Bekanntmachung

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Frderbekanntmachungs-Abonnement des
Bundesministeriums fr
Bildung und Forschung


30.11.2015 - 27.04.2017


Bekanntmachung


Richtlinie zur Frderlinie "IngenieurNachwuchs - Kooperative Promotion" im Rahmen des Programms "Forschung an Fachhochschulen". Bundesanzeiger vom 30.11.2015


Vom 24. November 2015

Deutschland ist eines der leistungsstrksten Industrielnder weltweit. Unser Wohlstand basiert auf Innovationen, die in enger Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft entstehen. Die Bundesregierung ist bestrebt, die wissenschaftliche und technologische Wettbewerbsfhigkeit Deutschlands zu sichern und weiter auszubauen. Mit der Hightech-Strategie "Innovationen fr Deutschland" hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, den Forschungsstandort Deutschland weiterhin zu strken. Gute Ideen sollen schnell in innovative Produkte und Dienstleistungen berfhrt werden. Die Forschungsfrderaktivitten der Hightech-Strategie des Bundes sind auf sechs wesentliche Zukunftsaufgaben ausgerichtet. Dazu sind gut ausgebildete Fachkrfte sowie erstklassige Forschung und Entwicklung unerlsslich. Fachhochschulen (FH) sind hierbei ideale Partner fr die Wirtschaft, insbesondere fr kleine und mittlere Unternehmen. FH bilden ihre Studieren!
den
praxisorientiert aus und ihre industrienahe Forschungskompetenz trgt dazu bei, innovative Anstze wissenschaftlich fundiert bis zur Marktreife zu entwickeln.


1 Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage


1.1 Zuwendungszweck


Das Bundesministerium fr Bildung und Forschung (BMBF) untersttzt im Rahmen des Programms "Forschung an Fachhochschulen" die forschungs- und praxisnahe Qualifizierung von Ingenieuren durch die Frderlinie „IngenieurNachwuchs – Kooperative Promotion".


Um dieses Ziel zu erreichen, werden Forschungs-, Entwicklungs- und Innovations-Projekte (FuEuI-Projekte) an FH gefrdert, die in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und Partnern aus der universitren und aueruniversitren Wissenschaft durchgefhrt werden und kooperative Promotionen als Teil der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses enthalten. Damit untersttzt das BMBF auch die Verbesserung der Kooperation und die Durchlssigkeit der Hochschularten untereinander.


1.2 Rechtsgrundlagen


Die Frderung der FH erfolgt auf der Grundlage der Bund-Lnder-Vereinbarung vom 28. Juni 2013 ber die Frderung der angewandten Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen nach Art. 91 b des Grundgesetzes.


Der Bund gewhrt die Zuwendungen nach Magabe dieser Richtlinie, der 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO) und den dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften sowie der "Richtlinien fr Zuwendungsantrge auf Ausgabenbasis (AZA)" des BMBF. Ein Rechtsanspruch auf Gewhrung einer Zuwendung besteht nicht. Das BMBF entscheidet nach pflichtgemem Ermessen im Rahmen der verfgbaren Haushaltsmittel.


Die Zuwendungen an die FH erfolgen unter der Voraussetzung, dass sie nicht als Beihilfe im Sinne von Artikel 107 Absatz 1 des Vertrags ber die Arbeitsweise der Europischen Union zu qualifizieren und die Vorhaben im nicht-wirtschaftlichen Bereich der Hochschule angesiedelt sind.


2 Gegenstand der Frderung


Kernziel der Frderlinie "IngenieurNachwuchs – Kooperative Promotion" ist der Auf- bzw. Ausbau von ingenieurwissenschaftlichen Forschungsnachwuchsgruppen an FH im Rahmen von ingenieurwissenschaftlichen, anwendungsorientierten FuEuI-Projekten, die in Kooperation mit Partnern der gewerblichen Wirtschaft, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, durchgefhrt werden. FuEuI-Projekte aus den Wirtschaftswissenschaften knnen nur als Teil eines Verbundprojektes oder als FH-internes Verbundprojekt (siehe Nummer 4) gefrdert werden, wenn der inhaltliche Schwerpunkt und die Federfhrung des Verbunds eindeutig den Ingenieurwissenschaften zuzuordnen sind.


Fr jedes FuEuI-Projekt sowie jedes Einzelprojekt eines Verbundes ist mindestens eine kooperative Promotion vorzusehen. Zudem sollen die FuEuI-Projekte dazu dienen, das Forschungsprofil oder einen ausgewhlten Forschungsschwerpunkt einer FH zu strken bzw. dessen Entwicklung zu untersttzen. Die ingenieurwissenschaftlichen FuEuI-Projekte sollen sich durch eine groe Anwendungsnhe, ein hohes wirtschaftliches Potenzial und eine ber den Stand der Technik hinausgehende wissenschaftlich-technische Forschung auszeichnen.


Die Frderung bietet darber hinaus die Gelegenheit, die forschungstechnischen Rahmenbedingungen an der FH und im Rahmen der FuEuI-Projekte zu optimieren. Deshalb knnen auch Mittel fr die Anschaffung von Forschungsgerten mit projektspezifischer innovativer Technik, wie beispielsweise eine Maschine, eine technische Anlage/Apparatur etc., beantragt werden.


2.1 Frdervoraussetzungen im Einzelnen


Im Rahmen der fr diese Richtlinie geltenden zwei Einreichungsfristen knnen FuEuI-Projekte in folgenden, ausgewhlten Aktionsfeldern der entsprechenden Zukunftsaufgaben der Hightech-Strategie (http://www.hightech-strategie.de/de/Prioritaere-Zukunftsaufgaben-82.php) eingereicht werden.


Zur ersten Einreichungsfrist (15. Mrz 2016) knnen Projektskizzen zu folgenden ausgewhlten Aktionsfeldern (Zukunftsaufgaben: "Digitale Wirtschaft und Gesellschaft", "Innovative Arbeitswelt" und "Zivile Sicherheitsforschung") eingereicht werden:


Industrie 4.0, Smart Services, Cloud Computing, Digitale Vernetzung, Digitale Lebenswelten (Zukunftsaufgabe "Digitale Wirtschaft und Gesellschaft")
Innovative Dienstleistungen fr Zukunftsmrkte (Zukunftsaufgabe "Innovative Arbeitswelt")
Zivile Sicherheitsforschung, IT-Sicherheit, Sichere Identitten (Zukunftsaufgabe "Zivile Sicherheit")

Zur zweiten Einreichungsfrist (27. April 2017) knnen Projektskizzen zu folgenden ausgewhlten Aktionsfeldern (Zukunftsaufgaben: "Intelligente Mobilitt", „Nachhaltiges Wirtschaften und Energie" und "Gesundes Leben") eingereicht werden:


Intelligente und leistungsfhige Verkehrsinfrastruktur, Elektromobilitt, Innovative Mobilittskonzepte, Fahrzeugtechnologien, Luftfahrt, Maritime Technologien (Zukunftsaufgabe "Intelligente Mobilitt")
Energieforschung, Green Economy, Biokonomie, nachhaltige Agrarproduktion, Sicherung der Rohstoffversorgung, Zukunft Bau (Zukunftsaufgabe "Nachhaltiges Wirtschaften und Energie")
Bekmpfung von Volkskrankheiten, Individualisierte Medizin, Prvention und Ernhrung, Strkung der Wirkstoffforschung, Innovationen im Pflegebereich, Innovationen in der Medizintechnik (Zukunftsaufgabe "Gesundes Leben")

Diese Richtlinie richtet sich an FH mit einschlgiger Forschungsexpertise in den oben genannten ausgewhlten Aktionsfeldern der Hightech-Strategie. Eine Projektskizze muss eindeutig einem dieser Aktionsfelder zugeordnet werden und darf nur einmal innerhalb dieser Frderrunde eingereicht werden. Bei Verbundprojekten sowohl mit mehreren FH, als auch innerhalb einer FH (siehe Nummer 4), gelten diese Beschrnkungen pro Projektleiter.


2.1.2


Im Rahmen des FuEuI-Projekts ist die Einbindung von mindestens einem Promovenden zur Durchfhrung einer kooperativen Promotion vorzusehen. Um die Durchfhrung der kooperativen Promotion/en im Rahmen des FuEuI-Projektes sicherzustellen, ist seitens der kooperierenden Universitt zunchst eine aussagekrftige Interessensbekundung vorzulegen.


Sptestens ein Jahr nach Laufzeitbeginn ist ein verbindlicher Nachweis der kooperierenden Universitt vorzulegen, der seitens der Universitt Aussagen enthalten soll zur Einbindung der Fachhochschulprofessorin/des Fachhochschulprofessors mglichst als Zweitgutachter. Ferner ist eine konkrete Darstellung der seitens des/r Promovenden fr die Zulassung zum Promotionsverfahren erforderlichen bzw. zu erbringenden Leistungen (Scheine, Kurse etc., siehe auch Nummer 5.) vorzulegen.


Bei Verbundprojekten, sowohl mit mehreren FH - als auch innerhalb einer FH (siehe Nummer 4), gelten diese Regelungen pro Projektleiter.


2.1.3


Nachwuchskonzept: Fr die geplante Nachwuchsfrderung ist ein Konzept vorzulegen. Es soll insbesondere aufzeigen, wie die fachliche und organisatorische Nachwuchsbetreuung erfolgen soll und wie die Nachwuchsfrderung auch dazu beitragen kann, die Schrfung bzw. Weiterentwicklung des Forschungsprofils der FH zu untersttzen (siehe auch Leitfaden zum Nachwuchskonzept auf der Internetseite des Projekttrgers http://www.ptj.de/fachhochschulen_ingenieurnachwuchs).


Das Nachwuchskonzept sollte Angaben enthalten zur:


fachlichen und organisatorischen Betreuung des Promovenden, der Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiter, beispielsweise durch
strukturierte Doktorandenfrderung der FH (fachliches Qualifizierungskonzept, Nutzung bzw. Etablierung von Graduierten- oder Promotionskollegs)
Einbindung weiterer Master-/Bachelor-Studenten/Zusammenarbeit im Rahmen des Forschungsvorhabens
geplanten kooperativen Promotion (Universitt, verantwortlicher Professor, geplantes Dissertationsthema mit seinem Bezug zum Forschungsprojekt)
Zusammenarbeit mit den Wissenschafts-Praxis-Kooperations-Partnern (WPK-Partner):

Mentoring ist ein wirkungsvolles Instrument zur Nachwuchsfrderung und Personalentwicklung. Eine individuelle und praxisnahe Begleitung auf dem Weg in die anwendungsorientierte Wissenschaft soll deswegen seitens der Wirtschaft aktiv durch ein eigenstndiges Personalentwicklungskonzept untersttzt werden. Hierzu ist insbesondere die fachliche und organisatorische Mentoren-Betreuung des Promovenden und gegebenenfalls an dem Projekt beteiligter weiterer Studierender darzustellen.


2.1.4


Zwischen FH und mindestens einem kooperierenden Unternehmen ist im Rahmen des FuEuI-Projektes eine Wissenschafts-Praxis-Kooperation (WPK) vorzusehen, um den Anwendungsbezug und den Wissens- und Ergebnistransfer sichtbar zu verbessern. Die konkrete Zusammenarbeit der Partner, z. B. gemeinsame Arbeitspakete, Einbindung des Promovenden sowie gegebenenfalls von Studierenden und weiteren wissenschaftlichen Mitarbeitern seitens der/des Unternehmen(s) und inhaltlich/fachliche Beteiligung und gegebenenfalls finanzielle Beteiligungen sind darzustellen. Zur Skizzeneinreichung muss seitens der/des Unternehmenspartner/s eine dementsprechend aussagekrftige Interessensbekundung vorgelegt werden. Der Nutzen fr den/die Kooperationspartner und die Intensitt des Wissens-/Technologietransfers mssen klar erkennbar sein.


Finanzielle Beteiligungen insbesondere des Kooperationspartners bzw. der Kooperationspartner aus der gewerblichen Wirtschaft an den Projektausgaben sind erwnscht und werden im Gesamtfinanzierungsplan als Drittmittel des FuEuI-Projektes bercksichtigt (Frderquote). Beitrge in Form geldwerter Leistungen knnen ebenfalls in der Skizze dargestellt werden. Skizzen zu FuEuI-Projekten mit finanzieller Beteiligung Dritter haben Vorrang gegenber Skizzen gleicher Qualitt ohne finanzielle Beteiligung.


2.1.5


Da die Frderung auch dazu dienen soll, das Forschungsprofil bzw. einen Forschungsschwerpunkt der FH zu schrfen bzw. weiterzuentwickeln, sind Relevanz und Nutzen des FuEuI-Projektes fr die zuknftige Ausrichtung und/oder Weiterentwicklung des Forschungsprofils bzw. des Forschungsschwerpunkts der FH schlssig und nachvollziehbar darzustellen. Gefrdert werden ausschlielich FuEuI-Projekte, die in das Forschungsprofil der FH eingebettet sind und dieses weiterentwickeln. Als Nachweis fr ein solches Forschungsprofil oder einen solchen Forschungsschwerpunkt gilt die Existenz einer entsprechenden Einrichtung (z. B. An-Institut, Kompetenzzentrum) oder dreier Professuren, die innerhalb dieses Profils/Forschungsschwerpunktes forschen.


Bei Verbundprojekten mit mehreren FH (siehe Nummer 4) gelten diese Regelungen pro FH.


2.1.6


Sofern fr das FuEuI-Projekt Forschungsgerte/Forschungsanlagen angeschafft werden mssen, muss neben der notwendigen inhaltlichen Passfhigkeit des Gertes/der Anlage zum vorgeschlagenen FuEuI-Projekt auch ein lngerfristig angelegter Bezug zum Forschungsprofil/Forschungsschwerpunkt der FH nachgewiesen werden. Deshalb ist von der FH-Leitung in ihrem Schreiben zum Profil- bzw. Forschungsschwerpunktbezug des FuEuI-Projektes (siehe Nummer 2.1.5) darzulegen, wie das Gert/die Anlage ber die Laufzeit des FuEuI-Projektes hinaus in die Forschung eingebunden und der nachhaltige Betrieb sichergestellt wird.


2.1.7


Das FuEuI-Projekt muss von einer Fachhochschulprofessorin oder einem Fachhochschulprofessor geleitet werden. Die konkrete fachliche Expertise sowie die Relevanz des Forschungsthemas im Kontext der Profilbildung bzw. -schrfung oder im Kontext einer Forschungsschwerpunktbildung der FH sind darzustellen. Bei Verbundprojekten (siehe Nummer 4) gelten diese Regelungen pro Projektleiter.


3 Zuwendungsempfnger


Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte FH in Deutschland.


4 Zuwendungsvoraussetzungen


Antragsteller sollen sich auch im eigenen Interesse im Umfeld des national beabsichtigten FuEuI-Projekts mit dem EU-Rahmenprogramm fr Forschung und Innovation vertraut machen. Sie sollen prfen, ob das beabsichtigte FuEuI-Projekt spezifische europische Komponenten aufweist und damit eine ausschlieliche EU-Frderung mglich ist. Weiterhin ist zu prfen, inwieweit im Umfeld des national beabsichtigten FuEuI-Projekts ergnzend ein Frderantrag bei der EU gestellt werden kann. Das Ergebnis der Prfungen soll im Rahmen der Antragstellung kurz dargestellt werden. ber die EU-Frderaktivitten informieren und beraten die nationalen Kontaktstellen der Bundesregierung. Die Adressen der nationalen Kontaktstellen sind zu finden unter: http://www.horizont2020.de/beratung-nks.htm.


Nur bei Verbundprojekten (d. h. mehrere FH als Skizzenersteller): Die Partner eines Verbundprojekts regeln ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung und benennen einen Verbundkoordinator. Vor der Frderentscheidung muss eine grundstzliche bereinkunft ber bestimmte vom BMBF vorgegebene Kriterien nachgewiesen werden. Einzelheiten sind dem "Merkblatt fr Antragsteller/Zuwendungsempfnger zur Zusammenarbeit der Partner von Verbundprojekten", das von Antragstellern und Zuwendungsempfngern zu beachten ist, zu entnehmen (BMBF-Vordruck Nr. 0110, https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare; Bereich BMBF - allgemeine Vordrucke und Vorlagen fr Berichte).


Bei FH-internen FuEuI-Projekten (d. h. mehrere Projektleiter einer FH): Bilden mehrere Projektleiter innerhalb einer FH ein FuEuI-Projekt, bedarf es zwar keiner Kooperationsvereinbarung, aber der Benennung eines Verbundkoordinators.


5 Art und Umfang, Hhe der Zuwendung


Zuwendungen werden im Wege der Projektfrderung als nicht rckzahlbare Zuschsse gewhrt. Bemessungsgrundlage sind die zuwendungsfhigen projektbezogenen Ausgaben. Jedes FuEuI-Projekt wird mit bis zu 100 % der zuwendungsfhigen Ausgaben gefrdert.


Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zustzlich zu den zuwendungsfhigen Ausgaben eine Projektpauschale in Hhe von 20 % gewhrt


Als Projektlaufzeit sind maximal 48 Monate vorzusehen, vorausgesetzt, es liegt sptestens ein Jahr nach Beginn der Projektlaufzeit ein verbindlicher Nachweis der kooperierenden Universitt ber die Durchfhrung der im FuEuI-Projekt bearbeiteten kooperativen Promotion/en vor. Wird dem BMBF bzw. dem Projekttrger bis Ende des ersten Projektjahres kein belastbarer Nachweis vorgelegt, wird der vorzeitige Abbruch der Frderung des Projekts geprft.


Zuwendungsfhig sind diejenigen Ausgaben, die unmittelbar mit dem FuEuI-Projekt in Zusammenhang stehen. Nicht zuwendungsfhig sind z. B. Studiengebhren oder Sozialbeitrge sowie Ausgaben fr Grundausstattung oder Infrastrukturleistungen (siehe hierzu auch BMBF-Vordruck 0027 "Richtlinien fr Zuwendungsantrge auf Ausgabenbasis", https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf#t1).


Zudem knnen Ausgaben fr die (Lehr-)Vertretung von projektleitenden FH-Professorinnen und -Professoren bei einer Freistellung durch die Hochschulleitung, sofern diese (Lehr-) Vertretung nicht dem Stammpersonal zuzurechnen ist, als zuwendungsfhig anerkannt werden.


Ausgaben fr die Vergabe von Auftrgen an Dritte sind in begrndeten Ausnahmefllen bis zu einer Hhe von maximal 10 Prozent der zuwendungsfhigen Gesamtausgaben (ohne Projektpauschale) zuwendungsfhig. Ausgaben fr die Vergabe von Auftrgen an Kooperationspartner der gewerblichen Wirtschaft (siehe Nummer 2.1.4) sind jedoch nicht zuwendungsfhig.


6 Sonstige Zuwendungsbestimmungen


Bestandteil des Zuwendungsbescheides auf Ausgabenbasis werden die "Allgemeinen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen zur Projektfrderung" (ANBest-P) und die "Besonderen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen des BMBF zur Projektfrderung auf Ausgabenbasis" (BNBest-BMBF98) sowie die „Besonderen Nebenbestimmungen fr den Abruf von Zuwendungen im mittelbaren Abrufverfahren im Geschftsbereich des BMBF" (BNBest-mittelbarer Abruf-BMBF), sofern die Zuwendungsmittel im sogenannten Abrufverfahren bereitgestellt werden.


7 Verfahren


7.1 Einschaltung eines Projekttrgers, Antragsunterlagen, sonstige Unterlagen und Nutzung des elektronischen Antragssystems


Mit der Abwicklung dieser Frdermanahme hat das BMBF folgenden Projekttrger (PT) beauftragt:


Projekttrger Jlich (PtJ)
Projekttrgerschaft Forschung an Fachhochschulen
Forschungszentrum Jlich GmbH
52425 Jlich
Homepage: http://www.ptj.de/forschung_fachhochschulen


Ansprechpartnerin ist:
Frau Anke hler
Postfach 61 02 47
10923 Berlin
Tel. (030) 20199 - 555
Fax (030) 20199 - 470
E-Mail: a.oehler@fz-juelich.de


Soweit sich hierzu nderungen ergeben, wird dies im Bundesanzeiger oder in anderer, geeigneter Weise bekannt gegeben.


7.2 Zweistufiges Verfahren


Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.


7.2.1 Vorlage, Begutachtung und Auswahl von Projektskizzen


In der ersten Verfahrensstufe sind dem PT elektronisch bis sptestens zum 15. Mrz 2016 (Zukunftsaufgaben: "Digitale Wirtschaft und Gesellschaft", "Innovative Arbeitswelt" und "Zivile Sicherheitsforschung") bzw. 27. April 2017 (Zukunftsaufgaben: "Intelligente Mobilitt", "Nachhaltiges Wirtschaften und Energie" und "Gesundes Leben") zunchst Projektskizzen ber das Internet-Portal pt-outline gem den dort hinterlegten Hinweisen vorzulegen:


Zukunftsaufgaben Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Innovative Arbeitswelt und Zivile Sicherheit: https://www.pt-it.de/ptoutline/application/NACHWUCHS2016_1
Zukunftsaufgaben Intelligente Mobilitt, Nachhaltiges Wirtschaften und Energie und Gesundes Leben: https://www.pt-it.de/ptoutline/application/NACHWUCHS2016_2

Verbindliche Anforderungen (u. a. eine Formatvorlage) sind dort niedergelegt. Pro Projektleiter ist die Einreichung von nur einer Projektskizze mglich. Gehen zu dieser Richtlinie pro Einreichungsfrist und pro Projektleiter mehr als eine Projektskizze ein, wird nur die zeitlich zuletzt elektronisch eingereichte Projektskizze im weiteren Verfahren bercksichtigt. Weitere Informationen finden sich auch in den FAQ zur Frderlinie "IngenieurNachwuchs - Kooperative Promotion" auf der Internetseite des PT (http://www.ptj.de/fachhochschulen_ingenieurnachwuchs).Die Projektskizze muss einen konkreten Bezug zu den Kriterien dieser Richtlinie aufweisen und alle wesentlichen Aussagen zur Beurteilung und Bewertung der Angemessenheit der Zuwendung enthalten. Es wird empfohlen, bereits vor Erstellung der Projektskizze Kontakt mit dem PT aufzunehmen.


Die Projektskizze muss neben einem aussagekrftigen Projekttitel und einem einprgsamen Kurztitel eine Vorhabenbeschreibung mit folgenden Punkten enthalten:


Thema und Zielsetzung des Vorhabens
Originalitt der Forschung, Neuheit des Lsungsansatzes, Inhalte des Projektes (u. a. Forschungsfrage, Stand der Wissenschaft und Technik, eigene Vorarbeiten), wissenschaftliche Methoden der Forschungsarbeiten, Herangehensweise, Patentlage (eigene Patente/Schutzrechte Dritter/freedom to operate), gegebenenfalls Relevanz im Hinblick auf Normung und Standardisierung, zu erwartende Forschungsergebnisse;
Nachwuchskonzept der FH und Mentoringkonzept der/des Partnerunternehmen(s) fr die geplante Nachwuchsfrderung (siehe Nummer 2.1.3);
Darstellung der Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern (fachlich, personell, organisatorisch) hinsichtlich der Ausgangssituation, der Ziele, der Aufgabenverteilung, Nennung der Wissenschafts-Praxis-Kooperation (siehe Nummer 2.1.4);
Verwertungsplan ( wirtschaftliche und wissenschaftlich-technische Erfolgsaussichten sowie Nutzungsmglichkeiten);
Ausgabenschtzung

Die Vorhabenbeschreibung darf fr Einzelskizzen einen Umfang von 12 Seiten nicht berschreiten (zuzglich Anlagen, siehe unten) (einfacher Zeilenabstand, mindestens 3 cm Rand oben/unten und links/rechts, Schrifttyp Arial, Schriftgre 11, Seitennummerierung, keine Kopf- und Fuzeilen). Bei Projektskizzen fr Verbundprojekte (sowohl mehrere FH, als auch FH-intern) sind zustzliche Seiten fr jeden zustzlichen Partner zugelassen. Details sind der Formatvorlage zu entnehmen.


Es sind keine zustzlichen Anhnge auer Interessenbekundungen, themenspezifische Publikationen, Verwertungsplan und Literaturverzeichnis zugelassen. Interessenbekundungen aller WPK-Partner sind entsprechend dem Muster der Formatvorlage zu erstellen und der Projektskizze beizufgen.


Der Projektskizze muss ein von der jeweiligen FH-Leitung rechtsverbindlich unterzeichnetes maximal dreiseitiges bersendungsschreiben beigefgt werden, das den Projektleiter bzw. Projektkoordinator bzw. Ansprechpartner (siehe Nummer 2.1.7) benennt sowie das Vorhabenthema, die geplanten Gesamtausgaben zuzglich Projektpauschale und folgende Informationen enthlt:


Darstellung des zu schrfenden/vorhandenen Forschungsprofils bzw. des Forschungsschwerpunkts der FH (siehe Nummer 2.1.5);
Entstehender Mehrwert durch das FuEuI-Projekt im Hinblick auf die Entwicklung und Strkung des Forschungsprofils/Forschungsschwerpunkts der FH (siehe Nummer 2.1.5);
Falls relevant: die gem Nummer 2.1.6 erforderlichen Erklrungen.

Bei Verbnden mehrerer FH ist ein Schreiben pro FH-Leitung beizufgen.


Die folgenden Eingaben im Internetportal pt-outline mssen bis sptestens 15. Mrz 2016, (Zukunftsaufgaben: "Digitale Wirtschaft und Gesellschaft", "Innovative Arbeitswelt" und "Zivile Sicherheitsforschung") bzw. 27. April 2017, (Zukunftsaufgaben: "Intelligente Mobilitt", "Nachhaltiges Wirtschaften und Energie" und "Gesundes Leben") erfolgen. Dazu zhlen:


Projektskizze (mit Deckblatt, Vorhabenbeschreibung und Anhang);
Rechtsverbindlich unterzeichnete(s) bersendungsschreiben der FH-Leitung(en) mit Nennung des Projektleiters bzw. Projektkoordinators bzw. Ansprechpartners, siehe Nummer 4., des Vorhabenthemas und der geplanten Gesamtausgaben zuzglich Projektpauschale sowie mit den Erluterungen zum Forschungsprofil/-schwerpunkt. Ist die Anschaffung eines Forschungsgertes geplant, ist gem Nummer 2.1.6 die weitere Nutzung des Forschungsgertes nach Projektende dazustellen.

In der ersten Verfahrensstufe sind die Projektskizzen sowie das rechtsverbindliche Anschreiben dem PT in schriftlicher und/oder elektronischer Form bis zum 15. Mrz 2016 (Zukunftsaufgaben: "Digitale Wirtschaft und Gesellschaft", "Innovative Arbeitswelt" und "Zivile Sicherheitsforschung") bzw. bis zum 27. April 2017 (Zukunftsaufgaben: "Intelligente Mobilitt", "Nachhaltiges Wirtschaften und Energie" und "Gesundes Leben") vorzulegen. Fr die elektronische Form der Skizzeneinreichung ist eine pdf-Datei in pt-outline hochzuladen. Zur Erlangung der Bestandskraft muss das aus pt-outline generierte einseitige Projektblatt zustzlich nach erfolgter elektronischer Skizzeneinreichung in Papierform mit der Unterschrift des Projektleiters/Verbundkoordinators beim PT nachgereicht werden. Das Internetportal wird nach Ablauf der oben genannten Frist geschlossen.


Projektskizzen, die den oben aufgefhrten Anforderungen nicht gengen, werden nicht bercksichtigt.


Die eingegangenen Projektskizzen werden unter Beteiligung eines externen Gutachterkreises nach folgenden Kriterien bewertet:


Grundlegende Ziele


Innovationshhe und Originalitt der Forschung
Stand von Wissenschaft und Technik/eigene Vorarbeiten
Herangehensweise/wissenschaftliche Methoden/Ausgabenschtzung

Spezifische Ziele/Kriterien der Frderlinie


Nachwuchs- und Mentoringkonzept
Auswahl und Einbindung der Kooperationspartner (WPK)
Entwicklung bzw. Strkung des Forschungsprofils der FH im Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen Forschungsprojekt,
Umsetzbarkeit und Verwertung

Auf der Grundlage der Bewertungen des Gutachtergremiums werden die fr eine Frderung geeigneten Projektideen vom BMBF ausgewhlt. Das Auswahlergebnis wird den Interessenten schriftlich mitgeteilt.


Es besteht kein Rechtsanspruch auf Rckgabe einer eingereichten Projektskizze und evtl. weiterer vorgelegter Unterlagen, die im Rahmen dieser Verfahrensstufe eingereicht wurden.


7.2.2 Vorlage frmlicher Frderantrge, Entscheidungs- und Bewilligungsverfahren


In der zweiten Verfahrensstufe werden die FH mit positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen frmlichen Frderantrag vorzulegen. Zur Erstellung von frmlichen Frderantrgen ist das elektronische Antragssystem "easy-online" zu nutzen (https://foerderportal.bund.de/easyonline).


Bei Verbundprojekten sind die Frderantrge in Abstimmung mit dem vorgesehenen Verbundkoordinator vorzulegen.


Eingegangene Antrge werden nach den genannten Kriterien bewertet und geprft. In dieser Phase werden in der Regel die Antrge hinsichtlich


der detaillierten Arbeitsplne der Vorhabenbeschreibungen - mit Meilensteinplanung,
des Finanzierungsplans mit verbindlicher Finanzierungszusage bei Drittmittelanteil (falls zutreffend),
der Verwertungsplne,
der Qualitt der Zusammenarbeit mit Universitten und Wirtschaftspartnern,
des Nachwuchs- und Mentoringkonzepts,
der Darstellung des Prfungsergebnisses zur EU-Frderung (siehe Nummer 4.) sowie
gegebenenfalls der Umsetzung der Auflagen aus der Gutachtersitzung

geprft und bewertet. Entsprechend der oben aufgefhrten Kriterien und Bewertung wird nach abschlieender Antragsprfung ber eine Frderung entschieden.


Fr die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie fr den Nachweis und die Prfung der Verwendung und die gegebenenfalls erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides und die Rckforderung der gewhrten Zuwendung gelten die Verwaltungsvorschriften zu 44 BHO sowie 48 bis 49a Verwaltungsverfahrensgesetzes, soweit nicht in diesen Frderrichtlinien Abweichungen zugelassen sind.


8 Inkrafttreten


Diese Richtlinie tritt am Tag ihrer Verffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.


Bonn, den 24. November2015


Bundesministerium fr Bildung und Forschung


Im Auftrag


Dr. A. Detmer



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