DIE GAZETTE Newsletter 88

4 jaren geleden


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Am 11. Dezember 2012 erschienen:


DIE GAZETTE
36
Winter 2012/2013


Thema: Konsum


Editorial


Wäre der Mensch, schrieb die FAZ neulich, nur dem Menschen ein Wolf, so könnte man sagen, es bleibt in der Familie, und alle andern haben ihre Ruhe. Aber so einfach
ist es nicht. Jedes Tier weiß, wann es satt ist. Nur dieser
Homo sapiens, in all seiner sapientia, weiß nie, wann er genug hat. Dann erfindet er ungeahnte neue Bedürfnisse, zu deren Befriedigung das nächste Stück Natur zerstört wird. Man nennt es Fortschritt. Für uns ist der Tisch gedeckt, sagt das Journal für Gastro­sophie, und wir haben es satt, vom Hunger der Welt zu hören.
Wieviele UN-Armutsberichte braucht es noch, bis wir sehen: Wir leben vom Elend der anderen. Da ist keine
ge­heimnisvolle „Schere“, die sich öffnet, sondern ein System: Die Armen müssen arm bleiben, damit wir reicher werden.


Das Plakat auf Seite 49 in dieser Ausgabe ist vielleicht naiv. Und doch: Hunger ist ein guter Nährboden für Gewalt. Im Elend gedeiht sie. Zwei sehr ungewöhnliche Darstellungen dazu finden Sie in dieser GAZETTE: eine Reportage des portu­gie­sischen Schriftstellers Pedro Rosa Mendes und die Bildstrecke von Wolf Böwig und seinem Team.


Wir schaffen es prächtig, uns gegen solche Zumutungen abzuschirmen, psychisch und militärisch. In der politischen Rede ist „Verzicht“ ohnehin ein schmutziges Wort („Askese“ ein noch schmutzigeres). Alles, wozu sich die deutsche Bundes­kanzlerin in einem offenbar schwachen Moment ein einziges Mal hat hinreißen lassen, war, „eine Kultur des Weniger“ zu fordern. Das ist nun bereits Jahre her, und schon gar nicht hat sie nur die Reichen unter uns gemeint. Seitdem ist Ruhe. Allenfalls, selten, sagt jemand Harmloses, z.B. wir müssten unseren „Lebensstil ändern“ (oder „bewusst einkaufen“). Aber so­lange es geht, irgendwie geht, werden wir unsern Lebensstil nicht ändern. Nichts wird sich ändern. Nicht einmal im schon begonnenen Klimawandel.
Außer wir fangen an, uns – oder wenigstens unser Le­ben – ganz anders zu organisieren.
Fritz Glunk


Das vollständige Inhaltsverzeichnis finden Sie hier.




 


 


 
     



 
 
 

 


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