Bekanntmachung

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Frderbekanntmachungs-Abonnement des
Bundesministeriums fr
Bildung und Forschung


08.12.2015 - 01.03.2016


Bekanntmachung


Richtlinie zur Frderung von Manahmen fr Forschung und integrierter, postgradualer Aus- und Fortbildung im Rahmen der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung - Partnerschaften fr nachhaltige Lsungen mit Subsahara-Afrika. Bundesanzeiger vom 08.12.2015


Vom 26. November 2015

1Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage


1.1Zuwendungszweck


Die im Jahr 2014 verffentlichte Afrika-Strategie des Bundesministeriums fr Bildung und Forschung (BMBF) hat zum Ziel, gemeinsam mit afrikanischen Partnern


zur Bewltigung globaler Herausforderungen beizutragen,
mit hohem Qualittsanspruch nachhaltige wissenschaftliche Kooperationsstrukturen zu schaffen,
regionale und kontinentale Zusammenarbeit zu strken,
Innovationspotenziale zu strken und Mrkte zu erschlieen

sowie Deutschland in Afrika als zentralen Partner in Bildung und Forschung sichtbar zu machen.


Prmissen der Zusammenarbeit sind dabei der beiderseitige Mehrwert durch qualitativ hochwertige Zusammenarbeit und Fokussierung auf gemeinsam definierte Bereiche, die Bercksichtigung (lnder-)spezifischer afrikanischer und spezifisch deutscher Interessen, Partnerschaft und Eigenverantwortung sowie Kontinuitt und Verlsslichkeit in der Zusammenarbeit.


Mit der vorliegenden Frdermanahme sollen Kooperationen von deutschen Universitten, aueruniversitren Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit afrikanischen Partnern gefrdert werden, die einen Beitrag zur Umsetzung der Afrika-Strategie des BMBF leisten. Im Fokus stehen dabei Vorhaben, die in einem integrierten Ansatz die gemeinsame Arbeit an einem Forschungsthema und seine Umsetzung in die Praxis mit Manahmen zu gemeinsamer postgradualer Aus- und Fortbildung in geeigneter Weise miteinander verzahnen.


Diese Manahme wird mit Mitteln des BMBF durch den DLR-Projekttrger und den DAAD implementiert. Sie ist neben der Afrika-Strategie des BMBF eingebettet in die Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung aus dem Jahr 2008, in den Aktionsplan "Internationale Kooperation des BMBF" und in die Afrikapolitischen Leitlinien der Bundesregierung aus dem Jahr 2014. Zudem bercksichtigt wird die Afrika-Strategie des DAAD.


1.2Rechtsgrundlage


Der Bund gewhrt die Zuwendungen nach Magabe dieser Richtlinie, der 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO) und den dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften sowie der "Richtlinien fr Zuwendungsantrge auf Ausgabenbasis (AZA)" und/oder der "Richtlinien fr Zuwendungsantrge auf Kostenbasis (AZK)" des BMBF. Ein Rechtsanspruch auf Gewhrung einer Zuwendung besteht nicht. Die Bewilligungsbehrde entscheidet nach pflichtgemem Ermessen im Rahmen der verfgbaren Haushaltsmittel.


Die Frderung nach dieser Richtlinie erfllt die Voraussetzungen der Verordnung (EU) Nr.651/2014 der EU-Kommission vom 17.Juni 2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel107 und 108 des Vertrags ber die Arbeitsweise der Europischen Union ("Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung" – AGVO) (Amtsblatt L 187 vom 26.6.2014, S.1) und ist demnach im Sinne von Artikel107 Absatz3 des Vertrags ber die Arbeitsweise der Europischen Union mit dem Binnenmarkt vereinbar und von der Anmeldepflicht nach Artikel108 Absatz3 des Vertrags ber die Arbeitsweise der Europischen Union freigestellt.


Gem Artikel1 Nummer4 Buchstabe a und b AGVO werden Unternehmen, die einer Rckforderungsanordnung aufgrund einer frheren Kommissionsentscheidung zur Feststellung der Rechtswidrigkeit und Unvereinbarkeit einer Beihilfe mit dem Binnenmarkt keine Folge geleistet haben, von der Frderung ausgeschlossen.


2Gegenstand der Frderung


Gegenstand der Frderung sind gemeinsame Forschungsarbeiten, Kapazittsbildungs- und Verwertungsmanahmen sowie Manahmen zur postgradualen Aus- und Fortbildung.


Ziel dieser Frderrichtlinie ist es, Forschung und auf diese Forschung gezielt abgestimmte Graduiertenausbildung in drei groen internationalen Herausforderungen, die auch fr Staaten auf dem afrikanischen Kontinent hochrelevant sind, in Abstimmung mit den Programmen des BMBF zu Biokonomie, Nachhaltiger Stadtentwicklung und der Rohstoffstrategie umzusetzen. Die direkte Verknpfung dieser beiden Komponenten (Forschung und Bildung) soll die Schaffung von fundiertem Wissen und Innovation in den Ziellndern sowie die Ausbildung von Graduierten an lokalen afrikanischen Universitten in diesen Themenfeldern vorantreiben, idealerweise auch die Bildung von Forschungs- und Lehrkapazitten langfristig formieren, etablieren und steigern. Darber hinaus sollen Querschnittsfragestellungen, die Brcken zwischen den drei Themenfeldern bilden, aufgegriffen werden.


Die Ergebnisse der gefrderten Projekte sollen nachweisbar zu innovativen Problemlsungen in den vorgegebenen Themenfeldern fhren. Die Lsungsanstze sollen aufgrund der Verknpfungen von Forschung und Lehre direkten Eingang in die Graduiertenausbildung und damit den Kapazittenaufbau finden.


Indikatoren der Zielerreichung sind:


Verwertung der Ergebnisse aus den Forschungs- oder Ausbildungsmodulen, z. B. Publikationen, angemeldete Patente/Schutzrechte/Erfindungen und sonstige Manahmen (z. B. Curriculaentwicklung: gemeinsam entwickelte Ausbildungsangebote und Curricula oder Anpassung existierender Curricula auf Basis der neuen Ausbildungskomponenten)
Entwicklung von Qualittsstandards in der Forschung und Ausbildung
gemeinsam betreute Master- und aus der Graduiertenbildung hervorgegangene Doktorarbeiten
gemeinsam durchgefhrte Fortbildungsmanahmen
nachhaltige Vernetzung mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen und auch zwischen den gefrderten Vorhaben (soweit inhaltlich gegeben)
gemeinsame Anschlussforschungsprojekte, aufbauend auf der BMBF-gefrderten Kooperation

Es sollen Manahmen gefrdert werden, die inhaltlich die Schwerpunkte der Afrika-Strategie des BMBF widerspiegeln:


Biokonomie


Projektvorschlge sollen signifikante Beitrge zu der nationalen Forschungsstrategie "Biokonomie 2030" leisten. Beider Umsetzung der Handlungsfelder gilt es, Zusammenhnge zu beachten (z. B. Anbau von Nahrungsmittelpflanzen zur Kraftstoffproduktion anstelle der Nahrungsmittelgenerierung "Teller-Tank"-Problematik) und Zielkonflikte zu vermeiden. Die bergeordneten Leitlinien, Menschen nachhaltig versorgen, Nutzungswege gemeinsam betrachten und gesamte Wertschpfungsketten in den Blick nehmen, sind daher zu bercksichtigen. Dies umfasst Forschung im Bereich der Ernhrungssicherung durch standortangepasste Landwirtschaft unter Bercksichtigung des Klimawandels sowie der damit verbundenen Rahmenbedingungen, Institutionen und Mrkte.


Politische Systeme, institutionelle Voraussetzungen, als auch soziokonomische Entscheidungen haben einen entscheidenden Einfluss darauf, wie sich die Lebenssituation in Afrika und der Welt entwickeln wird. Forschung verknpft mit Hochschulbildung kann zuknftigen Entscheidungstrgern die Mglichkeiten geben, Entscheidungen basiert auf Fakten zu treffen und alternative Entwicklungswege aufzuzeigen.


Im Kontext der lndlichen Entwicklung ist die Verknpfung von Land und Stadt und den damit verbundenen Stoffflssen ein Forschungsschwerpunkt, der die oben dargestellte Problematik untersttzt. Zur Diversifizierung der Einkommensquellen im lndlichen Raum und der Erschlieung natrlicher Ressourcen auerhalb der Nahrungsmittelproduktion, sogenannter Non-Food-Value Chains kann die Erforschung und begleitende Hochschulbildung zur strukturellen Vernderung und Entwicklung beitragen. Im Fokus stehen daher die folgenden Themen:


Ernhrungssicherung durch standortangepasste Landwirtschaft unter Bercksichtigung des Klimawandels (unter anderem Agrobiodiversitt, Mikronhrstoffmangel)
Rahmenbedingungen, Institutionen und Mrkte (soziokonomische Fragestellungen wie Ernhrungsgewohnheiten, Lebensmittelsicherheit, Nach-Ernte-Verluste, Wertschpfungsketten)
Stadt-Land-System (Bezug zur Biokonomie)
Non-Food-Value Chains

Nachhaltige Stadtentwicklung


Subsahara-Afrika gehrt weltweit zu den Regionen mit dem hchsten Urbanisierungsdruck. Abgeleitet aus der federfhrend vom BMBF entwickelten Forschungs- und Innovationsagenda "Zukunftsstadt" der Bundesregierung stehen nachfolgende fr Afrika besonders relevante Themen im Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt ist dabei die Forschung zu kommunaler Governance. Im Rahmen des Schwerpunktes "resiliente Stdte" sollen vor allem Fragestellungen bearbeitet werden, die afrikanische Stdte vor besondere Herausforderungen stellen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung und Entwicklung von Energie- und Stoffstrmen und deren Management sowie die Entwicklung energiesystemischer Anstze zur lokalen/regionalen Energieautonomie. Im Fokus stehen daher die folgenden Themen:


Forschung zu kommunaler Governance (Strkung und Untersttzung urbaner Transformation, zivilgesellschaftliche Akteure als Treiber urbaner Transformation)
Resiliente Stdte (Anpassung an den Klimawandel, Schutz der ffentlichen Gesundheit, Katastrophenvorsorge und -schutz, integrierte und sektorale Vulnerabilitts- und Risikoanalysen)
Energie- und Stoffstrommanagementsysteme entwickeln (z. B. Urban Mining)
Entwicklung energiesystemischer Anstze zur lokalen/regionalen Energieautonomie (insbesondere die nachhaltige Verknpfung von Stromerzeugung, Transport, Verteilung, Speicherung und dem effizienten Verbrauch unter Bercksichtigung von Vor-Ort-Ressourcen, z. B. Abfallprodukten)

Ressourcenmanagement/Rohstoffe


Die Projektvorschlge sollen das Ziel verfolgen, die Forschung, Entwicklung und Innovation entlang der Wertschpfungskette nichtenergetischer mineralischer Rohstoffe (mit wirtschaftsstrategischer Bedeutung) auszubauen (siehe auch Forschungs- und Entwicklungsprogramm des BMBF fr neue Rohstoffstrategien http://www.fona.de/mediathek/ pdf/Wirtschaftsstrategische_Rohstoffe_barrierefrei_neu.pdf).


Dazu zhlen auch die Nutzbarmachung von Sekundrrohstoffen durch Recycling und die Produktgestaltung. Industriebeteiligung ist von Vorteil.


Untersuchungen zur Rohstoffgovernance, d. h. wie Regierungen die Nutzung von Bodenschtzen handhaben und regulieren, sowie zu den aus Rohstoffabbau entstehenden Umwelt- und Sozialkosten knnen ebenfalls eingereicht werden. Wnschenswert ist, wenn durch die Projekte neue Rohstoffpartnerschaften mit afrikanischen Lndern aufgebaut oder bestehende intensiviert werden.


Im Fokus stehen folgende Themen:


Wertschpfungsketten von nichtenergetischen mineralischen Rohstoffen mit wirtschaftsstrategischer Bedeutung
Sekundrrohstoffe (mit wirtschaftsstrategischer Bedeutung) durch Recycling
Produktgestaltung
Rohstoffpartnerschaften aufbauen/vertiefen
Rohstoffgovernance

Projektskizzen, die in einem themenbergreifenden, integrierten Ansatz mehrere Schwerpunkte der Bekanntmachung umfassen, sind ausdrcklich erwnscht.


Fr alle genannten Themenbereiche gilt: In der vorgelegten Projektskizze mssen die mit dem Vorhaben verfolgten Ziele, die sich sowohl in den bergeordneten als auch in den thematischen Rahmen dieser Bekanntmachung einordnen mssen, eindeutig beschrieben und messbare Indikatoren der Zielerreichung definiert werden. Die definierten Ziele mssen realistisch sein und anhand einer Arbeits- und Meilensteinplanung berzeugend dargelegt werden. Die Prfung der Validitt dieser Konzepte zur Zielerreichung inklusive ihrer Indikatoren wird integraler Bestandteil der Begutachtung der Projektskizzen. Dort, wo es aus der Themensetzung heraus sinnvoll erscheint, sollte eine Einbindung der Kompetenzzentren fr Klimawandel und nachhaltiges Landmanagement (WASCAL und SASSCAL) angestrebt werden.


Jede Projektskizze muss aus einem Modul "Forschung" (Modul 1) und einem Modul "postgraduale Aus- und Fortbildung" (Modul 2) bestehen.


In Modul 1 knnen im Rahmen der gemeinsamen Arbeit an einem Forschungsthema z. B. folgende Manahmen gefrdert werden:


Forschungsarbeiten
Mobilittsmanahmen zur Durchfhrung der Forschung (z. B. Laborversuche, Feldversuche, Workshops)
Kapazittsentwicklung im Bereich Forschungsmanagement und -akquise (z. B. Hospitationen, Kurse zum Schreiben von Forschungsantrgen)
Manahmen zur Gestaltung von Dialogprozessen mit Politik, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen
Manahmen zur Implementierungsvorbereitung (z. B. Schulung von Anwendern, Studien zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Marktanalysen, Machbarkeitsstudien)

Im Rahmen von Modul 2 knnen gefrdert werden:


Manahmen, die der Umsetzung des eingereichten Konzepts zur Weiterentwicklung gemeinsamer postgradualer Ausbildung dienen (Arbeitstreffen, Workshops, Seminare, Sommerschulen)
Manahmen, die die Vermittlung und Anwendung innovativer, fachbergreifender Lehr-, Lern- und Forschungsmethoden und -instrumente ermglichen (z. B. digitale Lehrangebote)
Manahmen, die die Betreuung der Studierenden und Doktoranden optimieren (Betreuungsvereinbarungen, Serviceangebote, Einrichtung einer Graduiertenschule)
Manahmen zur Qualittssicherung (z. B. Entwicklung und Sicherung gemeinsamer Standards)
Lehraufenthalte deutscher und afrikanischer Experten an der afrikanischen Gasthochschule
die Durchfhrung gemeinsamer projektrelevanter Fortbildungsveranstaltungen zu innovativen Themen aus Lehre, Organisation, Administration mit ausgewiesenen externen Experten
Studienaufenthalte und Teilnahmen an Fortbildungsmanahmen fr Studierende und Doktoranden aller beteiligten Hochschulen in der Regel bis zu sechs Monaten

Es ist darauf zu achten, dass beide Module gut verzahnt sind und in einem ausgewogenen Verhltnis zueinander stehen.


3Zuwendungsempfnger


Antragsberechtigt sind Hochschulen, aueruniversitre Forschungseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Deutschland, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU)3, Gebietskrperschaften, Zusammenschlsse von Gebietskrperschaften und andere Institutionen, die Forschungsbeitrge liefern und die Zuwendungszweck sowie Zuwendungsvoraussetzungen erfllen. Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Lndern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ergnzend zu ihrer Grundfinanzierung eine Projektfrderung fr ihre zustzlichen projektbedingten Ausgaben bzw. Kosten bewilligt werden.


4Zuwendungsvoraussetzungen


Jede Projektskizze muss von mindestens einer frderfhigen Institution mit Sitz in Deutschland gemeinsam mit mindestens einer in einem subsaharischen Land ansssigen, forschenden Institution gestellt werden. Partner aus Sdafrika oder aus Lndern Nordafrikas knnen nur gefrdert werden, wenn mindestens ein weiterer Partner aus einem Land Subsahara-Afrikas beteiligt ist. Projektskizzen mit mehreren deutschen Partnern und Partnern aus mehreren Lndern Subsahara-Afrikas werden ausdrcklich begrt.


Andere internationale Forschungseinrichtungen mit Sitz in Afrika knnen als zustzliche Partnereinrichtung (ohne Frderung) eingebunden werden. Institute der Pan-Afrikanischen Universitt (PAU) sowie die Kompetenzzentren fr Klimawandel und nachhaltiges Landmanagement (WASCAL und SASSCAL) knnen ebenfalls Projektpartner sein und im Rahmen einer Weiterleitung der Zuwendung durch den deutschen Zuwendungsempfnger gem Nummer12 der Verwaltungsvorschriften zu 44 BHO auch Frderung mit dem in Nummer5 beschriebenen Verfahren erhalten.


Nur bei Verbundprojekten mit deutschen Projektpartnern:


Die Partner eines Verbundprojekts regeln ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung. Vor der Frderentscheidung ber ein Verbundprojekt muss eine grundstzliche bereinkunft ber bestimmte vom BMBF vorgegebene Kriterien nachgewiesen werden.


Einzelheiten sind dem "Merkblatt fr Antragsteller/Zuwendungsempfnger zur Zusammenarbeit der Partner von Verbundprojekten", das von Antragstellern und Zuwendungsempfngern zu beachten ist, zu entnehmen (BMBF-Vordruck Nr.0110, Fundstelle: https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare; Bereich BMBF –> Allgemeine Vordrucke und Vorlagen fr Berichte).


Fr die Frdermanahme sind eine gemeinsame Auftaktveranstaltung und ein Statusseminar nach etwa der Hlfte der Laufzeit geplant. Die Bereitschaft zur Teilnahme wird vorausgesetzt. Entsprechendes Reisebudget fr deutsche und afrikanische Partner sollte kalkuliert werden.


5Art und Umfang, Hhe der Zuwendung


Die Zuwendungen knnen im Wege der Projektfrderung als nicht rckzahlbare Zuschsse gewhrt werden.


Bemessungsgrundlage fr Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfhigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnhe des Vorhabens – bis zu 50 % anteilfinanziert werden knnen. Nach BMBF-Grundstzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundstzlich mindestens 50 % der entstehenden zuwendungsfhigen Kosten – vorausgesetzt.


Die Bemessung der jeweiligen Frderquote muss die AGVO bercksichtigen. Die AGVO lsst fr KMU differenzierte Aufschlge zu, die gegebenenfalls zu einer hheren Frderquote fhren knnen. Gefrdert werden in diesem Zusammenhang ausschlielich Beihilfetypen gem Artikel25 der AGVO. Die jeweiligen in der AGVO vorgegebenen Frderquoten und Schwellenwerte drfen dabei nicht berschritten werden.


Bemessungsgrundlage fr Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sowie fr Gebietskrperschaften und Zusammenschlsse von Gebietskrperschaften sind die zuwendungsfhigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren – HZ – und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfhigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 % gefrdert werden knnen.


Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen und Universittskliniken wird im Modul 1 zustzlich zu den zuwendungsfhigen Ausgaben eine Projektpauschale in Hhe von 20 % gewhrt.


Antragsberechtigte deutsche Einrichtungen knnen in der Regel mit hchstens 800000 Euro (inklusive 20 % Projektpauschale fr Hochschulen und Universittskliniken im Modul 1) fr die Dauer von bis zu vier Jahren gefrdert werden.


Die Frderung sieht grundstzlich folgende zuwendungsfhige Ausgaben/Kosten vor:


Fr Modul 1


Reisen und Aufenthalte von deutschen Wissenschaftlern und Experten:
Fr die Frderung von Ausgaben/Kosten fr Reisen deutscher Projektbeteiligter gilt:
Es werden die Ausgaben/Kosten fr An- und Abreise (bei Flugtickets: Economy-Class) inklusive notwendiger Visa bis zum und vom Zielort fr Reisen deutscher Experten in die Lnder der am Projekt beteiligten afrikanischen Projektpartner sowie der Aufenthalt vor Ort gefrdert. Hierbei wird eine Pauschale pro Tag gem der Lnderliste (http://internationales-buero.de/_media/Tagespauschalen_neu.xls) fr die Unterbringung und Verpflegung vor Ort veranschlagt.
Des Weiteren werden fr deutsche Projektpartner in begrndeten Ausnahmefllen auch die Ausgaben/Kosten fr projektbedingte Inlandsreisen (z. B. Auftaktveranstaltung und Statusseminar der Frdermanahme) gefrdert.
Beitrge zur Krankenversicherung und gegebenenfalls anderen Versicherungen sind durch diese Pauschale bereits abgedeckt und von den Zuwendungsempfngern selbst zu entrichten.
Reisen und Aufenthalte von auslndischen Wissenschaftlern und Experten:
Fr die Frderung von Ausgaben/Kosten fr Reisen auslndischer Projektbeteiligter gilt:
Reisen nach Deutschland
Es werden die Ausgaben/Kosten fr An- und Abreise (bei Flugtickets: Economy-Class) inklusive notwendiger Visa bis zum und vom Zielort fr Reisen auslndischer Experten nach Deutschland sowie der Aufenthalt vor Ort gefrdert. Der Aufenthalt in Deutschland wird in der Regel fr eine Dauer von maximal drei Monaten jhrlich pro Person vom deutschen Zuwendungsgeber mit feststehenden Pauschalen in Hhe von 104 Euro pro Tag bzw.2300 Euro proMonat (wenn der Aufenthalt zwischen 23 und 31 Tagen dauert) bezuschusst. Fr einzelne Tage eines Folgemonats wird eine Tagespauschale von 77 Euro pro Tag gezahlt. An- und Abreisetag zhlen gemeinsam als ein Tag.
Reisen in Lnder afrikanischer Projektpartner
Es werden die Ausgaben/Kosten fr An- und Abreise (bei Flugtickets: Economy-Class) inklusive notwendiger Visa bis zum und vom Zielort fr Reisen afrikanischer Wissenschaftler und Experten in die Lnder der am Projekt beteiligten afrikanischen Projektpartner sowie der Aufenthalt vor Ort gefrdert. Hierbei wird eine Pauschale pro Tag gem der Lnderliste (http://internationales-buero.de/_media/Tagespauschalen_neu.xls) fr die Unterbringung und Verpflegung vor Ort veranschlagt.
Beitrge zur Krankenversicherung und gegebenenfalls anderen Versicherungen sind durch diese Pauschale bereits abgedeckt und von den Zuwendungsempfngern selbst zu entrichten.
Projektpauschale
Hochschulen (staatliche und nicht staatliche) und Universittskliniken (unabhngig von der Rechtsform) wird innerhalb der Zuwendung eine Projektpauschale in Hhe von 20 Prozent der direkten Projektausgaben pauschal gewhrt. Es ist zu beachten, dass in der oben genannten, in der Regel gewhrten Frderhchstsumme die Projektpauschale bereits enthalten ist.
Vorhabenbezogene Sachmittel und Gerte
Die Gewhrung von vorhabenbezogenen Sachmittelzuschssen (z. B. Verbrauchsmaterial, Gerte, projektspezifischen Geschftsbedarf, Transportkosten, Literatur, Mieten, Auftrge etc.) ist fr die deutschen und afrikanischen Partner mglich. Die Notwendigkeit ist jeweils detailliert zu begrnden.
Workshops
Workshops knnen wie folgt untersttzt werden:
Fr die Durchfhrung von bi- und multilateralen Workshops in Deutschland werden Sachkosten z. B. der Unterbringung der auslndischen Gste, des Transfers in Deutschland, der inhaltlichen Vorbereitung, Bewirtung und der Anmietung von Rumlichkeiten bezuschusst. Die Hhe des Zuschusses ist abhngig vom Umfang der Veranstaltung und der Anzahl der auslndischen Gste. In diesen Fllen wird kein Tagegeld (vgl. Buchstabe b) gezahlt.
Ausgaben und Kosten fr Veranstaltungen in den am Projekt beteiligten Lndern knnen in begrndeten Ausnahmefllen ebenfalls bezuschusst werden.
Personalkosten/-ausgaben:
deutsche Projektpartner
Vorhabenbezogene Ausgaben/Kosten fr studentisches und/oder wissenschaftliches Personal auf deutscher Seite (in der Regel bis TvD/TV-L EG 13) knnen in gewissem Umfang beantragt werden.
afrikanische Projektpartner
Vorhabenbezogene Ausgaben/Kosten fr studentisches und/oder wissenschaftliches Personal auf afrikanischer Seite knnen in gewissem Umfang bezuschusst werden.

Die Zuwendung einschlielich der Zuschsse fr die afrikanischen Partner wird an den deutschen Zuwendungsempfnger geleistet. Die afrikanischen Partner schlieen mit dem deutschen Zuwendungsempfnger einen Weiterleitungsvertrag gem Nummer12 der Verwaltungsvorschriften zu 44 BHO ab.


Grundstzlich nicht bernommen oder bezuschusst wird die bliche Grundausstattung, wie:


Allgemeine Aufwendungen fr z. B. Bromaterial oder Kommunikation
Labor- und EDV-Ausstattung

Fr Modul 2
(siehe: DAAD-Frderrichtlinie: http://internationales-buero.de/_media/DAAD_Foerderrichtlinie_30_07_2015.docx)


Reisen und Aufenthalte von deutschen Wissenschaftlern sowie Kurzzeitaufenthalte von Graduierten und Doktoranden im Rahmen der postgradualen Aus- und Fortbildung werden gem den Vorgaben unter Modul 1 Buchstabe a gefrdert; fr lngere Aufenthalte von Graduierten und Doktoranden (ab einem Monat) werden Stipendien in Hhe der Stipendienraten in der DAAD-Individualfrderung vergeben.
Reisen und Aufenthalte von auslndischen Wissenschaftlern, Graduierten und Doktoranden
Reisen nach Deutschland
Im Rahmen der postgradualen Aus- und Fortbildung werden Wissenschaftler, Graduierte und Doktoranden gem den Vorgaben unter Modul 1 Buchstabe b gefrdert; fr lngere Aufenthalte von Graduierten und Doktoranden (abeinem Monat) werden Stipendien in Hhe der Stipendienraten in der DAAD-Individualfrderung vergeben.
Reisen in Lnder afrikanischer Projektpartner
Im Rahmen der postgradualen Aus- und Fortbildung werden Wissenschaftler, Graduierte und Doktoranden gem den Vorgaben unter Modul 1 Buchstabe b gefrdert.
Sachmittel
Die Gewhrung von vorhabenbezogenen Sachmittelzuschssen (z. B. fr die Organisation von Veranstaltungen – auch im Ausland, Ausgaben fr ffentlichkeitsarbeit, Teilnahmegebhren fr Konferenzen etc.) ist mglich.
Honorare
Die Zahlung von Honoraren ist mglich. Die inhaltliche Notwendigkeit sollte im Antrag begrndet und im konkreten Fall mit dem DAAD abgesprochen sein.
Veranstaltungen
Zuwendungsfhig sind Workshops, Sommer-/Winterschulen, Arbeitstreffen, Konferenzen, etc.
Die Hhe des Zuschusses ist abhngig vom Umfang der Veranstaltung und der Anzahl der Gste. In diesen Fllen wird kein Tagegeld (vgl. Buchstabe b) gezahlt.
Personalkosten/-ausgaben
deutsche Projektpartner
Vorhabenbezogene Ausgaben/Kosten fr studentisches und/oder wissenschaftliches Personal auf deutscher Seite (in der Regel bis TvD/TVL EG 13) knnen in gewissem Umfang beantragt werden.
afrikanische Projektpartner
Vorhabenbezogene Ausgaben/Kosten fr studentisches und/oder wissenschaftliches Personal auf afrikanischer Seite knnen in gewissem Umfang bezuschusst werden. Es gelten ortsbliche Gehlter.

Die Zuwendung einschlielich der Zuschsse fr die afrikanischen Partner wird an den deutschen Zuwendungsempfnger geleistet. Die afrikanischen Partner schlieen mit dem deutschen Zuwendungsempfnger einen Weiterleitungsvertrag gem Nummer12 der Verwaltungsvorschriften zu 44 BHO ab.


Eine darber hinausgehende finanzielle Beteiligung der auslndischen Projektbeteiligten (auch als Sachleistung) ist erwnscht und muss in der Projektbeschreibung in Nummer B IV dargestellt werden.


6Sonstige Zuwendungsbestimmungen


Fr Modul 1


Bestandteil eines Zuwendungsbescheids auf Kostenbasis werden grundstzlich die Allgemeinen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen auf Kostenbasis des BMBF an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft fr FuE4-Vorhaben (NKBF98).


Bestandteil eines Zuwendungsbescheids auf Ausgabenbasis werden die Allgemeinen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen zur Projektfrderung (ANBest-P) und die Besonderen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen des BMBF zur Projektfrderung auf Ausgabenbasis (BNBest-BMBF98).


Bei Zuwendungen an Gebietskrperschaften und Zusammenschlsse von Gebietskrperschaften werden die Allgemeinen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen zur Projektfrderung an Gebietskrperschaften und Zusammenschlsse von Gebietskrperschaften (ANBest-Gk) sowie die Besonderen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen des BMBF zur Projektfrderung auf Ausgabenbasis (BNBest-BMBF98) Bestandteil eines Zuwendungsbescheids.


Das Ergebnis der Frdermanahmen soll im Rahmen einer internen Evaluation betrachtet werden. Dazu werden die eine Zuwendung empfangenden Einrichtungen mit Hilfe einer Befragung und/oder eines gemeinsamen Workshops zur Zielerreichung befragt werden. Die mit der Evaluation beauftragte Stelle ist in der Datenerhebung zu untersttzen.


Fr Modul 2


Bestandteil eines Zuwendungsbescheids auf Ausgabenbasis werden die Allgemeinen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen zur Projektfrderung (ANBest-P) und die Besonderen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen des BMBF zur Projektfrderung auf Ausgabenbasis (BNBest-BMBF98).


Das Ergebnis der Frdermanahmen soll im Rahmen einer internen Evaluation betrachtet werden. Dazu werden die eine Zuwendung empfangenden Einrichtungen mit Hilfe einer Befragung und/oder eines gemeinsamen Workshops zur Zielerreichung befragt werden. Die mit der Evaluation beauftragte Stelle ist in der Datenerhebung zu untersttzen.


7Verfahren


7.1Einschaltung eines Projekttrgers, Antragsunterlagen, sonstige Unterlagen und Nutzung des elektronischen Antragssystems


Mit der Abwicklung der Frdermanahme hat das BMBF derzeit folgenden Projekttrger beauftragt:


Modul 1


DLR-Projekttrger
Europische und Internationale Zusammenarbeit
Heinrich-Konen-Strae 1
53227 Bonn
Internet: http://www.internationales-buero.de


Ansprechpartner sind:


Fachliche Ansprechpartnerin Sdliches Afrika (auer Sdafrika)


Dr. Kerstin Garcia
Telefon: +49 2 28/38 21-14 80
Telefax: +49 2 28/38 21-14 00
E-Mail: kerstin.garcia@dlr.de


Fachlicher Ansprechpartner Ost- und Zentralafrika


Stefan A. Haffner
Telefon: +49 2 28/38 21-18 99
Telefax: +49 2 28/38 21-14 00
E-Mail: stefan.haffner@dlr.de


Fachliche Ansprechpartnerin Westliches Afrika


Dr. Anja Khler
Telefon: +49 2 28/38 21-14 28
Telefax: +49 2 28/38 21-14 00
E-Mail: anja.koehler@dlr.de


Fachliche Ansprechpartnerin Sdafrika


Petra Ruth Vogel
Telefon: +49 2 28/38 21-14 61
Telefax: +49 2 28/38 21-14 00
E-Mail: petra-ruth.vogel@dlr.de


Administrativer Ansprechpartner


Valry Anton
Telefon: +49 2 28/38 21-1848
Telefax: +49 2 28/38 21-1400
E-Mail: valery.anton@dlr.de


Soweit sich hierzu nderungen ergeben, wird dies im Bundesanzeiger oder in anderer geeigneter Weise bekannt gegeben.


Vordrucke fr Frderantrge, Richtlinien, Merkbltter, Hinweise und Nebenbestimmungen knnen unter der Internetadresse https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf abgerufen oder unmittelbar beim oben angegebenen Projekttrger angefordert werden.


Modul 2


DAAD
Deutscher Akademischer Austauschdienst
Kennedyallee 50
53175 Bonn
Internet: http://www.daad.de


Ansprechpartnerinnen sind:


Margot Weiler-Wohlfarth
Telefon: +49 2 28/8 82-5 14
Telefax: +49 2 28/8 82-95 14
E-Mail: weiler@daad.de


Heide Albertin
Telefon: +49 2 28/8 82-2 75
Telefax: +49 2 28/8 82-92 75
E-Mail: albertin@daad.de


Es wird empfohlen, zur Antragsberatung mit dem Projekttrger und dem DAAD Kontakt aufzunehmen. Weitere Informationen und Erluterungen sind dort erhltlich.


7.2Zweistufiges Verfahren


Das Verfahren ist zweistufig.


Zur Erstellung von Projektskizzen ist das elektronische Skizzentool PT-Outline und bei frmlichen Frderantrgen das elektronische Antragssystem „easy-online“ zu nutzen.


7.2.1Vorlage und Auswahl von Projektskizzen


In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projekttrger bis sptestens 1.Mrz 2016 zunchst Projektskizzen in elektronischer Form, die beide Module enthalten, in deutscher oder englischer Sprache ber das elektronische Skizzentool PT-Outline (https://secure.pt-dlr.de/ptoutline/SSA2015) vorzulegen.


Im Hinblick auf die internationale Begutachtung und die international ausgerichtete Struktur des Frderschwerpunktes wird empfohlen, die Projektskizze in englischer Sprache vorzulegen.


Projektskizzen, die nach dem oben angegebenen Zeitpunkt eingehen, knnen mglicherweise nicht mehr bercksichtigt werden.


Die Projektskizze muss sowohl das Modul 1 als auch das Modul 2 umfassen. Fr jedes Modul ist gesondert eine detaillierte Arbeits-, Zeit- und Ressourcenplanung mit Angabe von Meilensteinen zu erstellen.


Fr die jeweiligen Module ist folgende Gliederung zu verwenden:


Teil A: Diese Felder sind fester Bestandteil jeder Bekanntmachung und werden ber ein vorgegebenes Web-Formular erfasst.


Angaben fr administrative Zwecke
II Finanzbersicht

Teil B: Modulbergreifende Darstellung


Ziele, Exzellenz und Originalitt des Vorhabens
II Beitrag des Vorhabens zu den in Nummer1.1 genannten Frderzielen sowie zu jeweiligen nationalen, regionalen oder panafrikanischen Entwicklungsstrategien
III Zusammenwirken der beiden Module Forschung und Postgraduiertenausbildung
IV Notwendigkeit der Zuwendung und Darstellung der Eigenleistungen der afrikanischen Partnerseite
V Finanzbersicht
VI Konzept zur Zielerreichung inklusive der Definition von messbaren Indikatoren
VII Anlagen (Lebenslauf des deutschen und afrikanischen Projektkoordinators sowie eine Liste mit ihren jeweils fnf wichtigsten Publikationen)

Teil C: Modul 1 Forschung


Fr Modul 1 ist eine individuelle, auf die Frderbekanntmachung abgestimmte Projektbeschreibung mit folgender Gliederung vorzulegen:


Stand der Wissenschaft und Technik; bisherige Arbeiten
II Ausfhrliche Beschreibung der Methodologie und des Arbeitsplans
III Nutzen und Verwertbarkeit (wirtschaftlich und/oder wissenschaftlich-technisch) der Ergebnisse
IV Zusammenarbeit mit Dritten

Teil D: Modul 2 Postgraduale Aus- und Fortbildung


Fr Modul 2 ist eine individuelle, auf die Frderbekanntmachung abgestimmte Projektbeschreibung mit folgender Gliederung vorzulegen:


Aussagekrftige Beschreibung der Manahmen zur postgradualen Aus- und Fortbildung (z. B. Studiengang, Studienbegleitprogramm, Ausbildungszentrum)
Bezug zum Forschungsvorhaben/Gesamtprofil
Innovationsgehalt (z. B. fachspezifisch, wirtschaftlich, verfahrenstechnisch oder Bedarfslcke)
Nationale und internationale Vernetzung (z. B. Bezug zur Internationalisierungsstrategie der Hochschule/n)
Auerfachliches Ausbildungsangebot
VI Betreuungskonzept
VII Rekrutierung und Auswahl der Kandidaten
VIII Zeit- und Manahmenplan mit Angabe der messbaren Ziele, die bei Frderende erreicht sein sollen
IX Vom Verantwortlichen der Gasthochschule (Projektstandort) unterzeichnete Dokumentation der Absprachen ber die institutionelle Verankerung

Die Vorlage der Projektbeschreibung fr beide Module muss in einem Dokument (pdf-Dokument) erfolgen und kann in PT-outline hochgeladen werden.


Die Projektskizze ist Grundlage fr die fachliche und inhaltliche Evaluierung des Projekts. Die Projektbeschreibung sollte deshalb zu allen Punkten (siehe Gliederung der Projektbeschreibung) bewertbare Aussagen enthalten. Die Beschreibung sollte 15 Seiten pro Modul nicht berschreiten (Arial, 11 Punkt, 1,5-zeilig).


Der deutsche Partner ist gehalten, mit seinem Frderantrag mindestens eine Absichtserklrung zur Zusammenarbeit („Letter of Intent“) von einer Einrichtung aus den afrikanischen Partnerlndern oder dem afrikanischen Partnerland beizufgen.


Die eingegangenen Projektskizzen werden unter Beteiligung externer Gutachter anhand der folgenden Kriterien bewertet:


Modulbergreifend


Erfllung der formalen Zuwendungsvoraussetzungen
bereinstimmung mit den frderpolitischen Zielen der Bekanntmachung, den vorgegebenen inhaltlichen Schwerpunkten sowie Erfllung der vorgegebenen formalen Bedingungen
Qualitt und Ausgewogenheit des integrativen Ansatzes zur Verzahnung von Forschung und Postgraduiertenausbildung
Angemessenheit und Notwendigkeit der beantragten Frdermittel
Validitt des Konzeptes zur Zielerreichung inklusive seiner Indikatoren

Modul 1


Qualifikation des Antragstellers und der beteiligten Partner
fachliche Exzellenz und Originalitt des Vorhabens
Nutzen fr die jeweiligen nationalen, regionalen oder panafrikanischen Entwicklungsstrategien
Qualitt der Zusammenarbeit und Mehrwert fr die Partnereinrichtungen
Nutzen und Verwertbarkeit (wirtschaftlich und/oder wissenschaftlich-technisch) der zu erwartenden Ergebnisse

Modul 2


die institutionelle Verankerung des Projekts (vorzugsweise an der afrikanischen Hochschule)
die wissenschaftliche Qualitt, fachliche und auerfachliche Breite des Ausbildungsangebots inklusive eines berzeugenden Betreuungskonzepts
die fachliche Relevanz fr die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung (regional und berregional, siehe fachliche Schwerpunkte)
der Praxis- und Arbeitsmarktbezug der Ausbildungselemente (Erwerb von Schlsselqualifikationen)
der Innovationsgehalt
die strukturelle Nachhaltigkeit
die Bercksichtigung der Ziele der Internationalisierungsstrategie

Entsprechend der oben angegebenen Kriterien und Bewertung werden die fr eine Frderung geeigneten Projektideen ausgewhlt. Das Auswahlergebnis wird den Interessenten schriftlich mitgeteilt.


Es besteht kein Rechtsanspruch auf Rckgabe einer eingereichten Projektskizze und evtl. weiterer vorgelegter Unterlagen, die im Rahmen dieser Verfahrensstufe eingereicht wurden.


7.2.2Vorlage frmlicher Frderantrge und Entscheidungsverfahren


In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasser der positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen frmlichen Frderantrag vorzulegen.


Inhaltliche oder frderrechtliche Auflagen bzw. Empfehlungen der Gutachter zur Durchfhrung des Vorhabens sind in den frmlichen Frderantrgen zu beachten und umzusetzen.


Dabei sind fr beide Module jeweils getrennte Antrge einzureichen: die Antrge fr Modul 1 sind beim DLR-Projekttrger, Europische und internationale Zusammenarbeit, und die Antrge fr Modul 2 beim DAAD einzureichen.


Verfahren fr Modul 1


Die frmlichen Frderantrge mssen enthalten:


eine detaillierte (Teil-)Vorhabenbeschreibung
eine ausfhrliche Arbeits- und Zeitplanung
Realisierbarkeit des Arbeitsplans
Plausibilitt des Zeitplans
detaillierte Angaben zu den notwendigen Finanzmitteln zur Finanzierung des Vorhabens (Umfang/Zweck)
Angemessenheit und Notwendigkeit der beantragten Frdermittel
Sicherung der Gesamtfinanzierung des Vorhabens ber die volle Laufzeit

Die Arbeits- und Finanzierungsplne werden insbesondere nach den in Nummer7.2.2 (II und III) genannten Kriterien bewertet.


Inhaltliche oder frderrechtliche Auflagen bzw. Empfehlungen der Gutachter zur Durchfhrung des Vorhabens sind in den frmlichen Frderantrgen zu beachten und umzusetzen.


Bei mehreren deutschen Partnern (Verbundprojekt) sind die frmlichen Frderantrge der einzelnen Partner in Abstimmung mit dem vorgesehenen Koordinator vorzulegen.


Die frmlichen Frderantrge sind mit Hilfe des elektronischen Antragssystems "easy-online" zu erstellen. Dem frmlichen Frderantrag ist zwingend eine Vorhabenbeschreibung in deutscher Sprache beizufgen. Diese sollte den Umfang von zwlf Seiten nicht berschreiten.


Richtlinien, Merkbltter, Hinweise und Nebenbestimmungen knnen unter der Internetadresse https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf abgerufen werden.


Entsprechend der oben angegebenen Kriterien und Bewertung wird nach abschlieender Antragsprfung ber eine Frderung entschieden.


Das BMBF behlt sich vor, sich bei der endgltigen Frderentscheidung gegebenenfalls durch Experten beraten zu lassen.


Aus der Vorlage eines frmlichen Frderantrags kann kein Rechtsanspruch auf eine Frderung abgeleitet werden. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Rckgabe eines eingereichten Frderantrags. Entsprechend der oben angegebenen Kriterien und Bewertung wird nach abschlieender Antragsprfung ber eine Frderung entschieden.


Verfahren fr Modul 2


In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasser der positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen vollstndigen frmlichen Frderantrag ber das DAAD-Portal (https://portal.daad.de) einzureichen.


Die frmlichen Frderantrge mssen enthalten:


eine detaillierte (Teil-)Vorhabenbeschreibung
eine ausfhrliche Arbeits- und Zeitplanung
Realisierbarkeit des Arbeitsplans
plausibilitt des Zeitplans
detaillierte Angaben zu den notwendigen Finanzmitteln zur Finanzierung des Vorhabens (Umfang/Zweck)
Angemessenheit und Notwendigkeit der beantragten Frdermittel
Sicherung der Gesamtfinanzierung des Vorhabens ber die volle Laufzeit

Die Arbeits- und Finanzierungsplne werden insbesondere nach den in Nummer II und III genannten Kriterien bewertet.


Inhaltliche oder frderrechtliche Auflagen bzw. Empfehlungen der Gutachter zur Durchfhrung des Vorhabens sind in den frmlichen Frderantrgen zu beachten und umzusetzen.


Bei mehreren deutschen Partnern (Verbundprojekt) sind die frmlichen Frderantrge der einzelnen Partner in Abstimmung mit dem vorgesehenen Koordinator vorzulegen.


Die frmlichen Frderantrge sind mit Hilfe des elektronischen Antragssystems "DAAD-Portal" zu erstellen. Dem frmlichen Frderantrag ist zwingend eine Vorhabenbeschreibung in deutscher Sprache beizufgen. Diese sollte den Umfang von zwlf Seiten nicht berschreiten.


Entsprechend der oben angegebenen Kriterien und Bewertung wird nach abschlieender Antragsprfung ber eine Frderung entschieden.


Aus der Vorlage eines frmlichen Frderantrags kann kein Rechtsanspruch auf eine Frderung abgeleitet werden. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Rckgabe eines eingereichten Frderantrags. Entsprechend der oben angegebenen Kriterien und Bewertung wird nach abschlieender Antragsprfung ber eine Frderung entschieden.


7.3Zu beachtende Vorschriften


Fr die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie fr den Nachweis und die Prfung der Verwendung und die gegebenenfalls erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheids und die Rckforderung der gewhrten Zuwendung gelten die Verwaltungsvorschriften zu 44 BHO sowie die 48 bis 49a des Verwaltungsverfahrensgesetzes, soweit nicht in dieser Frderrichtlinie Abweichungen zugelassen wurden.


8Inkrafttreten


Diese Richtlinie tritt am Tag der Verffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.


Bonn, den 26. November 2015


Bundesministerium fr Bildung und Forschung


Im Auftrag
Peter Webers


- DLR – Deutsches Zentrum fr Luft- und Raumfahrt
- DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
- Gem der EU-Definition zu KMU: Die Kategorie der Kleinstunternehmen, kleinen Unternehmen und mittleren Unternehmen umfasst jene Unternehmen, die weniger als 250 Personen beschftigen und die entweder einen Jahresumsatz von hchstens 50 Millionen Euro erzielen oder deren Jahresbilanzsumme sich auf hchstens 43 Millionen Euro beluft. Innerhalb dieser Kategorie gilt Folgendes: Kleine Unternehmen werden definiert als Unternehmen, die weniger als 50 Personen beschftigen und deren Jahresumsatz bzw. Jahresbilanzsumme hchstens 10 Millionen Euro betrgt. Kleinstunternehmen werden definiert als Unternehmen, die weniger als zehn Personen beschftigen und deren Jahresumsatz bzw. Jahresbilanzsumme hchstens 2 Millionen Euro betrgt. In der Regel sind die meisten KMU eigenstndig, d. h., sie sind entweder vllig unabhngig, oder es bestehen Partnerschaften mit anderen Unternehmen mit einer oder mehreren Minderheitsbeteiligungen (von jeweils unter 25 %). Wenn!
der
gehaltene Anteil hher ist, aber 50 % nicht berschreitet, handelt es sich um eine Beziehung zwischen Partnerunternehmen. Liegt er ber diesem Schwellenwert, sind die Unternehmen miteinander verbunden. Diese Definition der KMU beruht auf Anhang I der Verordnung (EU) Nr.65/2014.
4 - FuE – Forschung und Entwicklung



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