DRA Newsletter Juni 2015

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 NEWSLETTER   
JUNI 2015
Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie ber die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Verffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl ber die Aktivitten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org).
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INHALT

1) Kommentar: Das Visa-Informationssystem (VIS) der Schengen-Staaten erschwert den Jugendaustausch zwischen der EU und Russland - und setzt ein falsches Signal


2) Konferenz erffnet Themenjahre zur Erinnerung an den II. Weltkrieg im deutsch-russischen Jugendaustausch


3) Zivilgesellschaftliche Kontrolle in EU und Russland - NIchtregierungsorganisationen bauen den Dialog zu Rechtsfragen aus


4) Forum "Europe Lab": 80 junge Fachkrfte treffen sich Ende Juli in Litauen


5) Jetzt bewerben: EU Study Weeks in Uljanowsk und Wladiwostok fr Studierende in Russland


6) Internationale Menschenrechtskonferenz in Kiew - DRA und Europischer
Austausch untersttzen Monitoring in der Ostukraine


7) "Mehr bewegen!" - Projekt des DRA setzt Arbeit von 2014 zur Strkung der demokratischen Jugendbildung in der Ukraine fort


8) Professionalisierung fr soziale Dienstleistungen: Grndung eines NGO-Netzwerkes in Gomel (Belarus) zeigt bereits erste Erfolge


9) Bewerben bis 31.7.: Wir gestalten unsere Stdte! Austausch fr junge Leute aus Deutschland, Ukraine und Russland


10) Bro fr Umweltinformation bei Klimakonsultationen in St. Petersburg


11) Schwitzen fr die Zivilgesellschaft: DRA Berlin beim 14. Berliner Firmenlauf


12) Praktikum: Projektassistenz beim DRA ab 1. September 2015


13) Ukraineprojekte des DRA: Neue Website von \"Kriegsfolgen gemeinsam berwinden\" ist online


Projektbersicht

1) Kommentar: Das Visa-Informationssystem (VIS) der Schengen-Staaten erschwert den Jugendaustausch zwischen der EU und Russland - und setzt ein falsches Signal
Ab 14. September 2015 wird das Visa-Informationssystem (VIS) der Europischen Union auch fr Antrge auf Schengen-Visa aus Russland verbindlich - und damit das persnliche Abgeben von biometrischen Daten zur Voraussetzung fr die Einreisegenehmigung. Smtliche Antragsteller, die lter sind als zwlf Jahre, mssen dann in eines der Konsulate oder Visazentren der betreffenden EU-Botschaft in Russland reisen, um dort ihren Fingerabdruck und ein Lichtbild abzugeben. Die Daten werden dann im zentralisierten VIS bis zu fnf Jahre lang gespeichert. Fr den Gruppenaustausch bedeutet die Neuregelung eine neue Hrde im Austausch zwischen der EU und Russland und erschwert nicht zuletzt den Jugendaustausch erheblich, fr den bisher erleichterte Visaregeln galten. Die Einfhrung des VIS erzeugt einen Mehraufwand an Zeit, Geld und Engagement fr die meist ehrenamtlichen Verantwortlichen, die bisher einfach Listen mit den Teilnehmerdaten einsenden konnten, insbesondere fr Partner in lndlichen und entfernteren Regionen sowie fr sozial benachteiligte TeilnehmerInnen - etwa finanziell schlechtgestellte TeilnehmerInnen oder Menschen mit Behinderung -, zumal die Datenerfassung gerade jene betrifft, die erstmals in den Schengen-Raum reisen mchten. Das wird auch durch die Erffnung zustzlicher Visacenter in den Regionen - zum Beispiel existieren im Fall der Bundesrepublik inzwischen 18 davon (bersicht HIER - kaum gemildert. Auf der Erffnungskonferenz zu den Themenjahren im deutsch-russischen Jugendaustausch (Bericht siehe unten sowie HIER) Anfang Juni in Moskau erntete die Einfhrung des VIS deshalb heftige Kritik. Sie steht im Widerspruch zu den Verlautbarungen der deutschen Politik, insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten politischen Beziehungen alle Kommunikationskanle mit Russland offen zu halten, und auch im Widerspruch zum Abkommen zwischen der EU und Russland zur Erleichterung der Visa-Ausstellung. Die KonferenzteilnehmerInnen sehen im VIS eine Verschrfung der Visaregularien, die eine weitere gegenseitige Abschottung der Schengen-Staaten und Russlands bewirken wird. Gem dem diplomatischen Prinzip der Gegenseitigkeit werden nun hnliche Manahmen von russischer Seite erwartet. Seit dem 1. Juni 2015 sind nun schon in den Visazentren der Russischen Botschaft Servicegebhren von 27 Euro fr die Bearbeitung von Visa-Antrgen fr Jugendaustauschmanahmen zu entrichten, die fr deutsche Antragsteller bisher kostenlos war. Einreisegenehmigungen fr TeilnehmerInnen an Austauschprogrammen bleiben zwar kostenlos, doch dazu mssen sie direkt im Konsulat der Russischen Botschaft beantragt werden. Die TeilnehmerInnen der Moskauer Konferenz formulierten eine gemeinsame Resolution, mit der die Schaffung einer Ausnahmeregelung fr Kinder und Jugendliche im VIS gefordert wird und an deren Ausarbeitung auch der DRA-Projektleiter Roman Elsner mitgewirkt hat. Dieselben Probleme mit dem Visa-Informationssystem stehen jetzt auch in den Lndern der stlichen Partnerschaft bevor: Dort ist es sogar schon vergangene Woche, am 23. Juni, eingefhrt worden. Insgesamt existiert das VIS bereits seit 2011 und ist seither sukzessive bereits fr viele Lnder in Kraft gesetzt worden - so im Maghreb, im Nahen Osten, in Afrika, Lateinamerika, Sdost- und Zentralasien sowie Ozeanien (vgl. HIER). Aus Sicht der Grenz- und Innenbehrden mag der Schritt der EU, die Einreisen durch eine bergreifende biometrische Datenbank zentralisiert, sicher und effizient kontrollieren zu knnen, nachvollziehbar sein, aber kurzfristig verstt er gegen das Ziel einer greren und leichteren Mobilitt in Europa. Das setzt gerade jetzt gegenber der Bevlkerung in Russland und den anderen osteuropischen Lndern ein irritierendes Signal. Richtig wre es, die Verschrfung der politischen Lage mit einseitigen Schritten zur Visa-Erleichterung zu beantworten. - Detaillierte Informationen zur Konferenz und dem VIS finden Sie HIER sowie unten.
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2) Konferenz erffnet Themenjahre zur Erinnerung an den II. Weltkrieg im deutsch-russischen Jugendaustausch
Unter dem Motto "70 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs: Jugendaustausch, Verstndigung, gemeinsame Zukunft" wurden am 5. Juni 2015 in Moskau deutsch-russische Themenjahre zur Auseinandersetzung mit der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg erffnet. Drei Tage lang tauschten sich etwa 90 VertreterInnen von Schulen, Organisationen und Projekten aus beiden Lndern aus und entwickelten Ideen fr knftige Begegnungsmanahmen. Fr den DRA nahm Roman Elsner teil, der als Projektleiter im Rahmen der Stdtepartnerschaft Berlin-Moskau die Austauschmanahmen zur Familien- und Jugendpolitik koordiniert. Die Themenjahre wurden von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und dem russischen Koordinierungsbro fr den Jugendaustausch mit Deutschland initiiert. Ziel ist es, die bilaterale Zusammenarbeit zu historischen Themen zu intensivieren und die Akteure des Jugendaustauschs strker in die Beschftigung mit der schwierigen Thematik des Zweiten Weltkriegs einzubinden. Dass es unterschiedliche Erinnerungskulturen gibt, zeigten bereits die beiden Fachvortrge von Birgit Schwelling vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und Vladimir Rudakov, Chefredakteur der Zeitschrift "Der Historiker" aus dem kremlnahen Institut fr sozio-konomische und politische Studien (ISEPI). Whrend der Konferenz informierten VertreterInnen der Deutschen Botschaft auch ber die geplante Einfhrung des Visainformationssystems (VIS) fr Antragsteller aus Russland ab dem 14. September 2015. Dies sorgte bei den TeilnehmerInnen fr Bestrzung. Das Programm der Veranstaltung sowie der Vortrag von Birgit Schwelling sind auf der Seite der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch abrufbar. Ausfhrlich zur Konferenz siehe HIER.
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3) Zivilgesellschaftliche Kontrolle in EU und Russland - NIchtregierungsorganisationen bauen den Dialog zu Rechtsfragen aus
Vom 15.-17. Juni trafen sich am Wandlitz-See bei Berlin ber 60 VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) u.a. aus Russland, Ungarn, Polen, Spanien, Italien, Slowakei und aus Deutschland, um gemeinsam mit anderen ExpertInnen ber juristische Aspekte der NGO-Arbeit und von zivilgesellschaftlicher Kontrolle in der EU und Russland zu diskutieren. Auf der Tagung des EU-Russland Zivilgesellschaftsforums (CSF) ging es um grundstzliche Arbeitsbedingungen von NGOs, aber auch spezifische Problemfelder wie die Einhaltung von Umwelt- und von Frauenrechten, die Aufsicht etwa in Haftanstalten und sozialen Einrichtungen und um die Sicherung der Transparenz bei Lobby- und Advocacy- Ttigkeiten. Es zeigte sich, dass "zivilgesellschaftlicher Kontrolle" zum Teil sehr verschiedene Konzepte beschreibt - u.a. aufgrund unterschiedlicher Rechtskulturen in den einzelnen Lndern. Zugleich stehen die Organisationen oftmals vor sehr hnlichen Problemen und knnen viel voneinander lernen. So berichteten Vertreter aus Ungarn von den Angriffen der Regierung Orban gegen NGOs und aus Spanien von dem Ringen gegen Einschrnkungen der Versammlungsfreiheit. In Bezug auf Russland wurde auch ber die repressiven Gesetze ber "NGOs als auslndische Agenten" und neuerdings ber "unerwnschte auslndische Organisationen" gesprochen. Intensiv errtert wurden daher die Potentiale einer erweiterten Kooperation zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren, aber auch mit Angehrigen der nationalen und internationalen JuristInnengemeinschaft. Konzipiert und vorbereitet wurde die Konferenz durch eine Gruppe aus neun VertreterInnen von CSF-Mitgliedsorganisationen, darunter der Umweltschutz-NGO "Bellona" und des "Ressourcenzentrums fr Menschenrechte" (beide St. Petersburg), der "Pontis Foundation" (Slowakei) und der Frauenrechtsorganisation "Women\'s lawyer" (Jekaterinburg) unter Koordination von Polina Baigarova. Bis Dezember sollen einige der in Wandlitz diskutierten Fragen weiterentwickelt und in einer russisch- und englischsprachigen Publikation verffentlicht werden. Das Projekt "Legal Dialogue" hat zum Ziel, nichtstaatliche Akteure aktiv in den bestehenden Dialog zu Rechtsfragen zwischen Deutschland und Russland bzw. der EU und Russland mit einzubeziehen und die Potentiale der NGOs dabei einzubringen und zu strken. Es wird vom Auswrtigen Amt und der EU kofinanziert. Der DRA e.V. ist seit 2014 Trger des CSF-Sekretariats.
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4) Forum "Europe Lab": 80 junge Fachkrfte treffen sich Ende Juli in Litauen
Vom 23.-26. Juli 2015 bringt das EU-Russland-Zivilgesellschaftsforums (CSF) 80 Nachwuchskrfte aus der Zivilgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur im Zentrum Europas, in Litauen, zusammen. Sie kommen aus Aserbaidschan, Belarus, Deutschland, Georgien, Litauen, Polen, Rumnien, Russland, Schweden, Tschechien, der Ukraine und Ungarn zum Europischen Forum fr junge Fachkrfte "EuropeLab". Am 23. Juli in Vilnius beginnt es mit der Diskussion "Change Makers: Potentiale fr einen grenzbergreifenden Dialog" und wird mit Workshops zu den Themen Historisches Gedchtnis, Migrations- und Visafragen, Urbanistik und Korruption im Heimatmuseum Raseiniai - einem frheren sowjetischen Gefngnis fr politische Hftlinge - fortgesetzt. Weitere interessante ExpertInnen werden zu Abendgesprchen erwartet, darunter Olga Karach, Leiterin der Initiative "Unser Haus" (Belarus), Andrs Peth?, investigativer Journalist beim Portal "Direkt36.hu" (Ungarn), Lilia Shibanova, Direktorin der Wahlrechts-Assoziation "Golos" (Russland/Litauen), Julius von Freytag-Loringhoven, Projektdirektor der Friedrich-Naumann-Stiftung in Moskau, sowie Ionu? Sibian, Direktor der rumnischen Stiftung fr Entwicklung der Zivilgesellschaft und Mitglied im Europischen Wirtschafts- und Sozialausschuss. Zum Abschluss der Workshops werden die TeilnehmerInnen eigene Projektideen formulieren und spter in Projektantrgen umsetzen. Die besten Projekte werden ausgezeichnet, erhalten Untersttzung bei der Umsetzung durch prominente ExpertInnen, und ihre Ergebnisse werden auf der Generalversammlung des CSF vom 7.-9. Dezember 2015 in Budapest (Ungarn) prsentiert. Das Forum "Europe Lab" wird von Sergei Tereshenkov und Kristina Smolijaninovaite (CSF) in Kooperation mit der Bezirksverwaltung und dem Heimatmuseum Raseiniai sowie den NGOs "Antikomplex" (Tschechien), "Transparency International Litauen" und "Interra" (Russland) organisiert und durch die Europische Kommission, die Stefan-Batory-Stiftung (Polen) und die Friedrich-Naumann-Stiftung untersttzt.
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5) Jetzt bewerben: EU Study Weeks in Uljanowsk und Wladiwostok fr Studierende in Russland
Vom 28.-30. August in Uljanovsk (Wolgakreis) und vom 2.- 4. Oktober in Vladivostok und damit erstmals in Fernost finden die nchsten EU Study Weeks fr russische Studierende und AspirantInnen statt. Diskutiert werden in den dreitgigen Seminaren unter anderem die aktuellen Beziehungen zwischen Russland und der EU, Probleme in der Bildungs- und Wissenschaftskooperation, die Krise in der Eurozone, die konomische Modernisierung sowie interethnische Konflikte und Lsungsanstze in der EU und Russland. Unabhngige Experten von russischer wie EU-Seite werden dazu ihre Perspektive zur Debatte stellen. Die Ausschreibung fr Uljanowsk richtet sich an Studierende und AbsolventInnen aus den Gebieten Nischnij Nowgorod, Kirov, Pensa, Orenburg, Samara, Saratow, Uljanowsk, der Republik Baschkortostan, Marij El, Tatarstan, Mordwinien, Udmurtien, Tschuwaschien und dem Kreis Perm. Fr die EU Study Weeks in Wladiwostok knnen sich Studierende und AbsolventInnen aus dem Gebiet Amur, dem Jdischen Autonomen Gebiet, dem Primorskij-Kreis und dem Kreis Chabarowsk bewerben. Voraussetzung fr die Teilnahme sind ein Interesse an gesellschaftlichen Themen sowie gute Englischkenntnisse. Die Kosten fr Programm, Anfahrt (Platzkarte oder Bus), Unterkunft und Verpflegung vor Ort tragen die Organisatoren. Die EU Study Weeks finden mehrmals im Jahr in verschiedenen russischen Regionen statt und werden von der Vertretung der EU in der Russischen Fderation in Kooperation mit dem DRA durchgefhrt. Alle Informationen und das Bewerbungsformular finden Sie unter www.eu-studyweeks.ru sowie auf Facebook. Stimmen zu den vergangenen Studyweeks finden Sie HIER.
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6) Internationale Menschenrechtskonferenz in Kiew - DRA und Europischer
Austausch untersttzen Monitoring in der Ostukraine
Seit Beginn der bewaffneten Auseinandersetzungen im Donbass im Frhjahr
2014 dokumentieren NGOs und Brgerinitiativen aus der Ukraine sowie ihre
Partner aus Russland und zahlreichen Lndern in und auerhalb der EU
Menschenrechtsverletzungen in der Ostukraine. Wie aus anderen gewaltsamen
Konflikten bekannt, kommt dieser Arbeit eine enorme Bedeutung zu: Zeitnahe
Verffentlichungen knnen die beteiligten Parteien dazu zwingen,
Rechtsverletzungen einzustellen, und die genaue Fixierung macht Ttern
klar, dass sie nicht mit Straffreiheit rechnen knnen. Auch kann eine
juristische Aufarbeitung eine Grundlage fr einen Ausshnungsprozess sein, der
in der Region knftig wieder ein friedliches Zusammenleben der Menschen
ermglicht. Anfang Juni trafen sich rund 50 im Menschenrechtsschutz aktive
Organisationen zu einer viertgigen internationalen Konferenz in Kiew, um
einen berblick ber die bisherigen Monitoring-Initiativen und deren
Wirksamkeit zu erhalten und um ihre gemeinsamen Potentiale und knftige
Kooperation zu beraten. Vertreten war auch der DRA. Einigkeit bestand
darin, dass die bisherige erhebliche Zahl von Beobachtungsmissionen von
NGOs dennoch nur eine fragmentarische zivilgesellschaftliche Kontrolle
erlaubt. Die NGOs beschlossen daher, ihre Aktivitten zur Dokumentation
von Rechtsbrchen und Advocacy-Arbeit europaweit strker miteinander zu
verknpfen, um auf die Einhaltung von Menschenrechten und humanitrem
Vlkerrecht zu dringen und eine breitere ffentlichkeit auf die
Problemlage in der Ostukraine aufmerksam zu machen. Der DRA leistet in diesem Kontext zusammen mit dem Europischen Austausch ab sofort in einem neuen Projekt Untersttzung fr ein wirksameres Menschenrechts-Monitoring in der Ostukraine. Unter anderem werden dafr ukrainische NGOs durch internationale Experten hinsichtlich
vlkerrechtlicher Standards weitergebildet, die Verbindungen der NGOs mit
den internationalen Menschenrechts-Netzwerken gefrdert und ergnzende
Monitoring-Missionen durchgefhrt. Partner in der Ukraine sind u.a. die Menschenrechtsgruppe Charkiw, das Menschenrechtszentrum Postup und die Koalition "Justice for Peace in Donbas" sowie weitere Organisationen. ber die Aktivitten des Projekts werden wir bald auf einer neuen Webseite informieren.
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7) "Mehr bewegen!" - Projekt des DRA setzt Arbeit von 2014 zur Strkung der demokratischen Jugendbildung in der Ukraine fort
Am 19. Juni fand in Berlin im Rahmen des DRA-Projektes "Mehr bewegen! - Strkung der Demokratie in der Ukraine durch Frderung einer zivilgesellschaftlichen politischen Jugendbildung" ein Treffen der Projektverantwortlichen aus Deutschland und der Ukraine statt. Aus Kiew kam die Leiterin der Partnerorganisation des DRA, der Agentur fr die Entwicklung der Bildungspolitik, Ljudmila Parashchenko. Der zweite Projektpartner - der Lehrstuhl fr Neuere und Neueste Geschichte der Universitt Erlangen-Mnchen - wurde von Prof. Julia Obertreis vertreten. Das Projekt "Mehr bewegen!" wird seitens des DRA von Roman Elsner und Irina Bukharkina koordiniert und aus dem Sondermittelprogramm des Auswrtigen Amts fr die stliche Partnerschaft gefrdert. Es richtet sich in erster Linie an MitarbeiterInnen ukrainischer NGOs zur politischen Jugendbildung und setzt sich zum Ziel, ihnen konkrete Fachkenntnisse und innovative Methoden der Jugendbildungsarbeit zu vermitteln sowie Vernetzungsmglichkeiten mit deutschen Trgern zu bieten (weitere Informationen siehe HIER). Bis Jahresende sind u.a. folgende Veranstaltungen geplant: Workshops zur Kinder- und Jugendpartizipation in der Kommunalpolitik fr VertreterInnen ukrainischer NGOs, Bildungsreisen nach Deutschland zum Besuch von Einrichtungen der Jugendarbeit und -bildung, eine internationale Konferenz in Kiew unter Beteiligung von ReferentInnen aus Deutschland, Russland, Georgien, Polen und der Ukraine zum Thema "Mittel und Wege zur Strkung der Kinder- und Jugendbeteiligung fr die Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft". Bezug genommen wird auch auf die im Herbst geplanten Kommunalwahlen in der Ukraine, an der viele junge Erwachsene erstmals teilnehmen knnen. Ende Mai 2015 fand im Rahmen des Projektes bereits eine Bildungsreise von Studierenden des Lehrstuhls fr Neuere und Neueste Geschichte der Universitt Erlangen-Mnchen nach Kiew und Lviv statt. Die Gruppe traf StudentInnen und Dozenten der Universitten beider Stdte sowie VertreterInnen von Jugend- und Menschenrechtsorganisationen und diskutierte mit ihnen ber das Thema "Krieg in Geschichte und Gegenwart".
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8) Professionalisierung fr soziale Dienstleistungen: Grndung eines NGO-Netzwerkes in Gomel (Belarus) zeigt bereits erste Erfolge
Am 10. Juni 2015 fand im DRA ein Arbeitstreffen mit Nina Kekuch, der Leiterin der belarussischen NGO "Soziale Projekte" statt. Frau Kekuch berichtete ber die Aktivitten und Erfolge des gemeinsam mit dem DRA seit Dezember 2014 durchgefhrten Projektes zum Aufbau eines partnerschaftlichen und nachhaltigen Netzwerkes von NGOs der Region Gomel, die sich im sozialen Bereich engagieren. Das Anfang 2015 gegrndete Netzwerk hat bereits bewirkt, dass die bisher 14 beteiligten Organisationen weit enger miteinander kooperieren sowie Ressourcen und Kompetenzen gemeinsam nutzen. Seit Mai 2015 knnen sie sich um eine Finanzierung fr Miniprojekte zugunsten sozial benachteiligter Gruppen in der Bevlkerung bewerben - etwa fr Menschen mit Behinderungen, Bildungsangebote an Roma oder Rehabilitationsmanahmen fr schwer Erkrankte. Die beteiligten Organisationen knnen dabei zugleich ihre Arbeit professionalisieren, ihre Angebote an sozialen Dienstleistungen erweitern und letztendlich konkurrenzfhige Antrge bei staatlichen Ausschreibungen solcher Dienstleistungen stellen. Die Ergebnisse der Miniprojekte werden in einer Untersuchung zusammengefasst. Diese wird den staatlichen Behrden vorgestellt mit dem Ziel, um auf Defizite in der sozialen Versorgung der Bevlkerung, aber auch auf die Kapazitten der NGOs aufmerksam zu machen. Das Projekt wird im Rahmen des vom IBB Dortmund initiierten und aus Mitteln des BMZ finanzierten "Frderprogramms Belarus" durchgefhrt.
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9) Bewerben bis 31.7.: Wir gestalten unsere Stdte! Austausch fr junge Leute aus Deutschland, Ukraine und Russland
Ihr seid zwischen 20 und 30 Jahre alt, interessiert euch fr Stadtentwicklung und Brgerbeteiligung, seid vielleicht sogar schon in Brgerinitiativen oder urbanen Bewegungen aktiv? Ihr wrdet gerne engagierte Menschen aus der Ukraine und Russland kennenlernen, Projekte in der Ukraine besuchen, euch austauschen und vernetzen? Wenn das auf euch zutrifft, bewerbt euch jetzt fr die Workshopreihe ,Wir gestalten unsere Stdte', die Mitte September im ukrainischen Charkiw und Anfang Oktober in Berlin stattfinden wird. Gemeinsam werden wir versuchen Antworten auf die Fragen zu finden: Was wnsche ich mir fr meine Stadt und mein Lebensumfeld? Was wnschen sich andere und wie verbinden wir unsere unterschiedlichen Interessen auf gewaltfreie Weise? Wie stelle ich mir eine kologisch und sozial gerechte Stadt vor und was kann ich fr deren Mitgestaltung tun? Was haben Nachhaltigkeit, Mitbestimmung und Engagement mit Frieden, Demokratie und Menschenrechten zu tun? Wie kann Partizipation konkret und praktisch aussehen? Wenn ihr aus Berlin und Umgebung kommt und Interesse habt, schickt eine kurze Bewerbung mit Motivationsschreiben an rnei@austausch.org. Die Teilnahme ist kostenlos, die Reisekosten in die Ukraine werden fr die deutschen TeilnehmerInnnen bernommen. Die Austauschbegegnung findet im Rahmen des DRA-Projekts ,Russisch-Deutsches Bro fr Umweltinformation' (RNEI) statt und wird finanziell gefrdert vom Auswrtigen Amt, der Stiftung ,Erinnerung, Verantwortung und Zukunft' und der Robert Bosch Stiftung. Mehr Informationen zu den Workshops folgen in Krze auf den Websites von DRA und RNEI.
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10) Bro fr Umweltinformation bei Klimakonsultationen in St. Petersburg
Alexandra Kokoreva, Mitarbeiterin bei RNEI, war am 6. Juni eine der TeilnehmerInnen der ffentlichen Konsultationen der "World Wide Views on Climate Change and Energy" in St. Petersburg. Initiiert wurde dieses Projekt, dem sich mittlerweile 79 Lnder angeschlossen haben, vom Sekretariat der UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel. Es dient dazu, politischen Entscheidungstrgern fundiertes Wissen darber zu vermitteln, wie stark die Bevlkerung Manahmen zur Bekmpfung des Klimawandels untersttzt und welche Ansichten die Menschen zu Fragen der Klimapolitik haben. Eine spezielle Methode ermglicht es, weltweit gleichzeitig ffentliche Konsultationen durchzufhren. Die Veranstaltung in St. Petersburg wurde von der Umweltschutz-NGO "Freunde des Baltikums" organisiert, die seit vielen Jahren Partnerin von DRA und RNEI ist. Zur ffentlichen Anhrung kamen mehr als 100 Menschen unterschiedlicher Berufs- und Altersgruppen. Sie uerten ihre Meinung zu Fragen, die im Dezember 2015 auf den nchsten UN-Klimaverhandlungen in Paris besprochen werden, und fllten dazu vorbereitete Formulare aus, die sofort in ein einheitliches Onlinesystem eingespeist wurden. Auf diese Weise wurden mittlerweile die Ansichten von zehntausenden Menschen auf der Onlineplattform des Projekts climateandenergy.wwviews.org ber den Klimawandel gesammelt, die jeder Interessierte abrufen kann. Mehr Informationen zum Russisch-Deutschen Bro fr Umweltinformation (RNEI) finden Sie auf der Website RNEI.de bzw. RNEI.ru.
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11) Schwitzen fr die Zivilgesellschaft: DRA Berlin beim 14. Berliner Firmenlauf
Etwa 12.000 MitarbeiterInnen groer und kleiner Berliner Unternehmen und Organisationen zeigten am 12. Juni 2015 beim 14. Berliner Firmenlauf sportlichen Ehrgeiz. Fr den DRA Berlin rannten acht LuferInnen die gut fnf Kilometer langen Parcour vom Brandenburger Tor, um den Tiergarten bis zum sowjetischen Ehrendenkmal an der Strae des 17. Juni. Unter die Top 3 schafften sie es zwar nicht, dafr bewiesen sie Durchhaltevermgen und untersttzten einen guten Zweck. Vor dem Lauf hatte sich der DRA an der Aktion "Werben und Gutes tun" beteiligt, bei dem Spenden fr die Berliner Arche und den Bau einer Biogasanlagen in Nepal gesammelt wurden. Fotos vom Lauf und dem Team gibt es auf der DRA-Facebookseite.
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12) Praktikum: Projektassistenz beim DRA ab 1. September 2015
Zur Untersttzung bei der Vorbereitung, Durchfhrung und Nachbearbeitung der 20. Deutsch-Russischen Herbstgesprche sucht der DRA eine/n Praktikant/en/in Vollzeit (39 h/Woche) ab dem 1. September. Die Ttigkeiten umfassen Zuarbeit bei der inhaltlichen Konzeption der Tagung, Veranstaltungsorganisation, bersetzungen, ffentlichkeitsarbeit, Untersttzung bei der Abrechnung und Berichterstattung ber die Veranstaltung. Die Herbstgesprche werden sich mit den neuen Blockaden in den Beziehungen zwischen Deutschland, der EU und Russland sowie den kontroversen Vorstellungen von der knftigen Integration in Europa und der Sicht der Zivilgesellschaften dazu befassen. Die BewerberInnen sollten daher Interesse an Russland und Osteuropa sowie an aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland und der EU mitbringen. Die ausfhrliche Stellenausschreibung finden Sie HIER.
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13) Ukraineprojekte des DRA: Neue Website von \"Kriegsfolgen gemeinsam berwinden\" ist online
Seit 25. Juni ist die neue Webseite des DRA-Projektes "Kriegsfolgen gemeinsam berwinden" online. Detaillierte Informationen zum Projekt, den einzelnen Manahmen, Ergebnissen und aktuellen Ereignissen sind ab sofort hier zu finden: www.kriegsfolgen-ueberwinden.de und www.overcome-war.org. Auf der russischen Seite der Projekt-Website sind auch die aktuellen TeilnehmerInnen-Ausschreibungen fr die zwei ersten Seminareinheiten der Schulungsreihen "Strategien gegen Vorurteile und Diskriminierungen" und "Forumtheater als knstlerische Methode fr die Arbeit mit Binnenvertrieben" zu finden (kriegsfolgen-ueberwinden.de/ru/aktuelles), die am 24. Juni vom Projektpartner KrimSOS verffentlicht wurden (krymsos.com/2015/06/23/nemetsko-ukrainskaia-programa). Beide Seminareinheiten finden Mitte Juli in Kyiv und ?ernihiv statt. Das Projekt wird finanziell gefrdert vom Auswrtigen Amt.
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Die Projekte des DRA e.V. Berlin / DRA St. Petersburg im berblick
DRA e.V. Berlin
Berufsbildungszentren in Nordossetien und Inguschetien
Russisch-Deutsches Bro fr Umweltinformation
Jugendarbeit in der Stdtepartnerschaft Berlin - Moskau
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
Kriegsfolgen gemeinsam berwinden
Mehr bewegen! Strkung der Demokratie in der Ukraine durch Frderung einer zivilgesellschaftlichen politischen Jugendbildung
Deutsch-Russische Herbstgesprche
EU Russia Civil Society Forum
DRA St. Petersburg
EU Study Weeks
www.eu-studyweeks.ru
Europische Freiwilligenagentur St. Petersburg (fortlaufend)
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
Au-Pair-Programm "Novye vosmoschmosti" ("Neue Mglichkeiten")
www.obmen.org/Au-Pair
"Hier im Rajon" - Schlersozialprojekt in Kooperation mit dem Gymnasium Nr. 295
Die "Lebende Bibliothek " - Projekt zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Identitten
Schivaja biblioteka
Weitere Projekte und Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales
Informationen zu den angefhrten Projekten unter www.obmen.org
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