DRA Newsletter Oktober 2014

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 NEWSLETTER   
OKTOBER 2014
Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie ber die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Verffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl ber die Aktivitten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org).
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INHALT

1) Kommentar: Mit dem Petersburger Dialog zum Europischen Haus?


2) Korruption berwinden?: Namhafte ReferentInnen bei den 19. Herbstgesprchen am 7./8.11.


3) EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum: Rund 80 NGOs Treffen sich vom 27.-29.11. in Tallinn


4) Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Dritter Sektor: Gemeinsames Seminar mit dem EESC in Brssel


5) Fachaustausch zu queeren Lebensweisen in Moskau und Berlin/Podiumsgesprch am 5.11.


6) Projekt zur Frderung der politischen Jugendbildung in der Ukraine gestartet


7) Inguschetien: Zweites Zentrum fr Gewerbegrnder und lokale Verstndigung eingerichtet


8) EU-Study-Week Pjatigorsk untersucht vlkerrechtliche Prinzipien im Widerspruch


9) Berlin-Moskau: "Meine, deine, unsere Geschichte" ber NS-Zeit und Totalitarismus


10) RNEI beteiligt sich an Konferenzen zu Klimaanpassung und Stadtentwicklung in St. Petersburg und Moskau


11) Vom Staunen zum Verstehen: Interreligises Projekt des DRA auf Moscheebesuch


12) Praktikum als Projektassistenz ab 5.1.2015 fr 3 Monate


13) Fr 3 Monate nach St. Petersburg: DRA/St. Petersburg sucht Au-Pair aus Deutschland


14) Frhjahr 2015: ASF-Studienreise nach St. Petersburg und Belarus


Projektbersicht

1) Kommentar: Mit dem Petersburger Dialog zum Europischen Haus?
Vor genau 25 Jahren fhrte die friedliche Revolution in der DDR zur grten Demonstration in der Geschichte des Landes und schlielich zum Fall der Mauer. Die berwindung des Eisernen Vorhangs war das welthistorische Ereignis - der Brgeraufstand gegen die Unfreiheit eine der Voraussetzungen dafr, wie auch die Demokratiebewegungen in Mittel- und Osteuropa, die Perestrojka und Michail Gorbatschows Bereitschaft, den imperialen Vormachtanspruch der Sowjetunion ber andere Lnder zugunsten einer anderen Vision aufzugeben: Sie besteht in der Verwirklichung eines gemeinsamen Europischen Hauses, in dem alle Brger und Lnder frei, demokratisch, in historischem Bewusstsein friedlich miteinander leben und bei durchlssigen Grenzen zusammenarbeiten, mit dem Grundsatz der "Glasnost" - Transparenz und Offenheit. Fr diese Ziele engagieren sich unzhlige zivilgesellschaftliche Organisationen, nicht zuletzt der Deutsch-Russische Austausch. Der "Petersburger Dialog" (PD) - seit 2001 unter staatlichem Patronat als jhrliche deutsch-russische Groveranstaltung organisiert und dazwischen von den Lenkungsausschssen beider Seiten geleitet - beschreibt sich selbst in dieser Tradition als "offenes Diskussionsforum" zur "Verstndigung zwischen den Zivilgesellschaften". Aber folgt er auch ihren Prinzipien? In diesem Monat begann um den PD eine neuerliche Debatte, nachdem Vertreter mehrerer deutscher NGOs, darunter des DRA, erklrten, an dem kurzfristig fr Ende Oktober in Sotschi angesetzten Jahrestreffen nicht teilzunehmen (siehe Brief an den PD HIER). Dies war explizit keine Absage an den Dialog mit der russischen Gesellschaft, den alle Beteiligten in ihrer Arbeit jeden Tag vielfltig praktizieren. Es war eine Reaktion darauf, dass der Petersburger Dialog, wie er 2001 geschaffen wurde und sich seither entwickelt hat, noch immer weit davon entfernt ist, tatschlich die Basis fr einen offenen Dialog zu bieten. 2014 war dies besonders relevant: Whrend die russische Fhrung einen Teil der unabhngigen Ukraine dem eigenen Staat einverleibt hat und russische Krfte bewaffnete Separatisten im Nachbarland untersttzen, whrend sie die Demokratie weiter geschwcht und unabhngige NGOs und Medien neuen Beschrnkungen und Repressionen ausgesetzt hat, hat der Petersburger Dialog geschwiegen und zum Beispiel beim Zwischentreffen im April in Leipzig das Thema Ukraine praktisch unterbunden. Damit beschdigt er den Gedanken eines gemeinsamen Europischen Hauses. Zugleich sind seine Strukturen verschlossen und intransparent, etwa hinsichtlich der Benennung von Mitgliedern, Teilnehmern und Themen. Die deutsche Seite betont, dass schwierige Fragen lieber nicht oder erst viel spter thematisiert werden sollten - wegen vermuteter Empfindlichkeiten von Vertretern des russischen Staates und in Rcksicht auf beiderseitige korporative Interessen. Doch was in der zwischenstaatlichen Diplomatie als taktisches Verhalten akzeptabel und bisweilen gar notwendig sein kann, ist im zivilgesellschaftlichen Dialog nicht haltbar. Wer seine Bereitschaft zu solcher Nachsicht mit den Delikten etwa der USA und anderer Lnder begrndet, sollte sie nicht als Berechtigung fr neue Vergehen akzeptieren, sondern besser fr eine offenere Diskussion darber auch in der EU eintreten - nicht zuletzt im Petersburger Dialog. Zweifellos liegt beim Petersburger Dialog ein groes Potential darin, dass sich verschiedene Sektoren der Gesellschaft, von Politik und Wirtschaft ber NGOs, Medien, Religionsgemeinschaften bis zu akademischen und Kulturinstitutionen treffen und vernetzen. Deshalb halten wir eine Reform des PD fr wichtig und sinnvoll und sind bereit, sie konstruktiv zu begleiten. Die Angst vor Brgerbewegungen auf Seiten der russischen Fhrung darf jedoch nicht dazu fhren, dass wir selbst uns nicht mehr wie aktive und unabhngige Brger verhalten. Wir wrden sonst der Entwicklung in beiden Gesellschaften schaden - und der Verwirklichung der Idee eines gemeinsamen Europischen Hauses, zusammen mit allen anderen Lndern des Kontinents.
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2) Korruption berwinden?: Namhafte ReferentInnen bei den 19. Herbstgesprchen am 7./8.11.
Zahlreiche namhafte ReferentInnen werden bei den "19. Deutsch-Russischen Herbstgesprchen" am 7. und 8. November zum Thema "Korruption: Schneller Vorteil, langes Nachsehen?" in Berlin erwartet, zu der der DRA und die Evangelische Akademie Berlin noch einmal herzlich einladen. Die Gesprche werden dieses Jahr durch einen Ukraine-Fokus erweitert. Wie stark beeinflussen irregulre Mechanismen Politik, Business und soziale Strukturen in Russland, der Ukraine und auch in Deutschland? Wieweit tragen sie etwa zur Monopolisierung der Elite in Russland bei, welche Chancen auf Verminderung der Korruption hat die Ukraine nach den Parlamentswahlen, was sind bremsende Momente? Die zivilgesellschaftliche Sicht vertritt u.a. Elena Panfilova, Grnderin von Transparency International (TI) in Russland und seit Mitte Oktober Vizeprsidentin des internationalen TI-Dachverbandes. Andrey Schubin, geschftsfhrender Direktor des Unternehmerverbandes "OPORA Rossii", wird die Perspektive der Wirtschaft beleuchten. Zu den Gsten zhlen auch die investigativen Journalisten Andrej Suchotin von der Moskauer Zeitung "Novaya Gazeta" und Oleg Chomenok vom Internetportal YanukovychLeaks, das korrupte Aktivitten des frheren ukrainischen Prsidenten aufdeckt, sowie der Rechtsanwalt Wolfgang Schaupensteiner mit jahrzehntelanger Erfahrung in Korruptionsbekmpfung und der investigative Journalist und Buchautor Jrgen Roth, die sich beide regelmig mit der Verquickung von Wirtschaft und Politik in Deutschland befassen. Die Konferenz findet in der Franzsischen Friedrichstadtkirche in Berlin-Mitte in deutscher und russischer Sprache (mit Simultanbersetzung) statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist bis zum 31. Oktober erforderlich. Einen berblick ber die ReferentInnen finden Sie HIER, das vollstndige Programm und weitere Informationen finden Sie auf www.austausch.org. Die Konferenz findet in Kooperation und mit Untersttzung der Heinrich-Bll-Stiftung, der Zeit-Stiftung, der Bundeszentrale fr Politische Bildung und der TOWAE-Stiftung statt.
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3) EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum: Rund 80 NGOs Treffen sich vom 27.-29.11. in Tallinn
Am 25. Oktober 2014 endete die Anmeldefrist fr die 5. Generalversammlung des EU-Russland-Zivilgesellschaftsforums (CSF, www.eu-russia-csf.org) vom 27. bis 29. November 2014 in Tallinn (Estland). Mit mehr als 150 Anmeldungen gab es deutlich mehr Interessenten als Pltze. Deshalb konnten leider nicht alle Anmeldungen bercksichtigt werden. Erffnet wird die Veranstaltung vom Prsidenten der Republik Estland, Toomas Hendrik Ilves, vom Leiter des Prsidialrates fr Zivilgesellschaft und Menschenrechte, Michail Fedotov, sowie dem Leiter der EU-Delegation in Russland, Vygaudas Usackas. Vor dem Hintergrund der aktuellen internationalen Spannungen werden in den Plenarsitzungen u.a. die Themen "EU und Russland - gemeinsam oder getrennt?" und "Solidaritt und Zivilgesellschaft" diskutiert. Im Anschluss an die Diskussion ber die aktuelle EU-Russland-Agenda werden die Forumsmitglieder dessen interne und externe Entwicklung und Strategie besprechen. Bereits am 26. November steht die Frage "EU-Russland-Ukraine: Wo ist der Ausweg aus der Sackgasse?" im Mittelpunkt. Auerdem veranstalten Mitgliedsorganisationen des Forums Workshops zur Freiheit des Internets als gesellschaftsbergreifendes Anliegen und zu Chancen und Risiken zivilgesellschaftlicher Initiativen durch neue Medien (IREX Europa, Lyon, bzw. "Brgerkontrolle", St. Petersburg). Weitere Informationen zu Programm und TeilnehmerInnen der Generalversammlung HIER. Die Tagung wird vom CSF-Sekretariat vorbereitet, das seit Jahresbeginn im Bro des DRA ttig ist, und wird von der Open Society Foundation und der Europischen Kommission finanziell gefrdert.
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4) Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Dritter Sektor: Gemeinsames Seminar mit dem EESC in Brssel
Das EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum (CSF) und das European Economic and Social Committee (EESC) haben eine dauerhafte Kooperation vereinbart. Im EESC - dem Dachverband der Arbeitgeber-, Arbeitnehmer- und Dritter-Sektor-Organisationen in der EU - sind diese drei Gruppen aus allen 28 Lndern parittisch vertreten. Am 7. Oktober trafen sich CSF und EESC zu einem gemeinsamen Seminar ber die "Position und Rolle der Zivilgesellschaft in der EU und Russland" in Brssel. Das CSF war durch MitarbeiterInnen von acht NGOs aus Polen, Russland, Deutschland und den Niederlanden vertreten, darunter Stefan Melle fr den DRA, Anna Sevortian als Direktorin des CSF-Sekretariats sowie aus Moskau die Agentur fr Soziale Information und das Zentrum fr Soziale und Arbeitnehmerrechte, aus St. Petersburg die Umweltschutz-NGO Bellona und das Antidiskriminierungszentrum Memorial, das seine Ttigkeit als juristisch registrierte NGO nach der Eintragung als angeblicher "auslndischer Agent" im Sommer zunchst eingestellt hat. In Vortrgen erluterten VertreterInnen von CSF und EESC Einzelaspekte zivilgesellschaftlicher Ttigkeiten in den jeweiligen Lndern. So kamen neue Tendenzen ebenso wie der teils massive staatliche Druck gegen unabhngige NGOs in Russland zur Sprache, aber beispielsweise auch die groe Zahl sowie die starke Vernetzung und Online-Arbeit von NGOs in Estland und der teilweise sehr effektive Kampf von NGOs gegen Korruption in Rumnien. Das EESC hatte in Russland bis dahin nur mit der Gesellschaftskammer zusammengearbeitet. Die CSF-VertreterInnen trafen in Brssel auerdem Reprsentanten der EU-Kommission, EU-Parlamentarier, darunter den Vorsitzenden des Auswrtigen Ausschusses Elmar Brok, sowie VertreterInnen weiterer europischer NGOs.
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5) Fachaustausch zu queeren Lebensweisen in Moskau und Berlin/Podiumsgesprch am 5.11.
Vom 2. bis 8. November werden im Rahmen einer vom DRA organisierten Studienreise zu queeren Lebensweisen 16 VertreterInnen von Moskauer Initiativen zahlreiche Einrichtungen und Organisationen in Berlin besuchen. Auf dem Programm stehen Treffen mit Lesben- und Schwulenberatungen, Sport- und Selbsthilfegruppen, der Deutschen und der Berliner AIDS-Hilfe sowie ein Besuch beim Fachbereich fr gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Senatsverwaltung fr Arbeit, Integration und Frauen. Zudem wird es eine Projektschmiede fr die Entwicklung gemeinsamer Projektideen von Berliner und Moskauer Organisationen sowie hilfreiche Tipps zu deren mglicher Finanzierung geben. Am Mittwoch, den 5. November, findet im Rathaus Schneberg um 19.30 Uhr ein ffentliches Podiumsgesprch mit anschlieendem Empfang statt. Gesprchspartnerr sind Volker Beck (B90/Die Grnen) sowie Teilnehmer der Gruppe aus Moskau. Bereits am Sonnabend, den 3. November, findet eine Vernissage und Buchvorstellung zum Fotoband "Boys of St. Petersburg" im Schwulen Museum statt, auf der die Mglichkeit besteht, mit den TeilnehmerInnen der Studienreise ins Gesprch zu kommen. Der Fachaustausch findet im Rahmen der Initiative "Raduga-Brcke Berlin-Moskau" statt, die im November 2013 von zahlreichen Berliner Organisationen, darunter dem DRA, ins Leben gerufen wurde, um den Austausch zwischen den queeren Communities in Berlin und Moskau zu strken. Die Studienreise wird aus Mitteln des Auswrtigen Amtes gefrdert.
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6) Projekt zur Frderung der politischen Jugendbildung in der Ukraine gestartet
Fr die Menschen in der Ukraine stehen die grten Herausforderungen fr eine demokratische Entwicklung nach dem Euromaidan sowie den Prsidentschafts- und Parlamentswahlen erst noch bevor. Das in den vergangenen Monaten gewachsene Interesse der jungen Generation an politischen Zusammenhngen erffnet dafr besondere Chancen. Der DRA und die Kiewer "Agentur fr die Entwicklung der Bildungspolitik" haben dazu ein bilaterales Fachaustausch-Projekt gestartet, das dabei helfen soll, das Demokratie- und Pluralismus-Verstndnis ukrainischer Jugendlicher durch eine entsprechende Grundwertevermittlung in der nichtstaatlichen Jugendarbeit zu strken. Bis Ende Dezember 2014 sind unter Mitwirkung von ExpertInnen beider Lnder ein Netzwerktreffen und ein Workshop in Kiew sowie eine Studienreise nach Berlin geplant. Letztere soll VertreterInnen von NGOs und Verbnden aus Kiew die Kontaktanbahnung und den Austausch mit deutschen KollegInnen aus der politischen Jugendbildung ermglichen. Das Auftakttreffen zur inhaltlichen Abstimmung fand am 28. Oktober in Kiew beim ukrainischen Partner, der Agentur fr die Entwicklung der Bildungspolitik, statt.
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7) Inguschetien: Zweites Zentrum fr Gewerbegrnder und lokale Verstndigung eingerichtet
konomische Selbststndigkeit vermitteln, Toleranz strken - nun auch in Inguschetien: Im September hat ein zweites Bildungszentrum zur Untersttzung von Kleingewerbegrndern im Nordkaukasus seine Arbeit aufgenommen. Erffnet wurde es von der NGO "Svoje Delo" ("Die eigene Sache") mit Untersttzung des DRA in dem Ort Ordschonikidze im an Tschetschenien grenzenden Sunshenskij-Bezirk. Die Regierung der muslimisch geprgten Teilrepublik hat ihre Untersttzung bei einem Treffen am 24. Oktober bekrftigt. Vorbild ist das im benachbarten Nordossetien (Prigorodnyj-Bezirk) bestehende Zentrum, das seit 2007 vom Moskauer Menschenrechtszentrum Memorial und dem DRA gemeinsam aufgebaut wurde und aus dem heraus "Svoje Delo" als Initiative zur Armutsbekmpfung im lndlichen Raum gegrndet wurde. In dem neuen Zentrum werden zunchst bis zum Frhjahr 2016 Kurse zur Unternehmensgrndung und anderen berufsrelevanten Themen angeboten, aber auch Veranstaltungen organisiert, darunter fr SchlerInnen und junge Erwachsene zu Fragen des Zusammenlebens verschiedener Vlker - in dem Gebiet leben vor allem Inguschen und Tschetschenen - sowie fr Frauen zur persnlichen Entwicklung und Chancengleichheit. Bisher wurden die Rume renoviert und ausgestattet, die MitarbeiterInnen ausgewhlt und eingewiesen. Die offizielle Einweihung ist fr den 30. November vorgesehen. Der Aufbau und die Arbeit des Zentrums werden durch das Programm "Brot fr die Welt" finanziell untersttzt. Inguschetien ist nach offiziellen Angaben die einkommensrmste Region Russlands.
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8) EU-Study-Week Pjatigorsk untersucht vlkerrechtliche Prinzipien im Widerspruch
Vom 10. bis 12. Oktober fand das vierte und letzte Seminar der "EU Study Weeks" dieses Jahres statt - in Pjatigorsk (Gebiet Stavropol) und damit erstmals im Kaukasus. 30 Studierende und AbsolventInnen aus Sdrussland und dem Nordkaukasus widmeten sich den EU-Russland-Beziehungen. Das bedeutete dieses Mal: der aktuellen Beziehungskrise aufgrund des Ukraine-Konflikts. ReferentInnen waren u.a. Vygaudas Usackas, der Leiter der EU-Delegation in Russland, die Politologin und Europa-Expertin Prof. Irina Busygina vom Moskauer Staatlichen Institut fr Internationale Beziehungen (MGIMO) und der Ukraine-Korrespondent des Londoner Daily Telegraph, Roland Oliphant. Mittels eines Vortrags von Maria Nozhenko (Europische Universitt St. Petersburg) und eines Rollenspiels wurden die - zuweilen in Widerspruch stehenden - vlkerrechtlichen Prinzipien der territorialen Integritt und des Rechts von Nationen auf Selbstbestimmung untersucht. Vertreter des dnischen Flchtlingsrates aus Grozny berichteten von ihrem dortigen Einsatz zum Wiederaufbau Tschetscheniens nach den zwei Kriegen und ihrer Arbeit fr die Opfer des Konflikts. Die erste EU Study Week 2015 wird im Februar in der litauischen Hauptstadt Vilnius stattfinden.
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9) Berlin-Moskau: "Meine, deine, unsere Geschichte" ber NS-Zeit und Totalitarismus
Im Rahmen der Stdtepartnerschaft Berlin-Moskau sind im November zwei Jugendbegegnungen in Berlin geplant, die vom DRA organisiert und durchgefhrt werden. Vom 3. bis 7. November befassen sich unter dem Motto "Meine, Deine, Unsere Geschichte" TeilnehmerInnen aus dem Multifunktionalen Jugendzentrum des Kulturdepartements Moskau und von ihren Berliner Partnern, der Jugendfreizeiteinrichtung "Bungalow" und dem Kinder- und Jugendhaus Mariendorf (Kijum), mit Aspekten des Totalitarismus und Nationalsozialismus sowie konkret der Geschichte des Konzentrationslagers Ravensbrck. Das Zusammentreffen der Jugendlichen aus beiden Lndern macht zugleich verschiedene Herangehensweisen im Umgang mit Totalitarismus in Deutschland und Russland erfahrbarer. Auerdem bleibt natrlich Zeit fr ein gemeinsames Kennenlernen des heutigen Berlins und fr persnliche Gesprche. Bereits 2013 hatten Jugendliche der Berliner Einrichtungen Moskau besucht. Am 29. November findet das 14. Berliner jugendForum statt, an dem fnf Moskauer Jugendliche teilnehmen. Dort diskutieren sie mit Gleichaltrigen aus Berlin und stellen eigene Projekte und Formate zur Partizipation in der Gesellschaft vor. Mit insgesamt neun Diskussionsgruppen und vier Workshops z.B. zu Beteiligung, Migration und Integration sowie sexueller Aufklrung in der Schule bietet das jugendForum eine breite thematische Vielfalt. Die Moskauer Gste erhalten zudem die Gelegenheit Kontakte zu anderen Teilnehmern zu knpfen und mgliche bilaterale Projektideen zu besprechen. Im Abschluss-Plenum werden die Ergebnisse der Diskussionen und Workshops im Abgeordnetenhaus von Berlin vorgestellt. Untersttzt werden die Jugendbegegnungen von der Senatskanzlei, der Senatsverwaltung fr Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin und dem Kulturdepartement der Stadt Moskau.
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10) RNEI beteiligt sich an Konferenzen zu Klimaanpassung und Stadtentwicklung in St. Petersburg und Moskau
Am 27. und 28. Oktober wurde in Puschkin bei St. Petersburg mit Untersttzung und Beteiligung von RNEI das Seminar "Die Folgen des Klimawandels und Adaptation. Zugnge zu regionalen Anpassungsstrategien" im Rahmen der 7. Energie- und Klimakonferenz des russischen sozial-kologischen Verbands (RSOES, Rossijskij sozialno-ekologitscheskij sojus) durchgefhrt. An dem Seminar nahmen 40 VertreterInnen von Umweltorganisationen aus 25 Regionen teil. Diskutiert wurden globale ebenso wie lokale Perspektiven: Aleksej Kokorin von WWF Russland gab einen allgemeinen berblick ber die internationalen Klimaverhandlungen; Angelina Davydova von RNEI erluterte die Ergebnisse des Ban Ki Moon-Gipfels in New York. Auf lokaler Ebene wurden die Risiken des Klimawandels und Anforderungen an eine Anpassung in Stdten wie St. Petersburg untersucht und bewertet. Die NGO-VertreterInnen formulierten weiterhin eine gemeinsame Position der russischen Klima- und Naturschutzorganisationen fr die nchste Verhandlungsrunde der UN-Klimagesprche in Lima/Peru im Dezember. Fr RNEI wird Angelina Davydova ebenfalls nach Lima reisen, um die Verhandlungen zu verfolgen und von dort zu berichten. In Moskau findet am 30. und 31. Oktober die internationale Konferenz "Grne Wirtschaft und Lebensqualitt in der Stadt" statt, die gemeinsam von RNEI, der Friedrich-Ebert-Stiftung Moskau, der Hochschule fr Wirtschaft Moskau und dem Institut fr Medien, Architektur und Design "Strelka" organisiert wird. An der Konferenz nehmen Experten aus Deutschland, Grobritannien und Holland teil, sowie VertreterInnen fderaler Ministerien aus Russland, der Moskauer Stadtverwaltung, Forschungseinrichtungen sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen und Initiativen. Zu den diskutierten Themen gehren die Qualitt sowohl des menschlichen Lebens als auch der Umwelt. Im Fokus stehen grundlegende Prinzipien einer nachhaltigen Verkehrspolitik und die Entwicklungsperspektiven der Moskauer Verkehrsinfrastruktur. Weiterhin wird auf der Konferenz versucht, die Mglichkeiten und Formate fr das Leben in einer modernen Metropole zu analysieren sowie Verfahren zur Messung und Definition einer "gesunden" Stadt zu finden. In drei Arbeitsgruppen sollen mit Hilfe der internationalen Experten Empfehlungen fr die weitere Stadtentwicklung Moskaus erarbeitet werden.
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11) Vom Staunen zum Verstehen: Interreligises Projekt des DRA auf Moscheebesuch
Fr einige der jungen TeilnehmerInnen war es unerwartet: "dass es muslimische Theologinnen gibt", "dass in der Moschee eine Uhr anzeigt, wann man beten muss", "wie hnlich Judentum und Islam sind". Sie erfuhren es am 28. September in einem weiteren Workshop des Projekts "glauben. leben. in berlin", das der DRA in Kooperation mit dem muslimischen IZDB und der Jdischen Gemeinde zu Berlin verwirklicht. Dieses Mal galt der Besuch zwei Moscheen in Berlin-Wedding. Am Vormittag wurden in der Bilal-Moschee kontroverse Thesen diskutiert, wie "Gemischtreligise Ehen sind kein Problem!" oder "Es ist notwendig, die Grundgedanken einer Religion in die Gegenwart zu bertragen!" Am Nachmittag fhrte der Beauftragte fr interreligisen und interkulturellen Dialog der Trkisch-Islamischen Union (DITIB), Reyhan Kamaran, durch die Yunus-Emre-Moschee und beantwortete viele Fragen zum Islam und der eigenen Gemeinde. Untersttzt wurde er dabei durch den Vorstandsvorsitzenden Kenan Kurtbejer und die Theologin Elif ndes. Eine Besonderheit des Treffens war die Mglichkeit auch fr nicht-muslimische TeilnehmerInnen, beim Nachmittagsgebet zugegen zu sein. Den freundschaftlichen Austausch bilanzierte ein gyptischer Teilnehmer so: "Vielleicht knnen wir ein bisschen etwas machen, was die Politik nicht kann." Fotos und Kommentare siehe HIER. Das Projekt "glauben. leben. in berlin" wird vom Europischen Integrationsfonds und dem Paritter Berlin kofinanziert.
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12) Praktikum als Projektassistenz ab 5.1.2015 fr 3 Monate
Zur Untersttzung seiner Projektarbeit vergibt der DRA ein Praktikum als Projektassistenz in Vollzeit (39h/Woche). Die Ttigkeiten umfassen die Zuarbeit zu allen Bereichen der Projektarbeit, darunter Projektentwicklung, -durchfhrung, -abrechnung sowie Antragstellung und Berichterstattung, Recherchen, Organisation von Veranstaltungen sowie ffentlichkeitsarbeit. Thematische Schwerpunkte des Praktikums sind die Zusammenarbeit mit russischen und europischen Nichtregierungsorganisationen, der Verstndigungsarbeit im Nordkaukasus und der Vorbereitung des Forums "EuropeLab". Die ausfhrliche Stellenausschreibung finden Sie HIER.
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13) Fr 3 Monate nach St. Petersburg: DRA/St. Petersburg sucht Au-Pair aus Deutschland
Der Deutsch-Russische Austausch/St. Petersburg sucht fr eine Gastfamilie mit zwei Kindern (5 und 7 Jahre alt) zum 1.12.2014 oder 1.1.2015 eine/n Au-Pair aus Deutschland. Die Person sollte mindestens 20 Jahre alt sein, gut mit Kindern umgehen knnen und ber gute Englischkenntnisse verfgen. Eine musikalische Bildung wre von Vorteil, ist aber kein Muss. Zu den Aufgaben gehrt u.a. die Kinder zur Schule zu begleiten und bei den Hausaufgaben zu untersttzen sowie sich mit ihnen auf Deutsch und Englisch zu unterhalten (Ttigkeitsumfang im Mittel 4 h/Tag). Die Gastfamilie stellt Vollverpflegung, ein eigenes Zimmer und ein Taschengeld von mind. 150 Euro/Monat und Untersttzung beim Russischlernen. Weitere Informationen HIER, Tel. Maria Fetisova: +7 911 815 25 54 oder skype fet.maria
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14) Frhjahr 2015: ASF-Studienreise nach St. Petersburg und Belarus
Die Aktion Shnezeichen Friedensdienste bietet im Mrz, April und Mai fr alle Interessierten Studienreisen nach Russland und Belarus an. Durch die Studienreisen erhalten die TeilnehmerInnen spannende Einblicke in die Gesellschaft und lernen engagierte Menschen kennen: SchriftstellerInnen, BrgerrechtlerInnen, PolitikerInnen, Studierende und die Freiwilligen des ASF. Detaillierte Informationen auf www.asf-ev.de.
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Die Projekte des DRA e.V. Berlin / DRA St. Petersburg im berblick
DRA e.V. Berlin
Berufsbildungszentrum in Nordossetien
Russisch-Deutsches Bro fr Umweltinformation
glauben. leben. in berlin
Jugendarbeit in der Stdtepartnerschaft Berlin - Moskau
PAROM Praktikumsagentur Russland, Ost- und Mitteleuropa (fortlaufend)
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
Deutsch-Russische Herbstgesprche
DRA St. Petersburg
EU Study Weeks
www.eu-studyweeks.ru
Europische Freiwilligenagentur St. Petersburg (fortlaufend)
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
ANTISTAMP - Trainings zur interkulturellen Kommunikation ANTISTAMP
Au-Pair-Programm "Novye vosmoschmosti" ("Neue Mglichkeiten")
www.obmen.org/Au-Pair
"Hier im Rajon" - Schlersozialprojekt in Kooperation mit dem Gymnasium Nr. 295
Die "Lebende Bibliothek " - Projekt zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Identitten
Schivaja biblioteka
Weitere Projekte und Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales
Informationen zu den angefhrten Projekten unter www.obmen.org
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