Änderungen per 01.01.2016

3 jaren geleden


Text only:

 
Wird das E-Mail nicht richtig angezeigt? Schauen Sie es im Browser an.
04.12.2015
 


Sehr geehrter Herr Do


«Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.»
(Immanuel Kant)

Es ist bereits wieder Dezember und entsprechend ist das die letzte Ausgabe von „Ihr Hausjurist“ im Jahr 2015. Die vorliegende Ausgabe beinhaltet einige Neuerungen zu den Themen „Arbeitszeiterfassung“ und „E-Rechnung“. Beide Änderungen treten ab 1.1.2016 in Kraft. 


 
Arbeitszeiterfassung – Ergänzung tritt auf 1.1.2016 in Kraft
nach oben
 
Bisher war eine lückenlose und detaillierte Erfassung der geleisteten Arbeitszeit durch das Arbeitsgesetz vorgeschrieben. Diese Vorschrift wird gemäss Umfragen nicht überall umgesetzt und der Arbeitgeberverband möchte diese Regelung seit Jahren vereinfachen. Neu wird die Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz (ArGV 1) mit Art. 73a und 73b ergänzt. Mit dieser Ergänzung wird versucht, die Unternehmen administrativ zu entlasten. 
Die Verordnung sieht dabei zwei Varianten vor.
Artikel 73a ArGV 1 macht es künftig möglich, dass auf der Grundlage eines Gesamtarbeitsvertrages und mit schriftlicher Zustimmung des Arbeitnehmenden, auf die Arbeitszeiterfassung gänzlich verzichtet werden kann. Die neue Bestimmung richtet sich jedoch ausschliesslich an diejenigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ein Bruttojahreseinkommen von mehr als 120‘000 Franken haben.
Artikel 73b ArGV 1 setzt hingegen keinen Gesamtarbeitsvertrag voraus. Er bietet eine vereinfachte Arbeitszeiterfassung, bei welcher lediglich die Gesamtdauer der täglichen Arbeitszeit dokumentiert werden muss. Die einzige Ausnahme liegt bei Sonntags- und Nachtarbeit vor. Hier müssen auch Beginn und Ende des Arbeitseinsatzes festgehalten werden. Voraussetzung, um von Artikel 73b ArGV 1 Gebrauch machen zu können ist, dass eine kollektive Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und der externen oder internen Arbeitnehmervertretung vorliegt. Falls keine Arbeitnehmervertretung vorhanden ist, kann auch die Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Einführung zustimmen. Handelt es sich bei der Unternehmung um ein KMU mit weniger als 50 Arbeitnehmenden, kann die vereinfachte Arbeitszeiterfassung auch auf Grundlage einer individuellen Vereinbarung eingeführt werden. 
werden.
Quelle: www.kmu.admin.ch
 
 
Der Trend zur E-Rechnung
nach oben
 
Versenden Sie bereits E-Rechnungen?
Ab 1. Januar 2016 verpflichtet der Bund seine Lieferanten sämtliche Abrechnungen ab einer Höhe von 5'000.00 Franken elektronisch einzureichen. Was ist beim Versand von E-Rechnungen zu beachten und welche Vorteile ergeben sich für den Versender bzw. den Empfänger?
Ziel ist es mit dem Versenden von E-Rechnungen den administrativen Aufwand sowohl beim Sender als auch beim Empfänger zu verringern. Die Rechnungen müssen nicht mehr manuell in das Buchhaltungssystem oder in das Online-Banking übernommen werden, sondern der Ablauf wird automatisiert.
 
Bisheriger Prozess ohne E-Rechnung:
 
 
Neuer Prozess mit E-Rechnung:
 
Vorteile Rechnungssender
Vereinfachung von Verrechnungsprozessen
Kosteneinsparungen sowohl bei Porti, Druck, Verpackung und Prozessaufwand
Effizienzsteigerung und zeitnahe Abwicklung der Forderungen
Vorteile Rechnungsempfänger
Keine manuelle Erfassung der Rechnung
Einfachere Kontrolle, Verbuchung und Zahlung per Mausklick 
Tipp: Wir empfehlen Zahlungserinnerungen und Mahnungen aus Beweisgründen weiterhin per Post zu versenden.
Quelle: www.kmu.admin.ch; www.e-rechnung.admin.ch
 
 
Lohnfortzahlung bei Krankheit
nach oben
 
Haben Sie in der Winterzeit auch viele Ausfalltage Ihrer Mitarbeiter? Zentral hierbei sind nachfolgende Punkte.
Ab wann besteht ein Anspruch auf Lohnzahlung?
Krankheit, Unfall, Militär, Zivilschutz, Beerdigung u.a.
Grundsätzlich gilt, dass der Lohn bei unverschuldeter Verhinderung der Arbeitsleistung weiter bezahlt werden muss. Auch ein Unfall, der sich während der Ausübung einer Risikosportart wie Gleitschirmfliegen oder Freestyling in der Halfpipe und ähnliches ereignet hat, gilt als unverschuldete Verhinderung.
Bei unbefristeten Arbeitsverhältnissen entsteht der Anspruch nach 3 Arbeitsmonaten. Bei einem befristeten Arbeitsverhältnis hingegen bereits ab dem ersten Arbeitstag.
Sofern die Krankheit länger als drei Tage andauert, hat der Arbeitnehmende gemäss Praxis ein Arztzeugnis vorzulegen. Liegt kein solches Zeugnis vor, so ist kein Lohn geschuldet.
Wie lange, muss der Lohn bezahlt werden?
Die Dauer der Lohnfortzahlungspflicht ist abhängig von der Anstellungsdauer (vgl. Basler, Berner oder Zürcher Skala). Der Arbeitnehmende hat dabei Anspruch auf 100% des Lohnes während dieser Zeit.
 
Warum eine Krankentaggeldversicherung?
Die Krankentaggeldversicherung kommt für das Risiko der Lohnfortzahlung gemäss den genannten Skalen auf. Die Versicherung wird zu je einem Zweitel durch den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber getragen. Hat der Arbeitgeber keine solche Krankentaggeldversicherung, so bezahlt er den Lohn über mehrere Wochen aus eigener Tasche, ohne dass er als Gegenleistung die Arbeit erhält.
 
Quelle: www.kmu.admin.ch
 
 
Schränkt eine Abfindung bei Kündigung die Taggelder der Arbeitslosenversicherung ein?
nach oben
 
Aufgrund schlechter Wirtschaftslage oder betrieblicher Umstrukturierungen kommt es immer wieder zu Kündigungen, teils auch von langjährigen geschätzten Mitarbeitern. Um diese Trennung etwas zu entschärfen, werden häufig Kapitalabfindungen ausbezahlt. Es stellt sich nun die Frage, ob solche Abfindungen Einfluss auf die Leistung der Arbeitslosenversicherung haben.
 
Da es sich bei der Abfindung um eine freiwillige Leistung des Unternehmens handelt („Bonus“) darf diese
keinen Einfluss auf die Leistung der Arbeitslosenkasse haben.
 
Eine Ausnahme ist zu beachten, in dem Falle wo die Abfindung die Höchstgrenze nach Art. 3 Abs. 2 AVIG bzw. von Fr. 126‘000.00 überschreitet. Dann könnte eine Kürzung der Arbeitslosenkassen-Leistungen erfolgen.
 
Weitere Beispiele von freiwilligen Leistungen können sein:
Leistungen aus Sozialplänen oder in GAV vorgesehene Abgangsentschädigungen.
Lohn- und Entschädigungsansprüche aufgrund einer ungerechtfertigten fristlosen Kündigung.
 
Erster CAS KMU und Recht erfolgreich abgeschlossen
nach oben
 
KMU empfinden Recht im Geschäftsalltag oft als mühsam und hinderlich. Dies trifft auf die erfolgreichen Absolventen des ersten CAS KMU und Recht nicht mehr zu. Sie werden rechtliche Aspekte in ihren Unternehmen inskünftig aktiv und ohne Hemmschwelle angehen. Stefan Fellmann, Geschäftsleiter der Dialog Verwaltungs-Data AG in Baldegg meint, dass er nun Dank dem praxisnahen Wissen aus dem CAS KMU und Recht rechtlich relevante Sachverhalte im Geschäftsalltag besser erkennen könne und wisse, wo er sich juristischen Support holen könne. Für Johann Räss, Betriebsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung der Hager AG in Emmen ist seit dem CAS KMU und Recht die Kommunikation mit Juristen verständlicher und er fühlt sich im Umgang mit ihnen sicherer. Dabei hätten die Dozierenden im CAS KMU und Recht eine an sich nüchterne Materie lebendig und lebensnahe vermittelt, wie Bernhard Twerenbold, Bereichsleiter Business Services der Renggli AG in Sursee feststellt. Der nächste Kurs ist ab Mai 2016 geplant.
Weitere Informationen unter www.hslu.ch/kmuundrecht.
 
 
Veranstaltungshinweise
nach oben
 
13.01.2016
Info-Veranstaltung CAS KMU und Recht
 
 
 
14.01.2016
Info-Veranstaltung Fachkurs Gerichtsnahe Mediation
 
28.01.2016
Info-Veranstaltung CAS Mediation Grundlagen / Vertiefung
 
09.03.2016
Future Forum Lucerne
 
Wir würden uns freuen, Sie an einer der Veranstaltungen begrüssen zu dürfen. Auch Ihren Anliegen und Fragen nehmen wir uns gerne an. 
 
 
Neuigkeiten
nach oben
 
Wie Sie sicherlich bemerkt haben, hat unser Newsletter ein neues Layout bekommen. Wir sind motiviert, Sie mit neuem Elan auch im neuen Jahr begleiten zu dürfen. Sie werden dann „Ihr Hausjurist“ quartalsweise erhalten. Die erste Ausgabe wird Ihnen im März 2016 zugestellt.
 
Wir danken Ihnen für Ihre Treue und freuen uns, Sie im nächsten Jahr wieder mit spannenden, rechtlichen Themen in Bezug auf Ihr KMU zu versorgen.
Wir wünschen Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit, frohe Festtage und einen guten Rutsch in ein neues erfolgreiches und glückliches Jahr – Ihr Hausjurist
Hochschule Luzern – Wirtschaft
Hübscher Bettina & Gisler Alexandra
Gesetzesänderung: www.kmu.admin.ch/aktuell
Rechtsprechung: www.bger.ch
Trotz grösstmöglicher Sorgfalt wird jede Haftung für die inhaltliche Richtigkeit, Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit abgelehnt.
 
 
Sie erhalten diesen Newsletter auf eigene Anmeldung.
Profil anpassen  |   Newsletter abbestellen
 
Hochschule Luzern – Wirtschaft
Zentralstrasse 9
Postfach 2940
CH-6002 Luzern
T + 41 41 228 41 50
wirtschaft@hslu.ch
www.hslu.ch/wirtschaft
Besuchen Sie uns auf folgenden
Social Media Plattformen:
  

Deel deze nieuwsbrief op

© 2019