŒse im Teigmantel ausgebacken wird. Dazu wird es in mundgerechte StÃŒcke geschnitten, blanchiert und in Eiswasser abgeschreckt. Den Backteig bereitet man aus Eiern, Wasser, Mehl, Pfeffer und Currypulver zu. Nun kann jeder Gast das GemÃŒse seiner Wahl aufspießen, durch den Teig ziehen und im heißen Öl ausbacken.
Zum Fondue - ob klassisch oder vegetarisch - schmecken Beilagen wie Reis, vorgegarte Kartoffeln, ein grÃŒner Salat, eingelegtes GemÃŒse. Dazu ein Baguette oder Ciabatta. Die Köstlichkeiten werden in leichte Soßen auf der Basis von Magerjoghurt und -quark oder saurer Sahne getaucht. Eine einfache Tomatensalsa gelingt mit Tomatenmark, fettarmem Joghurt, Koriander und Cayennepfeffer. Alternativen sind Dips mit Avocado oder Peperoni, ein Mango-Chutney, Knoblauch- und Senfsoßen. Kulinarisch steht einem gelungenen Jahresabschied damit nichts mehr entgegen!
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
http://www.was-wir-essen.de/gesund/alternative_ernaehrungsformen_vegetarismus.php


nach oben

TransfettsÀuren in Lebensmitteln


EU-Kommission plÀdiert fÌr gesetzlichen Grenzwert



(aid) - Auch wenn Lebensmittel immer geringer mit TransfettsÀuren belastet sind, gibt es weiterhin Produkte mit zu hohen Werten auf einigen MÀrkten der EU. So lautet das Fazit eines Berichts der EuropÀischen Kommission, der aktuelle Informationen zu TransfettsÀuren in Nahrungsmitteln und in der allgemeinen ErnÀhrung zusammenfasst. Er basiert auf wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten und Daten des Joint Research Centre, aber auch GesprÀchen mit nationalen AutoritÀten und Interessenvertretern. Solange Produkte mit einem hohen TransfettsÀurengehalt erhÀltlich sind, ist es möglich, dass Einzelpersonen ÃŒber den Maximalwerten liegen. Ein gesetzlich festgelegter Schwellenwert fÃŒr TransfettsÀuren in industriellen Produkten wÀre die effektivste Maßnahme, um die Verbraucher zu schÃŒtzen, meint die EU-Kommission. Die Umsetzung wÃŒrde allerdings noch weitere Untersuchungen erfordern.
Die meisten europÀischen Lebensmittel enthalten weniger als 2 Gramm TransfettsÀuren pro 100 Gramm Fett. Das ist der Grenzwert, den einige EU-LÀnder festgelegt haben. Ebenso liegt die Aufnahme der TransfettsÀuren Ìberwiegend unter den empfohlenen Maximalwerten der Weltgesundheitsorganisation von 1 Prozent der tÀglichen Energieaufnahme. Hierzu lagen Daten aus neun EU-LÀndern vor. Auch in Deutschland gilt die Höhe der derzeitigen Aufnahme von TransfettsÀuren nach einer Stellungnahme des Bundesinstituts fÌr Risikobewertung als gesundheitlich unbedenklich. Im Jahr 2013 lag der Wert bei 0,66 Energieprozent. Einige Bevölkerungsgruppen Ìberschreiten allerdings die Grenzwerte, gibt die EU-Kommission zu bedenken.
Der Verband der Ölsaaten verarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID) betont, dass die Industrie bereits seit Jahren den Gehalt an TransfettsÀuren in Lebensmitteln senkt. Zudem wÃŒrden zwei Drittel aller Transfette auf tierische Produkte entfallen, die von einer gesetzlichen Regelung ausgenommen wÀren. Der OVID fordert eine Abschaffung der HÀrtungskennzeichnung, da sie keinen Aufschluss ÃŒber den Gehalt an TransfettsÀuren in Lebensmitteln geben und den Verbraucher nur verwirren wÃŒrde.
TransfettsÀuren sind ungesÀttigte FettsÀuren, die bei der industriellen TeilhÀrtung von Pflanzenölen entstehen und daher in Margarine, Frittierfett, Backwaren und SÌßigkeiten vorkommen. Sie werden aber auch im Verdauungstrakt von WiederkÀuern gebildet und sind ein natÃŒrlicher Bestandteil von Milchprodukten sowie Fleisch vom Rind, Schaf oder Ziege. Der Verzehr von TransfettsÀuren wird mit einem erhöhten Risiko fÃŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neuerdings auch einer verminderten GedÀchtnisleistung in Verbindung gebracht. Die EuropÀische Behörde fÃŒr Lebensmittelsicherheit betont, dass die Aufnahme von TransfettsÀuren im Rahmen einer angemessenen ErnÀhrung so gering wie möglich sein sollte.
Die Gesetze in der EU regulieren den Anteil von TransfettsÀuren in Lebensmitteln nicht. Manche LÀnder wie DÀnemark (seit 2003), Schweiz (2008), Österreich (2009), Island (2011), Ungarn (2013) und Norwegen (2014) haben dazu eigene Gesetze.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
http://ec.europa.eu/food/safety/docs/fs_labelling-nutrition_trans-fats-report_en.pdf
www.ovid-verband.de


nach oben

Selbsttests


NahrungsmittelunvertrÀglichkeiten zu Hause bestimmen



(aid) - Seien es Schwangerschaftstests oder MessgerÀte zur Ermittlung des Blutzuckers - Selbsttests fÃŒr zu Hause haben sich in vielen Bereichen schon lange bewÀhrt und können die Zusammenarbeit mit dem Arzt unterstÃŒtzen und ergÀnzen. Recht neu sind allerdings Tests fÃŒr NahrungsmittelunvertrÀglichkeiten fÃŒr den Hausgebrauch. Zu dem Angebot zÀhlen unter anderem Wasserstoff-Atemtests zur Diagnose von Laktose-, Fruktose- und Sorbit-Intoleranz oder Gluten-Tests, die prÃŒfen ob eine Zöliakie vorliegt. Der große Vorteil liegt in der Zeitersparnis, im Vergleich zu einem Arztbesuch mit eventuell langen Wartezeiten.
Betroffene sollten aber beachten, dass bei Verdauungsproblemen mehrere Intoleranzen eine Rolle spielen können. Deshalb sind oftmals verschiedene Tests notwendig, um herauszufinden, welche Inhaltsstoffe die Beschwerden verursachen. Daneben sind die angegebenen Informationen auf der Gebrauchsanleitung nicht immer ausreichend und auch nicht immer richtig. Schon kleine Abweichungen bei der DurchfÃŒhrung können das Ergebnis verfÀlschen. Außerdem beziehen die Tests die ErnÀhrungsgewohnheiten nicht mit ein. Diese können die Darmflora und somit auch das Messergebnis beeinflussen. Auch Probleme beim RÃŒckversand der Proben sind nicht auszuschließen und können sich auf das Ergebnis auswirken. Die Kosten fÃŒr Selbsttests muss der Betroffene selber tragen. Wenn ein Arzt die Tests durchfÃŒhrt, ÃŒbernimmt die Krankenkasse die Kosten.
Auch bei einer korrekten Auswertung bleiben die individuellen UmstÀnde des Patienten unberÃŒcksichtigt. Ein persönliches AbschlussgesprÀch, eine Beratung ÃŒber weitere diagnostische Maßnahmen und ein individueller ErnÀhrungsplan fehlen. "Im Fall eines positiven Testergebnisses ist es wichtig, sich bei seriösen Quellen ÃŒber die sich aus der Diagnose ergebende ErnÀhrungsweise zu informieren, um wieder beschwerdefrei leben zu können.", erklÀrt die ErnÀhrungs- und GesundheitspÀdagogin Doris Paas.
Annalena Wall, www.aid.de


Weitere Informationen:
ErnÀhrung im Fokus, Ausgabe 9-10/14
www.aid.de/fachzeitschriften/eif/archiv_2014.php
aid-Heft "Allergisch auf Essen? - Ratgeber bei LebensmittelunvertrÀglichkeiten"
Bestell-Nr. 1415, Preis: 2,50 Euro
https://www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1415


nach oben

Winterliches WurzelgemÃŒse


Topinambur - die Kartoffel der Indianer



(aid) - Topinambur ist ein kartoffelÀhnliches WurzelgemÃŒse mit einem nussigen Aroma. Die edle Knolle schmeckt roh und geraspelt in einem winterlichen Salat mit Fenchel und grÃŒnem Apfel. Mit einem Schuss Zitronensaft wird sie an der Luft nicht braun. Erst durch das Garen entsteht der fein-sÌßliche Geschmack, der in Suppen, Soßen und PÃŒrees besonders gut zur Geltung kommt. FÃŒr eine köstliche Suppe werden die Knollen mit Knoblauch und Schalotten angeschwitzt, mit Weißwein abgelöscht und GemÃŒsefond aufgefÃŒllt. Die Wurzeln vorsichtig weich garen, Sahne zugeben, fein pÃŒrieren und mit Koriandersamen wÃŒrzen. Die Topinambur lÀsst sich auch gut im Wok anbraten oder wie Kartoffeln kochen und als Beilage zu Fleisch und Fisch servieren.
Vor der Zubereitung muss die Knolle sorgfÀltig unter fließendem Wasser gereinigt und mit einer GemÃŒsebÃŒrste von Erde befreit werden. Die Schale ist essbar, wird aber hÀufig entfernt.
Topinambur ist nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr gesund. Sie besteht zu 80 Prozent aus Wasser und enthÀlt daher nur 31 kcal pro 100 g. Dennoch ist sie durch den hohen Ballaststoffgehalt (12 g) sehr sÀttigend. Der enthaltene Ballaststoff Inulin ist fÌr Diabetiker gut geeignet, da er sich kaum auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Weitere positive Inhaltsstoffe sind B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalium (480 mg) und Eisen (3,7 mg).
Topinambur (Helianthus tuberosus) ist eine bis zu zwei Meter hohe Staude aus der Familie der KorbblÃŒter und mit der Sonnenblume verwandt. Sie bildet unterirdisch kartoffelgroße Knollen mit einer brÀunlich-violetten Schale und cremefarbenem Fleisch, die optisch an Ingwer erinnern. Das WurzelgemÃŒse ist nach einem indigenen Volk Nordamerikas benannt. Im 17. Jahrhundert kam die Knolle mit den Seefahrern nach Europa und wurde als GemÃŒse und Viehfutter verwendet, bis die Kartoffel sie verdrÀngte.
Topinambur ist in gut sortierten SupermÀrkten, BiolÀden und auf dem Wochenmarkt erhÀltlich, lÀsst sich aber auch problemlos im eigenen Garten anbauen. Nur feste Knollen mit einer unversehrten, glÀnzenden Schale gehören in den Einkaufskorb. Sie sind leicht verderblich und sollten daher rasch verarbeitet werden. Im KÌhlschrank halten sie sich nur wenige Tage.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
Tipps fÌr HobbygÀrtner: www.was-wir-essen.de/hobbygaertner/kulturen_gemuese_topinambur.php


nach oben

UnfÀlle vermeiden


Die Welt mit den Augen eines Pferdes sehen



(aid) - UnfÀlle mit Pferden ereignen sich Ìberwiegend beim Umgang mit dem Tier und nicht beim Reiten. Das hat eine Unfallstatistik der Sozialversicherung fÌr Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) offenbart. HÀufig wird im routinierten Umgang vergessen, dass das Pferd ein Fluchttier ist.
Pferde sehen die Welt mit anderen Augen. Die seitlich angeordneten Augen geben ihnen fast eine komplette Rundumsicht. Nur der Bereich vor der Stirn und ein größerer Winkel hinter der Hinterhand kann es nicht einsehen. Daher geht man am besten von schrÀg vorne auf das Pferd zu. Beim AnnÀhern von hinten sollte man sich auf jeden Fall bemerkbar machen, da sich selbst das freundlichste Tier bei unvorhergesehenen Bewegungen erschrecken kann. Ein Pferdeauge benötigt zwei bis drei Minuten, um sich von Helligkeit auf Dunkelheit umzustellen. Das ist zum Beispiel beim Verladen in einen dunklen Transporter zu beachten.
Nach vorne sieht das Pferd mit beiden Augen und dreidimensional. Die seitliche Sicht mit einem Auge ist dagegen nur zweidimensional, so dass die Umwelt mit weniger SchÀrfe wahrgenommen wird. Das Bewegungssehen dagegen ist stark ausgeprÀgt, wie bei vielen anderen Flucht- und Herdentieren auch. Bis zu 30 Bilder registrieren Pferde pro Sekunde, im Vergleich dazu der Mensch nur fÌnf. Daher ist es ratsam, in der NÀhe des Tieres keine hastigen und unkontrollierten Bewegungen zu machen. Auch Helligkeitskontraste wie PfÌtzen und Schatten werden viel stÀrker wahrgenommen, was Fluchtreaktionen und UnfÀlle begÌnstigen kann.
Selbst GerÌche können das Tier verwirren und zu unkontrolliertem Verhalten veranlassen. Ein plötzlicher Ruck stellt ein Unfallrisiko dar, wenn man beim FÌhren den Strick um die Hand wickelt statt ihn in losen Schlingen zu halten. Sicherheitsschuhwerk kann ebenfalls Verletzungen verhindern.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
Sozialversicherung fÃŒr Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau: www.svlfg.de
aid-DVD "Gruppenhaltung von Pferden"
Bestell-Nr. 7604, Preis: 30,00 Euro
https://www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=7604


nach oben

Erst durch die Hölle?


Stickstoffbelastung frÌher eindÀmmen



(aid) - StickstoffdÃŒnger können bekanntlich Fluch und Segen gleichzeitig sein: Ein Segen fÃŒr die Menschheit, deren wachsende Bevölkerungszahl ernÀhrt werden muss. Ein Fluch fÃŒr die Umwelt bei Missbrauch und ÃŒberhöhtem Einsatz. Luft- und Wasserverschmutzung können dann auftreten, wenn StickstoffdÃŒnger nicht effizient genug ausgenutzt werden und ÜberschÃŒsse im Grundwasser, in FlÃŒssen oder als Emissionen in der Luft verbleiben.
Wissenschaftler der amerikanischen UniversitÀt Princeton haben die zugrunde liegenden ZusammenhÀnge nun in einem globalen Maßstab analysiert. Ihr Ziel war es herauszufinden, wie sich die Effizienz verbessern lÀsst. Nur 40 Prozent des eingesetzten Stickstoffs werde wirklich von den Pflanzen ausgenutzt, 60 Prozent gelange in die Umwelt. WÀhrend in den entwickelten Regionen der Erde die vorhandene Technologie helfe, Ressourcen gezielter einzusetzen, gingen weniger entwickelte Regionen hÀufig zunÀchst durch eine umweltschÀdigende Phase. WÀhrend in der EU entsprechende Richtlinien und BeschrÀnkungen dazu beigetragen haben, die schÀdigenden Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren, hÀtten in China und Indien subventionierte DÃŒngemittel genau das Gegenteil bewirkt.
Die Frage ist also: muss der Weg zwingend erst "durch die Hölle" fÃŒhren, oder gibt es einen direkten Weg zu einem effizienteren Einsatz von StickstoffdÃŒngern? Die Wissenschaftler halten das Ziel fÃŒr erreichbar, vor allem wenn es gelÀnge, die effiziente StickstoffdÃŒngung im Rahmen der neuen Nachhaltigkeitsziele als Indikator zu etablieren. Mehr Investitionen in Forschung und Know-how-Transfer seien Maßnahmen, die Farmern dabei helfen könnten, neue Technologien zur effizienteren Nutzung von DÃŒngemitteln anzunehmen. In Afrika sÃŒdlich der Sahara mache es durchaus Sinn, DÃŒngemittel zu subventionieren, da sie dort fÃŒr die Farmer oftmals unerschwinglich seien. Ein vermehrter Einsatz könnte die ErnÀhrungssicherung fördern, die so dringend vonnöten ist. Ziel sollte dabei aber sein, das umweltschÀdigende Entwicklungsstadium, durch das China und Indien gerade gehen, "einfach" zu ÃŒberspringen.
Ein gutes Beispiel fÃŒr das Überspringen von Entwicklungsschritten gibt es bereits: Das Festnetz-Telefon ist seit der Existenz von Mobiltelefonen in vielen weniger entwickelten Regionen der Welt ÃŒberflÃŒssig und wird wohl nie mehr installiert werden. Vielleicht ist ein Pendant auch mit dem Einsatz moderner DÃŒngertechnologie zu schaffen.
Friederike Heidenhof, www.aid.de


Weitere Informationen:
www.eurekalert.org/pub_releases/2015-11/puww-tst112315.php


nach oben

Wie Vögel auf den Klimawandel reagieren


Gewinner und Verlierer



(aid) - Der Klimawandel wirkt sich auch auf die BestÀnde vieler europÀischer Vogelarten aus. In einem Großprojekt untersuchten Wissenschaftler des Senckenberg BiodiversitÀt und Klima Forschungszentrums die Entwicklung von 51 auf dem Ackerland brÃŒtenden Vogelarten aus 18 europÀischen LÀndern zwischen den Jahren 1990 und 2008. Basis der Auswertung waren Daten von ÃŒber 50.000 freiwilligen Vogelbeobachtern.
Die Auswirkungen des Klimawandels hÀngen eng mit den Brutzeiten zusammen. Vor allem fÌr Vogelarten, die traditionell in kÀlteren Regionen brÌten, hat der Klimawandel negative Auswirkungen. Dazu gehören der Haussperling, die Raben- und NebelkrÀhe, der Wiesenpieper und verschiedene Zeisigarten.
Zugvögel finden hÀufig keine geeigneten Rastgebiete mehr. Langstreckenzieher, die spÀt im Jahr in Europa ankommen, profitieren von den wÀrmeren Jahreszeiten. Beispiele sind der SteinschmÀtzer und der Gartenrotschwanz. Eine bessere FutterverfÃŒgbarkeit erhöht die Reproduktionsleistung und die Überlebenschancen des Nachwuchses. Allerdings mÃŒssen Langstreckenzieher auch mit dem Klimawandel in Afrika zurechtkommen, der etwa eine ausgeprÀgte Trockenheit nach sich zieht. Im Allgemeinen gehen die Artenzahlen von Langstreckenziehern bereits zurÃŒck.
Gewinner des Klimawandels sind Standvögel wie GartenbaumlÀufer und TÌrkentauben, die ganzjÀhrig in einem Gebiet bleiben. Bei diesen Arten wirken sich die wÀrmeren Winter positiv aus. Kurzstreckenzieher wie Stieglitz und Heidelerche profitieren von lÀngeren FrÌhjahren und damit ausgeweiteten Brutzeiten.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
Senckenberg Gesellschaft fÃŒr Naturforschung: www.senckenberg.de


nach oben

Wintergetreide


Weniger Roggen, mehr Wintergerste ausgesÀt



(aid) - Deutsche Landwirte haben im Herbst 2015 mit 5,49 Millionen Hektar Àhnlich viel Wintergetreide ausgesÀt wie im Vorjahr. Die Entwicklung der einzelnen Getreidearten ist allerdings unterschiedlich. Das lassen zumindest vorlÀufige Anbautendenzen vermuten, informiert das Statistische Bundesamt Deutschland (Destatis).
Winterweizen ist die wichtigste Getreideart in Deutschland: Die AussaatflÀche (einschließlich Dinkel und Einkorn) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 3,22 Millionen Hektar erhöht. Der Anbau von Wintergerste hat deutlicher zugelegt: Die AckerflÀchen sind um 4 Prozent auf 1,30 Millionen Hektar gestiegen - vor allem in Brandenburg (plus 8 %) und in Niedersachsen (plus 7 %). Dagegen haben deutsche Landwirte in diesem Herbst weniger Roggen und Wintermenggetreide ausgesÀt. Laut Destatis sind die FlÀchen um knapp sechs Prozent auf 580.000 Hektar gesunken. Bei Triticale ist ein RÃŒckgang um knapp drei Prozent auf 390.000 Hektar zu verzeichnen.
Winterraps wurde im Herbst 2015 auf einer FlÀche von 1,29 Millionen Hektar ausgesÀt. Das entspricht bundesweit einem Plus von 0,7 Prozent. In einigen BundeslÀndern wie Hessen (plus 10 %), Nordrhein-Westfalen und Saarland (plus je 7 %) war die Zunahme besonders deutlich. Die Zahlen können sich allerdings durch AuswinterungsschÀden, SchÀdlings- und Krankheitsbefall bis zur Ernte 2016 noch Àndern.
Heike Kreutz, www.aid.de


Weitere Informationen:
www.destatis.org


nach oben

Impressum


Der aid-Newsletter wird herausgegeben vom



aid infodienst
ErnÀhrung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn
Tel. 0228 8499-0
Internet: http://www.aid.de, E-Mail: aid@aid.de



mit Förderung durch das Bundesministerium fÌr ErnÀhrung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.



Vereinsregister (Reg.-Nr.: 2240) beim Amtsgericht Bonn



GeschÀftsfÌhrender Vorstand: Dr. Margareta BÌning-Fesel



Chefredaktion:



Harald Seitz (V.i.S.d.P.): h.seitz@aid-mail.de
Renate Kessen: r.kessen@aid-mail.de



Veröffentlichung kostenlos unter Quellenangabe Autorenname, www.aid.de
Über einen Beleg freuen wir uns.



aid infodienst - Wissen in Bestform
Ob Landwirtschaft, Lebensmittel oder ErnÀhrung: Der aid infodienst bereitet Informationen aus Wissenschaft und Praxis verstÀndlich auf, informiert umfassend, schnell und das seit mehr als 60 Jahren. Der aid infodienst ist ein gemeinnÌtziger Verein, der mit öffentlichen Mitteln gefördert wird. Er kann daher frei von Werbung und kommerziellen Interessen arbeiten.


 

Wenn Sie die Text-Version anstelle der HTML-Version erhalten möchten, klicken Sie bitte hier.
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, klicken Sie bitte hier.


 

Aid.de

Categorieën: Magazine Nieuws Media
Leeftijd: 19 t/m 30 jaar 31 t/m 64 jaar 65 jaar en ouder

Deel deze nieuwsbrief op

© 2018