Das ist von der EZB zu erwarten

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Ausgabe vom 06.12.2017
Das ist von der EZB zu erwarten

Das ist von der EZB zu erwarten
von Sven Weisenhaus



Kleiner Hinweis in eigener Sache:
Stockstreet hat vom Nikolaus ein neues Design für die Börse-Intern erhalten. Das haben wir natürlich sofort für Sie umgesetzt. Wir hoffen, dass es Ihnen gefällt.


Viele Grüße
Ihr Stockstreet Team



Nachdem die US-Steuerreform vom Senat durchgewunken wurde, rücken nun die Notenbanken wieder in den Fokus der Anleger. Denn in der kommenden Woche entscheidet am Mittwoch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und am Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB) über die zukünftige Ausrichtung ihrer Geldpolitik.


Inflationsdruck in der Eurozone noch sehr gering


Von der EZB werden allerdings keine neuen Maßnahmen erwartet. Zwar läuft die Wirtschaft der Eurozone immer runder, doch das Hauptziel der EZB, eine Inflation nahe 2 %, ist noch in weiter Ferne. So ist die jährliche Inflation im Euroraum im November 2017 nur leicht gestiegen - laut einer ersten Eurostat-Schätzung auf 1,5 %. Sie erreichte damit lediglich wieder den Wert von August und September, nachdem die Rate im Oktober auf 1,4 % nachgegeben hatte.


Spektakulär ist der aktuelle Anstieg also bei Betrachtung der Entwicklung der vergangenen Monate nicht. Man kann höchstens von einer Stabilisierung bzw. auf Sicht von einem halben Jahr von einem sehr langsamen Anstieg sprechen (im Juni und Juli lag die Rate jeweils bei 1,3 %).


Inflation dürfte in 2018 moderat ansteigen


Dieser Anstieg dürfte sich allerdings vor dem Hintergrund einer sinkenden Arbeitslosigkeit fortsetzen. Die Arbeitslosenquote im Gemeinschaftsgebiet des Euros ist im Oktober 2017 auf 8,8 % weiter gesunken, von 8,9 % im Vormonat. Damit wurde der niedrigste Stand seit Januar 2009 erreicht. In der gesamten EU lag die Arbeitslosenquote sogar nur noch bei 7,4 % - ein weiterer Rückgang gegenüber 7,5 % im September und der tiefste Wert seit November 2008.



(Grafikquelle: Eurostat)


Die Arbeitslosenquote ist ein nachlaufender Indikator und findet daher generell derzeit wenig Beachtung. Zumal auch die Geldpolitik nur indirekt auf diese Daten schaut. Wichtiger ist für die Notenbanken die Inflation. Allerdings kann eine sinkende Arbeitslosigkeit zu steigenden Löhnen führen - steigende Löhne führen zu steigendem Konsum - steigender Konsum führt zu mehr Nachfrage - mehr Nachfrage zu höheren Preisen - und höhere Preise bedeuten höhere Inflation.


Und die Arbeitslosenquote wird weiter sinken. Denn für die kommenden Monate ist weiteres Wirtschaftswachstum zu erwarten, weshalb auch der Personalbedarf weiter zulegen wird. Darauf deuten zumindest die aktuellen Einkaufsmanagerdaten hin.


Einkaufsmanager weiterhin sehr optimistisch


Die Einkaufsmanager in der Eurozone blicken nämlich weiterhin höchst positiv in die Zukunft. Der Markit-Index für das verarbeitende Gewerbe ist im November auf 60,1 Punkte angestiegen, nach 58,5 Punkten im Oktober (siehe folgende Grafik). Er erreichte damit den zweithöchsten jemals gemessenen Wert. Nur im April 2000 gab es einen noch höheren Wert.



(Grafikquelle: tradingeconomics.com)


Noch optimistischer sieht es für die deutsche Wirtschaft aus. Hier legte der Markit- Einkaufsmanagerindex sogar auf 62,5 Punkte zu, von 60,6 Zählern im Vormonat (siehe folgende Grafik). Auch hier wurde der zweithöchste Wert der Historie erreicht. Nur im Februar 2011 stand er mit 62,7 Punkten noch höher.



(Grafikquelle: tradingeconomics.com)


Die deutsche Wirtschaft produziert inzwischen am Anschlag. Es liegen Kapazitätsengpässe vor und die Lieferverzögerungen stehen auf Rekordhoch.


Inflationsziel wird wohl erst Ende 2018 erreicht


Sowohl in der Eurozone insgesamt als auch in Deutschland im Speziellen wird dadurch der Druck auf die Inflation erhöht. Es wird früher oder später zu höheren Verbraucherpreisen kommen. In den vorgelagerten Stufen sind die Preise bereits gestiegen. Bleibt der Anstieg der Inflation beim bisherigen Tempo, wird erst spät im Jahr 2018 die Zielrate der EZB von 2,0 % erreichen. Das passt aber aktuell noch durchaus mit der Geldpolitik der EZB zusammen. Wohl nicht ganz zufällig läuft das QE-Programm der EZB mindestens bis September 2018, wenn auch ab Januar 2018 mit auf 30 Mrd. Euro pro Monat halbierten Anleihekäufen.


Wirtschafts- und geldpolitisch ist alles „im Flow“


Daher wird sich die EZB in ihrem eingeschlagenen Pfad auch mit den aktuellen Konjunkturdaten bestätigt sehen. Änderungen in der Geldpolitik wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Zumal die Notenbank sicherlich erst einmal abwarten wird, wie sich die Halbierung der monatlichen Anleihenkäufe ab Anfang 2018 auswirken wird. Daher wird auch der Einfluss der kommenden Wirtschaftsdaten aus der Eurozone auf die Börsenkurse relativ gering bleiben. Es sei denn, es gibt große Überraschungen. Wirtschafts- und geldpolitisch ist daher derzeit alles „im Flow“.


Was bewegt den DAX?


Den DAX müssen daher aktuell andere Themen bewegen. Aber weil inzwischen auch die Steuerreform, wie eingangs bereits geschrieben, quasi beschlossene Sache ist, dürfte derzeit eigentlich alles in den Kursen eingepreist sein. Und vielleicht ist dies wiederrum ein Grund dafür, dass sich die Anleger derzeit so stark an der runden 13.000er Marke orientieren und diese ihre Anziehungskraft voll ausspielen kann (siehe gestrige Börse-Intern).


Nachdem der DAX heute wieder unter die psychologisch wichtige Marke abgetaucht ist, steuert er sie aktuell wieder von unten an (siehe grüner Pfeil im Chart).


Charttechnisch hat sich also im DAX seit gestern nichts verändert. Wer aber dem gestrigen Rat gefolgt und heute am unteren Ende der Range „long“ gegangen ist, kann schon auf kleine Gewinne blicken.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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