Bürgernewsletter Oktober 2014

3 jaren geleden


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Liebe Leserin,
lieber Leser,

wir wollen, dass Sie sicher leben - das ist der Leitsatz der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Doch auch Sie selbst können oft schon mit wenigen Mitteln etwas für Ihre Sicherheit tun - wie zum Beispiel rund um das Thema Einbruchschutz. Denn gerade jetzt mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit steigt das Risiko von Wohnungseinbrüchen. Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet 2013 einen vergleichsweise hohen Anstieg der Zahlen bei Wohnungseinbrüchen. Waren es im Jahr 2012 noch 144.117 Fälle, wurden im Folgejahr insgesamt 149.500 Fälle, einschließlich der Einbruchsversuche, erfasst.
Eingebrochen wurde meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- bzw. Fenstertüren, die Einbrecher verursachten dabei einen Schaden von über 427 Millionen Euro. Gleichzeitig stieg jedoch auch die Zahl der Einbruchsversuche, also die Anzahl der gescheiterten Einbrüche, weiter an. Diese Entwicklung ist positiv zu bewerten. Im Jahr 2012 registrierte die Polizei bundesweit über 56.000 Versuche, 2013 gab es einen Anstieg auf über 60.000. Damit bleiben also rund 40% aller Einbrüche im Versuchsstadium stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Maßnahmen.

Um die Bevölkerung verstärkt auf diese Problematik aufmerksam zu machen, findet am 26. Oktober 2014, am Tag der Zeitumstellung, bereits der dritte bundesweite Tag des Einbruchschutzes statt. Rund um das Motto "eine Stunde mehr für mehr Sicherheit"  informiert Sie die Polizei mit ihrer Kampagne K-EINBRUCH  über effektiven Einbruchschutz. Mehr dazu lesen Sie in diesem Newsletter.

So schützen Sie sich am besten vor Einbrechern                                                                           Nicht nur Polizeibeamte, die mit dem Einbruchschutz zu tun haben, wissen, wie sich Einbruchsopfer fühlen: die Verletzung der Privatsphäre, das verlorengegangene Sicherheitsgefühl oder auch möglicherweise schwere psychische Folgen eines Einbruchs sind oft schlimmer als der materielle Schaden.
Aus diesem Grund hat die Polizei gemeinsam mit Kooperationspartnern aus der Wirtschaft die Einbruchschutzkampagne      K-EINBRUCH initiiert, um die Bevölkerung für eine wirksame Einbruchsprävention zu sensibilisieren.
Die Kampagnenwebseite www.k-einbruch.de bietet produktneutrale Informationen der Polizei zum Einbruchschutz. Dazu gehört zum Beispiel das "interaktive Haus", an dem anschaulich erklärt wird, wie man sich vor Einbrechern schützen kann.
Folgende Tipps sollten Sie unbedingt beachten, wenn Sie aus Ihrer Wohnung oder Ihrem Eigenheim gehen:
- Wenn Sie Ihr Haus verlassen - auch nur für kurze Zeit - schließen Sie unbedingt Ihre Haustür ab!
- Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster!
- Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck!
- Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
- Achten Sie auf Fremde in der Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück.
- Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit.

Allerdings ist es mit dem richtigen sicherheitsbewussten Verhalten allein nicht getan. Erfahrungsgemäß erreicht man erst durch ein aufeinander abgestimmtes Zusammenwirken von mechanischer und elektronischer Sicherungstechnik, richtigem Verhalten und personellen und organisatorischen Maßnahmen einen guten Einbruchschutz.

Ausführliche Informationen: http://www.k-einbruch.de/

Mechanische und elektronische Sicherungsmöglichkeiten                                                         Mechanische Sicherungen sollten bei der Sicherungsplanung an erster Stelle stehen. Sie sind die wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz. Einbruchmeldeanlagen verhindern zwar keinen Einbruch, bieten aber einen wichtigen zusätzlichen Schutz. Für Einbrecher wird das Risiko, nach einem Alarm entdeckt zu werden, dadurch wesentlich erhöht. Darüber hinaus hat für manche Täter schon das Vorhandensein einer Einbruchmeldeanlage eine abschreckende Wirkung.
Die Polizei rät Ihnen zum Einbau der richtigen aufeinander abgestimmten mechanischen Sicherungstechnik und einem sicherheitsbewussten Verhalten.
Viele Türen oder Fenster lassen sich im Nachhinein einbruchhemmend nachrüsten.
Für Türrahmen gilt, dass diese mechanisch stabil mit dem Mauerwerk verbunden sein müssen. Verlängerte, mehrfach im Mauerwerk verankerte Schließbleche mit einer Materialstärke von 3 mm erschweren das Aufhebeln im Schlossbereich. Gegen das Aufhebeln im Bandbereich schützen spezielle Bändersicherungen. Bei Schutzbeschlägen ohne Zylinderabdeckung muss der Profilzylinder mit dem Schutzbeschlag außen bündig abschließen. Es gibt Profilzylinder mit integriertem Ziehschutz. Mehrfachverriegelungen können sinnvoll sein. Auch die Anbringung eines Querriegels ist sinnvoll, um den Schutz zu erhöhen. Ein Zusatzschloss mit Sperrbügel erhöht den Sicherheitswert Ihrer Türe.
Bedenken Sie auch, dass Kellereingänge und -fenster, Nebeneingangstüren, Garagentore und -fenster sowie Balkon- und Terrassentüren sowie Dachfenster für Diebe der Weg nach drinnen sein können. Gekippte Fenster oder Balkontüren sind für Einbrecher leicht überwindbar.
Die Maßnahmen für Türblätter, Türrahmen, Türbänder, Türschlösser, Beschläge sowie Schließbleche müssen sinnvoll aufeinander abgestimmt sein, um eine Wirkung zu erzielen. Lassen Sie sich beim Fachmann beraten und diesen alles fachgerecht einbauen.

KfW fördert den Einbau einbruchhemmender Produkte
Neben den alltäglichen Sicherungsvorkehrungen und unterstützenden mechanischen und elektronischen Sicherungsmöglichkeiten gibt es auch für Sanierer oder Eigenheimbauer die Option, zusätzlich von den Förderprodukten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu profitieren. Wichtig dabei ist: der Umbau bzw. Neubau muss zweckgebunden sein, um aus dem Topf der KfW schöpfen zu können. Einen Kredit oder Zuschuss erhalten Eigentümer und Vermieter im Rahmen der Förderprodukte "Energieeffizient Sanieren" und "Altersgerecht Umbauen". So wird beispielsweise der Einbau barrierearmer, einbruchhemmender Türen, der nachträgliche Einbau von Rollläden und Fenstergittern oder die Nachrüstung z. B. mit selbstverriegelnden Mehrfachverriegelungen oder Zusatzschlössern gefördert.
Unter der Rubrik www.k-einbruch.de/foerderung finden Sie alle Informationen zu den Möglichkeiten der staatlichen Förderung von Einbruchschutz.

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Herausgeber:
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
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c/o LKA Baden-Württemberg
Taubenheimstraße
85 70372 Stuttgart
Telefon: 0711 / 54 01 - 20 62,
Telefax: 0711 / 22 68 000,
Internet: http://www.polizei-beratung.de/,
E-Mail: mailto:info@polizei-beratung.de .

Verantwortlicher i.S.d.P. und gemäß § 10 MDStV ist Andreas Mayer.

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