Bekanntmachung

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Frderbekanntmachungs-Abonnement des
Bundesministeriums fr
Bildung und Forschung


21.12.2015 - 01.02.2016


Bekanntmachung


Richtlinie zur Frderung von transnationalen Forschungsprojekten innerhalb des "ERA-IB2: Industrielle Biotechnologie fr Europa" im Rahmen der Nationalen Forschungsstrategie Biokonomie 2030. Bundesanzeiger vom 21.12.2015


Vom 7. Dezember 2015

Prambel


"ERA-Industrial Biotechnology 2" (ERA-IB2) ist ein Projekt innerhalb des ERA-NET-Schemas der Europischen Kommission ("European Research Area-NETworks"). Das Ziel des ERA-NET-Schemas ist die Verbesserung der Kooperation und Koordinierung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitten, die auf nationaler oder regionaler Ebene in Mitgliedstaaten oder assoziierten Staaten der Europischen Union durchgefhrt werden. ERA-IB2 ist eine gemeinsame Initiative von 19 Forschungsfrderorganisationen in 14 Lndern mit wichtigen Aktivitten in der industriellen Biotechnologie, mit dem Ziel der Koordinierung von nationalen und regionalen Frderprogrammen in der industriellen Biotechnologie.


Diese Bekanntmachung ist die siebte internationale Bekanntmachung zur industriellen Biotechnologie innerhalb des ERA-NET "Industrial Biotechnology" (ERA-IB) bzw. dessen Nachfolgers ERA-IB2. Sie dient der Etablierung transnationaler Forschungs- und Entwicklungsaktivitten und wird gemeinsam organisiert mit den internationalen Frderinitiativen "ERASynBio" und "ERA-MBT". ERASynBio ist eine selbsttragende Initiative mit neun Partnern/Observern mit einem thematischen Fokus auf der synthetischen Biologie. Das ERA-Net Marine Biotechnologie (ERA-MBT) ist eine von19 Partnern aus 14 Lndern getragene Initiative im Bereich der marinen Biotechnologie und hat zum Ziel mit verschiedenen Interessengruppen aus Industrie und Forschung Bedrfnisse und Lcken in der Wertschpfungskette zu identifizieren und Forschungsergebnisse in die industrielle Nutzung und Verwertung zu berfhren. Durch die Verbindung dieser drei Initiativen sollen mit vereinten Krften mehr Ressourcen genutzt und ei!
ne
grere geografische Abdeckung erreicht werden.


Unter dem Dach von ERA-IB2 beteiligen sich die folgenden Ministerien und Frderorganisationen an der Frderung transnationaler Forschungsprojekte im Rahmen der siebten Bekanntmachung "Industrielle Biotechnologie fr Europa: ein integrierter Ansatz":


Agentschap voor Innovatie door Wetenschap en Technologie (IWT), Belgien
Bundesministerium fr Bildung und Forschung (BMBF), Deutschland
Schsisches Staatsministerium fr Wissenschaft und Kunst (SMWK)/Freistaat Sachsen, Deutschland
Latvian Academy of Sciences, Lettland
Norges forskningsrd (RCN), Norwegen
Narodowe Centrum Badań i Rozwoju (NCBR), Polen
Fundao para a Cincia e a Tecnologia (FCT), Portugal
Unitatea Executiva pentru Finantarea Invatamantului Superior, a Cercetarii, Dezvoltarii si Inovarii (UEFISCDI), Rumnien
Foundation for Assistance to Small Innovative Enterprises (FASIE), Russland
Ministerio de Economia y Competitividad (MINECO), Spanien
Trkiye Bilimsel ve Teknolojik Araştırma Kurumu (TUBITAK), Trkei

und die folgenden ERASynBio-Partner:


Academy of Finland (AKA), Finnland
Bundesministerium fr Bildung und Forschung (BMBF), Deutschland
Latvian Academy of Sciences, Lettland
Norges forskningsrd (RCN), Norwegen
Fundao para a Cincia e a Tecnologia (FCT), Portugal
Ministerio de Economia y Competitividad (MINECO), Spanien
Kommission fr Technologie und Innovation (KTI), Schweiz

und die folgenden Partner des ERA-MBT:


Agentschap voor Innovatie door Wetenschap en Technologie (IWT), Belgien
Bundesministerium fr Bildung und Forschung (BMBF), Deutschland
Norges forskningsrd (RCN), Norwegen
Fundao para a Cincia e a Tecnologia (FCT), Portugal
Unitatea Executiva pentru Finantarea Invatamantului Superior, a Cercetarii, Dezvoltarii si Inovarii (UEFISCDI), Rumnien
Ministerio de Economia y Competitividad (MINECO), Spanien

1Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage


1.1Zuwendungszweck


Die industrielle Biotechnologie ist eine Schlsseltechnologie zur Realisierung der wissensbasierten Biokonomie und zur berfhrung der Ergebnisse aus der lebenswissenschaftlichen Forschung in neue, nachhaltige und wettbewerbsfhige Produkte und Verfahren. Die industrielle Biotechnologie wird zunehmend chemische Prozesse ersetzen und neue Produkte generieren, die hufig auf erneuerbaren Rohstoffen basieren. Zahlreiche Industriesektoren werden von der industriellen Biotechnologie profitieren wie z. B. die chemische, pharmazeutische, Textil-, Papier- und Nahrungsmittel-Industrie.


Die vergangenen Jahre haben einen starken Anstieg in der Verwendung biotechnologischer Prozesse gezeigt. Nichtsdestotrotz gibt es weiterhin zahlreiche wissenschaftliche und technologische Herausforderungen zu berwinden wie z.B. das limitierte Verstndnis von physiologischen und regulatorischen Prozessen innerhalb einer Zelle oder der unzureichenden Stabilitt von Biokatalysatoren. Zudem ist die bentigte Zeit zur Umsetzung technologischer Innovationen in Produkte immer noch zu lang.


Das ERA-Net "ERA-IB2" mchte den Wissenstransfer von der Erfindung zur Innovation strken, von der Grundlagenforschung zu technisch umsetzbaren und kosteneffizienten Produkten und Verfahren. Es zielt ab auf die Etablierung von grenzberschreitenden Partnerschaften zwischen industrieller und akademischer Forschung, auf die Verbesserung und Beschleunigung des Technologietransfers und auf die Strkung europischer Bemhungen fr eine nachhaltige industrielle Entwicklung. Diese Ziele sollen durch die Etablierung gemeinsamer Bekanntmachungen fr transnationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte erreicht werden. Die transnationale Zusammenarbeit sowohl in der Forschung als auch in der Forschungsfrderung wird zur Strkung der immer noch fragmentierten europischen Forschungsfrderung im Bereich der industriellen Biotechnologie beitragen.


1.2Rechtsgrundlage


Der Bund gewhrt die Zuwendungen nach Magabe dieser Richtlinie, der 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO) und den dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften sowie der "Richtlinien fr Zuwendungsantrge auf Ausgabenbasis (AZA)" und/oder der "Richtlinien fr Zuwendungsantrge auf Kostenbasis (AZK)" des Bundesministeriums fr Bildung und Forschung (BMBF). Ein Rechtsanspruch auf Gewhrung einer Zuwendung besteht nicht. Die Bewilligungsbehrde entscheidet nach pflichtgemem Ermessen im Rahmen der verfgbaren Haushaltsmittel.


Die Frderung nach dieser Richtlinie erfllt die Voraussetzungen der Verordnung (EU) Nr.651/2014 der EU-Kommission vom 17.Juni 2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel107 und 108 des Vertrags ber die Arbeitsweise der Europischen Union ("Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung" – AGVO) (ABl. L 187 vom 26.6.2014, S.1) und ist demnach im Sinne von Artikel107 Absatz3 des Vertrags ber die Arbeitsweise der Europischen Union mit dem Binnenmarkt vereinbar und von der Anmeldepflicht nach Artikel108 Absatz3 des Vertrags ber die Arbeitsweise der Europischen Union freigestellt.


Gem Artikel1 Nummer4 Buchstabe a und b AGVO werden Unternehmen, die einer Rckforderungsanordnung aufgrund einer frheren Kommissionsentscheidung zur Feststellung der Rechtswidrigkeit und Unvereinbarkeit einer Beihilfe mit dem Binnenmarkt keine Folge geleistet haben, von der Frderung ausgeschlossen, ausgenommen Beihilferegelungen zur Bewltigung der Folgen bestimmter Naturkatastrophen.


Diese Frderrichtlinie gilt in Verbindung mit der "Nationalen Forschungsstrategie Biokonomie 2030", siehe https://www.bmbf.de/de/biooekonomie-neue-konzepte-zur-nutzung-natuerlicher-ressourcen-726.html und die dort verknpften Dokumente.


2Gegenstand der Frderung


Gegenstand der Frderung sind innovative, industriell relevante und anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Die nach dieser Richtlinie frderfhigen Vorhaben fallen unter Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsbeihilfen gem Artikel1 Absatz1 Buchstabe d AGVO.


Transnationale Projekte mssen mindestens drei und drfen maximal acht Projektpartner einschlieen. Die Projektpartner mssen aus mindestens drei Partnerlndern/-regionen kommen, die sich an dieser Frderbekanntmachung beteiligen (siehe Prambel). Die aktive Beteiligung von Industriepartnern ist nicht zwingend erforderlich, wird aber sehr empfohlen.


Projektskizzen sollten eines oder mehrere der unten angegebenen Themen der industriellen Biotechnologie adressieren:


Umwandlung von industriellen Nebenprodukten und Biomasse zu hherwertigen Produkten.
Neue Systeme fr neue, nachhaltige Prozesse unter Verwendung von Biokatalysatoren wie Enzyme, Mikroorganismen und zellfreie Biosynthesesysteme natrlichen oder synthetischen Ursprungs. Dies beinhaltet orthogonale Biosysteme, Minimalgenom-Anstze und Protozellen.
Substanzen durch ein besseres Verstndnis und ein Engineering ihrer Stoffwechselwege, einschlielich Anstze der synthetischen Biologie.
Prozessentwicklung, -intensivierung und/oder Integration in existierende industrielle Prozesse (z. B. Downstream und Scale-Up).

Projektskizzen, die synthetische oder biotechnologische Anstze in marinen Systemen beinhalten, sind antragsberechtigt und explizit eingeladen, wie alle anderen Projektskizzen aus dem Bereich der synthetischen und industriellen Biotechnologie. Es wird eine zustzliche, dedizierte Frderbekanntmachung im Rahmen des ERA-MBT im Themenfeld "Biodiscovery – Bioaktive Molekle aus dem Meer" geben. Dieses Themenfeld gehrt nicht in den Themenbereich der ERA-IB-Bekanntmachung und derartige Projektskizzen sollten im Rahmen der bevorstehenden ERA-MBT-Bekanntmachung eingereicht werden.


Die Projekte sollten das durch den biotechnologischen Prozess anvisierte Produkt und den adressierten Markt benennen, z. B.


biobasierte Materialien,
Plattformchemikalien, z. B. Bio-Monomere, Oligomere und Polymere,
Pharmazeutische Substanzen, funktionelle Lebens- oder Futtermittelinhaltsstoffe.

ber die technischen Aspekte hinaus sollten die Antrge zudem ihre zu erwartende soziale, konomische und Umweltwirkung darstellen.


Mit dieser Manahme mchte ERA-IB die Integration der verschiedenen Schritte der Wertschpfungskette verstrken.


Die Projektskizzen mssen bercksichtigen


dass bestimmte Themenfelder durch einzelne nationale/regionale Frderorganisationen nicht gefrdert werden knnen. Details sind im Dokument "Call Text – Annex National or regional regulations, national or regional eligibility criteria" zu finden, das im Internet unter www.era-ib.net zu finden ist bzw. beim Projekttrger (vgl. Nummer7) angefordert werden kann. Weitere erluternde Hinweise zur bevorzugten Struktur der Projekte werden ebenfalls auf der Webseite www.era-ib.net verffentlicht oder knnen beim Projekttrger angefordert werden. Die im Call-Text genannten Kontaktpersonen der einzelnen Frderorganisationen mssen im Vorfeld der Skizzeneinreichung kontaktiert werden, um die Frderfhigkeit ("eligibility") des jeweiligen Teilprojektes abzuklren. Falls formale Kriterien nicht erfllt werden oder ein Projektpartner nicht antragsberechtigt ("eligible") sein sollte, wird die entsprechende Projektskizze ohne Begutachtung aus dem Antragsprozess ausgeschlossen
werden.
dass Projekte, die nicht in die oben genannten Themenbereiche fallen, ohne Begutachtung aus dem Antragsprozess ausgeschlossen werden.

Fr weitere Details zum Gegenstand der Frderung sowie zu nationalen/regionalen Frdermglichkeiten oder Einschrnkungen wird auf den Call-Text, verffentlicht auf der Webseite www.era-ib.net, verwiesen.


3Zuwendungsempfnger


Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und aueruniversitre Forschungseinrichtungen mit Sitz in Deutschland. Die Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist ausdrcklich erwnscht. Die Definition der Europischen Gemeinschaft fr KMU ist im Internet einzusehen unter http://ec.europa.eu/growth/smes/business-friendly-environment/sme-definition/.


Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und/oder Lndern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ergnzend zu ihrer Grundfinanzierung eine Projektfrderung fr ihren zustzlichen Aufwand bewilligt werden.


4Zuwendungsvoraussetzungen


Antragsteller sollen sich – auch im eigenen Interesse – im Umfeld des beabsichtigten Vorhabens mit dem EU-Rahmenprogramm fr Forschung und Innovation vertraut machen. Sie sollen prfen, ob das geplante Vorhaben spezifische europische Komponenten aufweist und damit eine ausschlieliche EU-Frderung mglich ist. Weiterhin ist zu prfen, inwieweit im Umfeld des beabsichtigten Vorhabens ergnzend ein Frderantrag bei der EU gestellt werden kann. Das Ergebnis der Prfungen soll im Frderantrag kurz dargestellt werden.


Die Partner eines Verbundprojekts regeln ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung. Vor der Frderentscheidung ber ein Verbundprojekt muss eine grundstzliche bereinkunft ber bestimmte vom BMBF vorgegebene Kriterien nachgewiesen werden. Einzelheiten sind dem "Merkblatt fr Antragsteller/Zuwendungsempfnger zur Zusammenarbeit der Partner von Verbundprojekten", das von Antragstellern und Zuwendungsempfngern zu beachten ist, zu entnehmen (BMBF-Vordruck Nr.0110, Fundstelle; https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare ; Bereich BMBF -> Allgemeine Vordrucke und Vorlagen fr Berichte). Zustzlich ist das auf der Internetseite www.era-ib.net verfgbare Dokument „Principles of the Intellectual Property Rights for ERA-IB“ zu beachten.


Weitere Informationen ber die lnderspezifische Gewhrung von Zuwendungen, Frderung von Industriepartnern und Beteiligung von Forschungsgruppen aus Lndern, die nicht an ERA-IB2 beteiligt sind, finden sich im Dokument "Call Text" auf der Internetseite www.era-ib.net.


Vorhaben von Grounternehmen knnen nur dann gefrdert werden, wenn die Vorhaben ohne die ffentliche Frderung nicht oder nicht in gleichem Umfang durchgefhrt wrden oder wenn die ffentliche Frderung zu einer signifikanten Beschleunigung der Entwicklung fhrt – wenn also ein Anreizeffekt im Sinne von Artikel6 AGVO vorliegt.


5Art und Umfang, Hhe der Zuwendung


Die Zuwendungen knnen im Wege der Projektfrderung als nicht rckzahlbare Zuschsse gewhrt werden.


Bemessungsgrundlage fr Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfhigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren – HZ – und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfhigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 % gefrdert werden knnen. Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zustzlich zu den zuwendungsfhigen Ausgaben eine Projektpauschale gewhrt.


Bemessungsgrundlage fr Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfhigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnhe des Vorhabens – bis zu 50 % anteilfinanziert werden knnen. Nach BMBF-Grundstzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundstzlich mindestens 50 % der entstehenden zuwendungsfhigen Kosten – vorausgesetzt.


Die Bemessung der jeweiligen Frderquote muss die AGVO bercksichtigen. Die AGVO lsst fr KMU differenzierte Aufschlge zu, die gegebenenfalls zu einer hheren Frderquote fhren knnen. Fr Forschungs- und Entwicklungsbeihilfen fr Fischerei und Aquakultur mssen die Voraussetzungen des Artikels 30 Absatz2 bis 5 bzw.7 der AGVO erfllt sein.


6Sonstige Zuwendungsbestimmungen


Bestandteil eines Zuwendungsbescheids auf Kostenbasis werden grundstzlich die Allgemeinen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen auf Kostenbasis des BMBF an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft fr Forschungs- und Entwicklung-Vorhaben (NKBF98).


Bestandteil eines Zuwendungsbescheids auf Ausgabenbasis werden die Allgemeinen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen zur Projektfrderung (ANBest-P) und die Besonderen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen des BMBF zur Projektfrderung auf Ausgabenbasis (BNBest-BMBF98) sowie die "Besonderen Nebenbestimmungen fr den Abruf von Zuwendungen im mittelbaren Abrufverfahren im Geschftsbereich des BMBF" (BNBest-mittelbarer Abruf-BMBF), sofern die Zuwendungsmittel im sogenannten Abrufverfahren bereitgestellt werden, sein.


7Verfahren


7.1Einschaltung eines Projekttrgers, Antragsunterlagen, sonstige Unterlagen und Nutzung des elektronischen Antragssystems


Mit der Abwicklung der Frdermanahme hat das BMBF den Projekttrger


Projekttrger Jlich (PtJ)
Geschftsbereich Biologische Innovation und konomie (BIO)
Forschungszentrum Jlich GmbH
D-52425 Jlich
beauftragt.


Ansprechpartnerinnen sind:


Frau Dr. Marion Karrasch-Bott
Telefon: 0 24 61/61-62 45
E-Mail: m.karrasch@fz-juelich.de


Frau Dr. Claudia Junge
Telefon: 0 30/2 01 99-4 66
E-Mail: c.junge@fz-juelich.de


Die zustndigen Kontaktpersonen der anderen beteiligten Frderorganisationen werden im Dokument "Call Text", das im Internet unter www.era-ib.net oder beim PtJ erhltlich ist, und in den jeweiligen nationalen Bekanntmachungen benannt. Es wird empfohlen, vor dem Einreichen einer Projektskizze (vgl. Nummer7.2) Kontakt mit dem PtJ aufzunehmen.


Das zentrale "ERA-IB-Sekretariat" wird ebenfalls beim Projekttrger Jlich eingerichtet. Das ERA-IB-Sekretariat (E-Mail: ptj-eraibcalloffice@fz-juelich.de) ist der zentrale Kommunikationspunkt fr alle Antragsteller.


"Application guidelines" fr die Einreichung von Projektskizzen knnen unter der Internetadresse www.era-ib.net abgerufen werden.


Die Skizzeneinreichung erfolgt elektronisch ber die Internetseite https://www.submission-era-ib.eu/.


Vordrucke fr die nationalen frmlichen Frderantrge sowie die dafr geltenden Richtlinien, Merkbltter, Hinweise und Nebenbestimmungen knnen unter der Internetadresse https://foerderportal.bund.de/easy abgerufen oder unmittelbar beim Projekttrger angefordert werden. Zur Erstellung von Projektskizzen und frmlichen Frderantrgen ist das elektronische Antragssystem "easy-online" zu nutzen (https://foerderportal.bund.de/easyonline).


7.2Zweistufiges Antrags- und Auswahlverfahren


Das Antrags- und Auswahlverfahren ist zweistufig angelegt.


7.2.1Vorlage und Auswahl von Projektskizzen


In der ersten Verfahrensstufe sind bis sptestens zum 1.Februar 2016, 13.00 CET


zunchst Projektskizzen ("Proposals") durch den Verbundkoordinator in elektronischer Form vorzulegen. Die Einreichung von Projektskizzen ("Proposals") erfolgt elektronisch ber die ERA-IB Submission Webseite (https://www.submission-era-ib.eu/).


Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist. Versptet eingehende Projektskizzen knnen aber mglicherweise nicht mehr bercksichtigt werden.


Aus der Vorlage einer Projektskizze kann kein Rechtsanspruch auf Frderung abgeleitet werden.


Die eingegangenen Projektskizzen ("Proposals") werden zunchst auf ihre formale Qualifikation berprft. Nur Projektskizzen, die die formalen Kriterien (z. B. Einhaltung der Konsortialregel, dass die mindestens drei und maximal acht Projektpartner aus mindestens drei Partnerlndern/-regionen kommen; siehe Call-Text unter www.era-ib.net) erfllen, werden in die Evaluierung eingehen. Weiterhin werden die Projektskizzen ("Proposals") auch unter Beteiligung externer Gutachterinnen/Gutachter in Hinblick auf ihre Passfhigkeit zum Gegenstand der Frderung (vgl. Nummer2) geprft. Projekte, die nicht in die oben genannten Themenbereiche fallen, werden ohne Begutachtung aus dem Antragsprozess ausgeschlossen.


Projekte, die die formalen Anforderungen erfllen und passfhig zum Gegenstand der Frderung sind, werden unter Beteiligung internationaler, externer Gutachterinnen/Gutachter nach folgenden Kriterien bewertet:


Wissenschaftliche und technische Qualitt:
neuartige, innovative Forschung innerhalb der thematischen Bandbreite der Bekanntmachung,
wissenschaftliche Expertise und internationale Wettbewerbsfhigkeit,
wissenschaftliche Leistung und Machbarkeit (dabei ist der Stand der Wissenschaft und Technik zu bercksichtigen),
Grad der gemeinschaftlichen Interaktion zwischen den Forschungsgruppen – Mehrwert des Konsortiums: zustzlicher Wert, das Projekt auf transnationaler Ebene durchzufhren.
Wirtschaftliche und soziale Perspektive:
Innovationspotenzial der erwarteten Ergebnisse fr die industrielle Anwendung, einschlielich Kenntnisse der Patentsituation und Marktrelevanz,
Nachhaltigkeitsaspekte und ethische Aspekte,
Integration der gesamten Wertschpfungskette,
erwartetes konomisches Potenzial (Verwertung der Ergebnisse) und soziale Perspektive der Ergebnisse.
Administrative und finanzielle Bewertung:
falls zutreffend: Beitrag und Gre industrieller Partner, Bewertung der finanziellen Leistungsfhigkeit,
Konsortiums- und Projektmanagement, Angemessenheit der Ressourcen, Plausibilitt des Finanzierungsplans.

Weitere Erluterungen des Auswahl- und Entscheidungsverfahrens finden sich im "Call Text" und den "Guidelines for applicants", die im Internet unter www.era-ib.net zu finden sind bzw. beim PtJ angefordert werden knnen.


Auf der Grundlage der Bewertung werden dann die fr eine Frderung geeigneten Projektideen ausgewhlt. Das Auswahlergebnis wird den Koordinatoren mitgeteilt.


Der Projektkoordinator hat sicherzustellen, dass alle Konsortialpartner die notwendigen Informationen zur Verfgung stellen, die von den nationalen/regionalen Frderorganisationen gefordert werden (siehe Dokument "Call Text" unter www.era-ib.net).


7.2.2Vorlage frmlicher Frderantrge und Entscheidungsverfahren


In der zweiten Verfahrensstufewerden die Interessenten bei positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert – in Verbundvorhaben in Abstimmung mit dem vorgesehenen Verbundkoordinator – einen frmlichen Frderantrag vorzulegen, ber den nach abschlieender Prfung und Begutachtung entschieden wird. Mit den frmlichen Frderantrgen sind zudem folgende die Projektskizze ergnzende Informationen beizufgen:


Detaillierter Finanzplan des Verbund- oder Einzelvorhabens (Hinweis: Mittel fr die Grundausstattung sind nicht zuwendungsfhig)
Detaillierter Arbeitsplan gegebenenfalls unter Bercksichtigung der Anregungen des Gutachtergremiums (inklusive vorhabenbezogener Ressourcenplanung, d. h. Arbeitspakete sind gegebenenfalls den einzelnen Verbundpartnern zuzuordnen und mit kalkulierten Personal- und Sachressourcen zu verknpfen)
Meilensteinplanung inklusive Liste der angestrebten (Zwischen-)Ergebnisse ("deliverables") und Angabe von Abbruchkriterien (bersichtstabelle; maximal eine DIN-A4-Seite)
Ausfhrlicher Verwertungsplan [Gliederung: wirtschaftliche Erfolgsaussichten; wissenschaftliche und/oder technische Erfolgsaussichten (kurz-, mittel-, langfristig); wissenschaftliche und wirtschaftliche Anschlussfhigkeit, d. h., wie und in welcher Weise die Ergebnisse im Anschluss an das Vorhaben genutzt werden knnen]; maximal zwei DIN-A4-Seiten
Notwendigkeit der Zuwendung (Hinweis: Die Notwendigkeit der Zuwendung muss sich in jedem Fall aus dem Arbeitsplan ergeben und ausfhrlich begrndet werden

Fr die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie fr den Nachweis und die Prfung der Verwendung und die gegebenenfalls erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheids und die Rckforderung der gewhrten Zuwendung gelten die Verwaltungsvorschriften zu 44 BHO sowie die 48 bis 49a des Verwaltungsverfahrensgesetzes, soweit nicht in dieser Frderrichtlinie Abweichungen zugelassen sind.


Besondere Hinweise fr Antragsteller:


Zustzlich zu den jeweiligen nationalen Berichtspflichten muss der Projektkoordinator zur Mitte der Laufzeit des gefrderten Projekts einen Fortschrittsbericht und eine zur Verffentlichung geeignete Zusammenfassung und zum Ende der Laufzeit einen Abschlussbericht beim ERA-IB-Sekretariat einreichen, wobei die unter www.era-ib.net erhltlichen Formbltter zu verwenden sind bzw. das ERA-IB Submission Tool (https://www.submission-era-ib.eu/) zu nutzen ist. Die Koordinatoren werden voraussichtlich ihre Projektergebnisse auf Statusseminaren in der Mitte und am Ende der Projektlaufzeit prsentieren. Die Kosten fr die Teilnahme an den Statusseminaren sollten durch die Projektmittel gedeckt werden.


8Inkrafttreten


Diese Frderrichtlinie tritt am Tag nach der Verffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.


Berlin, den 7.Dezember 2015


Bundesministerium fr Bildung und Forschung


Im Auftrag
Andrea Noske



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