DRA Newsletter Mrz 2015

3 jaren geleden


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 NEWSLETTER   
MRZ 2015
Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie ber die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Verffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl ber die Aktivitten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org).
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INHALT

1) Pluralistische Plattform? Der Petersburger Dialog wehrt sich gegen notwendige Vernderungen


2) Einladung zur DRA-Mitgliedersammlung am Samstag, 25. April


3) Bis 15. Mai bewerben: Forum fr junge Fachkrfte "EuropeLab" vom 23. bis 26. Juli in Litauen


4) Russische Zivilgesellschaft braucht unsere Untersttzung: Tatjana Kursina und Sergej Lukashevskij in Berlin


5) RNEI: Angelina Davydova als Klimaexpertin beim internationalen Grnen Filmfestival "Ecocup 2015"


6) Freiwilligendienst und Bildungsprogramm in Berlin: bis zum 3. Mai fr Dnhoff-Stipendien des DRA bewerben


7) EU Study Week erkundet in Vilnius die Verflechtung europischer Kulturen - Diskussionen ber den Ukraine-Konflikt


8) Gute Zusammenarbeit mit Stadt Moskau geht weiter


9) Lokale Verwaltungen untersttzen Grnderzentren in Inguschetien und Nordossetien - Lage im Nordkaukasus bleibt angespannt


10) Interreligises Projekt "glauben. leben. in berlin" mit Aktionstag und Prsentation abgeschlossen - Fernsehbericht von RBB


11) DRA bei Tagung ber eine"Neue Politik fr den Osten" - fr eine erneuerte Helsinki-Friedensordnung


12) Praktikum als Assistenz der Geschftsfhrung/Projektassistenz ab 25.5.2015 fr 3 Monate


13) Praktikum als Projektassistenz im Schleraustausch ab 4.5.2015 fr 3 Monate


Projektbersicht

1) Pluralistische Plattform? Der Petersburger Dialog wehrt sich gegen notwendige Vernderungen
Den Dialog zwischen Russland und Deutschland bzw. der Europischen Union fortzufhren, ist in diesen Wochen eine oft geuerte, gut begrndete Erwartung und Empfehlung. Sie ist selbstverstndlich fr eine NGO wie den Deutsch-Russischen Austausch, deren stndiges Engagement und tgliche Arbeit es ist, Menschen beider Lnder durch fachliche wie persnliche Verbindungen einander anzunhern. Doch diese Erwartung und Empfehlung entgleitet auch oft. Sie wird zu blo wohlfeilem und gar unverantwortlichem Reden, wenn die Ratgeber nicht auch darauf bestehen, dass Grundregeln des demokratischen Dialoges eingehalten werden.
Dazu gehrt u.a.: Er darf nicht die Rechte Dritter beschdigen. Er muss frei gefhrt werden, die Begegnung muss auch Unterschiede aushalten und benennen knnen. Und er muss, gerade wenn er auch gesellschaftsbergreifend sein will, all die diversen Krfte gleichberechtigt zusammenfhren, die sich mit den diskutierten Themen beschftigen.
Der Petersburger Dialog (PD), obwohl er den Anspruch im Namen trgt, hat dies kaum erfllt, weil es in seinen Lenkungsausschssen auf deutscher wie russischer Seite an Verstndnis fr diese Art von Dialog fehlt. Vorige Woche haben nun die deutschen Mitglieder PD erneut getagt. Leider zeigt sich, dass der Kreis auch nach der vorlufigen Aussetzung des PD 2014 nicht zu substantiellen Reformen bereit ist. Zwar soll die Mitgliedschaft von 25 auf 49 erweitert werden (bislang war sie identisch mit der des entscheidenden Lenkungsausschusses). Zugleich beharren die aktuell Beteiligten auf ihren Sitzen. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen werden schon jetzt auf enge Grenzen ihrer Beteiligung verwiesen. So warnte Ernst-Jrg Studnitz, langjhriger Mitgestalter des PD und Botschafter a.D., in der Sddeutschen Zeitung, er "frchte, dass die NGOs es schwer haben werden, die wenigen Pltze, die es fr sie geben wird, untereinander aufzuteilen".
Der PD plant in seiner erneuerten Satzung zudem die institutionelle Bindung an einen zunehmend umstrittenen Akteur zu erhalten - das Deutsch-Russische Forum, dessen Vertreter auch schon mit der Forderung nach einer Akzeptanz der Krim-Annexion, der Selbstanzeige russischer Menschenrechtsorganisationen als "auslndische Agenten" und der Absage an die Debatte kontroverser Themen beim PD aufgetreten sind.
Es ist zu wnschen, dass der designierte neue Vorsitzende des Petersburger Dialogs, Ronald Pofalla, trotz dieser Signale die dringend notwendige ffnung des PD verwirklichen kann - die Standards einer pluralistischen Gesellschaft zu etablieren. Dass er diese Aufgabe in Einklang bringen muss mit seiner Rolle als Generalbevollmchtigter der Deutschen Bahn fr politische und internationale Beziehungen, macht es nicht einfacher.
Andernfalls wird es im PD weitergehen wie bisher: Der PD suchte vor allem eine "Verstndigung mit Russland", die explizit auf dessen Fhrungszirkel gerichtet war. Eine "Verstndigung", die nur zu erlangen war durch die Tabuisierung der Rechtsbrche und autoritren Praxis dieser Fhrung. Der PD schwieg daher auch zu den Themen, die leider heute das Handeln der russischen Fhrung mit prgen: dass russische unabhngige NGOs verfolgt werden (s.u.), dass Waffengewalt in der Ukraine aus Russland gesteuert, propagandistisch und militrisch befeuert wurde. Es ist jetzt der rechte Zeitpunkt, um die notwendige Basis fr die Herstellung eines pluralistischen Dialoges beim Petersburger Dialog zu schaffen.
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2) Einladung zur DRA-Mitgliedersammlung am Samstag, 25. April
Der DRA ldt herzlich zu seiner 1. Mitgliederversammlung (MV) 2015 ein. Das Treffen findet am Samstag, den 25. April 2015 von 14:30 bis 18:00 Uhr im DRA-Bro in der Badstr. 44, 13357 Berlin statt. Es ist ffentlich, Gste sind willkommen. Nach der Besprechung der Jahresberichte 2014 und der Vorstandswahl mchten wir offene Gesprche zu den deutsch-russischen Beziehungen nach dem konfliktreichen Jahr 2014 und zur Lage des DRA St. Petersburg fhren: Hat der DRA angemessen auf die Geschehnisse in Russland und in der Ukraine reagiert? Hat er sein Potential zu Information, Differenzierung und neuen Initiativen genutzt? Welche Entwicklungen sind 2015 zu erwarten, welche Aktivitten und Partnerschaften sind jetzt prioritr? Wie sollte der DRA ffentlich auftreten - und wie nicht? Was knnen wir zur Untersttzung unserer russischen Partnerorganisation DRA St. Petersburg (NRO) tun, die derzeit von den Behrden vor Ort berprft wird und vermutlich bald von der Zwangsregistrierung als angeblicher "auslndischer Agent" und von Strafen betroffen sein wird? Als Gste sind Vorstandsmitglieder des DRA St. Petersburg anwesend. Im Anschluss gibt es ein freundschaftliches Beisammensein bei russischem Buffet. Bei Interesse an einer Teilnahme bitten wir um kurze Anmeldung bis 21. April 2015 an die E-Mail-Adresse assistenz@austausch.org.
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3) Bis 15. Mai bewerben: Forum fr junge Fachkrfte "EuropeLab" vom 23. bis 26. Juli in Litauen
Das Forum "Europe Lab" ist ein europaweites Kommunikations- und Austauschtreffen fr junge Menschen, die Vernderungen anstoen mchten. "EuropaLab" richtet sich an junge Fachkrfte im Alter von 25 bis 35 Jahren, die in NGOs, der ffentlichen Verwaltung, in der Wirtschaft, Universitten, Think Tanks und anderen Bereichen bereits beruflich ttig sind. Es wird vom EU-Russland Zivilgesellschaftsforum (CSF) mit Untersttzung des DRA und weiterer NGOs organisiert. "Europe Lab" will eine sektorbergreifende Kooperation ermglichen, den Ideen- und Meinungsaustausch vorantreiben, Partner-Netzwerke aufbauen und gemeinsame Projekte junger Fachkrfte in Europa frdern. Dieses Jahr findet das Forum von 23. bis 26. Juli in Vilnius und in der zentrallitauischen Stadt Raseiniai statt. Das Programm umfasst u.a. Workshops zu den Themen Erinnerungskultur, Migration und Grenzen in Europa, Entwicklung urbaner Rume, Korruption und Graswurzel-Journalismus. Die besten der in den Workshops erarbeiteten Projekte werden finanziell untersttzt und erhalten eine professionelle Beratung durch die Koordinatoren bzw. Moderatoren der Workshops sowie fhrenden ExpertInnen auf dem jeweiligen Gebiet. Die Ergebnisse werden auf der Jahresversammlung des EU-Russland-CSF vom 7. bis 9. Dezember 2015 vorgestellt. Die Kosten fr die Workshops, Unterkunft und Verpflegung bernehmen die Organisatoren, die Reisekosten tragen die TeilnehmerInnen selbst. Bewerbungen sind bis 15. Mai unter http://eu-russia-csf.org/en/projects/europe-lab/application mglich, Fragen werden ber die E-Mail-Adresse europelab@eu-russia-csf.org beantwortet. Aktuelle Informationen auf Englisch siehe HIER sowie auf der DRA-Website. "Europe Lab" hat seine Wurzeln in dem Forum "PiloramaLab" (siehe www.piloramalab.org), das 2012 und 2013 vom CSF, MitOst e.V. und dem DRA im "Gedenkzentrum fr die Geschichte der politischen Repressionen Perm36" veranstaltet wurde (siehe www.piloramalab.org). Es wird 2015 durch die Europische Kommission und die Stephan-Bthory-Stiftung untersttzt.
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4) Russische Zivilgesellschaft braucht unsere Untersttzung: Tatjana Kursina und Sergej Lukashevskij in Berlin
Das EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum (CSF) und Amnesty International (AI) luden vom 2. bis 5. Mrz Sergej Lukashevskij, den Direktor des Sacharov-Zentrums Moskau, und Tatjana Kursina, die Direktorin der NGO "Gedenkzentrum fr die Geschichte der politischen Repressionen Perm-36", nach Berlin ein. Im Rahmen mehrerer Treffen und Veranstaltungen wurden aktuelle Fragen der Geschichtsaufarbeitung und -bildung in Russland sowie die schwierige Lage dieser beiden NGOs und generell fr zivilgesellschaftliche Aktivitten in Russland diskutiert. Das Sacharov-Zentrum wurde im Dezember 2014 ins Register "auslndischer Agenten" eingetragen - sein Bestand ist nun gefhrdet, selbst sein Recht auf die Durchfhrung von Bildungsveranstaltungen wird angefochten. Noch dsterer sieht es fr die NGO Perm36 aus: Am 2. Mrz beschloss ihr Vorstand die Organisation aufzulsen, da sie keinen Zugang zur Gedenksttte mehr hat, seit diese 2014 in staatliche Hand berging, und weil alle Verhandlungen mit der Permer Gebietsverwaltung ergebnislos geblieben seien. In Berlin wurden eine Podiumsdiskussion, ein Runder Tisch mit Historikern aus Deutschland, Russland und Tschechien, an dem auch Arsenij Roginskij (Menschenrechtsorganisation "Memorial", Moskau) teilnahm, eine Pressekonferenz sowie Treffen im Auenministerium und im Bundeskanzleramt organisiert. Die Gesprche machten erneut klar: Die russische Zivilgesellschaft braucht die Untersttzung ihrer Partner und der ffentlichkeit aus ganz Europa. Fr sie sei es gerade unter den schwierigen Umstnden des staatlichen Drucks auf russische NGOs besonders wichtig, die Zusammenarbeit mit Deutschland auszuweiten und so auch die internationale Untersttzung fr die gemeinsame Aufarbeitung der Geschichte zu strken, sagte Anna Sevortian, die Direktorin des EU-Russland-Zivilgesellschaftsforums. Den Besuch in Berlin ermglichten mehrere Partner von Perm-36 und des Sacharov-Zentrums in Deutschland gemeinsam - das EU-Russland Zivilgesellschaftsforum, Amnesty International, der DRA, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Memorial Deutschland und die Stiftung "Haus der Demokratie und Menschenrechte".
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5) RNEI: Angelina Davydova als Klimaexpertin beim internationalen Grnen Filmfestival "Ecocup 2015"
Das Internationale Grne Filmfestival "Ecocup" fand in diesem Jahr vom 26. Februar bis 2. Mrz in St. Petersburg und Moskau statt. Das RNEI ist seit vielen Jahren Partner des Festivals und war einer seiner Mitgrnder. Die Filmabende zu Umweltthemen boten erneut die Chance, mit Regisseuren und AutorInnen sowie UmweltaktivistInnen und BehrdenvertreterInnen zu diskutieren. Gezeigt wurde u.a. am 1. Mrz der Dokumentarfilm "The Climate Blueprint" der spanischen Regisseurin Ruth Chao, die die Geschichte der Klimaverhandlungen und deren Akteure thematisiert. Anschlieend sprachen die Klimajournalistin und Direktorin des Russisch-Deutschen Bros fr Umweltinformation, Angelina Davydova, und der Leiter der Abteilung fr multilaterale Umweltkooperation im Departement fr Internationale Organisationen des russischen Auenministeriums, Oleg Schamanow, ber den Verlauf der Klimaverhandlungen, Russlands Rolle darin und die Erwartungen an das neue Klimaabkommen, das Ende 2015 in Paris zustande kommen soll. Zudem stellten sie sich den Fragen des Publikums. Im Dezember 2014 hatte in Peru der jngste UN-Klimagipfel getagt, um die neue Klimaschutz-Vereinbarung vorzubereiten. Bereits seit 20 Jahren treffen sich Vertreter von mittlerweile 194 Lndern mindestens einmal pro Jahr, um Entscheidungen zu treffen, Strategien zu erarbeiten - und berhaupt irgendetwas gegen den Klimawandel zu tun. "The Climate Blueprint" zeigt auch, was bei den Klimaverhandlungen falsch luft und wieso sie zu einem "bengstigenden Countdown" geraten sind, wie es ein Konferenzteilnehmer ausdrckte. Nach dem Ende des Festivals startete eine ko-Kino-Tour in andere Stdte Russlands. Die Klimaschutzkooperation von RNEI und DRA wird von "Brot fr die Welt" finanziell gefrdert.
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6) Freiwilligendienst und Bildungsprogramm in Berlin: bis zum 3. Mai fr Dnhoff-Stipendien des DRA bewerben
Auch 2015 schreibt der DRA wieder vier Stipendien der Marion-Dnhoff-Stiftung aus, die es engagierten jungen Menschen aus Russland, Belarus, der Ukraine und erstmals auch den baltischen Staaten ermglichen, einen spannenden Freiwilligendienst bei gemeinntzigen Organisationen in Berlin zu absolvieren. Die Aufnahmeorganisationen werden entsprechend den Vorkenntnissen und Interessen der StipendiatInnen ausgewhlt. Die Betreuung der Freiwilligen bernimmt der DRA (Projektleiterin: Elena Stein). Die Stipendien umfassen auch ein Begleitprogramm zu Geschichte, Gesellschaft, Politik, Kultur und kologie Deutschlands. Die Freiwilligen sollten gesellschaftlich engagiert sein, gut Deutsch sprechen und Lust auf selbststndige Projektarbeit haben. Das sechsmonatige Stipendien-Programm beginnt am 1. September. Bewerbungsschluss ist der 3. Mai 2015. Mehr Informationen siehe HIER und auf Facebook.
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7) EU Study Week erkundet in Vilnius die Verflechtung europischer Kulturen - Diskussionen ber den Ukraine-Konflikt
Vom 27. Februar bis 1. Mrz fand in Vilnius die erste EU Study Week dieses Jahres fr russische Studierende statt. Auf Initiative des EU-Botschafters in Russland, Vygaudas Usackas, fand damit erstmals eine Study Week, die der DRA seit 2013 in Kooperation mit der EU-Delegation in Russland organisiert, in der Hauptstadt eines EU-Landes statt. So konnten nicht nur wichtige Experten aus Litauen, sondern auch eine Gruppe litauischer Studierender eingeladen werden. Die Study Week in Vilnius war zudem eine besondere, weil sie vor dem Hintergrund eines offenen Konflikts zwischen Russland und der EU stattfand, der whrend des dreitgigen Seminars durch WissenschaftlerInnen und PolitikerInnen, JournalistInnen und NGO-AktivistInnen aus der EU, Russland und der Ukraine von allen Seiten diskutiert wurde. Beim Erffnungsabend schilderten auch der Vize-Auenminister Litauens und der russische Botschafter in Litauen ihre Einschtzung der Situation. Auch eine ausfhrliche Diskussion mit HistorikerInnen beider Lnder ber die differierenden Interpretationen der gemeinsamen sowjetischen Geschichte ermglichte es den TeilnehmerInnen, die aktuellen Beziehungen besser zu verstehen. Darber hinaus besuchten sie das Parlament in Litauen und erkundeten die Stadt, um sich mit Bewohnern zu unterhalten und im Rahmen eines Quiz Fragen aus den Bereichen Geschichte und Kunstgeschichte zu beantworten. So fanden die Gruppen in der Stadt Spuren deutscher und russischer, polnischer, jdischer und natrlich litauischer Geschichte und Kultur. Im gegenseitigen Austausch ber ihre Erkenntnisse konnten die TeilnehmerInnen schlielich verstehen, wie stark die Geschichte und Kultur verschiedener Vlker in einer Stadt verflochten sein knnen, wie sie nebeneinander existieren und einander bereichern knnen. Die Seminarreihe hat noch einmal gezeigt, wie wichtig der persnliche Austausch und Diskussionen in der jetzigen Krise der europischen Beziehungen sind.
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8) Gute Zusammenarbeit mit Stadt Moskau geht weiter
15 MitarbeiterInnen und Lehrkrfte aus dem Institut fr Weiterbildung von Fach- und Fhrungskrften des Sozialsystems der Stadt Moskau waren vom 7. bis 12. Mrz im Rahmen einer Weiterbildung in Berlin, um soziale Einrichtungen sowie die Weiterbildung von SozialarbeiterInnen und -pdagogInnen kennenzulernen. Bei den durch Roman Elsner und Marta Kirschner (DRA) organisierten Treffen erfuhren sie im Berliner Abgeordnetenhaus Genaueres ber den stdtischen Haushalt, Probleme im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit und Bildung sowie ber Manahmen zur individuellen Frderung von Kindern, Jugendlichen und Familien in Krisensituationen. Tiefer errtert wurden vor allem Probleme durch Schulabbruch sowie Mechanismen der Finanzierung und Projektfrderung. Im Sozialpdagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) lernten die Moskauer die Situation der Fachkrfte, die Struktur der Weiterbildungsmanahmen und deren gesetzliche Grundlagen kennen. Erstaunlich fanden sie die hohe Eigenmotivation von Fachkrften in Deutschland zur freiwilligen Teilnahme an Kursen. In Russland sind Fachkrfte gesetzlich verpflichtet, einmal in fnf Jahren Weiterbildungsmanahmen zu absolvieren. Der Landesbeauftragte fr Menschen mit Behinderung Dr. Jrgen Schneider erluterte, wie dieses Amt entstand und wie Menschen mit Behinderung in Deutschland in den Arbeitsmarkt integriert werden. Besonders interessant fanden die Gste die gesetzliche Verpflichtung von Firmen mit mehr als 20 Mitarbeitern, mindestens fnf Prozent ihrer Arbeitspltze mit Menschen mit Behinderung zu besetzen. Einen praktischen Einblick in die Jugendarbeit bekam die Gruppe beim Berliner Jugendnotdienst, dessen Arbeit anhand verschiedener Flle erklrt wurde. Der DRA organisiert im Rahmen der Stdtepartnerschaft zwischen Berlin und Moskau seit 2011 Bildungsreisen fr verschiedene Abteilungen und Institute der Stadt Moskau. Die Zusammenarbeit mit dem Institut fr Weiterbildung von Fach- und Fhrungskrften des Sozialsystems besteht seit 2014 und kann trotz der angespannten politischen Lage hoffentlich weitergefhrt werden.
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9) Lokale Verwaltungen untersttzen Grnderzentren in Inguschetien und Nordossetien - Lage im Nordkaukasus bleibt angespannt
Am 31. Mrz startete in der Siedlung Ordschonikidseskaya (Inguschetien) ein weiterer Wettbewerb um den besten Businessplan von GewerbegrnderInnen. Es ist der zweite, den das im Sommer 2014 neu geschaffene "Zentrum fr interethnische Verstndigung und Untersttzung von Kleinunternehmen" im Osten der kleinsten russischen Teilrepublik, nahe der Grenze zu Tschetschenien, organisiert. Ein erster hatte im Dezember stattgefunden, beide nach dreimonatigen Vorbereitungskursen fr die meist inguschischen und teilweise auch tschetschenischen TeilnehmerInnen. Das neue Zentrum wurde von der NGO "Svoe Delo" ("Die eigene Sache") unter Leitung von Julia Chardina mit Beistand des DRA eingerichtet - nach dem Vorbild eines gleichartigen Zentrums, das "Memorial Moskau", Svoe Delo und der DRA ber Jahre im Prigorodnyj Rajon in der Nachbarrepublik Nordossetien aufgebaut haben und das seit 2014 als privatrechtliche NGO ebenfalls von "Svoe Delo" weitergefhrt wird. Beide Zentren organisieren auerdem Veranstaltungen fr Jugendliche und junge Erwachsene mit dem Schwerpunkt interkulturelle Toleranz und Verstndigung, in Inguschetien darber hinaus fr die Strkung von Frauen. Unterdessen haben die kommunalen Verwaltungen in beiden Republiken erstmals entschieden, die besten TeilnehmerInnen der Grnderkurse und -wettbewerbe zu untersttzen. Mehrere erhalten eine Starthilfe aus lokalen Programmen zur Frderung der Selbststndigkeit. Die Arbeit von Svoe Delo und des DRA zur Untersttzung der soziokonomischen Stabilisierung und interethnischen Verstndigung im Nordkaukasus wird von Brot fr die Welt gefrdert. Die Situation in der Region bleibt insgesamt prekr. Durch den Krieg in der Ostukraine ist sie zwar in den Nachrichten derzeit kaum prsent, doch kommt es weiter zu Gewaltakten durch Untergrundkmpfer oder staatliche Sicherheitskrfte. Ramsan Kadyrov, Republikoberhaupt von Tschetschenien, verspricht regelmig Truppen fr externe Konflikte, zudem drngt er in die Rolle eines obersten Islamhters im Nordkaukasus und beansprucht Gebiete im Osten Inguschetiens fr Tschetschenien.
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10) Interreligises Projekt "glauben. leben. in berlin" mit Aktionstag und Prsentation abgeschlossen - Fernsehbericht von RBB
Am 1. Mrz fand im Rahmen des interreligisen DRA-Jugendprojekts "glauben. Leben. in berlin" ein Aktionstag statt - als "Tag des gemeinsamen Engagements fr eine gute Sache". Nach vielen spannenden Begegnungen zwischen Juni 2014 und Februar 2015 in Berliner Gemeinden der Weltreligionen sowie mehreren Videoworkshops, in deren Rahmen Clips zu interreligisen Fragen entstanden, war der Aktionstag das dritte Modul des Projekts. Auf Wunsch der TeilnehmerInnen wurde ein Ausflug fr eine rund zwanzigkpfige Gruppe von Kindern und Jugendlichen aus dem Flchtlingsheim Motardstrae in Berlin-Siemensstadt gestaltet. Nach Spielen und einer Kuchenparty ging es dabei gemeinsam ins Aquarium - kostenlos dank Untersttzung durch AquaDom & Sea Life Berlin. Am 25.3. wurde "glauben. leben. in berlin" im ACUD Kunsthaus mit einer Foto- und Videorckschau auf das gesamte Projekt abgeschlossen. Es hatte insgesamt ber 120 unmittelbare ProjekteilnehmerInnen, die meisten im Alter von 15 bis 25 Jahren. Die Website www.glaubenlebeninberlin.de, auf der u.a. auch die Projektvideos zu sehen sein werden, bleibt online. Der Sender RBB hatte ber das Projekt einen Fernsehbeitrag gedreht, der noch bis Anfang 2016 HIER zu sehen ist. "glauben. leben. in berlin" wurde in Kooperation mit dem muslimischen Interkulturellen Zentrum fr Dialog und Bildung sowie der Jdischen Gemeinde zu Berlin verwirklicht und durch den Europischen Integrationsfonds und den Paritter Berlin kofinanziert. Wir danken den Partnern und Zuwendungsgebern, auerdem allen, die am Projekt mitgearbeitet haben, insbesondere der Projektkoordinatorin Andrea Gotzes und ihren Mitarbeiterinnen Aeisha Malik und Maria Scattone, sowie nicht zuletzt den TeilnehmerInnen fr ihre interessierte, aktive Mitwirkung!
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11) DRA bei Tagung ber eine"Neue Politik fr den Osten" - fr eine erneuerte Helsinki-Friedensordnung
Wie knnten internationale Partner helfen, die Zivilgesellschaften in Belarus, der Ukraine, Moldau und Georgien zu strken, wie knnen diese Lnder widerstandsfhiger gegen autoritre Einflussnahme werden? Diese komplexen Fragen standen vom 13. bis 15. Mrz im Mittelpunkt der Tagung "Neue Politik fr den Osten" in der Evangelischen Akademie Loccum. Tim Bohse und Anna Sevortian nahmen fr den DRA bzw. das EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum daran teil und sprachen darber, welche Rolle die Zusammenarbeit mit der russischen Zivilgesellschaft dabei einnimmt. Die Tagungsbeteiligten waren sich darin einig, dass die sechs Staaten der stlichen Nachbarschaft - Belarus, Ukraine, Moldau, Georgien, Aserbaidschan und Armenien - sich seit 1991 als eigenstndige politische Subjekte emanzipiert haben. Gleichzeitig sei dort ein "Band der Angst und Armut" entstanden, das ber Abchasien, die Krim, den Donbass und Transnistrien fhrt und die Modernisierung der betreffenden Staaten und Gesellschaften im postsowjetischen Raum gefhrdet. Sptestens seit der Annexion der Krim betreffen zwischenstaatliche Konflikte zwischen der Russischen Fderation und den Lndern der stlichen Partnerschaft Europa als Ganzes. Aus den Gesprchen auf der Tagung ging hervor, dass die europische Politik und Zivilgesellschaft deshalb eine erneuerte europische Helsinki-Friedensordnung konzipieren und entsprechend handeln sollte. Die Chancen fr Frieden und eine demokratische Erneuerung werden nur dann wachsen, wenn sich die Zivilgesellschaften trotz der verstrenden Folgen von Krieg und Propaganda nicht in eine nationale Abschottung hineinziehen lassen. Auerdem sollten bereits jetzt beispielhafte Verstndigungsprojekte initiiert werden, die - auch wenn sie die aktuelle Situation nicht direkt beeinflussen knnen - doch wichtige Grundlagen fr eine sptere friedliche und demokratische Entwicklung legen. Dafr knnen die Zivilgesellschaften in den Lndern der stlichen Partnerschaft starke Impulse liefern. Die Tatsache, dass trotz des Krieges in der Ukraine die Zusammenarbeit zwischen der ukrainischen und der russischen Zivilgesellschaft nicht abgerissen ist, macht Hoffnung. Der Dialog mit der russischen Zivilgesellschaft ist zentral. Er findet vor dem Hintergrund eines Machtkonflikts zwischen der russischen Fhrung und dem Westen statt, den man nicht ignorieren darf, wenn man den Werten einer zivilen Gesellschaft treu bleiben mchte.
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12) Praktikum als Assistenz der Geschftsfhrung/Projektassistenz ab 25.5.2015 fr 3 Monate
Zur Untersttzung seiner Projektarbeit vergibt der DRA ein Praktikum als Projektassistenz in Vollzeit (39h/Woche) ab dem 25. Mai. Die Ttigkeiten umfassen die Zuarbeit zu allen Bereichen der Projektarbeit, darunter Projektentwicklung, -durchfhrung, -abrechnung sowie Antragstellung und Berichterstattung, Recherchen, die Organisation von Veranstaltungen sowie ffentlichkeitsarbeit und Zuarbeiten in der Brofhrung. Thematische Schwerpunkte des Praktikums sind die Zusammenarbeit mit russischen und europischen Nichtregierungsorganisationen, die Verstndigungsarbeit im Nordkaukasus und die Vorbereitung der 20. Deutsch-Russischen Herbstgesprche. Die ausfhrliche Stellenausschreibung finden Sie HIER.
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13) Praktikum als Projektassistenz im Schleraustausch ab 4.5.2015 fr 3 Monate
Zum 4. Mai 2015 sucht der DRA eine/n PraktikantIn als Projektassistenz im Bereich Schleraustausch in Teilzeit (20h/Woche nach Absprache). Die Ttigkeiten umfassen die Untersttzung der Projektarbeit, administrative Ttigkeiten sowie ffentlichkeitsarbeit, darunter die Pflege der Webprsenz des Schleraustauschs auf austausch.org und Facebook. Das Praktikum richtet sich an Studierende. Die ausfhrliche Stellenausschreibung gibt es HIER.
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Die Projekte des DRA e.V. Berlin / DRA St. Petersburg im berblick
DRA e.V. Berlin
Berufsbildungszentren in Nordossetien und Inguschetien
Russisch-Deutsches Bro fr Umweltinformation
Jugendarbeit in der Stdtepartnerschaft Berlin - Moskau
glauben. leben. in berlin
PAROM Praktikumsagentur Russland, Ost- und Mitteleuropa (fortlaufend)
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
Deutsch-Russische Herbstgesprche
DRA St. Petersburg
EU Study Weeks
www.eu-studyweeks.ru
Europische Freiwilligenagentur St. Petersburg (fortlaufend)
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
ANTISTAMP - Trainings zur interkulturellen Kommunikation ANTISTAMP
Au-Pair-Programm "Novye vosmoschmosti" ("Neue Mglichkeiten")
www.obmen.org/Au-Pair
"Hier im Rajon" - Schlersozialprojekt in Kooperation mit dem Gymnasium Nr. 295
Die "Lebende Bibliothek " - Projekt zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Identitten
Schivaja biblioteka
Weitere Projekte und Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales
Informationen zu den angefhrten Projekten unter www.obmen.org
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