DRA Newsletter Februar 2015

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 NEWSLETTER   
FEBRUAR 2015
Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie ber die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Verffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl ber die Aktivitten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org).
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INHALT

1) Heute, Di, 3. Mrz, 19.30 Uhr, Berlin: Podiumsdiskussion mit Tatjana Kursina, NGO "Perm36", und Sergej Lukaschevskij, Sacharov-Zentrum, Moskau, ber Lage der NGOs in Moskau


2) Zum Mord an Boris Nemzov: Mut gegen Menschenverachtung, Information statt Schweigen


3) EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum diskutiert eigene Entwicklung - Frieden wird zur Prioritt


4) "Immer wieder verschwinden Leute" - Menschenrechtler berichten von der Situation im Nordkaukasus - Ausstellung noch bis 20. Mrz in Berlin


5) RBB berichtete ber interreligises Projekt des DRA - Einladung zu Geschichtenwettbewerb


6) Wer schtzt das Welterbe, wenn nicht wir? NGO World Heritage Watch beginnt ihre Arbeit, DRA und RNEI gehrten zu den Initiatoren


7) Publikation der Friedrich-Ebert-Stiftung mit Beteiligung des RNEI zur Rolle von Fahrradfahrern beim Wandel stdtischer Verkehrssysteme


8) Lernen in Berliner NGOs: Abschluss des Marion-Dnhoff-Stipendienprogramms


9) Stdtepartnerschaft Berlin-Moskau: Manahmenplan im Bereich der Familien- und Jugendpolitik fr 2015 vereinbart - DRA weiterhin Koordinator


10) Comic, Film und die groen gesellschaftlichen Herausforderungen: Breit gefchertes Programm des DRA St. Petersburg bei der Deutschen Woche an der Newa


11) 5. Mrz, 18 Uhr, Ausstellungserffnung: "Der groe Terror 1937-1938 in der Sowjetunion", Potsdam, Haus der Brandenburgisch-Preuischen Geschichte - bis 19. April


Projektbersicht

1) Heute, Di, 3. Mrz, 19.30 Uhr, Berlin: Podiumsdiskussion mit Tatjana Kursina, NGO "Perm36", und Sergej Lukaschevskij, Sacharov-Zentrum, Moskau, ber Lage der NGOs in Moskau
Zu einer Debatte ber die aktuellen Bedingungen und Gefhrdungen von unabhngigem gesellschaftlichem Engagement in Russland laden das EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum, Amnesty International Deutschland und die Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte am 3. Mrz, 19.30 Uhr, in Berlin ein. Die Vorbereitung der Veranstaltung mit dem Titel "Die Angst vor der "fnften Kolonne"?" wurde auch vom DRA Berlin untersttzt. Es sprechen Sergej Lukaschevskij, Direktor des Sacharov-Zentrums in Moskau, Tatjana Kursina, Direktorin der NGO "Gedenkzentrum fr die Geschichte der politischen Verfolgungen Perm-36", Perm, sowie Prof. em. Wolfgang Eichwede, Grndungsdirektor der Forschungsstelle Osteuropa der Universitt Bremen. Es moderiert Peter Franck, Russlandexperte von Amnesty International, Berlin (siehe HIER). Nachdem es zunchst schien, als wrden die russischen Behrden das "Gesetz ber NGOs als auslndische Agenten" von 2012 eher als Drohkulisse nutzen, trug nun das Justizministerium bis Anfang Februar 2015 schon 37 NGOs als "auslndische Agenten" in das entsprechende Register ein, u.a. solch renommierte wie das Sacharov-Zentrum und das Menschenrechtszentrum Memorial in Moskau. Aktuell luft eine weitere Welle von berprfungen gegen NGOs, darunter der DRA St. Petersburg, die vermutlich zu einer Erweiterung der Liste fhren wird. Verfolgt werden unabhngige NGOs aber nicht nur ber das "Agentengesetz. In Perm wurde die NGO "Perm36" gerade aus dem von ihr aufgebauten, russlandweit einzigartigen Gulag-Museum "Perm-36" gedrngt. Heute Abend soll daher u.a. diskutiert werden: Wie wirkt sich ein solches Vorgehen des Staates aus? Welche Handlungsoptionen gibt es noch fr die betroffenen NGOs? Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Berlin, Greifswalder Str. 4.
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2) Zum Mord an Boris Nemzov: Mut gegen Menschenverachtung, Information statt Schweigen
Der Mord an Boris Nemzov hat der russischen Gesellschaft erneut einen wichtigen Menschen und Brger genommen - einen, der sich stets etwas bewahrt hat, das jede Gesellschaft braucht: Er blieb mutig auch angesichts immer grerer persnlicher Gefahren, die aus einem menschenverachtenden Verstndnis von Politik und ffentlichkeit erwachsen. Und er setzte auf Informationen, die zur offenen Diskussion und zur Kontrolle der Regierenden beitragen konnten, wo letztere lieber Schweigen gesehen htten. Der Mord an Boris Nemzov ist nicht nur kaltbltig und emprend. Er zeigt auch erneut, dass im derzeitigen Russland - in einer durch unaufhrliche Propaganda der Fhrungselite und ihrer Medien vergifteten Atmosphre - jeder sein Leben riskiert, der gegen die fortschreitende Monopolisierung von Macht und Meinung angeht. Jeder, der wie Nemzov Fakten und Fragen zu undemokratischen Verhltnissen und Korruption ffentlich macht, sei es bezglich Sotschi, der Wahlen, des Ukraine-Krieges - und der gar in Zweifel zieht, dass \"Krym nash\" sei, dass also die ukrainische Halbinsel zu Russland gehre. Es ist unwahrscheinlich, dass der Mordauftrag direkt aus der Fhrungsspitze erging. Aber die abgeschmackte Schadenfreude, die danach aus vielen Kommentaren russischer Nationalisten herauszulesen war, macht betroffen. Sie legt offen, wie weit mit der aggressiven neoimperialen Ideologisierung auch ethische und schlicht zwischenmenschliche Grundlagen der Gesellschaft verloren gehen. Eine offene, schonungslose Aufklrung des Mordes ist jetzt absolut notwendig - dass sie kommt, ist alles andere als sicher: Die Staatsanwaltschaft lsst bei ihren Ermittlungen in verschiedene Richtungen ausgerechnet jene Hypothese aus, es knne sich um eine von radikalen Nationalisten, Sicherheitskrften oder anderen Untersttzern der aktuellen Regierungspolitik begangene Untat handeln, die dem liberalen Kritiker Nemzov konkret und der Opposition als Ganzes gegolten habe. Der Staatssender NTW hat nach dem Mord immerhin eine weitere, schon angekndigte Folge seiner angeblichen Aufklrungsreportagen ber die russische Opposition zurckgezogen, in der auch Nemzov erneut wie ein Anhngsel auslndischer Krfte aussehen sollte. Dass die aktuelle politische Elite in Moskau die eigenstndigen berzeugungen der Brger in Russland - und brigens auch im Ausland - so gering einschtzt, dass sie Macht und Meinung fr lngerfristig monopolisierbar hlt, wird sich eines Tages wohl als einer ihrer grten Irrtmer erweisen. Fr die unabhngige zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit in und mit Russland ist der Mord an Boris Nemzow ein weiteres schlechtes Vorzeichen. Sie muss und wird dennoch weitergehen - so lange es irgend geht.
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3) EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum diskutiert eigene Entwicklung - Frieden wird zur Prioritt
Die mittelfristige Entwicklung des EU-Russland-Zivilgesellschaftsforums (CSF) hat dessen Strategiegruppe Mitte Februar in St. Petersburg errtert. Dazu gehrten sowohl die Anforderungen an eine knftige juristische Registrierung des Forums als auch die Definition der wichtigsten Vorhaben fr die Jahre 2015-2018, in denen der DRA Berlin das Sekretariat des Forums erneut betreuen wird. Als ausdrckliche neue Aufgabe ist die Untersttzung von Friedensbemhungen im europischen Raum hinzugekommen - eine Reaktion auf den Krieg um die Ostukraine. Ausfhrlich diskutiert wurde auch die erwnschte Balance zwischen der Befassung mit Fragen von NGOs in der EU und der russischen Gesellschaft. Sie wird weiter angestrebt, obwohl sie schwer zu realisieren ist in einer Zeit, in der viele russische NGOs, zumal die international ttigen, massiv durch den Staat verfolgt werden (s.o.) und natrlich die gegenseitige Untersttzung und Solidaritt eine weitere Prioritt der Mitglieder ist. ber den Entwurf der Strategie, der im November auch auf der CSF-Generalversammlung vorbereitet worden ist, sollen bis zum April alle mittlerweile 145 Mitgliedsorganisationen abstimmen.
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4) "Immer wieder verschwinden Leute" - Menschenrechtler berichten von der Situation im Nordkaukasus - Ausstellung noch bis 20. Mrz in Berlin
"Das Verschwinden von Menschen und Folter mit Strom sind leider bei den Sicherheitskrften im Nordkaukasus nicht selten", resmiert ein Jurist aus der Filiale der NGO Memorial in Inguschetien am 24. Februar im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte bei der Erffnung der Ausstellung "Geschichten ohne Ende - Ungestrafte Gewalt im Nordkaukasus". Noch bis 20. Mrz sind dort zwlf konkrete Flle von Menschenrechtsverletzungen in der Region zu sehen. Veranstalterin ist die Prager NGO "People in Need" (www.clovekvtisni.cz/en). Sie verleiht die Ausstellung auch, um so Aufmerksamkeit fr die Probleme zu schaffen und Menschenrechtsaktivisten zu untersttzen. In Berlin wurde sie vom DRA und idecembrists vorbereitet. Den Auftakt zur Erffnung bildete der Dokumentarfilm "Zelim's Confession" (www.zelimsconfession-film.com) ber die Folter an einem jungen Inguschen, und der Jurist besttigte, was die Moskauer Menschenrechtlerin Svetlana Gannuschkina in dem Film erklrt: Immer wieder wrden Vertreter der Sicherheitskrfte Menschen entfhren. Das sei ein Geschft - einige der Entfhrten brchten Lsegeld ein, andere wrden willkrlich zu Terroristen erklrt, meist gettet und zwecks Prmie als Erfolg abgerechnet; dritte schlielich kmen mit erfundenen Anschuldigungen vor Gericht, um die Liste "aufgeklrter Verbrechen" zu verlngern. Um solche Praktiken zu verhindern, bruchte es laut Sergej Babinets vom "Komitee gegen Folter" vor allem eine Reform der Gerichte, da sie Folter noch oft ignorieren, sowie den politischen Willen dazu - beides aber fehle. Jenseits des Nordkaukasus sei das "Verschwindenlassen" in Polizeistrukturen selten. Aber gerade konflikttrchtige Republiken wie Tschetschenien, Dagestan und Inguschetien erhielten ihre fderalen Subventionen auch mit Hinblick auf den Kampf gegen Terrorismus. Zelim, der junge Ingusche, wagte als einer von wenigen, ber die Folter zu berichten. Er lebt heute in Oslo, lebt einen schlichten, aber sicheren Alltag, berichtet Natalia Mikhailova, die Regisseurin des Films. Ohne die Ausreise wre er wohl kaum zur Ruhe gekommen, glaubt Sergej Babinets: Wer wie Zelim ber die Verbrechen aussagt, wird oft noch jahrelang von den Sicherheitskrften aus der Region verfolgt. - Die Ausstellung im Internet, Kontakt fr Anfragen zum Ausleihen siehe: www.bezkonce.com/en.
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5) RBB berichtete ber interreligises Projekt des DRA - Einladung zu Geschichtenwettbewerb
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg hat am 1. Mrz, 18.30 Uhr, in seinem deutsch-polnischen TV-Magazin "Kowalski und Schmidt" eine Reportage ber das interreligise Projekt "glauben. leben. in berlin" gesendet, das der DRA in Kooperation mit der Jdischen Gemeinde zu Berlin und dem muslimischen Interkulturellen Zentrum fr Dialog und Bildung (IZDB) durchfhrt. Der Beitrag ist online noch vier Wochen lang in der rbb-Mediathek abrufbar. Die Aufnahmen entstanden unter anderem beim Besuch des Hindu-Tempels Kurukshetra in Berlin-Reinickendorf am 15. Februar. Er schloss eine Reihe von Gemeindebesuchen in Berlin ab, die berwiegend jungen TeilnehmerInnen zweimal in die Neue Synagoge sowie in zwei Moscheen, in eine protestantische und eine katholische Kirche, zwei buddhistische Gemeinden und in die Bah'-Gemeinde gefhrt hatte. Krzlich stattgefunden hat im Rahmen des Projektes auch ein Filmabend im IZDB am 4. Februar, bei dem der Spielfilm "Monsieur Claude und seine Tchter" eine nachdenkliche Diskussion ber die Problematik interreligiser Vorurteile ausgelst hat. Das Projekt wird noch bis Ende Mrz mit weiteren Veranstaltungen fortgefhrt: Geplant sind ein Aktionstag v.a. mit muslimischen und jdischen Jugendlichen am 1. Mrz, ein Geschichtenwettbewerb, an dem jede/r teilnehmen kann (Einsendeschluss 9. Mrz), ein kulinarisches Treffen "Wie schmeckt koscher und halal?" am 15. Mrz und eine Abschlussprsentation. Infos zu allen Veranstaltungen (einschl. Anmeldemglichkeit) unter www.glaubenlebeninberlin.de. "glauben. leben. in berlin" wird aus Mitteln des EIF und des Paritters Berlin kofinanziert.
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6) Wer schtzt das Welterbe, wenn nicht wir? NGO World Heritage Watch beginnt ihre Arbeit, DRA und RNEI gehrten zu den Initiatoren
Am 7. Mrz erffnet in Berlin die neue Nichtregierungsorganisation World Heritage Watch e.V. (WHW) ihr Bro. Sie setzt sich zur Aufgabe, die Sttten des UNESCO-Weltkultur- und Weltnaturerbes zu schtzen. Die Organisation, die bereits im vorigen Jahr registriert wurde, nimmt damit nun offiziell die Arbeit auf. Initiiert wurde sie als Ergebnis des I. Internationalen NGO-Forums "Protection of World Heritage Properties" ("Schutz der Welterbesttten") im Juni 2012 in St. Petersburg, das u.a. von Ecom, Greenpeace, dem DRA Berlin, DRA (NRO) St. Petersburg und dem Russisch-Deutschen Bro fr Umweltinformation (RNEI) organisiert worden war. Auf dem damaligen Forum unmittelbar vor der offiziellen UNESCO-Jahrestagung am gleichen Ort war deutlich geworden, dass staatliche und private Interessen, wie sie zum Beispiel bei Industrialisierung, Modernisierung, Rohstofffrderung oder Tourismus hervortreten, das globale Erbe in vielen Fllen bedrohen. Es bedarf daher dringend einer Koordinierung und Untersttzung zivilgesellschaftlicher Aktivitten zu diesem Thema, um die inzwischen ber 1.000 UNESCO-Kultur- und Natursttten in 161 Lndern wirksam zu schtzen bzw. die Staaten an ihre Verpflichtungen zur Bewahrung und Pflege der Sttten zu erinnern. World Heritage Watch e.V. will ein weltweites Netzwerk von NGOs und lokalen Gruppen ausbauen, jhrliche Berichte verffentlichen und zivilgesellschaftliche Initiativen durch Kampagnen, Frderprojekte und Praktika untersttzen. Am 26./27. Juni 2015 veranstaltet WHW im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn sein erstes Internationales Forum zu dem Thema, das vom DRA und RNEI im Rahmen ihrer Klima- und Umweltschutzarbeit ebenfalls untersttzt wird. Weitere Informationen siehe www.world-heritage-watch.org. Kontakt: contact@world-heritage-watch.org
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7) Publikation der Friedrich-Ebert-Stiftung mit Beteiligung des RNEI zur Rolle von Fahrradfahrern beim Wandel stdtischer Verkehrssysteme
Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat eine Publikation mit dem Titel "Changing Urban Traffic and the Role of Bicycles: Russian and International Experience" ("Wandel im Stadtverkehr und die Rolle der Fahrradfahrens - Russische und internationale Erfahrungen") auf Englisch und Russisch herausgegeben. Sie basiert auf den Teilnehmer-Prsentationen einer Konferenz, die am 17. Mai 2014 von der FES in Zusammenarbeit mit der Nordwestlichen Filiale der Russischen Rechtsakademie des russischen Justizministeriums, dem "Hamburger Club" in St. Petersburg, den Brgerinitiativen "Velosipedisazija", "VeloPiter", der Zeitung "The Village", dem Institut fr Nachhaltigkeitsstrategien und dem Russisch-Deutschen Bro fr Umweltinformation (RNEI) organisiert worden war. Die Publikation ist auf ein breites Publikum ausgerichtet und wird Politikern und Straenverkehrsplanern, Fahrradaktivisten, Studierenden und Wissenschaftlern empfohlen. Sie kann auf der Website der Friedrich-Ebert-Stiftung hier auf Englisch bzw. auf Russisch heruntergeladen werden.
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8) Lernen in Berliner NGOs: Abschluss des Marion-Dnhoff-Stipendienprogramms
Am 28. Februar ging das Stipendienprogramm 2014/15 des DRA und der Marion-Dnhoff-Stiftung zu Ende. Seit September waren die vier Stipendiatinnen aus der Ukraine, Russland und Belarus als Freiwillige in gemeinntzigen Organisationen und Projekten in Berlin aktiv. Einsatzorte waren die Berliner AIDS-Hilfe e.V., das EU-Russia Civil-Society Forum, die Malschule Prib und der DRA e.V.. Zudem nahmen sie an einem von Elena Stein, DRA, organisierten wchentlichen Bildungsprogramm zur Geschichte, Gesellschaft, Politik und Kultur Deutschlands teil und bereiteten ein gemeinsames Projekt vor - die Grndung eines DRA-Dnhoff-Alumni-Netzwerks fr alle TeilnehmerInnen des Programms seit 2001. Das erste offizielle Treffen der Alumni ist fr November dieses Jahres geplant. Bei der Abschlussrunde am Freitag voriger Woche teilten die Stipendiatinnen ihre Eindrcke ber das Programm miteinander. Neue Ideen, Erfahrungen, Perspektiven und Kontakte in beruflicher wie zivilgesellschaftlicher und privater Hinsicht nehmen sie auf ihrem weiteren Lebensweg mit. Wir mchten uns an diese Stelle bei der Marion-Dnhoff-Stiftung fr das langjhriges Vertrauen und die finanzielle Untersttzung bedanken und hoffen auf weitere Zusammenarbeit.
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9) Stdtepartnerschaft Berlin-Moskau: Manahmenplan im Bereich der Familien- und Jugendpolitik fr 2015 vereinbart - DRA weiterhin Koordinator
Jugendbegegnungen und Fachkrfteaustausch stehen auch 2015 im Fokus der Manahmen, die die Senatsverwaltung fr Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin und das Moskauer Departement fr Kultur im Rahmen der Stdtepartnerschaft Berlin-Moskau vereinbart haben. Fr Jugendliche sind je ein HipHop-Austausch in Berlin und Moskau sowie eine Reise zum IV. Moskauer Jugendforum "Cities for Youth" vorgesehen. Der Fachkrfteaustausch soll die interkulturelle Jugendarbeit in Berliner Jugendzentren zum Thema haben. Fr Ende des Jahres ist zudem ein Treffen des Departements und der Senatsverwaltung auf Leitungsebene geplant. Wie in den Vorjahren wurde der Manahmenplan in Abstimmung mit den Verwaltungen beider Stdte vom DRA erstellt, der auch die Koordination und Umsetzung der Begegnungen bernimmt. Die Unterzeichnung soll in Krze in beiden Stdten vollzogen werden. Weitere Informationen siehe: www.austausch.org/projekte/deutschland/berlin-moskau.html.
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10) Comic, Film und die groen gesellschaftlichen Herausforderungen: Breit gefchertes Programm des DRA St. Petersburg bei der Deutschen Woche an der Newa
"Respekt - Vielfalt - Dialog" lautet das Motto der 12. Deutschen Woche St. Petersburg vom 21. bis 26. April 2015. Der DRA St. Petersburg, die Partnerorganisation des DRA Berlin, ist in diesem Jahr mit drei Beitrgen vertreten: Am 21. April veranstaltet er zunchst eine Diskussion anlsslich des zehnjhrigen Jubilums des DRA-Schleraustauschprogramms. Ehemalige TeilnehmerInnen aus Deutschland und Russland sowie russische LehrerInnen und Familien, die deutsche SchlerInnen aufgenommen haben werden diskutieren, welche Spuren - positive wie vielleicht auch negative - das Programm in ihrem Leben hinterlassen hat. Am 22. und 23. April ist der deutsche Comiczeichner Sascha Hommer beim DRA und dem Goethe-Institut St. Petersburg zu Gast. Seine Comics wurden im Rahmen des Projekts "Respekt" ins Russische bersetzt. Die am Projekt beteiligten Knstler sprechen anhand ihrer Comicgeschichten mit Jugendlichen ber Themen wie Xenophobie, Diskriminierung und Intoleranz. Sascha Hommer wird an einer Diskussion mit LehrerInnen und den ProjektaktivistInnen zur Effektivitt dieser Methode teilnehmen und bietet zudem einen Profikurs im Comiczeichnen fr alle Interessierten an. Am 24. April zeigt der DRA St. Petersburg in Kooperation mit der Heinrich-Bll-Stiftung den Dokumentarfilm "Vaterlandsverrter" ber die Biografie des DDR-Schriftstellers und Stasi-Spitzels Paul Gratzik. Dieser hatte sich 1981 selbst als Stasi-Mitarbeiter enttarnt und wurde anschlieend selbst ihr Opfer. Der Film problematisiert unter anderem Opfer- und Tterrollen sowie die Zusammenarbeit von Intelligenz und Geheimdiensten. Nach der Filmvorfhrung ist eine Diskussion mit der Regisseurin Annekatrin Hendel und anderen ExpertInnen geplant. Die Deutsche Woche in St. Petersburg wird seit 2004 von der Stadt in Kooperation mit wechselnden deutschen Partnern - in diesem Jahr ist es der Freistaat Sachen - ausgerichtet.
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11) 5. Mrz, 18 Uhr, Ausstellungserffnung: "Der groe Terror 1937-1938 in der Sowjetunion", Potsdam, Haus der Brandenburgisch-Preuischen Geschichte - bis 19. April
Das dokumentarische Projekt "Der groe Terror 1937-1938 in der Sowjetunion" wurde vom polnischen Fotografen und Journalisten Tomasz Kizny in Kooperation mit der Internationalen Gesellschaft MEMORIAL in den Jahren 2008-2011 realisiert. Etwa 1,5 Millionen Menschen fielen Stalins groem Terror zum Opfer. Die Ausstellung zeigt historische Gefngnisfotos, die Jahrzehnte in Geheimarchiven verschwunden waren, sowie Aufnahmen von Massengrbern in Russland, Belarus und der Ukraine. Im Rahmen der Erffnungsveranstaltung findet eine Einfhrung in die Ausstellung sowie eine Podiumsdiskussion mit Tomasz Kizny und Arsenij Roginskij (Memorial, Moskau) statt. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung wurde mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Gerda-Henkel-Stiftung gefrdert und ist vom 6. Mrz bis zum 19. April geffnet. Weitere Informationen HIER.
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Die Projekte des DRA e.V. Berlin / DRA St. Petersburg im berblick
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Berufsbildungszentren in Nordossetien und Inguschetien
Russisch-Deutsches Bro fr Umweltinformation
Jugendarbeit in der Stdtepartnerschaft Berlin - Moskau
glauben. leben. in berlin
PAROM Praktikumsagentur Russland, Ost- und Mitteleuropa (fortlaufend)
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
Deutsch-Russische Herbstgesprche
DRA St. Petersburg
EU Study Weeks
www.eu-studyweeks.ru
Europische Freiwilligenagentur St. Petersburg (fortlaufend)
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
ANTISTAMP - Trainings zur interkulturellen Kommunikation ANTISTAMP
Au-Pair-Programm "Novye vosmoschmosti" ("Neue Mglichkeiten")
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"Hier im Rajon" - Schlersozialprojekt in Kooperation mit dem Gymnasium Nr. 295
Die "Lebende Bibliothek " - Projekt zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Identitten
Schivaja biblioteka
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