DRA-Newsletter November 2014

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 NEWSLETTER   
NOVEMBER 2014
Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie ber die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Verffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl ber die Aktivitten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org).
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INHALT

1) Kommentar: Ein Jahr nach dem Majdan bedarf es eines Ausbaus der Kontakte zu allen Seiten - und einer Bewahrung der Standards


2) Frherer Finanzminister Kudrin lud russische Zivilgesellschaft nach Moskau ein - Stefan Melle moderiert internationale Sektion


3) Gesprch mit ukrainischen NGO-Vertretern: "Der Maidan ein Jahr danach" am 3.12.2014, 19.30 Uhr


4) DRA und EU-Russia-CSF auf Treffen mit neuer EU-Auenbeauftragten Federica Mogherini in Berlin


5) Nachlese 19. Deutsch-Russische Herbstgesprche: Wir sind alle in der Pflicht


6) RNEI: Seminare zur nachhaltigen Stadtentwicklung in der Ukraine


7) Politische Jugendbildung mit ukrainischen Jugendlichen: Studienreise nach Berlin


8) Videoworkshop und Synagogenbesuch: Neue Veranstaltungen von "glauben. leben. in berlin"


9) RNEI: Angelina Davydova in internationalen Beratungsgremien aktiv


10) Fuball-Fankultur in der Offenen Gesellschaft


11) DRA/St. Petersburg: Bridge it! Abschlussseminar in Tartu


12) Queerer Fachaustausch: Die bunte Brcke soll auch zuknftig weitergebaut werden


13) Untersttzung fr ukrainische Flchtlings- und Menschenrechtsarbeit: Studienreise vom 29.11. bis 6.12. nach Berlin


Projektbersicht

1) Kommentar: Ein Jahr nach dem Majdan bedarf es eines Ausbaus der Kontakte zu allen Seiten - und einer Bewahrung der Standards
Ein Jahr nach Beginn der Majdan-Proteste ist der Brgeraufstand in der Ukraine gegen Korruption und Selbstherrlichkeit der Macht, Entwicklungsstau und russische Subordinationsversuche endgltig in einen europaweiten Konflikt mit Russland mutiert - vermutlich fr lange und so lange in Russlands Fhrung und ffentlichkeit nicht ein anderes Staats- und Politikverstndnis Raum gewinnt. Denn Prsident Putin und seine Administration haben stets die Durchsetzungsinteressen von Staat und Apparat hher gestellt als die individuellen Rechte der Brger. In einer solchen Sicht setzt sich das Allgemeinwohl nicht aus der Lebensqualitt der Bewohner, sondern aus Einfluss- und Kontrollmglichkeiten zusammen - nach der Innenpolitik nun auch in der Auenpolitik. Eine solche Haltung ist international nicht integrationsfhig und macht die Gesellschaft in Russland wie in den Nachbarlndern zu ihrer Geisel. Und dieses Problem lsst sich leider nicht bewltigen durch Aufrufe zu neuem Vertrauen, denn fr solches Wieder-Vertrauen bedarf es zunchst realer Schritte zur Rcknahme des Rechtsbruchs und Beendigung der Untersttzung fr die separatistischen Milizen. Wie man trotzdem den Frieden in Europa erhlt und ihn auch in der Ostukraine zurckgewinnt, wird zunehmend zur alles berragenden Frage und Aufgabe. Weiterlesen
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2) Frherer Finanzminister Kudrin lud russische Zivilgesellschaft nach Moskau ein - Stefan Melle moderiert internationale Sektion
Zu einem "2. Allrussischen Zivilgesellschaftsforum" trafen sich am 22. November in Moskau rund 650 VertreterInnen von russischen Brgerinitiativen im Moskauer Hotel "Kosmos" - unter ihnen waren VertreterInnen der wichtigsten NGOs, ExpertInnen sowie rund 75 JournalistInnen. Initiiert hatten das Forum - wie das erste dieser Art 2013 - der frhere russische Finanzminister Alexey Kudrin und das von ihm gegrndete "Komitee fr Brgerinitiativen" (KGI). In insgesamt 14 thematischen Sektionen wurden Fragen wie die Repressionen gegen NGOs und Medien im Land, die Voraussetzungen fr stabile brgerschaftliche Institutionen, die kologischen Herausforderungen (u.a. mit Angelina Davydova, RNEI) und der wachsende Nationalismus in Russland diskutiert (letzteres unter Teilnahme von sowohl Nationalisten wie ihren zivilgesellschaftlichen Gegnern, aber auch bedrohten russischen Muslimen). Der Geschftsfhrer des DRA, Stefan Melle, leitete im Namen des EU-Russland-Zivilgesellschaftsforums gemeinsam mit den bekannten Wissenschaftlern Igor Jurgens (Insor-Institut) und Andrey Sagorskiy (MGIMO, Moskau) die erstmals veranstaltete Internationale Sektion, der NGO-VertreterInnen aus Polen, den Niederlanden, Grobritannien, Deutschland, Russland und Lettland angehrten. Die internationale Sektion beschloss, 2015 eine Konferenz zum 40-jhrigen Bestehen der Schlussakte von Helsinki zu organisieren, eine bersicht und Vernetzung europisch-russischer Initiativen sowie die Beteiligung russischer Akteure an europischen zivilgesellschaftlichen Projekten zu frdern. Hier wie auch in den Plenarsitzungen stand immer wieder der Konflikt um die Ukraine im Mittelpunkt der Debatte. Die Anwesenden waren sich weitgehend einig, dass das Vorgehen der russischen Fhrung gegen die Ukraine nicht nur einen Vlkerrechtsbruch, sondern auch einen Einbruch in den internationalen Beziehungen sowie fr die russische Gesellschaft selbst bedeuten - und dass hier ein enger Zusammenhang zu der zunehmend monopolitischen, propagandistischen und repressiven Innenpolitik besteht. In einer Schlusserklrung rief das Forum zu einer Vershnung mit der Ukraine auf, wandte sich gegen eine isolationistische Entwicklung Russlands und unterbreitete zahlreiche konkrete Handlungs- und Gesetzesvorschlge aus den Sektionen. Stefan Melle appellierte als Referent im Schlusspanel, zu den internationalen Vlker- und Menschenrechtsstandards zurckzufinden und die europaweite Kooperation fortzusetzen. Das Beispiel Polen-Deutschland zeige, dass eine Verstndigung nach einem Krieg mglich sei, auch wenn sie Jahrzehnte an Engagement erfordern kann. Das Forum wurde von vielen TeilnehmerInnen als eine der seltenen verbliebenen Mglichkeiten gesehen, sich in grerem Rahmen ffentlich zu treffen und zu beraten. Dennoch lie das Format auch Fragen offen - darunter die, welche Umsetzungschancen die Vorschlge der NGOs nun haben, inwieweit eine solche zentralistische Veranstaltung nicht auch die eingeengte Situation der NGOs spiegelt und welche Rolle Alexey Kudrin, ein langjhriger Weggefhrte des russischen Prsidenten, hier tatschlich einnimmt. Sein Pldoyer fr eine offene, liberale und demokratische russische Gesellschaft war zumindest unberhrbar. Weitere Informationen zum Kudrin-Forum unter www.civil-forum.ru und auf Facebook.
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3) Gesprch mit ukrainischen NGO-Vertretern: "Der Maidan ein Jahr danach" am 3.12.2014, 19.30 Uhr
Der DRA ldt am Mittwoch, den 3.12.2014 zur Podiumsdiskussion "Der Maidan ein Jahr danach. Zivilgesellschaftliches Engagement und der Krieg in der Ostukraine" ein. Ein Groteil der Energie der ukrainischen Zivilgesellschaft fliet momentan in die Bewltigung der tiefen sozialen Krise, die durch die Besetzung der Krim im Mrz 2014 und den Beginn des Krieges in der Ostukraine ausgelst wurde. Im Rahmen der Veranstaltung werden ukrainische Brger- und MenschenrechtsaktivistInnen ber die humanitre Situation der Binnenvertriebenen und die Lage in den unter Kiewer Regierungskontrolle befindlichen ostukrainischen Stdten sprechen. ber eigens eingerichtete Call-Center stellen ihre Organisationen Informationen fr Flchtende aus der Ostukraine bereit, evakuieren Menschen aus dem Kriegsgebiet, vermitteln Unterknfte und Arbeit und verteilen Kleidung und Lebensmittel. Thema wird auerdem die Entwicklung der ukrainischen Zivilgesellschaft ein Jahr nach dem Maidan sein: Wie hat die "Revolution der Wrde" die ukrainische Gesellschaft verndert? Welche Hoffnungen und Befrchtungen haben die AktivistInnen fr die Zukunft? Welche Rolle sollten internationale Organisationen und die europische Zivilgesellschaft bei der Beendigung des Krieges spielen? Die Veranstaltung findet um 19:30 Uhr im Putten-Saal der Bibliothek am Luisenbad in der Travemnder Strae 2 (Ecke Badstrae) ganz in der Nhe des DRA-Bros statt. Im Anschluss an die Veranstaltung sind alle herzlich zum informellen Austausch bei Wein und Snacks eingeladen. Wir freuen uns ber Ihr/Euer Kommen und bitten um eine Rckmeldung vorab unter: tim.bohse@austausch.org
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4) DRA und EU-Russia-CSF auf Treffen mit neuer EU-Auenbeauftragten Federica Mogherini in Berlin
Am 10. November konnten Stefan Melle (DRA/EU-Russia-Civil Society Forum - CSF), Stefanie Schiffer (Europischer Austausch) und Anna Sevortian (CSF) bei einem Rundtisch-Gesprch in Berlin wichtige Erwartungen des Forums und der NGOs an die Russland- und Osteuropa-Politik der EU gegenber der neuen EU-Auenbeauftragten Federica Mogherini (Italien) vortragen. Mogherini hatte bei ihrem Antrittsbesuch in Berlin ein Treffen mit mehreren NGOs und Expertenorganisationen veranstaltet. Zu den formulierten Anliegen gehren u.a. eine strkere ffentliche und finanzielle Untersttzung fr die russische Zivilgesellschaft; die Schaffung von Programmen zur unbrokratischen Aufnahme und Hilfeleistung fr bedrohte Brgerrechtler und zur gemeinsamen Arbeit von NGOs aus Russland, der EU und Lndern der stlichen Partnerschaft, insbesondere der Ukraine, die schnelle Realisierung konkreter, gegebenenfalls auch einseitiger Schritte zur Verbesserung der Visa-Regelungen und anderer Voraussetzungen fr direkte Kontakte der Menschen, sowie Untersttzung fr die territoriale Unversehrtheit aller Nachbarschaftsstaaten. In der EU selbst mssten u.a. die Probleme der Migrationspolitik, der Internetberwachung, aber auch xenophober und autoritrer Tendenzen in etlichen der EU-Staaten aktiv angegangen und gelst werden. Erinnert wurde u.a. an Ungarn. Das CSF hatte seine Sicht krzlich auch in einem Brief an die neue EU-Kommission dargestellt (siehe).
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5) Nachlese 19. Deutsch-Russische Herbstgesprche: Wir sind alle in der Pflicht
"Korruption - schneller Vorteil, langes Nachsehen?" war das Thema der 19. Deutsch-Russischen Herbstgesprche, die am 7. und 8. November in Berlin stattgefunden haben. Die traditionelle deutsch-russische Perspektive wurde dieses Jahr durch eine ukrainische erweitert. Zwei Tage lang diskutierten 15 renommierte deutsche, russische und ukrainische Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Business, Justiz, Journalismus und Zivilgesellschaft zusammen mit ber 160 Gsten in der Franzsischen Friedrichstadtkirche ber die Formen, das Ausma und die Verbreitung von Korruption in den drei Lndern, analysierten ihre Ursachen und Folgen und berlegten sich gemeinsame Lsungen fr die unterschiedlichen existierenden Probleme bei der (internationalen) Korruptionsbekmpfung. Dabei wurde deutlich, dass sich verschiedene gesellschaftliche Akteure engagieren mssen. Ohne realen politischen Willen und ohne unabhngige Justiz wrden die besten Antikorruptionsgesetze nichts bringen, betonten alle Referenten. Alle Prozesse genau zu beobachten und die Missstnde zu kritisieren sei weiterhin die zentrale Aufgabe der Zivilgesellschaft - in Russland, der Ukraine ebenso wie in Deutschland. Der Einbezug ukrainischer Erfahrungen zeigte sich als eine groe Bereicherung fr die Diskussionen. Immer wieder wurde hinterfragt, inwieweit die politischen Vernderungen dieses Jahres in der Ukraine zur berwindung von Hindernissen in der Korruptionsbekmpfung beitragen knnten, die es auch in Russland gibt. Dabei wurde die Frage diskutiert, ob Korruption lediglich das Versagen der Justizorgane sei und einfach strkere Institutionen bentigt werden - so Rdiger Reiff von der Zentralen Berliner Antikorruptionsstelle - oder ob mehr dahinter stecke. Vladimir Rimskij vom Moskauer INDEM-Institut stellte gesellschaftliche Wertvorstellungen in den Vordergrund und sprach in Russland von Korruption als einer Norm. Diese msse durch Aufklrung und Bildungsarbeit verndert werden. Was die Korruption in Deutschland selbst betrifft, wurden u.a. die fehlende Transparenz bei Gerichtsurteilen, die groe Grauzone des Lobbyismus und den Wechsel von Politikern in die Wirtschaft bemngelt. Korruption kann dabei nicht nur innerhalb von Lndern bekmpft werden: Elena Panfilova von Transparency International aus Moskau thematisierte die internationale Verantwortung, da die Schwarzgelder aus den osteuropischen Staaten berwiegend in westeuropische Banken flieen. Internationale Kooperation und Know-how-Transfer sind beim Kampf gegen die Korruption entscheidend. Die 19. Herbstgesprche boten eine gute Gelegenheit dazu. Ein ausfhrlicher Bericht wird Anfang Dezember auf der Website des DRA verffentlicht. Die 19. Deutsch-Russischen Herbstgesprche wurden vom DRA und der Evangelischen Akademie zu Berlin veranstaltet und von der Heinrich-Bll-Stiftung, der ZEIT-Stiftung, der TOWAE-Stiftung sowie der Bundeszentrale fr politische Bildung gefrdert.
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6) RNEI: Seminare zur nachhaltigen Stadtentwicklung in der Ukraine
Im Dezember organisiert der DRA mit Untersttzung des Russisch-Deutschen Bros fr Umweltinformation (RNEI) und lokalen Partnerorganisationen zwei Seminare in der Ukraine, die sich mit unterschiedlichen Aspekten nachhaltiger Stadtentwicklung beschftigen: Am 13. und 14. Dezember veranstaltet die Kyiv Cyclists` Association in Bila Tserkwa bei Kiew ein Trainingsseminar mit dem Thema "Einfluss von Fahrradaktivsten auf die Verwendung von Haushaltsgeldern". 36 FahrradaktivistInnen aus unterschiedlichen Regionen der Ukraine werden die verschiedenen Frderfonds, staatliche Entwicklungsprogramme und Programme der lokalen Selbstverwaltung sowie den Prozess zur Verteilung von Budgetgeldern kennenlernen. Am Ende des zweitgigen Trainings werden die TeilnehmerInnen eine Kampagne entwickeln, um die ffentlichkeit fr die Aufwendung von Geldern aus dem kommunalen Haushalt zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur und eine strkere Bercksichtigung von Radfahrern beim Straenbau zu gewinnen. Der zweite Workshop wird fast zeitgleich von 14. bis 16. Dezember in Kiew stattfinden und sich der nachhaltigen Stadtentwicklung mit Fokus auf Brgerbeteiligung bei der Stadtplanung widmen. Veranstaltet wird das Seminar in Kooperation mit der "Sustain Urban Architecture" Gruppe. Teilnehmen werden an diesem Seminar vor allem VertreterInnen gesellschaftlicher Initiativen, die sich fr positive Vernderungen in ihrer Stadt engagieren. Die Seminare werden aus Mitteln des Auswrtigen Amts und Brot fr die Welt gefrdert.
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7) Politische Jugendbildung mit ukrainischen Jugendlichen: Studienreise nach Berlin
Welche Schwerpunkte setzt Berlin in der Kinder- und Jugendbeteiligung? Welche Projekte und Erfahrungen gibt es in der Umsetzung? Wie erfolgt die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und nichtstaatlichen Trgern der politischen Jugendbildung und -arbeit? Antworten auf diese Fragen werden VertreterInnen ukrainischer NGOs der politischen Jugendbildung erhalten, die an einer Bildungsreise vom 30.11. bis 6.12. nach Berlin teilnehmen. Die Bildungsreise erfolgt im Rahmen des vom Auswrtigen Amt gefrderten Projekts zur Strkung von nichtstaatlichen Trgern der politischen Jugendbildung in der Ukraine. Zuvor hatten die TeilnehmerInnen an einem Vernetzungstreffen und Workshop (20./21.11.) in Kiew teilgenommen, wo unter anderem auch Mglichkeiten der Zusammenarbeit, der Finanzierung, sowie die allgemeine Entwicklung im NGO-Sektor thematisiert wurde. In Berlin wird es neben Terminen mit Sandra Hildebrand, Referentin fr Jugendpolitik bei der Senatsverwaltung fr Bildung, Jugend und Wissenschaft, und Bjorn Eggert, Jugend- und Familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, einen Austausch mit verschiedenen Berliner Trgern und Projekten geben. Das dichtgedrngte Programm wird am Ende der Woche mit einem Informationsgesprch im Abgeordnetenbro von Marieluise Beck (MdB) zur aktuellen Situation und den Entwicklungen im vergangenen Jahr in der Ukraine abgerundet.
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8) Videoworkshop und Synagogenbesuch: Neue Veranstaltungen von "glauben. leben. in berlin"
Mit der Kamera in der Hand in Berlin (inter)religisen und (inter)kulturellen Themen nachspren: Das haben sich fr den 29. und 30. 11. vier Drehteams vorgenommen, die sich im Rahmen des DRA-Projekts "glauben. leben. in berlin" formiert haben. Bei einem Workshop, der am 23.11. im muslimischen Interkulturellen Zentrum fr Dialog und Bildung (IZDB, Berlin-Wedding) stattfand, entwickelten sie dazu Sujets und Konzepte. Auerdem erluterte der Workshopleiter, der Regisseur und Kameramann Johan Robin, den Umgang mit der Kamera. Die TeilnehmerInnen haben einen muslimischen, jdischen, christlichen oder Bah`-Hintergrund. Nach den Schnittterminen im Dezember werden ihre vier Doku-Clips auf www.glaubenlebeninberlin.de und bei Projektveranstaltungen zu sehen sein. Ebenfalls am 23.11. besuchte eine interreligis gemischte Gruppe die Neue Synagoge in der Oranienburger Strae. Die TeilnehmerInnen nutzten insbesondere die Gelegenheit, bei einem langen Gesprch mit Rabbiner Daniel Alter unterschiedlichste Fragen zum Judentum zu stellen. Der DRA verwirklicht "glauben. leben. in berlin" in Kooperation mit dem IZDB und der Jdischen Gemeinde zu Berlin. Das Projekt wird vom Europischen Integrationsfonds und vom Parittischen Wohlfahrtsverband Berlin kofinanziert.
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9) RNEI: Angelina Davydova in internationalen Beratungsgremien aktiv
Angelina Davydova, Direktorin von RNEI, hat als Mitglied der neugegrndeten "Global Reference Group" (GRG) des Evangelischen Werks fr Diakonie und Entwicklung am ersten Treffen dieser Gruppe im November in Berlin teilgenommen. Die GRG ist ein externes Beratungsgremium zur weiteren strategischen Ausrichtung des Werks, dem insgesamt 10 OrganisationsvertreterInnen aus den verschiedensten Lndern der Welt angehren. In Berlin sprachen die Mitglieder mit den Vorstnden und ReferatsleiterInnen des Hilfswerks und diskutierten Vorschlge fr dessen zuknftige Entwicklung. Weiterhin hat Angelina Davydova an dem Mitte November durchgefhrten "Global Diplomacy Lab" teilgenommen, welches von der diplomatischen Akademie des Auswrtigen Amts, der Quandt-Stiftung und der Robert-Bosch-Stiftung organisiert wurde. ber 30 junge Diplomaten, VertreterInnen von Forschungseinrichtungen und NGOs diskutierten an vier Tagen die Perspektiven einer sich verndernden Diplomatie, insbesondere der public diplomacy. Konkrete Themen waren die Ebola-Epidemie, aktuelle Krisen in der Welt, kologische Probleme und die Folgen des Klimawandels, Fragen zur Entwicklung sozialer Netzwerke und neuer Kommunikationsmodelle sowie die Problematiken von Migration und Integration. Am Ende des Seminars wurde Angelina Davydova gemeinsam mit drei weiteren TeilnehmerInnen in den Beirat gewhlt, der die nchste Sitzung des Global Diplomacy Labs in Istanbul vorbereiten wird.
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10) Fuball-Fankultur in der Offenen Gesellschaft
Zum zweiten Mal in diesem Jahr halten sich junge Sportjournalisten und Fanbetreuer aus der Ukraine, Belarus und Russland zu einem einwchigen Seminar in Berlin auf. Unter dem Dach des DRA e.V. organisieren Ingo Petz und Peter Liesegang in Kooperation mit dem Berliner Fanprojekt eine "gefhrte Tour" zu den vielfltigen Erscheinungsformen der Fuball-Fankultur in Berlin. Fanprojekt, Polizei, Fanbetreuer der Vereine, Vertreter von Ultra-Gruppen und andere Fan-Gruppierungen, deutsche Sport-Journalisten sowie weitere Gesprchspartner vermitteln den osteuropischen Seminarteilnehmern ein lebendiges Bild von zivilgesellschaftlicher Fanarbeit und zivilgesellschaftlichem Fanengagement sowie der sozialpdagogischen Arbeit mit Fans wie auch von Sicherheitskonzepten rund um den Fuball. Konkret sind diesmal sechs TeilnehmerInnen aus der Ukraine, vier aus Belarus und zwei aus Russland angereist; unter ihnen auch aktive Fans, VertreterInnen von Fan-Netzwerken, sowie Fanbetreuer von Fuballvereinen in der Ukraine und Belarus. Das Seminar wird nach dem Besuch des Spiels Hertha BSC gegen FC Bayern Mnchen am Samstag mit einem "vorweihnachtlichen" Grillen im Fanprojekt Berlin am Sonntag seinen Abschluss finden.
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11) DRA/St. Petersburg: Bridge it! Abschlussseminar in Tartu
Vom 27.-30. November findet im estnischen Tartu das Abschlussseminar des Programms Bridge it! statt. Damit endet die letzte Etappe des sechsmonatigen Bildungsprogramms, welches zum Ziel hat, junge Leute aus dem Baltikum in dessen Entwicklung, das Finden von Lsungen fr aktuelle soziale Probleme und die Etablierung guter nachbarschaftlicher Beziehungen einzubeziehen. Bridge it! wird vom DRA/St. Petersburg bereits im dritten Jahr in Folge durchgefhrt. An dem laufenden Programm nahmen 27 junge Erwachsene aus Russland, Estland, Lettland und Litauen teil, von denen sich 22 in Tartu trafen, um ihre in den letzten Monaten umgesetzten Projekte zu prsentieren. Das Hauptziel des Treffens liegt vor allem darin, die whrend des Programms gewonnen Erfahrungen zu reflektieren und mit den anderen TeilnehmerInnen und ProjektorganisatorInnen zu diskutieren. Gemeinsam mit den jeweiligen MentorInnen werden die Ergebnisse der durchgefhrten Projekte analysiert, die sich u.a. den Themen Umgang mit Waldressourcen, Kunstpdagogik mit Kindern mit begrenzten Mglichkeiten, einer sinnvollen Freizeitgestaltung, Sportveranstaltungen und lokalen Tauschbrsen fr gebrauchte Sachen widmeten. "2014 ist das erste Jahr, in dem die Organisation `Domus Dorpatensis`(DD) aus Tartu Partner von Bridge it! ist" sagt Age Tomson, Leiter des Projekts DD Akadeemia, die das Abschlussseminar organisiert hat. "In diesem Jahr haben am gesamten Programm zwei junge Frauen aus Estland teilgenommen - Sille Sepp aus Haapsalu, Studentin der Soziologie, und die Jura-Studentin Marit Joost. Am 27. November prsentieren wir das Programm Bridge it! in der Tartuer Universitt, wodurch wir hoffen, mehr Interessierte aus Estland und den anderen baltischen Lndern fr die Teilnahme im kommenden Jahr begeistern zu knnen." Die SeminarteilnehmerInnen erhalten auch die Gelegenheit Annegret Wulff, Programmleiterin des Theodor-Heuss-Kollegs, aus dessen Mitteln Brigde it! finanziert wird, zu treffen. Annegret Wulff wird die Arbeit des Kollegs in Europa und anderen Regionen vorstellen und Mglichkeiten der persnlichen Weiterentwicklung ber Bridge it! hinaus vorstellen.
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12) Queerer Fachaustausch: Die bunte Brcke soll auch zuknftig weitergebaut werden
Eine so gut informierte Besuchergruppe habe sie noch nie gehabt, meinte Alexandra Gurinova, Mitarbeiterin der Deutschen AIDS-Hilfe, nach der Diskussion mit 15 Gsten aus Moskau ber Fragen von HIV-Prvention und Aids-Hilfe. Die Meinung dieser Referentin teilten alle Vereine, Organisationen, Politiker und Vertreter der Berliner Senatsverwaltung, die zu Gesprchen mit sieben lesbischen Frauen, sieben schwulen Mnnern und einer transidentischen Frau aus Moskau zum kamen. Der DRA hatte vom 2. bis 8. November im Rahmen der Initiative "Raduga-Brcke Berlin-Moskau" fachkundige VertreterInnen aus der russischen Hauptstadt in die Partnerstadt Berlin geladen, um sich ein Bild von der Arbeit vor Ort zu machen, sich kennen zu lernen und ber gemeinsame Projekte sowohl in Moskau als auch zwischen Moskau und Berlin nachzudenken. Die Studienreise vermittelte den russischen Gsten einen umfassenden Einblick in die schwul-lesbische Szene Berlins. Das Besuchsprogramm reichte von einer Ausstellung zu 150 Jahren homosexueller Emanzipation ber Freizeitvereine fr Sport bis zur professionellen Schwulenberatung mit ihren 130 Angestellten. Die MoskauerInnen berichteten dabei auch von dem repressiven Alltag und ihren Problemen bei der Selbstorganisation. So wurde angemerkt, dass die Studienreise fr viele eine seltene Gelegenheit darstellte, andere Moskauer Aktive kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen. Nach fnf intensiven Arbeitstagen fiel das Fazit des Fachaustausches zwischen den Communitys beider Stdte positiv aus. Es wurden einige gemeinsame Projektideen auf den Weg gebracht und neben weiteren gegenseitigen Besuchen wnschen die TeilnehmerInnen aus Moskau auch konkrete Hilfe aus Berlin beim Aufbau eines neuen Begegnungszentrums und die Mglichkeit zum stetigen Austausch ber Fachthemen sowie die Umsetzung gemeinsamer Projekte und Veranstaltungen. Der Anfang fr eine dauerhafte "Regenbogen-Brcke" ist gemacht, die auch der DRA weiterhin mitgestalten will.
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13) Untersttzung fr ukrainische Flchtlings- und Menschenrechtsarbeit: Studienreise vom 29.11. bis 6.12. nach Berlin
Im Oktober und November haben in Kiew vier Seminare im Rahmen des Projekts "Empowerment von Menschenrechts-NGOs aus der Sd- und Ostukraine" stattgefunden. Vorwiegend deutsche, aber auch ukrainische Experten, bildeten die MitarbeiterInnen verschiedener NGOs, die vornehmlich im Bereich der Flchtlingshilfe aktiv sind, zu folgenden Themen weiter: "Strkung von Kompetenzen fr die Arbeit mit traumatisierten Menschen", "Diversity, Vorurteile, Diskriminierung?", "Soziale Arbeit und community development. Anstze fr die Untersttzung von Binnenvertriebenen", "Risiko- und Krisenmanagement fr Nichtregierungsorganisation". Insgesamt nahmen an den Weiterbildungen knapp 70 MultiplikatorInnen teil, deren Organisationen zur Zeit in den Stdten Kiew, Charkow, und Kramatorsk ihren Sitz haben, zum groen Teil aber ursprnglich aus der Sd- und Ostukraine stammen. Am Samstag, den 29.11.2014, kommen nun 20 TeilnehmerInnen dieser Seminare fr eine Woche nach Berlin, um hier mit deutschen NGOs aus dem Bereich der Flchtlings- und Menschenrechtsarbeit zusammenzutreffen, mit diesen Erfahrungen auszutauschen und Kontakte fr eine weitere Zusammenarbeit aufzubauen. Auerdem werden die MitarbeiterInnen von acht ukrainischen NGOs aus den Stdten Kiew, Charkow und Kramatorsk in einem ffentlichen Gesprch ber Ihre Arbeit, die gegenwrtigen Ereignisse in der Ostukraine und die Situation der Binnenvertriebenen in der Ost- und Westukraine berichten (siehe Veranstaltungshinweis oben)
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Die Projekte des DRA e.V. Berlin / DRA St. Petersburg im berblick
DRA e.V. Berlin
Berufsbildungszentrum in Nordossetien
Russisch-Deutsches Bro fr Umweltinformation
glauben. leben. in berlin
Jugendarbeit in der Stdtepartnerschaft Berlin - Moskau
PAROM Praktikumsagentur Russland, Ost- und Mitteleuropa (fortlaufend)
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
Deutsch-Russische Herbstgesprche
DRA St. Petersburg
EU Study Weeks
www.eu-studyweeks.ru
Europische Freiwilligenagentur St. Petersburg (fortlaufend)
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
ANTISTAMP - Trainings zur interkulturellen Kommunikation ANTISTAMP
Au-Pair-Programm "Novye vosmoschmosti" ("Neue Mglichkeiten")
www.obmen.org/Au-Pair
"Hier im Rajon" - Schlersozialprojekt in Kooperation mit dem Gymnasium Nr. 295
Die "Lebende Bibliothek " - Projekt zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Identitten
Schivaja biblioteka
Weitere Projekte und Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales
Informationen zu den angefhrten Projekten unter www.obmen.org
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