Bekanntmachung

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Frderbekanntmachungs-Abonnement des
Bundesministeriums fr
Bildung und Forschung


03.12.2015 - 15.09.2016


Bekanntmachung


des Bundesministeriums fr Bildung und Forschung der Richtlinie zur Frderung der "Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken" Zweite Wettbewerbsrunde


Vom 23. November 2015

1Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage


1.1Zuwendungszweck


Die neue Hightech-Strategie der Bundesregierung hat das Ziel, Krfte von Wissenschaft und Wirtschaft zu bndeln. Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Unternehmen und weitere Akteure haben sich hierzu in den vergangenen Jahren vielfltig in erfolgreichen regionalen und nationalen Clustern und Netzwerken organisiert. Komplexe Forschungsfragen und Innovationsthemen werden heute allerdings zunehmend arbeitsteilig mit internationalen Partnern weltweit angegangen. Die globale Wettbewerbsfhigkeit wird knftig entscheidend von der branchen- und disziplinbergreifenden Zusammenarbeit mit international herausragenden Innovationsregionen abhngen. Mit dieser Manahme sollen herausragende Cluster und Netzwerke in Deutschland dabei untersttzt werden eine strategische Zusammenarbeit mit fhrenden europischen und internationalen Innovationsregionen mit komplementren Kompetenzen auszubauen, zu intensivieren und in konkrete, tragfhige Kooperationsprojekte zu berfhren.


Vor allem Grounternehmen reagieren auf die immer globalere Vernetzung von Wissens- und Gterstrmen, indem sie ihre Funktionsbereiche weltweit an Standorten mit den grten Vorteilen, z. B. zur Know-how-Erschlieung, ansiedeln. Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Hochschulen und Forschungseinrichtungen fllt es in der Regel deutlich schwerer, sich in internationale Innovationsnetze einzubinden. Ein wesentlicher Schwerpunkt der neuen Hightech-Strategie liegt deshalb auf Manahmen zur Untersttzung der internationalen Zusammenarbeit insbesondere KMU und der Wissenschaft in Deutschland.


Spitzencluster, Zukunftsprojekte und vergleichbare Netzwerke haben eine herausragende Ausgangslage zur Erarbeitung internationaler Innovationsstrategien. Sie nehmen im Innovationswettbewerb bereits eine fhrende Position ein und besitzen hufig eine hohe internationale Sichtbarkeit. Zugleich verfgen sie ber professionell und wirtschaftlich gefhrte Managements mit Erfahrung im Aufbau von Kooperationen und der Koordination von Partialinteressen der beteiligten Akteure entlang einer gemeinsamen Innovationsstrategie.


Im Einzelnen sollen folgende Ziele erreicht werden:


Die Weiterentwicklung und der Ausbau des Kompetenzprofils von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken durch die Erschlieung und Koordination der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, die ber komplementre Kompetenzen verfgen.
Beitrge zu einer nachhaltigen, positiven Entwicklung des Standorts Deutschland durch strategiegeleitete internationale Zusammenarbeit.
Die Strkung von Managementkompetenzen fr internationale Forschungs- und Innovationskooperationen, insbesondere in den Bereichen Open Innovation, Wissensmanagement, interkulturelle Kompetenz und im Bereich Schutz des geistigen Eigentums (IPR).
Die Entwicklung und Implementierung innovativer Steuerungs- und Managementprozesse fr internationale Kooperationen und ein Beitrag zur weiteren Verstetigung existierender Managementstrukturen.
Die Entwicklung neuer Initiativen, Organisationsformen und Werkzeuge zur verstrkten Einbindung von, insbesondere kleinen und mittelstndischen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen, welche in Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren innovativen Netzwerken aktiv sind, in internationale Kooperationsprojekte.

Um diese Ziele zu erreichen, sind zwei Frderphasen vorgesehen. Im Rahmen einer ersten maximal zweijhrigen Konzeptionsphase soll ein Konzept zur Internationalisierung erarbeitet werden. Dieses baut auf den bestehenden Strken und vorliegenden Innovationsstrategien der Cluster/Netzwerke auf und identifiziert die fr den zuknftigen Innovationserfolg ntigen Ansatzpunkte, z. B.:


Eigene Strken und Schwchen der Technologie- und Innovationsentwicklung.
Notwendige komplementre Technologien und Kompetenzen.
Kapazitten fr Forschung, Entwicklung und Innovation.
Marktspezifisches Know-how.
Chancen und Risiken bei der Erforschung und Entwicklung neuer Wissensgebiete, Technologiefelder und zuknftiger Leitmrkte.

Im Zuge der Konzeptionsphase sollen eigene Manahmen fr eine Internationalisierungsstrategie entwickelt werden. Hierzu sollen geeignete internationale Partner und Innovationsregionen identifiziert werden, die die eigenen Kompetenzen und Aktivitten komplementr ergnzen knnen. Gemeinsam mit diesen internationalen Partnern soll ein Konzept entwickelt werden, aus dem sich die Projekte der Umsetzungsphase und gegebenenfalls ber die Frderung hinausgehende Aktivitten ableiten. Hierzu gehren auch die Klrung der Finanzierung der auslndischen Projektaktivitten (Letter of Intent) sowie Vereinbarungen ber die Grundlagen der Zusammenarbeit (insbesondere im Hinblick auf IPR).


Das Internationalisierungskonzept muss sptestens ein Jahr nach Beginn der Frderung dem Zuwendungsgeber vorgelegt werden und ist der zentrale Meilenstein der Konzeptionsphase. Die Frderung der Konzeptionsphase endet sptestens nach zwei Jahren.


In einer maximal dreijhrigen Umsetzungsphase werden dann die deutschen Akteure der Spitzencluster, Zukunftsprojekte und vergleichbaren Netzwerke im Rahmen von bis zu drei zur Umsetzung des Internationalisierungskonzepts entwickelten Kooperationsprojekten gefrdert. Die internationalen Partner mssen dabei die Finanzierung ihrer Beitrge bzw. Leistungen in den gemeinsamen Projekten sicherstellen. Die Frderung der Projekte in der gemeinsam konzeptionierten Umsetzungsphase kann gegebenenfalls bereits whrend der noch laufenden Frderung der Konzeptionsphase beginnen.


Es ist derzeit eine dritte Ausschreibungsrunde geplant, so dass Interessierte eine verlssliche Perspektive haben, sich entsprechend dem Reifegrad ihrer Internationalisierungsaktivitten gegebenenfalls spter zu bewerben.


Um eine objektive Rckkoppelung zur Implementation und zum Verlauf der Manahme sicherzustellen, Grundlagen fr die Ermittlung der Wirkungen zu schaffen sowie einen intensiven Erfahrungsaustausch, die bedarfsgerechte Einbindung spezifischer Kompetenzen und den Ausbau des Wissens zur Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken zu gewhrleisten, wird eine umfassende wissenschaftliche Begleitung der Frdermanahme durchgefhrt.


1.2Rechtsgrundlagen


Der Bund gewhrt die Zuwendungen nach Magabe dieser Richtlinie, der 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO) und den dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften sowie der „Richtlinien fr Zuwendungsantrge auf Ausgabenbasis (AZA)“ und/oder der „Richtlinien fr Zuwendungsantrge auf Kostenbasis (AZK)“ des Bundesministeriums fr Bildung und Forschung (BMBF). Ein Rechtsanspruch auf Gewhrung einer Zuwendung besteht nicht. Die Bewilligungsbehrde entscheidet nach pflichtgemem Ermessen im Rahmen der verfgbaren Haushaltsmittel.


Die Frderung nach dieser Richtlinie erfllt die Voraussetzungen der Verordnung (EU) Nr.651/2014 der EU-Kommission vom 17.Juni 2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel107 und 108 des Vertrags ber die Arbeitsweise der Europischen Union („Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung“ – AGVO) (ABl. L 187 vom 26.6.2014, S.1). Sie ist demnach im Sinne von Artikel107 Absatz3 des Vertrags ber die Arbeitsweise der Europischen Union mit dem Binnenmarkt vereinbar und von der Anmeldepflicht nach Artikel108 Absatz3 des Vertrags ber die Arbeitsweise der Europischen Union freigestellt.


Gem Artikel1 Nummer4a und 4b AGVO werden Unternehmen, die einer Rckforderungsanordnung aufgrund einer frheren Kommissionsentscheidung zur Feststellung der Rechtswidrigkeit und Unvereinbarkeit einer Beihilfe mit dem Binnenmarkt nicht Folge geleistet haben, von der Frderung ausgeschlossen. Die Frderung whrend der Konzeptionsphase beruht insbesondere auf Kapitel III Abschnitt4 (Artikel27) in Verbindung mit Kapitel I der AGVO in der jeweils geltenden Fassung. In der Umsetzungsphase beruht die Frderung darber hinaus insbesondere auf Kapitel III Abschnitt4, 5 und 7 (Artikel25, 27 bis 29, 31 und 37) in Verbindung mit Kapitel I der AGVO in der jeweils geltenden Fassung.


2Gegenstand der Frderung


2.1Konzeptionsphase


Wie in Nummer1.1 beschrieben, dient die Konzeptionsphase im ersten Jahr der Ausarbeitung eines tragfhigen und nachhaltigen Internationalisierungskonzepts, das die Grundlage fr die Beantragung von Projekten der Umsetzungsphase bildet. Das zweite Jahr soll der gegebenenfalls ntigen berarbeitung des Konzepts und der Vorbereitung der Umsetzungsprojekte dienen. Die Entwicklung des Internationalisierungskonzepts erfolgt durch die verantwortliche Managementorganisation unter Einbindung der Akteure des jeweiligen Spitzenclusters, Zukunftsprojekts oder vergleichbaren Netzwerks sowie der jeweiligen internationalen Kooperationspartner. Vorgesehene internationale Kooperationspartner sollten Managementorganisationen sein, die in den priorisierten Innovationsregionen ein Netzwerk oder einen Cluster organisieren.


Im Sinne des Cluster- und Netzwerkgedankens wird ein besonderer Wert darauf gelegt, dass die Entwicklung und Umsetzung des Internationalisierungskonzepts im Rahmen eines Bottom-up-Prozesses mit den beteiligten Akteuren erfolgt. Deren Bedarfe (Mitglieder des Clusters oder Netzwerks, insbesondere der KMU), sind dabei zu bercksichtigen. Zudem ist zu beachten, dass durch die vorgesehenen Manahmen auch ein nachhaltiger Mehrwert fr den Standort Deutschland erzielt wird.


Das BMBF ist frhzeitig in den Prozess der Kooperationsanbahnung mit einzubeziehen, um die Konsistenz mit dem Aktionsplan „Internationale Kooperation“ sicherzustellen und bilaterale oder europische Fragestellungen, z. B. zur Gegenfinanzierung der internationalen Kooperationspartner, begleiten zu knnen. Im Internationalisierungskonzept mssen alle (auch auslndische) Kooperationspartner, die in der Umsetzungsphase an einem Projekt mitwirken wollen, durch eine Willenserklrung (Letter of Intent) dokumentieren, dass sie den darzulegenden Grundstzen der Zusammenarbeit (IP-Regelungen, vorgesehene Hhe der Finanzierung und deren Quellen) zustimmen. Bis zum Einreichen der Frderantrge fr die Projekte der Umsetzungsphase sind diese Grundstze dann projektspezifisch in eine Kooperationsvereinbarung zwischen den beteiligten Projektpartnern weiterzuentwickeln.


Folgende Aktivitten knnen in der Konzeptionsphase gefrdert werden:


Weiterentwicklung und Ausbau internationaler Kooperations- und Managementprozesse sowie der interkulturellen Kompetenz. Hierzu zhlen auch externe Untersttzungsformen whrend der Konzeptentwicklung (z. B. im Bereich IPR, Lnderkenntnisse oder Studien).
Intensivierung von bestehenden internationalen Kontakten zu fhrenden Innovationsregionen eines komplementren Innovationsfelds sowie der verbesserten Interaktion (z. B. in Form eines wechselseitigen Personalaustauschs).
Etablierung von Managementprozessen zur Entwicklung und Steuerung einer internationalen Kooperation (z. B. der Aufbau technischer Austauschplattformen im Hinblick auf Open-Innovation-Prozesse fr KMU).
Workshops oder vergleichbare Initiativen, die der gemeinsamen Vorbereitung und Abstimmung des Internationalisierungskonzepts mit den internationalen Kooperationspartnern dienen.

Nicht frderfhig sind Markterkundungsreisen, Kongress- und Messeteilnahmen.


2.2Umsetzungsphase


Das erfolgreiche Durchlaufen der Konzeptionsphase, insbesondere ein tragfhiges und nachhaltiges Internationalisierungskonzept, ist Voraussetzung fr eine weitere Frderung in der Umsetzungsphase. In dieser knnen maximal drei der aus dem jeweiligen Internationalisierungskonzept entwickelten Projekte gefrdert werden. Von den internationalen Kooperationspartnern wird in jeglicher Hinsicht (Fachkompetenz, Finanzierung, Arbeitsteilung etc.) eine Beteiligung auf Augenhhe vorausgesetzt. Die Durchfhrung erfolgt in Verbundprojekten (davon mindestens ein Unternehmen) der deutschen Spitzencluster, Zukunftsprojekte oder vergleichbaren Netzwerke, die mit mindestens zwei Partnern (Institutionen/Unternehmen) aus der kooperierenden Innovationsregion zusammenarbeiten, um die gemeinsam vereinbarten Ziele zu erreichen. Auf die Einbindung von KMU wird besonderer Wert gelegt.


Frderfhig sind:


Gemeinsame Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI) in internationalen Projekten zu clusterbergreifenden Innovationsthemen.
Innovationsfrdernde und begleitende Initiativen einschlielich Aktivitten zur Hebung komplementrer Kompetenzen der Partner, z. B. im Bereich der Nachwuchsfrderung, der Qualifizierung des Personals oder des internationalen Wissenschaftleraustauschs.
Projekte mit dem Ziel, international durchsetzungsfhige Normen und Standards zu entwickeln.
Weiterfhrende Initiativen zur Verbesserung der Innovationsfhigkeit der Akteure des Spitzenclusters, Zukunftsprojekts oder vergleichbaren Netzwerks, wenn diese zur Umsetzung und Zielerreichung des Internationalisierungskonzepts beitragen.

Die Themenstellungen mssen die Notwendigkeit der internationalen Kooperation zur Erschlieung komplementrer Innovationskompetenzen (nachweislicher Mehrwert) widerspiegeln. bergreifende Ergebnisse sollen ber die unmittelbar in den Projekten beteiligten Akteure hinaus im Cluster, Zukunftsprojekt bzw. Netzwerk verbreitet werden.


2.3Begleitforschung


Die Frderung der Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken wird intensiv wissenschaftlich begleitet. Durch diese Arbeiten wird die Wissensbasis zu grundlegenden Fragen der internationalen Zusammenarbeit von Clustern und Netzwerken erweitert. Darber hinaus werden mit dem Ziel des Transfers und eines Erfahrungsaustauschs den Akteuren durch geeignete Instrumente wie Informationsaustausch, Leitfden, Tagungen, Schulungen, Workshops, Kompetenzanalysen u. . Mittel, Wege und Ergebnisse erfolgreicher innovationsorientierter internationaler Kooperationen, inklusive notwendiger interkultureller Kompetenzen und IP-Regelungen, aufgezeigt. Die Analysen und Aufbereitungen umfassen dabei nicht nur die Entwicklung der zur Frderung ausgewhlten Akteure, sondern schlieen andere Spitzencluster, Innovationscluster, Zukunftsprojekte und herausragende Netzwerke in die Betrachtung mit ein. Damit sollen auch die Grundlagen fr die Erfassung !
von
Wirkungen dieser Internationalisierungsmanahme wie auch von anderen Clusterfrderungen gelegt bzw. verbessert werden.


Alle im Rahmen dieser Frderinitiative gefrderten Akteure sind verpflichtet, an der Durchfhrung der Begleitforschung mitzuwirken. Notwendige Beitrge hierzu sind im Arbeits- und Ausgabenplan vorzusehen. Anhaltspunkte zum Umfang dieser Aktivitten erhalten die ausgewhlten Skizzeneinreicher im Rahmen der Antragsberatung.


Im Rahmen der ersten Wettbewerbsrunde wurde ein umfassendes Projekt zur Begleitforschung ausgewhlt, das am 1.Dezember 2015 gestartet wurde. Die Umsetzung der Frdermanahme erfolgt jedoch als „lernende Manahme“. Dementsprechend beabsichtigt das BMBF, zu aufkommenden relevanten Fragestellungen zustzliche Begleitstudien zur Weiterentwicklung und zum Erfahrungsaustausch zu implementieren. In diesem Rahmen knnen interessierte Bewerber daher fortlaufend eigene Projektvorschlge zu Begleitstudien einreichen, die ergnzende innovative Fragestellungen thematisieren. Hinweise hierzu werden anlassbezogen auch auf der Internetseite der Frderinitiative verffentlicht. Es wird empfohlen, zur Abstimmung im Vorfeld Kontakt zum Projekttrger aufzunehmen.


Der Zuwendungsgeber wird ber diese Vorschlge nach eigener Magabe entscheiden. Ein Rechtsanspruch auf die Frderung der Umsetzung dieser Vorschlge besteht nicht.


3Zuwendungsempfnger


Grundstzlich antragsberechtigt sind:


Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
Hochschulen
aueruniversitre Bildungs- und Forschungseinrichtungen
gemeinntzige Organisationen und Vereine.

Die Frderung in der Konzeptionsphase zielt auf die mit dem Management eines Spitzenclusters, Zukunftsprojekts oder vergleichbaren Netzwerks betrauten Unternehmen oder Einrichtungen. In begrndeten Ausnahmefllen kann auch eine Forschungsinfrastruktur (im Sinne der AGVO) Zuwendungsempfnger fr das Projekt der Konzeptionsphase sein. Voraussetzung ist eine enge, verbindliche Kooperation mit dem Management des Spitzenclusters, Zukunftsprojekts oder vergleichbaren Netzwerks.


Zur Untersttzung der Einbindung von KMU in die Entwicklung eines Internationalisierungskonzepts und im Sinne des Bottom-up-Gedankens knnen kleine und mittlere Unternehmen in der Konzeptionsphase das Management mit innovationsorientierten Arbeiten beauftragen. Diese Arbeiten mssen einen Beitrag zur Entwicklung des Internationalisierungskonzepts leisten und daher in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem beantragten Projekt des Cluster- oder Netzwerkmanagements stehen. Die Arbeiten sind im Rahmen der De-minimis-Regelung frderfhig. Antragsberechtigt sind KMU mit Sitz, Betriebssttte oder Niederlassung in Deutschland. Es kommt die KMU-Definition gem Empfehlung 2003/361/EG der EU-Kommission vom 6.Mai 2003 zur Anwendung (siehe: http://ec.europa.eu/growth/ smes/business-friendly-environment/sme-definition/index_en.htm).


In der Umsetzungsphase sind darber hinaus aktive Mitglieder des in der Konzeptionsphase gefrderten Spitzenclusters, Zukunftsprojekts oder vergleichbaren Netzwerks antragsberechtigt. Die Einbindung und Antragsstellung von KMU wird ausdrcklich begrt.


Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und/oder Lndern grundfinanziert werden, kann ergnzend zu ihrer Grundfinanzierung (institutionelle Frderung) nur unter bestimmten Voraussetzungen ausnahmsweise eine Projektfrderung fr ihre zustzlichen projektbedingten Ausgaben bzw. Kosten bewilligt werden.


4Zuwendungsvoraussetzungen


Um die Chancen der Internationalisierung realisieren und Kooperationen tragfhig und nachhaltig auf Augenhhe mit anderen global fhrenden Innovationsregionen etablieren zu knnen, sind folgende Voraussetzungen nachzuweisen:


eine erfolgreiche, nachhaltige und von den Partnern getragene Innovationsstrategie,
tragfhige internationale Kontakte zu potenziellen Kooperationspartnern (fhrender internationaler Innovationsregionen oder zentraler Pilotmrkte),
Erfahrungen in der erfolgreichen Durchfhrung von internationalen Innovationsprojekten,
ein Managementboard oder vergleichbares Gremium, das geeignet und bereit ist, die Internationalisierungsstrategie mit zu tragen und voranzutreiben,
persnliche, fr internationale Kooperationen notwendige Kompetenzen der mit der Koordination betrauten Mitarbeiter (insbesondere Sprachkenntnisse, Verhandlungs- oder Projekterfolge, Auslandsaufenthalte usw.),
eine tragfhige und nachhaltige Finanzierungsstruktur der antragstellenden Managementorganisation ber den gesamten Frderzeitraum,
Finanzierung der beihilfefhigen Kosten in Hhe von mindestens 50 % der Gesamtkosten.

KMU, die im Rahmen der Konzeptionsphase das Management mit innovationsorientierten Arbeiten beauftragen, knnen nach der de-minimis-Regelung gefrdert werden. Diese Arbeiten mssen Teil des Gesamt-Projekts der Konzeptionsphase sein und nachweislich den vorgesehenen strategischen Anstzen folgen. Sie werden daher gemeinsam mit diesem beantragt. Die beantragten Mittel sind Teil der fr die Konzeptionsphase insgesamt zur Verfgung gestellten Mittel (bis zu 500000 pro Jahr, siehe Nummer5). Zudem ist die Summe der im Rahmen der de-minimis-Regelung gefrderten Projektkosten bei KMU auf 20 % der Kosten fr das durch das Management beantragte Gesamt-Projekt der Konzeptionsphase begrenzt (siehe Nummer5).


Akteure, deren Projekte im Rahmen der Umsetzungsphase gefrdert werden, mssen folgende Bedingungen erfllen:


Sie mssen aktive Mitglieder des sich bewerbenden Spitzenclusters, Zukunftsprojekts oder vergleichbaren Netzwerks sein und dessen Innovationsstrategie mittragen.
Zuwendungsempfnger der gewerblichen Wirtschaft sind die in Deutschland angesiedelten rechtlich selbststndigen Betriebssttten oder Niederlassungen der Unternehmen.

Die Erfllung der genannten Zuwendungsvoraussetzungen ist in den vorzulegenden Bewerbungsunterlagen nachzuweisen. Die Anforderungen an die formale Gestaltung der Unterlagen sind in Nummer7 dargelegt.


Voraussetzung fr die Frderung von FuEuI-Kooperationsprojekten in der Umsetzungsphase ist ein zu erwartender wissenschaftlicher Fortschritt und eine hohe Realisierungs- und Erfolgschance im Sinne der Ziele der Bekanntmachung.


Alle (nationalen wie internationalen) Partner eines Verbundprojekts regeln ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung. Vor der Frderentscheidung ber ein Verbundprojekt muss eine grundstzliche bereinkunft ber bestimmte vom BMBF vorgegebene Kriterien nachgewiesen werden. Einzelheiten sind dem „Merkblatt fr Antragsteller/Zuwendungsempfnger zur Zusammenarbeit der Partner von Verbundprojekten“, das von Antragstellern und Zuwendungsempfngern zu beachten ist, zu entnehmen (BMBF-Vordruck Nr.0110, Fundstelle; https:// foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf#t6).


Antragstellende sollen sich – auch im eigenen Interesse – im Umfeld des national beabsichtigten Vorhabens mit dem EU-Rahmenprogramm fr Forschung und Innovation vertraut machen. Sie sollen prfen, ob das beabsichtigte Vorhaben spezifische europische Komponenten aufweist und damit eine EU-Frderung mglich ist.


ber die Manahme hinaus knnen weitere aus dem Internationalisierungskonzept entwickelte Projekte durch die Nutzung anderer Frdermittel umgesetzt werden. Informationen zu Frdermglichkeiten der EU, zum Beispiel zu Horizont 2020 oder Eurostars, erhalten Interessenten unter anderem beim EU-Bro des BMBF, dem EUREKA/COST-Bro des BMBF und den Nationalen Kontaktstellen.


Die Projektpartner knnen bei Interesse eigenstndig eine Einbindung der Projekte der Umsetzungsphase in die europische Forschungsinitiative EUREKA beantragen, ber die den auslndischen Partnern gegebenenfalls eine Frderung in ihren Heimatlndern zugnglich gemacht werden kann. Das Instrument bietet den Projektpartnern weitere Untersttzungsangebote bei der Projektbetreuung. Ausknfte erteilt das EUREKA/COST-Bro (www.eureka.dlr.de).


5Art und Umfang, Hhe der Zuwendung


Die Zuwendungen knnen im Wege der Projektfrderung als nicht rckzahlbare Zuschsse gewhrt werden.


Fr die Konzeptionsphase knnen Mittel in Hhe von maximal 500000 pro Jahr beantragt werden. Die Frderung erfolgt dabei als Innovationscluster im Sinne der AGVO mit einer Beihilfeintensitt von maximal 50%. Fr die maximal drei Verbundprojekte der Umsetzungsphase knnen in Summe Mittel in Hhe von maximal drei Mio. ber die Laufzeit von maximal drei Jahren beantragt werden (ca.1Mio. pro Jahr). Eine Frderung der Kooperationspartner auerhalb Deutschlands ist grundstzlich nicht mglich.


Ergnzende Projektvorschlge zur Begleitforschung sollen mit maximal 100000 pro Jahr und einer Laufzeit von hchstens zwei Jahren gefrdert werden.


Bemessungsgrundlage fr Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfhigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnhe des Projekts – bis zu 50 % anteilfinanziert werden knnen. Nach BMBF-Grundstzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundstzlich mindestens 50 % der entstehenden zuwendungsfhigen Kosten – vorausgesetzt. KMU erhalten gegebenenfalls eine nach der AGVO mgliche hhere Frderquote.


Bemessungsgrundlage fr Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfhigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft die zuwendungsfhigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 % gefrdert werden knnen. Zuwendungsfhig fr Antragsteller auerhalb der gewerblichen Wirtschaft ist der projektbedingte Mehraufwand wie Personal-, Sach- und Reisemittel sowie in begrndeten Ausnahmefllen projektbezogene Investitionen, die nicht der Grundausstattung der Antragstellerin oder des Antragstellers zuzurechnen sind.


Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zustzlich zu den zuwendungsfhigen Ausgaben eine Projektpauschale in Hhe von 20 % gewhrt.


Generell wird erwartet, dass die Akteure der Spitzencluster, Zukunftsprojekte und vergleichbaren Netzwerke in beiden Frderphasen zustzlich eigene Mittel einsetzen bzw. zustzlich zu den in der Manahme beantragten Mitteln weitere Mittel von Dritten mobilisieren. Verwertungsplne fr die Ergebnisse der gefrderten Projekte sollen die Bereitschaft fr die notwendigen Folgeinvestitionen – in der Regel ein Mehrfaches der Frdermittel – dokumentieren.


Bauinvestitionen sind von der Frderung ausgeschlossen.


6Sonstige Zuwendungsbestimmungen


Bestandteil eines Zuwendungsbescheids auf Kostenbasis werden grundstzlich die Nebenbestimmungen fr Zuwendungen auf Kostenbasis des BMBF an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft fr Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (NKBF98).


Bestandteil eines Zuwendungsbescheids auf Ausgabenbasis werden grundstzlich die Allgemeinen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen zur Projektfrderung (ANBest-P), die Besonderen Nebenbestimmungen fr Zuwendungen des BMBF zur Projektfrderung auf Ausgabenbasis (ANBest-BMBF98) und zustzlich die Besonderen Nebenbestimmungen fr den Abruf von Zuwendungen im mittelbaren Abrufverfahren im Geschftsbereich des Bundesministeriums fr Bildung und Forschung (BNBest-mittelbarer Abruf-BMBF), sofern die Zuwendungsmittel im sogenannten Abrufverfahren bereitgestellt werden.


Zum Erkenntnisgewinn zur Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken ist die laufende Begleitforschung Bestandteil der Frdermanahme. Auf Anforderung sind die Zuwendungsempfnger verpflichtet, die fr die Begleitforschung und gegebenenfalls folgende Ex-post-Evaluation notwendigen Daten den damit beauftragten Institutionen zeitnah zur Verfgung zu stellen. Die Informationen werden ausschlielich im Rahmen der Begleitforschung und der gegebenenfalls folgenden Evaluation verwendet und vertraulich behandelt.


In den Zuwendungsbescheid fr die gefrderten Projekte in der Umsetzungsphase werden zustzlich folgende Bestimmungen zur Berichts- und Nachweispflicht aufgenommen. Demnach erwartet der Zuwendungsgeber in der Umsetzungsphase:


In den zu erstellenden Berichten sowohl eine Darstellung der eigenen, als auch der Projektfortschritte und Ergebnisse der internationalen Partner sowie dem damit verbundenen Beitrag zur Umsetzung des Internationalisierungskonzepts.
Die Teilnahme an Erfahrungsaustauschtreffen (voraussichtlich einmal jhrlich), um hier die Projektergebnisse vorzustellen und den wissenschaftlichen Austausch anzuregen. Der Erfahrungsaustausch wird im Rahmen der Begleitforschung organisiert und durchgefhrt.

7Verfahren


7.1Einschaltung eines Projekttrgers, Antragsunterlagen, sonstige Unterlagen und Nutzung des elektronischen Antragssystems


Mit der Abwicklung der Frdermanahme hat das BMBF folgenden Projekttrger beauftragt:


Projekttrger Jlich (PtJ)
Geschftsbereich TRI
Forschungszentrum Jlich GmbH
52425 Jlich


Ansprechpartner ist:


Herr Dr. Florian Welter
Telefon: 0 24 61/61-90 51
Telefax: 0 24 61/61-80 47
E-Mail: f.welter@fz-juelich.de


Soweit sich hierzu nderungen ergeben, wird dies im Bundesanzeiger oder in anderer, geeigneter Weise bekannt gegeben.


Es wird empfohlen, vor dem Einreichen von Bewerbungsskizzen mit dem Projekttrger Jlich Kontakt aufzunehmen. Weitere Informationen stehen unter der Internetadresse: www.cluster-networks-international.de zur Verfgung.


Vordrucke fr Frderantrge, Richtlinien, Merkbltter, Hinweise und Nebenbestimmungen knnen unter der Internetadresse (https://foerderportal.bund.de/easyonline) abgerufen oder unmittelbar beim oben angegebenen Projekttrger angefordert werden.


Zur Erstellung von frmlichen Frderantrgen ist die Nutzung des elektronischen Antragssystems „easy-online“ verpflichtend. Die entsprechenden Verweise auf die Internetseite knnen beim Projekttrger Jlich angefordert werden.


Interessierten mit Bedarf einer grundstzlichen Frderberatung, zum Beispiel Erstantragsstellern, wird empfohlen sich mit der Frderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes (www.foerderinfo.bund.de) in Verbindung zu setzen.


7.2Organisation des Verfahrens


Das Antrags- und Auswahlverfahren ist mehrstufig angelegt. Die Frderung erfolgt in zwei aufeinander aufbauenden Phasen: Einer bis zu zweijhrigen Konzeptionsphase folgt eine bis zu dreijhrige Umsetzungsphase. Ein wesentlicher Meilenstein der Konzeptionsphase und Voraussetzung fr die Frderung in der Umsetzungsphase ist die Vorlage eines Internationalisierungskonzepts sptestens nach dem ersten Frderjahr. Dem Internationalisierungskonzept sind die beabsichtigten Projekte als prffhige Skizzen beizufgen.


Das nach Prfung durch den Zuwendungsgeber gegebenenfalls zu berarbeitende Internationalisierungskonzept und die vollstndig ausgearbeiteten Projektantrge fr die Umsetzungsphase mssen sptestens drei Monate vor Ende der Konzeptionsphase eingereicht werden.


7.2.1Vorlage und Auswahl von Bewerbungsskizzen fr die Konzeptentwicklung („Konzeptionsphase“)


Die Bewerbungsskizzen in der ersten Verfahrensstufe zur Auswahl von Projekten der Konzeptionsphase sind unter Verwendung einer Vorlage beim beauftragten Projekttrger des BMBF einzureichen, die bei diesem angefordert werden muss.


Bis sptestens zum


15.Mrz 2016


sind die folgenden Bewerbungsunterlagen vorzulegen:


Ein von der zustndigen Managementorganisation des Spitzenclusters, Zukunftsprojekts oder vergleichbaren Netzwerks rechtsverbindlich unterschriebenes Anschreiben.
Ein Exemplar der Bewerbungsskizze (maximal 20 DIN-A4-Seiten, einseitig beschrieben, Zeilenabstand 1,5 Zeilen, Schriftgrad 11, Schriftart Arial) in Papierform und unter Verwendung der Vorlage.
Ein geeignetes elektronisches Speichermedium, auf dem die Bewerbungsskizze einschlielich aller Anlagen als ein zentrales druckbares PDF-Dokument abgespeichert ist.

Bewerbungsunterlagen, die nach dem oben angegebenen Zeitpunkt eingehen, knnen mglicherweise nicht mehr bercksichtigt werden.


Der Termin einer weiteren Ausschreibungsrunde wird gesondert bekanntgegeben.


Die Bewerbungsskizze ist von der zustndigen Managementorganisation des Spitzenclusters, Zukunftsprojekts oder vergleichbaren Netzwerks unter Beteiligung der Cluster- und Netzwerkakteure zu erarbeiten und die Bewerbungsunterlagen sind ausschlielich durch diese einzureichen.


Die Bewerbungsskizzen sind nach folgenden Inhalten zu strukturieren:


Status Quo des Clusters oder Netzwerkes, u. a. wirtschaftliche, wissenschaftliche und technologische Leistungsfhigkeit, Darstellung seiner wichtigsten Akteure sowie der vorhandenen Cluster- und Innovationsstrategie
Ansatz und Notwendigkeit einer Internationalisierungsstrategie, einschlielich der konkret vorgesehenen Arbeiten whrend der Konzeptionsphase
Arbeits- und Finanzierungsplan, einschlielich der notwendigen Arbeiten der Cluster- und Netzwerkakteure

Aus der Vorlage einer Projektskizze kann ein Rechtsanspruch auf Frderung nicht abgeleitet werden.


In der Bewerbungsskizze muss schlssig darlegt sein, dass durch die internationale Kooperation ein weiterer Entwicklungsschub des Spitzenclusters, Zukunftsprojekts oder vergleichbaren Netzwerks und der eingebundenen Akteure zu erwarten sowie ein langfristiger Vorteil fr den Standort Deutschland gegeben ist. Qualitative und quantitative Indikatoren, an denen die Wirkungen und der nachhaltige Erfolg der Aktivitten gemessen werden sollen, sind auszuweisen.


Die eingegangenen Bewerbungsskizzen werden unter Beteiligung eines unabhngigen Auswahlgremiums, gegebenenfalls auch unter zustzlicher Einbindung von Fachgutachtern, nach folgenden Kriterien bewertet: Reichweite, Wirkung und Nutzen fr die eigenen Partner, fr die kooperierenden internationalen Partner sowie fr das bearbeitete Innovationsfeld, die durch eine internationale Kooperation erzielt werden sollen. Insbesondere wird der Beitrag hinsichtlich
der Verbesserung der Innovations- und Wettbewerbsfhigkeit von KMU,
des Beitrags zu Wohlstand und Beschftigung,
des Vorteils fr den Standort Deutschland und
des Beitrags zur Lsung gesellschaftlicher Herausforderungen

bewertet.


Qualitt der vorgeschlagenen quantitativen und qualitativen Kenngren fr die Messung von Entwicklungsfortschritten, Wirkungen und Erfolgen.
Die Akteure der Spitzencluster, Zukunftsprojekte oder vergleichbaren Netzwerke sowie die betraute Managementorganisation verfgen ber die herausragende fachliche, interkulturelle und organisatorische Kompetenz, um eine internationale Kooperation sowie die damit verbundenen Regelungen (z. B. IPR) zu initiieren, zu gestalten und zu managen.
Die angestrebte internationale Kooperation ist neuartig und beispielhaft in Bezug auf den Kooperationspartner, die Etablierung und das Management der Kooperation sowie den Inhalt der FuEuI-Projekte.
Das Kooperationsniveau ist durch eine Partnerschaft auf Augenhhe gekennzeichnet, in deren Rahmen fhrendes Know-how, Partner und Mrkte verbunden werden.

Ein unabhngiges Auswahlgremium wird dem BMBF auf der Grundlage der eingereichten Bewerbungsskizzen und einer gegebenenfalls stattfindenden Prsentation voraussichtlich bis zu zehn zur Frderung geeignete Projekte zur Entwicklung von Internationalisierungskonzepten vorschlagen. Nach abschlieender Entscheidung durch den Zuwendungsgeber erhalten alle Bewerber eine schriftliche Empfehlung, ob und gegebenenfalls mit welchen Anpassungen eine Antragstellung erfolgversprechend ist.


Es besteht kein Rechtsanspruch auf Rckgabe eingereichter Bewerbungsskizzen.


7.2.2Vorlage und Auswahl des Frderantrags fr die Konzeptionsphase


Die Managementorganisationen als Einreicher der Bewerbungsskizzen sowie eventuell nach Abschnitt3 beteiligte KMU sollen entsprechend der ihnen zugegangenen Empfehlungen bis zum


15.September 2016


ihren formalen Frderantrag beim zustndigen Projekttrger (siehe Nummer7.1) vorlegen. Antrge mssen insbesondere einen detaillierten Arbeits-, Zeit- und Ausgabenplan, einschlielich einer Meilensteinplanung, sowie die verbindlichen Zusagen der wichtigsten Cluster- und Netzwerkpartner hinsichtlich ihrer Mitwirkung an der Konzeptionsphase beinhalten. Die Projektplanungen mssen als wesentlichen Meilenstein die Vorlage eines Internationalisierungskonzepts sptestens ein Jahr nach Beginn der Frderung enthalten. Die zugehrige Projektbeschreibung erfolgt auf Basis der eingereichten Bewerbungsskizze.


Die Nutzung des elektronischen Antragsystems zur Antragstellung easy-online ist dabei verpflichtend. Die notwendigen Internetverweise („Links“) werden vom Projekttrger zur Verfgung gestellt.


Der Projektantrag wird vom zustndigen Zuwendungsgeber neben formalen Vorgaben hinsichtlich der Kriterien in Nummer7.2.1 sowie der Plausibilitt des detaillierten Arbeits-, Zeit- und Ausgabenplans und der Qualitt der Mitwirkung der wichtigsten Cluster- und Netzwerkpartner an der Konzeptionsphase geprft. Auf Grundlage der oben angegebenen Auswahl und der Frderempfehlungen wird der Zuwendungsgeber nach abschlieender Antragsprfung ber eine Frderung entscheiden. Die Bewerber werden ber das Ergebnis ihrer Antragsstellung schriftlich informiert.


7.2.3Internationalisierungskonzept mit Projektskizzen fr die Umsetzungsphase


Wie in Nummer7.2.2 dargestellt, ist die Vorlage eines Internationalisierungskonzepts als zentraler Meilenstein fr die Konzeptionsphase vorgegeben.


Sptestens ein Jahr nach Start der Konzeptionsphase (Projektbeginn) ist ein Internationalisierungskonzept durch das Management des Spitzenclusters, Zukunftsprojekts oder vergleichbaren Netzwerks vorzulegen. Das Internationalisierungskonzept enthlt die Grundlagen, Ziele und Arbeiten fr die Umsetzungsphase. Es muss folgende Punkte umfassen:


Darstellung der wirtschaftlichen und wissenschaftlich-technologischen Leistungsfhigkeit des eigenen Spitzenclusters, Zukunftsprojekts oder vergleichbaren Netzwerks und der gewhlten internationalen Partner.
Darstellung der Innovationsstrategien, einschlielich der Benennung messbarer Meilensteine und Zielsetzungen.
Darstellung der vorgesehenen internationalen Kooperationsprojekte und Darlegung, wie diese zur Umsetzung des Internationalisierungskonzepts beitragen. Begrndung, warum diese Projekte vor dem Hintergrund eines Spitzenclusters, Zukunftsprojekts oder vergleichbaren Netzwerks durchgefhrt werden mssen.
Darstellung der vorgesehenen IP-Regelungen in der internationalen Kooperation.

Dem Internationalisierungskonzept sind Projektskizzen fr die maximal drei beabsichtigten Kooperationsprojekte der Umsetzungsphase inkl. grober Finanzplanung, die mit dem zur Verfgung stehenden Mittelrahmen vereinbar ist, beizufgen. Erwartet wird auch die Zustimmung (Letter of Intent) der jeweils beteiligten nationalen und internationalen Kooperationspartner zu den darzustellenden Grundstzen der Zusammenarbeit (IPR, Quelle und Hhe der Finanzierung). Daraus muss auch deutlich werden, dass auf Augenhhe zusammengearbeitet wird und von den internationalen Partnern der deutschen Seite vergleichbare Kapazitten und Mittel in die Projekte eingebracht werden.


Auf Grundlage des erarbeiteten Internationalisierungskonzepts und unter Anwendung der in Nummer7.2.1 genannten Kriterien spricht der Zuwendungsgeber, gegebenenfalls unter Einbindung des unabhngigen Auswahlgremiums und/oder von Fachgutachtern, Empfehlungen aus, ob und gegebenenfalls mit welchen Anpassungen eine Antragstellung fr die skizzierten Projekte der Umsetzungsphase erfolgversprechend ist.


Auerdem werden folgende, fr FuEuI-Projekte spezifische Kriterien herangezogen:


Innovationsgrad und wissenschaftliche Qualitt der vorgeschlagenen Forschungsarbeiten
Eignung des Arbeitsplans
Wissenschaftliche Qualitt und Fachkompetenz der Projektpartner
Konzept fr Umsetzung und Verwertung der Forschungsergebnisse.

Die Bewerber werden ber das Ergebnis der Bewertung schriftlich informiert.


7.2.4Vorlage und Entscheidung ber die Frderantrge fr die Umsetzungsphase


Zur Umsetzung der im Internationalisierungskonzept vereinbarten Projekte knnen die durchfhrenden Akteure der deutschen Spitzencluster, Zukunftsprojekte und vergleichbaren Netzwerke eine Projektfrderung beantragen.


Fr die zur Antragstellung empfohlenen Projektskizzen mssen bis sptestens drei Monate vor Ende der maximal zweijhrigen Konzeptionsphase die Frderantrge fr die Umsetzungsphase mit detailliertem Arbeits-, Zeit- und Ausgabenplan, einschlielich einer Meilensteinplanung sowie der getroffenen Kooperationsvereinbarung der Partner beim Projekttrger vorgelegt werden. Die Nutzung des elektronischen Antragsystems zur Antragstellung easy-online ist dabei verpflichtend. Die notwendigen Internetverweise („Links“) werden vom Projekttrger zur Verfgung gestellt.


Auf Grundlage des erarbeiteten Konzepts entscheidet der Zuwendungsgeber darber, welche Manahmen in der Umsetzungsphase gefrdert werden. Die Bewertung erfolgt dabei ebenfalls auf Basis der in den Nummern 7.2.1 und 7.2.3 dargestellten Kriterien. Bei Bedarf werden zur Entscheidungsfindung das unabhngige Auswahlgremium und/oder Fachgutachter beratend in Anspruch genommen.


7.2.5Vorlage und Auswahl von Bewerbungsskizzen zur Begleitforschung


Im Interesse eines umfassenden und innovativen Begleitforschungsansatzes knnen ber das bereits angelaufene Begleitforschungsprojekt hinaus (siehe Nummer2.3) ohne Fristvorgabe Skizzen fr spezifische Fragestellungen oder Einzelthemen eingereicht werden.


Bewerbungsunterlagen fr Projekte zur Begleitforschung sind ebenfalls an den vom BMBF beauftragten Projekttrger zu bersenden.


Die Bewerbungsunterlagen umfassen:


Ein rechtsverbindlich unterschriebenes Anschreiben.
Ein Exemplar der Bewerbungsskizze (maximal 10 DIN-A4-Seiten, einseitig beschrieben, Zeilenabstand 1,5 Zeilen, Schriftgrad 11, Schriftart Arial) in Papierform.
Geeignetes elektronisches Speichermedium, auf dem die Bewerbungsskizze einschlielich aller Anlagen als ein zentrales druckbares PDF-Dokument abgespeichert ist.

Die Bewerbungsskizzen beinhalten:


Die Darstellung (gegebenenfalls im Verbund) der Ziele, des Arbeitsplans, der Zeit- und Meilensteinplanung sowie eine aussagekrftige Finanzplanung.
Die Darstellung des Eigeninteresses des Antragsstellers und Erluterungen zu den beteiligten Personen, ihrer Funktion im Projekt sowie ihrer fachlichen Kompetenz.
Eine Darstellung des methodischen Ansatzes fr die wissenschaftlichen Analysen sowie der aus den Arbeiten und Ergebnissen abzuleitenden geplanten Untersttzungen zur Internationalisierung fr die verschiedenen in der Manahme beteiligten Akteursgruppen.

Die Bearbeitung der Projektinhalte kann in Zusammenarbeit mit jeweils einschlgig ausgewiesenen, auch internationalen Partnern erfolgen. Internationale Partner knnen ber Unterauftrge eingebunden werden


Eine Bewertung von Bewerbungsskizzen fr Projekte der Begleitforschung erfolgt nach folgenden Kriterien:


Fachliche und organisatorische Kompetenz (gegebenenfalls Zusammenwirken der Verbundpartner)
Beitrag zu im Kontext dieser Richtlinie relevanten Zielen und Problemstellungen der Internationalisierung von Clustern und Netzwerken
Konsistenz und Qualitt des Ansatzes und des Arbeitsplans sowie der Zeit- und Meilensteinplanung
Notwendigkeit der Zuwendung sowie Plausibilitt und Angemessenheit der Finanzplanung.

Nach abschlieender Skizzenbewertung und Entscheidung durch den Zuwendungsgeber erhalten Bewerber eine schriftliche Empfehlung, ob und gegebenenfalls mit welchen Anpassungen eine Antragstellung erfolgversprechend ist. Bei Verbundprojekten sind Frderantrge in Abstimmung mit dem vorgesehenen Verbundkoordinator vorzulegen.


7.2.6Vorlage und Entscheidung ber die Frderantrge zur Begleitforschung


Zeitnah nach Bewertung einer Bewerbungsskizze wird vom Projekttrger eine Frist benannt, zu der Bewerber ihre formalen Frderantrge mit detailliertem Arbeits-, Zeit- und Ausgabenplan, einschlielich einer Meilensteinplanung einreichen sollen. Die Nutzung des elektronischen Antragsystems zur Antragstellung easy-online ist dabei verpflichtend. Die notwendigen Internetverweise („Links“) werden vom Projekttrger zur Verfgung gestellt. Die zugehrige Projektbeschreibung erfolgt auf Basis der Bewerbungsskizze. Der Projektantrag wird vom zustndigen Zuwendungsgeber nach formalen Vorgaben und hinsichtlich der Kriterien in Nummer7.2.5 geprft und entschieden.


7.3Weitere Vorschriften


Fr die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie fr den Nachweis und die Prfung der Verwendung und die gegebenenfalls erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheids und die Rckforderung der gewhrten Zuwendung gelten die Verwaltungsvorschriften zu 44 BHO sowie die 48 bis 49a des Verwaltungsverfahrensgesetzes, soweit nicht in dieser Frderrichtlinie Abweichungen zugelassen wurden.


8Inkrafttreten


Diese Frderrichtlinie tritt am Tag nach ihrer Verffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.


Berlin, den 23. November 2015


Bundesministerium fr Bildung und Forschung


Im Auftrag
Kathrin Meyer



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