DRA Newsletter Dezember 2014

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 NEWSLETTER   
DEZEMBER 2014
Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie ber die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Verffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl ber die Aktivitten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org).
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INHALT

1) Der DRA wnscht Ihnen allen frohe Feiertage und ein friedliches 2015. Vielen Dank fr Ihre Untersttzung!


2) Nachruf auf Andreas Schockenhoff: Die Osteuropapolitik verliert einen aufrichtigen, engagierten Menschen


3) Jahresversammlung des EU-Russia-Civil Society Forums beschliet Plne bis 2018 - DRA weiter Trger des Sekretariats


4) Job-Ausschreibung: Finanzmanager/in fr EU-Russia-Civil Society Forum gesucht


5) Runde Tische zur Situation der Menschenrechte und Medien im Ukraine-Konflikt - Humanitre Hilfe fr die Ostukraine dringend notwendig


6) DRA/RNEI in der Ukraine: Ausbau der Fahrradinfrastruktur als Teil einer nachhaltigen Stadtentwicklung


7) DRA-Bildungsreise: Vertreter des Sozialdepartments Moskau erkunden das Jugendhilfe-System in Berlin


8) DRA-Dnhoff-Stipendiaten 2014 aus Russland, der Ukraine und Belarus in Berlin


9) EU-Study weeks 2015 von Vilnius bis Vladivostok -fr Februar jetzt bewerben!


10) Interreligises DRA-Projekt zu Gast in buddhistischen Gemeinden


Projektbersicht

1) Der DRA wnscht Ihnen allen frohe Feiertage und ein friedliches 2015. Vielen Dank fr Ihre Untersttzung!
Liebe Freunde und Freundinnen, liebe Interessenten des DRA! Wir, die MitarbeiterInnen und der Vorstand des DRA, wnschen Ihnen frohe Festtage und ein friedliches Jahr 2015. Wir hoffen sehr, dass das nchste Jahr uns alle wieder zurck bringt auf den Weg guter Nachbarschaft in Europa und dass der DRA dazu erneut beitragen kann. Wir danken Ihnen fr Ihre Untersttzung und Ihr Interesse an unserer Arbeit und wnschen uns, dass Sie uns auch weiter verbunden bleiben. Diesen Jahreswechsel erfahren wir in groer Anspannung: Europa erlebt wieder einen Krieg, viele frchten, er knne sich gar ausweiten. Der Konflikt betrifft unsere Arbeit im DRA ganz unmittelbar - denn er hat die ukrainische, die russische, die deutsche Gesellschaft, uns alle verndert. 25 Jahre nach der Wende mssen wir die Grundlagen friedlichen Zusammenlebens erneut herstellen, dazu gehren offene, aber unverletzliche Grenzen, die Gleichberechtigung der kleineren Lnder wie der greren, das echte Sich-Einander-Annhern ber enge nationale Anstze hinweg. Die tgliche Arbeit des DRA bleibt es, dazu die ffentliche Diskussion zu frdern und eine offene, demokratische Gesellschaft sowie - jetzt erst recht - mglichst viele Brcken, Kooperationen von Menschen, von Organisationen, Institutionen zu bewahren und gar neue zu stiften: deutsch-russische, deutsch-ukrainische, russisch-ukrainische, solche mit Polen und vielen anderen Nachbarn. In diesem Jahr des Konflikts haben viele Menschen selbst das Reisen auf "die andere Seite" schon nicht mehr gewagt. Doch die reale Begegnung ist die Basis fr das Kennenlernen, das Finden von Gemeinsamkeit. Die deutsche Gesellschaft geht ins neue Jahr mit dem Streit, ob Inakzeptables - die Verletzung des Vlkerrechts - geduldet werden soll, wenn dies eine weitere Eskalation verhindert. Der DRA hat sich frh fr das Recht der Ukraine auf Wahrung ihrer territorialen Integritt eingesetzt, weil wir berzeugt sind, dass dieses Recht wichtig ist fr alle, gerade auch fr die russische Gesellschaft. Denn es ist Teil eines internationalen juristischen Rahmens, dessen Achtung uns vor Gewalt schtzen kann, der einen zivilisatorischen Fortschritt bedeutet gegenber den Zeiten stndiger Eroberungskriege, der auch im Inneren unserer Lnder einen achtungsvollen Umgang mit den anderen - Nachbarlndern, Migranten von dort - vermitteln kann. Der DRA wird sich dieser Aufgabe weiter engagiert widmen. Bitte untersttzen Sie uns darin - mit Spenden (siehe HIER), ohne die unsere Arbeit nicht mglich wre; mit einer Weitergabe unserer Informationen, dem Besuch unserer Veranstaltungen, mit offenen, auch kritischen Hinweisen. Wir freuen uns auf die weitere Arbeit. Ihnen allen ein glckliches 2015! Ihr DRA
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2) Nachruf auf Andreas Schockenhoff: Die Osteuropapolitik verliert einen aufrichtigen, engagierten Menschen
Der pltzliche Tod des langjhrigen Russland-Koordinators der Bundesregierung, Andreas Schockenhoff, ist ein groer Verlust. Dies gilt fr alle, die mit ihm zusammengearbeitet haben, auch fr den DRA. Aber bei weitem nicht nur fr diese - es gilt fr die deutsche und europische Gesellschaft insgesamt. Denn Andreas Schockenhoff war ein Mensch und Politiker, der aufrichtig und mit unbeirrbarem, inneren Anstand die Gesellschaft weiterentwickeln wollte. Er, der als Romanist aus Baden-Wrttemberg von frh an fr die Annherung der Deutschen und Franzosen eingestanden hatte, betrat 2006 persnliches Neuland in der Arbeit mit Russland und Osteuropa. Aber er hat sich dieser Aufgabe, Koordinator "fr die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland" zu sein, ernsthaft, intensiv und facettenreich angenommen, er hat dem Amt zu einer ffentlich erlebbaren Bedeutsamkeit verholfen, und er hat gezeigt, wie man in der Sphre der Politik, in der die Beteiligten nicht selten zynisch agieren Umgebung notwendige grundstzliche Werte aufrecht erhlt. Andreas Schockenhoff war ein Auenpolitiker, der Demokratie und Menschenrechte noch fr mehr hielt als bloe Versatzstcke im diplomatischen Balancespiel und der es immer wichtig fand, auch fr einzelne Menschen und einzelne Initiativen zu ringen, die sich fr diese Grundwerte eingesetzt haben. Er hat dafr Konflikte nicht gescheut, wo sie unumgnglich waren, um Realitten nicht zu verzerren. Viele haben ihn als "Putin-Kritiker" simplifiziert und die Grnde fr solche Kritik zu gering geschtzt, wie gerade die Geschehnisse des Jahres 2014 zeigen. Viele haben ihn gar als "Russland-Gegner" denunziert und sich dem Gedanken verweigert, dass eben solch authentisches Eintreten fr die zivilgesellschaftliche Krfte, fr ehrliche Wahlen, fr pluralistische Prinzipien und Rechtsstaatlichkeit das sein drfte, was die russische Gesellschaft am meisten voranbringen knnte, selbst wenn dazu Dissens mit Vertretern der Regierung - sei es in Russland oder in Deutschland - notwendig sein sollte. Andreas Schockenhoff hat im Herbst 2012 aus dieser Erkenntnis heraus eine wichtige Entschlieung des Bundestages gegen die autoritren Entwicklungen der russischen Fhrung mit initiiert und eine Mehrheit dafr erreicht, als nach der Rckkehr von Prsident Putin die Protestbewegung des Winters 2011/2012 mit Gewalt der Sicherheitskrfte und mit repressiven Gesetzen gegen unabhngige Nichtregierungsorganisationen und Medien zermahlen wurde. Auch Schockenhoffs jahrelanger, bis zuletzt gefhrter Einsatz fr eine Reform des "Petersburger Dialogs", in dem dieser endlich mehr thematische Offenheit, innere Transparenz und eine relevante Beteiligung unabhngiger NGOs auf allen Ebenen etablieren wrde, hat ihn bekannt gemacht. Er hat in diesen Jahren letztlich doch viel bewegt, gerade auch im Bewusstsein der ffentlichkeit. Er hat die Aufmerksamkeit geschrft fr das, was offene Gesellschaften zusammenhalten kann und muss. Und er hat darin auch viele zusammengebracht. Sein Andenken zu achten heit, in den Beziehungen mit Russland und Osteuropa diese anspruchsvolle, engagierte Arbeit fortzusetzen, in der europischen Politik wie in der Zivilgesellschaft.
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3) Jahresversammlung des EU-Russia-Civil Society Forums beschliet Plne bis 2018 - DRA weiter Trger des Sekretariats
Der DRA soll das Sekretariat des EU-Russland-Zivilgesellschaftsforums (CSF) noch fr weitere drei Jahre - von 2015 bis 2018 - betreuen. Diese Entscheidung trafen die Mitgliedsorganisationen des CSF zum Abschluss ihrer Jahresversammlung ("General Assembly") vom 27.-29. November in Tallinn. Drei Tage lang diskutierten rund 80 der mittlerweile 140 CSF-Mitglied-NGOs in der estnischen Hauptstadt aktuelle Aufgaben und die mittelfristige Entwicklung des Forums. Angesichts der Annexion der Krim, des Krieges in der Ostukraine und der Krise in den EU-Russland-Beziehungen erklrte das Forum die Strkung von Kontakten zur Zivilgesellschaft in den Lndern der "stlichen Partnerschaft" zu einem der vorrangigen Anliegen. Auch die Solidaritt der NGOs miteinander, nicht zuletzt solchen, die in Russland als "auslndische Agenten" diffamiert werden, wurde als eine der zentralen Aufgaben beschlossen. Im Gegensatz zur General Assembly 2013 in Den Haag, als merkliche Konflikte zwischen sozial und menschenrechtlich orientierten NGOs zu spren waren, war in Tallinn das Gefhl der Einigkeit prgend. In einer Strategie-Beratung wurde festgelegt, dass das Forum auch weiterhin fr eine thematisch vielfltige Arbeit stehen und sich fr EU- und Russland-Fragen gleichermaen engagieren soll, dass es Arbeitsbeziehungen zu staatlichen Vertretern in der EU, aber auch in Russland weiter entwickeln wird, trotz der repressiven Innenpolitik gegen unabhngige NGOs und Medien in Russland. Die sechs Arbeitsgruppen des CSF beschlossen ihre Plne fr 2015 und teilweise die Folgejahre. Die EU-Kommission hat fr die Zeit ab Herbst 2015 eine weitere, dreijhrige Frderung des CSF aus dem neuen Programm "Partnership Instrument" in Aussicht gestellt. Die Durchfhrung der Jahresversammlung wurde von der Open Estonia Foundation, dem estnischen Auenministerium, der Europischen Union und der Open Society Foundation untersttzt. Aktuelle Informationen siehe: www.eu-russia-csf.org.
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4) Job-Ausschreibung: Finanzmanager/in fr EU-Russia-Civil Society Forum gesucht
Das Zivilgesellschaftsforum EU-Russland (CSF) sucht zum 15. Februar 2015 eine/n Finanzmanager/in fr die finanzseitige Betreuung der von der EU-Kommission und weiteren Frderern untersttzten Projektarbeit des CSF. Dies schliet die Abwicklung der laufenden Mittelverwendung, ihre Planung, Abrechnung, die Durchfhrung des Abschlussaudits sowie die entsprechende Koordination von Partnern im Projektkonsortium ein. Arbeitsort ist das Sekretariat des CSF im Berliner Bro des DRA. Die Stelle ist als Teilzeitstelle im Umfang von 60% der regulren Arbeitszeit (24 h/Woche) kalkuliert. Eine Erhhung dieses Umfangs ist mglich im Falle der individuellen Vereinbarung zur bernahme weiterer Aufgaben im Finanzmanagement von Projekten des DRA. Weitere Details zur Ausschreibung und Bewerbung finden Sie auf www.eu-russia-csf.org oder www.austausch.org bzw. HIER.
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5) Runde Tische zur Situation der Menschenrechte und Medien im Ukraine-Konflikt - Humanitre Hilfe fr die Ostukraine dringend notwendig
Die BewohnerInnen der Ostukraine brauchen kurzfristig weit mehr humanitre Hilfe, um die Versorgungsprobleme durch den seit einem halben Jahr andauernden Krieg in der Region zu bewltigen. Der Winterbeginn hat die Lage noch verschrft. Auch die EU, darunter die Bundesregierung, die international ttigen Hilfswerke und die deutsche Bevlkerung, ist dringend aufgerufen, mehr Untersttzung zu leisten. Dies ist eines der Ergebnisse von zwei Runden Tischen zur Situation der Menschenrechte und der Medien im Ukraine-Konflikt, zu der das EU-Russia-Civil Society Forum, der Europische Austausch und die Menschenrechtsgruppe Charkiv am 16. bzw. 17. Dezember je rund 30 VertreterInnen fhrender NGOs und nichtstaatlicher Medien nach Berlin eingeladen hatten. Partner beim Runden Tisch Medien waren zudem der DRA, Reporter ohne Grenzen und n-ost. Ziel war es, das Engagement zur engeren Verbindung von NGOs und Medien aus Russland, der Ukraine und der EU fortzusetzen. Mehrere Beteiligte von Menschenrechtsmonitorings in der Ostukraine schilderten beim ersten Runden Tisch im Bundestag, dass vornehmlich auf Seiten der Separatisten immer wieder Flle von Folter, Verschwinden von Personen und zum Teil auch Mord zu verzeichnen sind. Dies betraf in geringerem Mae auch die Krim. Refat Chubarov vom krimtatarischen Parlaments Medshlis berichtete von der massiven Beschdigung der Rechte der Krim-Tataren auf der annektierten Halbinsel. In Bezug auf die ukrainische Seite ging die Kritik vor allem an Freiwilligenbataillone, die sich, so besttigten mehrere ukrainische und russische Redner, Gewaltverbrechen schuldig gemacht htten. Kontrovers wurde errtert, ob ein Bericht von Human Rights Watch (HWR), demzufolge die ukrainische Armee Streubomben eingesetzt haben soll, ausreichend belegt ist und wie mit der Information htte umgegangen werden sollen. Tatjana Lokshina (HRW, Moskau) verteidigte die Publikation. Vor allem beim Runden Tisch zum Thema "Zwischen Propaganda und Gegenpropaganda: Verteidigung des Qualittsjournalismus" in der Heinrich-Bll-Stiftung stellten sich viele hinter die Position, dass eine vollstndige Information ber geprfte Fakten der erste Schritt sei, um die massive Verzerrung und zum Teil Flschung von Informationen zu berwinden, die vor allem in Russland organisiert wird, aber auch in anderen Lndern ihre Spuren hinterlassen hat. Wichtig sei es, eine bessere Prfung von Informationen wieder zum Standard zu machen sowie die diesbezgliche internationale Kooperation von NGOs und mit brgernahen, dezentralen Medien zu strken. Auch die Einrichtung eines neuen russisch-sprachigen Fernsehprojekts wurde von mehreren Beteiligten propagiert. Beteiligt an den Diskussionen waren u.a. Tetiana Matychak (Stop Fake, Kiev), Roman Skrypin (Hromadske TV, Kiev), Agnieszka Romaszewska-Guzy (Belsat; Warschau), Peter Pomerantsev (Legatum Institute, London), Sergey Buntman (Ekho Moskvy), Maria Stepanova (Colta.Ru, Moskau), Svetlana Gannushkina (Grazhdanskoe Sodeistvie), Oleg Orlov (Memorial, Moskau), Roman Romanov (International Renaissance Foundation, Kiev), Yevhen Zakharov (Menschenrechtsgruppe, Kharkiv). Die beiden Runden Tische wurden vom Auswrtigen Amt finanziell gefrdert.
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6) DRA/RNEI in der Ukraine: Ausbau der Fahrradinfrastruktur als Teil einer nachhaltigen Stadtentwicklung
Wie knnen Fahrradaktivisten erreichen, dass staatliche Gelder in den Ausbau der stdtischen Fahrradinfrastruktur flieen? 25 TeilnehmerInnen aus 19 ukrainischen Stdten trafen sich am 13. und 14. Dezember in der Kleinstadt Bila Tserkwa bei Kiew, um Antworten auf diese Frage zu finden. Im Rahmen des Trainings "Einfluss von Fahrradaktivsten auf die Verwendung von Haushaltsgeldern", das der DRA, das Russisch-Deutsche Bro fr Umweltinformation (RNEI) und die Kiever Assoziation der Fahrradfahrer durchfhrten, erluterte Jurij Moklytsia, Fahrradaktivist und Politikberater, zunchst die bestehenden Verfahren zur Festlegung der Kommunalhaushalte in der Ukraine. Deutlich wurde dabei, dass es an technischen Normen fr den Ausbau der Fahrradinfrastruktur fehlt, die staatlichen Strukturen nicht den Bedrfnissen der Zivilgesellschaft entsprechen und ein dringender Reformbedarf hinsichtlich der Brgerbeteiligung besteht. Die Trainerin Irina Bondarenko, die auch Koordinatorin der Kiewer Fahrradassoziation ist, machte die Fahrradaktivisten mit Grundlagen der Presse- und Kampagnenarbeit vertraut. Zum Schluss entwickelten die TeilnehmerInnen selbst Ideen fr Kampagnen in ihrer Region, mit denen die ffentlichkeit fr den Ausbau der Fahrradinfrastruktur gewonnen werden soll. Vom 19. bis 21. Dezember fand zudem in Kiew ein zweiter Workshop zu einem weiteren konkreten Schwerpunkt der Urbanistik statt: "Die Zukunft des ehemaligen Messegelndes VDNH: Brgerbeteiligung an einer nachhaltigen Stadtentwicklung". Die Workshop-Reihe zur nachhaltigen Stadtentwicklung in der Ukraine wurde von Brot fr die Welt und dem Auswrtigen Amt gefrdert und soll 2015 fortgesetzt werden. Informationen zum Programm RNEI siehe: www.rnei.de / www.rnei.ru.
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7) DRA-Bildungsreise: Vertreter des Sozialdepartments Moskau erkunden das Jugendhilfe-System in Berlin
Gemeinsam mit dem Moskauer Institut fr Weiterbildung von Fach- und Fhrungskrften des Sozialsystems beim Moskauer Departement fr Soziales organisierte der DRA vom 8.-13. Dezember 2014 eine weitere Bildungsreise in Berlin. Thema des Besuchs von 21 Beamten, Pdagogen, Dozenten und Sozialarbeitern aus Moskau und dem sdrussischen Gebiet Astrachan war die "Sozialpdagogische Betreuung von verhaltensaufflligen Kindern und Jugendlichen in Berlin". Auf Treffen in der Senatsverwaltung fr Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin und beim Berliner Kindernotdienst bekamen die Teilnehmer der Gruppe einen berblick ber die "Hilfen zur Erziehung" und das System der Berliner Kinder- und Jugendhilfe. Die praktische Arbeit von freien Trgern der Kinder- und Jugendhilfe wurde der Gruppe beim Elisabethstift und dem Evangelischen Jugend- und Frsorgewerk erlutert. Details zur Weiterbildung von Sozialpdagogen erfuhren die Gste im Sozialpdagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB). Fr April 2015 wurde eine weitere Bildungsreise verabredet.
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8) DRA-Dnhoff-Stipendiaten 2014 aus Russland, der Ukraine und Belarus in Berlin
Seit mehr als zehn Jahren frdert die Marion-Dnhoff-Stiftung ein Freiwilligenprogramm fr junge Menschen aus Belarus, der Ukraine und Russland. Die Freiwilligen arbeiten fr sechs Monate in gemeinntzigen Einrichtungen und Organisationen in Berlin und nehmen an einem umfangreichen Bildungsprogramm zur Geschichte, Gesellschaft, Politik und Kultur Deutschlands teil. Das Programm wird vom Deutsch-Russischen Austausch organisiert und durchgefhrt. Auch in diesem Herbst befinden sich wieder vier Stipendiatinnen in Berlin, sie stammen aus Kirov und Minsk, aus Kiew und Odessa. Die Teilnehmerinnen sind bei der Berliner AIDS-Hilfe e.V., dem EU-Russia Civil Society Forum, dem DRA e.V. und der Kunstschule Prib ttig. Pnktlich zur Halbzeit des Programms fand Mitte Dezember das Zwischenseminar statt. Der Rckblick auf das bisherige Programm und die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt der Stipendiatinnen standen im Mittelpunkt des Seminars. Die Grndung einer "DRA-Dnhoff-Alumni"-Gruppe ist das aktuelle, gemeinsame Werk der Teilnehmerinnen. Ziel dieser Gruppe ist es, ein Netzwerk der ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten zu bilden, den Austausch und die Kooperation zu frdern, gemeinsame Projekte zu entwickeln und zu verwirklichen und so die Grundidee des Dnhoff-Programms weiter leben zu knnen. Ein Wiedersehenstreffen fr die Alumni im Herbst 2015 ist ebenfalls angedacht.
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9) EU-Study weeks 2015 von Vilnius bis Vladivostok -fr Februar jetzt bewerben!
Das Programm "EU-Study weeks" des DRA fr russische Studierende und Aspiranten wird 2015 fortgesetzt. Die Geografie der mehrtgigen Seminare erreicht dann eine maximale Ausdehnung - von Vladivostok in Fernost bis zur litauischen Hauptstadt Vilnius. Schon 2014 erstreckte sie sich von Irkutsk am Baikalsee bis zur estnischen Stadt Narva an der russischen Westgrenze. In Vilnius startet die erste EU-Study-week vom 27. Februar bis 1. Mrz. Diskutiert werden dort u.a. die aktuelle Krise der EU-Russland-Beziehungen mit Experten aus Russland, der Ukraine und der EU, sowie die disparaten Deutungen der sowjetischen Geschichte mit Historikern wie Alvydas Nik?entaitis (Vilnius) und Alexander Chubaryan (Moskau). Einbezogen werden auch polnische und litauische Studenten. Noch bis zum 27. Januar knnen sich InteressentInnen aus Nordwestrusslands und dem Kaliningrader Gebiet um Teilnahme bewerben (siehe www.eu-studyweeks.ru). Der DRA leitet das Programm seit 2013, nachdem er eine entsprechende Ausschreibung der EU-Delegation in Moskau gewonnen hatte.
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10) Interreligises DRA-Projekt zu Gast in buddhistischen Gemeinden
Samsara, Nirwana, Wiedergeburt: Was genau ist darunter eigentlich zu verstehen? Um Einblicke in die Welt- und Lebenssicht des Buddhismus ging es am 14. Dezember im DRA-Projekt "glauben. leben. in berlin". Eine interreligis gemischte Gruppe besuchte zunchst die Buddhistische Gesellschaft Berlin e.V. in Berlin-Steglitz. Dessen Vorstandsvorsitzender, Rainer Noack, und Renate Noack, die bisher einzige Lehrkraft fr Buddhismus an Berliner Schulen, beantworteten hier viele Fragen, u.a. auch zum Vergleich mit den abrahamitischen Religionen (Gottesvorstellung, Gebet). Anschlieend wurde die Gruppe im Rigpa-Zentrum e.V. in Berlin-Charlottenburg von einem tibetischen Khempo (Gelehrten) herzlich begrt, der noch einmal kurz die Grundzge des Buddhismus umriss und den Wunsch nach Frieden als eine Gemeinsamkeit der Religionen hervorhob. Kirsten Czeczor und Annemarie Schurzmann bernahmen es danach, Einzelheiten des Raums zu erlutern, etwa die groe Buddha-Statue, die "thangkas" (Rollbilder) mit Darstellungen aus dem Leben Buddhas und die "pechas" (Aufzeichnungen der Worte des Buddha und Kommentare). Abschlieend wurden die Besucher zu zwei kurzen Meditationen angeleitet. Fotos und weitere Infos zu der Begegnung unter www.glaubenlebeninberlin.de. Der DRA fhrt "glauben. leben. in berlin" in Kooperation mit der Jdischen Gemeinde zu Berlin und dem muslimischen Interkulturellen Zentrum fr Dialog und Bildung (IZDB) durch. Das Projekt wird vom Europischen Integrationsfonds und vom Paritter Berlin kofinanziert.
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Die Projekte des DRA e.V. Berlin / DRA St. Petersburg im berblick
DRA e.V. Berlin
Berufsbildungszentrum in Nordossetien
Russisch-Deutsches Bro fr Umweltinformation
glauben. leben. in berlin
Jugendarbeit in der Stdtepartnerschaft Berlin - Moskau
PAROM Praktikumsagentur Russland, Ost- und Mitteleuropa (fortlaufend)
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
Deutsch-Russische Herbstgesprche
DRA St. Petersburg
EU Study Weeks
www.eu-studyweeks.ru
Europische Freiwilligenagentur St. Petersburg (fortlaufend)
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
ANTISTAMP - Trainings zur interkulturellen Kommunikation ANTISTAMP
Au-Pair-Programm "Novye vosmoschmosti" ("Neue Mglichkeiten")
www.obmen.org/Au-Pair
"Hier im Rajon" - Schlersozialprojekt in Kooperation mit dem Gymnasium Nr. 295
Die "Lebende Bibliothek " - Projekt zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Identitten
Schivaja biblioteka
Weitere Projekte und Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales
Informationen zu den angefhrten Projekten unter www.obmen.org
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