DRA Newsletter Oktober 2015

3 jaren geleden


Text only:


Wird diese E-Mail nicht korrekt dargestellt? Die Online-Version finden Sie hier
.
 NEWSLETTER   
OKTOBER 2015
Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie ber die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Verffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl ber die Aktivitten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org).
ber den DRA
Newsletter bestellen/abbestellen
Impressum/Kontakt
Bitte untersttzen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder Frdermitgliedschaft! Der Verein finanziert sich ausschlielich durch projektgebundene Zuwendungen, Mitgliedsbeitrge und private Spenden. Ohne Ihre Untersttzung ist unsere Arbeit unmglich. Herzlichen Dank!    
Spenden/Spenden-Info
INHALT

1) Kommentar zum Bundeshaushalt 2016 und zum Neuanlauf im Petersburger Dialog: Zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Osteuropa kann zur Deeskalation beitragen


2) Am 12.11., Tucholsky-Buchhandlung Berlin: Lesung von Isaak Babels "Geschichten aus Odessa" mit der bersetzerin der Neuausgabe Bettina Kaibach


3) Anmeldeschluss 13.11.! Die \"Deutsch-Russischen Herbstgesprche\" am 20./21.11. fragen, was Europa noch eint - Gyrgy Dalos, Natalia Gevorkian und weitere renommierte Gste erwartet


4) Osteuropa-Forum vom 4.-11.11.2015 in Dresden, Cottbus und Zielona Gora ber den "Wandel in Erinnerung" - Workshop fr russisch-polnisch-deutsche Projektkooperationen mit dem DRA


5) EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum startet neue Projektperiode - Ausschreibung zur Kooperation der Mitglieder verffentlicht


6) Flchtlinge Willkommen - ber das Engagement europischer Brger: Diskussion des EU-Russia-Civil Society Forums zum Internationalen Tag fr Toleranz am 16.11., Berlin-Kulturbrauerei


7) DRA-Projekt "Mapping a Generation" auf Konferenz zur Politischen Bildung in Thessaloniki -Einfluss der Transformationszeit auf die Engagementbereitschaft untersucht


8) Dreijhriges Programm "EU-Study-Weeks" mit Seminar in Wladiwostok beendet - zufriedenen Student_innen standen nationalistische Demonstranten gegenber


9) DRA / RNEI bei Deutsch-Russischen Umwelttagen in Kaliningrad: Region birgt groes Potential fr erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit ist Thema fr neue Lernformen


10) RNEI St. Petersburg: Vortrag auf dem OSZE-Umwelttreffen in Wien sowie Mitveranstalter von russischen Konferenzen zur Stadtkologie, Brgerbeteiligung und zum UN-Klimagipfel


11) DRA-Projekt "Mehr bewegen!": 3.600 Kinder- und Jugendliche nahmen an erster Jugendwahl in der Ukraine teil - Programm in der Verchovna Rada vorgestellt


12) Ukraineprojekte: Schulungen zu Antidiskriminierung und Integration von Binnenvertriebenen


13) Ausschreibung bis 15.11.: "Vorurteile ins Abseits - ein deutsch-russisches Jugendprojekt gegen Antiziganismus" - DRA, Aspe und Deti Peterburga als Partner von Memorial Deutschland


14) DRA sucht Ehrenamtliche fr bersetzungen Deutsch-Russisch, Russisch-Deutsch sowie fr Englisch und Ukrainisch zur Untersttzung der DRA-Projekt- und ffentlichkeitsarbeit


15) Bis 27.11. bewerben: Praktikum als Projektassistenz beim DRA ab 15. Februar 2016 fr 3 Monate


Projektbersicht

1) Kommentar zum Bundeshaushalt 2016 und zum Neuanlauf im Petersburger Dialog: Zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Osteuropa kann zur Deeskalation beitragen
Die 224 Toten des Flugzeugabsturzes in gypten rufen den Wert des Lebens erneut berdeutlich in Erinnerung - an vielen Ort scheint es derzeit gefhrdeter denn je. Sollten die Passagiere tatschlich Opfer eines Terroranschlags sein, vergrern sie die Zahl jener, die unschuldig starben durch die aktuelle Spirale aus extremistischer und diktatorischer Gewalt sowie militrischen Invasionen. Die Eskalation in Europa und im Nahen Osten, gespeist aus dem Beharren auf Unrechtspositionen, Machtpolitik, Geschichtsklitterung, Wiederaufrstung und verbaler Konfrontation, geht weiter. Vor diesem Hintergrund entscheidet nchste Woche der Bundestag ber die Frderung der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit mit der Ukraine, den anderen Lndern der stlichen Partnerschaft und ggf. Russland und tagte am 22./23. Oktober in Potsdam nach einjhriger Pause wieder der deutsch-russische "Petersburger Dialog". Beides, das Frderprogramm und das Tagungsformat, knnten einige kleine Mosaiksteine liefern fr eine mittel- und langfristige berwindung der Rechts- und Vertrauenskrise in Europa - aber nur, wenn sie richtig aufsetzt werden. Worauf kommt es an? Der Bundeshaushaltsentwurf fr 2016 enthlt derzeit 14 Millionen Euro fr das Zivilgesellschaftsprogramm mit der stlichen Partnerschaft - viel Geld, sicher. Aber wie wenig, gemessen an den zustzlichen Militrausgaben, die allein schon der Ukraine-Krieg ausgelst hat, und an den Aufbauleistungen, die die Ukraine und ihre Nachbarn schultern mssen? Und wie wenig ist es, gemessen an den vielen Toten? Dieser Krieg ist auch eine Folge auch der Kurzsichtigkeit, bis 2013 viel zu wenig mit dieser Region zusammengearbeitet zu haben. Jetzt braucht das Programm Nachhaltigkeit, am besten in einer fr Jahrzehnte institutionalisierten Form. Es muss zu einem Neuaufbau von Rechtsstaat, sozialem Zusammenhalt und Engagement, Informations- und Diskursfreiheit, Bildungs- und Aufklrungsstandards beitragen, in der Ukraine wie den anderen Lndern. Es muss ihnen Freunde, Untersttzer, Experten aus der Bundesrepublik und der EU bringen, eine Community schaffen helfen, die ihnen verbunden bleibt, wenn die politische Konjunktur schon wieder wechselt. Es muss auch Anknpfungspunkte schaffen fr mehr Brgerkontakte dieser Lnder mit der russischen Gesellschaft (was das Frderprogramm 2015 bewusst ermglichte). Die aktuelle berlegung im Bundestag aber, aus dem Programm fr 2016 auch die russische Zivilgesellschaft zu untersttzen, greift viel zu kurz. Natrlich ist auch eine solche Hilfe und Kooperation ntig. Dafr jedoch bedarf es eines eigenstndigen Programms oder zumindest einer erheblichen Aufstockung der Gelder fr das bisherige. Sonst nmlich wird faktisch die Untersttzung fr die Ukraine und die Lnder der stlichen Partnerschaft gekrzt - in der Sache eine fatale Wiederholung alter Fehler und politisch ein unverantwortliches Signal in einer Situation, da die Verhltnisse in der Ukraine, Moldau, Georgien, Belarus, Armenien und erst recht Aserbaidschan instabil sind und fern von funktionierenden Demokratien. Und in der die russische Fhrung ihren autoritren und expansiven Druck gegen diese Lnder nicht mindert. Wie stark diese Haltung bei russischen Regierungsvertretern weiter dominiert, war beim Petersburger Dialog (PD) in Potsdam zu erleben. Die harten Diskussionen sowie ersten Reformen auf deutscher Seite nach der Absage des Jahrestreffens 2014 haben sich in Potsdam deutlich als ntzlich erwiesen. Erstmals war die Debatte tatschlich offen und kamen so auch die heftigen Diskrepanzen zur Sprache, die zwischen beiden Gesellschaften - und auch in ihnen - existieren. Wie ganz am Ende der konservative Duma-Abgeordnete Vjatscheslav Nikonov mit zum Teil unhaltbaren Behauptungen und Falschinformationen auftrat und wie Viktor Subkov, der russische PD-Vorsitzende, Gazprom-Chef und frhere Premierminister, doch noch einen Eklat auslste, in dem er ungebremst, rde und unreflektiert den ganzen rger von Teilen der russischen Fhrungsschicht ber die Zurckweisung ihrer Art von postsowjetischer Politik herauspolterte - das zeigte, dass dieser Teil der russischen Elite unverndert inakzeptable Regelnderungen und Sonderrechte beansprucht. Perspektivisch wird sich die russische Gesellschaft und Fhrung berlegen mssen, ob sie sich tatschlich von solchen Vertretern international reprsentieren lassen mchte. Es nderte nichts daran, dass im Petersburger Dialog ein Anfang gemacht scheint fr sinnvolle Diskussionen und gemeinsame Arbeit zumindest der 90 Prozent anderen Teilnehmer_innen, sofern die Reformen auf deutscher Seite fortgesetzt werden - inklusive einer Unabhngigkeit der PD-Geschftsstelle - und sofern die russische Seite diese nderungen zumindest konstruktiv akzeptiert. Der Eklat in Potsdam zeigt, dass grundstzliche Differenzen viel zu lange umgangen wurden. Deeskalation durch die Zivilgesellschaften heit, Probleme beharrlich zu benennen, gemeinsam zu bearbeiten und Schritt fr Schritt zu lsen. (Eine lngere Fassung des Kommentars finden Sie unter www.austausch.org
nach oben
2) Am 12.11., Tucholsky-Buchhandlung Berlin: Lesung von Isaak Babels "Geschichten aus Odessa" mit der bersetzerin der Neuausgabe Bettina Kaibach
Wie eng in der Ostukraine russische, ukrainische und jdische Traditionen miteinander verwoben sind, darber hat der Schriftsteller Isaak Babel in seinen "Geschichten aus Odessa" ber die Schwarzmeerstadt Zeugnis abgelegt. Es sind zum Teil harte Erzhlungen aus den Brgerkriegsjahren nach der Oktoberrevolution. Die Heidelberger Slawistin Bettina Kaibach hat diese und alle weiteren Erzhlungen des markanten, 1940 unter Stalin ermordeten Schriftstellers neu bersetzt und in Kombination mit Peter Urbans bersetzung von Babels Roman "Die Reiterarmee" verffentlicht. Die Neuausgabe sorgte bei ihrem Erscheinen Ende 2014 vor dem Hintergrund des unerwarteten Krieges in der Ukraine, aber auch wegen ihrer ungewhnlich lebendigen Sprache fr groes Aufsehen. Am 12. November, 20 Uhr, stellt Bettina Kaibach Babels Erzhlungen in der Tucholsky-Buchhandlung in Berlin-Mitte vor, in einer von Marta Kirschner (DRA) organisierten Lesung. Der Abend gibt auch Einblick in die Vorgeschichte jener Stadt, die heute so dicht am militrischen Konfliktgebiet zwischen den ukrainischen Truppen und den von der russischen Regierung untersttzten Separatisten in der Sdostukraine liegt und in der sich viele Einwohner_innen offenbar selbst hin- und hergerissen sehen wegen der verschiedenen Wurzeln in ihrem Leben. Ort: 10117 Berlin, Tucholskystr. 47 (Tel. + 49 (0) 30 2757 7663). Eintritt 5 EUR, ermigt 3 EUR. Mehr Informationen siehe www.austausch.org. Hinweise zum Buch und Rezensionen siehe auch bei Perlentaucher und bei der Forum-Edition der Universitt Heidelberg.
nach oben
3) Anmeldeschluss 13.11.! Die \"Deutsch-Russischen Herbstgesprche\" am 20./21.11. fragen, was Europa noch eint - Gyrgy Dalos, Natalia Gevorkian und weitere renommierte Gste erwartet
Renommierte Politolog_innen, Soziolog_innen, Schriftsteller_innen und Philosoph_innen, Journalist_innen und aktive Vertreter_innen der Zivilgesellschaft aus Deutschland, Russland, der Ukraine, Polen und Ungarn treffen sich am 20./21. November zur Konferenz "20. Deutsch-Russische Herbstgesprche" in Berlin, um in ffentlichen Diskussionen mgliche Entwicklungsmodelle fr ein gemeinsames Europa und Auswege aus den aktuellen Krisen auf dem Kontinent zu erkunden. Wie sind die aktuellen Nationalismen zu verstehen und evtl. zu berwinden, was kann die Zivilgesellschaft gegen das derzeit rasante Auseinanderdriften in Europa tun, wie weit sind bilaterale deutsch-russische Formate noch tauglich zur Lsung europischer Fragen? Zu diesen und weiteren Fragen treten u.a. die Politolog_innen Georgiy Bovt (Moskau), Oleksandr Sushko (Kiev), Hans-Henning Schrder und Sabine Fischer (Berlin) miteinander in Austausch. Der prominente russische Autor und Theaterregisseur Jevgenij Grishkovets (Kaliningrad) hat eigens fr die Herbstgesprche eine Videobotschaft gesandt, in der er seine Sicht auf das heutige Europa erklrt. Gemeinsam mit Gesellschaftsforscher_innen wie Bettina Westle (Marburg), Andrey Andreev (Moskau), Tatiana Zhurzhenko (Wien) und Elena Omelchenko (St. Petersburg) sollen die Hintergrnde der verschiedenen Europa-Wahrnehmungen diskutiert werden. Besonders freuen wir uns auch auf das Gesprch am Samstagvormittag mit der russischen Publizistin Natalia Gevorkyan (Paris), der Grnderin des "European Democracy Lab" Ulrike Gurot und dem ungarischen Autoren und Trger des Leipziger Buchpreises Gyrgy Dalos (beide Berlin). Den Abschluss bildet eine Debatte zu Handlungsoptionen einer vereinten europischen Zivilgesellschaft. Wir laden Sie herzlich dazu ein, an der Tagung und den Diskussionen teilzunehmen. Erforderlich ist dafr eine Anmeldung bei der Evangelischen Akademie zu Berlin, dem Partner der "Herbstgesprche\" (siehe HIER). Die Konferenz beginnt am Freitag, 20. November, 13.30 Uhr, und endet am Samstag, 21. November, um 12.30 Uhr. Ort: Franzsische Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt, Berlin. Fr die Konferenzgste gibt es am Freitagabend einen Jubilumsempfang. Nhere Informationen zum Programm und allen Panelist_innen siehe unsere Website www.austausch.org. Untersttzt werden die "Herbstgesprche\" auch in diesem Jahr von der Heinrich-Bll-Stiftung, der ZEIT-Stiftung und der Bundeszentrale fr Politische Bildung.
nach oben
4) Osteuropa-Forum vom 4.-11.11.2015 in Dresden, Cottbus und Zielona Gora ber den "Wandel in Erinnerung" - Workshop fr russisch-polnisch-deutsche Projektkooperationen mit dem DRA
25 Jahre Wiedervereinigung sind der Anlass fr dieses trilaterale Forum unter dem Titel "Wandel in Erinnerung", das die Zeit nach der Perestroika, der Gewerkschaft Solidarnosc und dem Mauerfall erkundet und fragt, wie die Wahrnehmung der Vergangenheit die der Gegenwart und aktueller Entwicklungen bestimmt. Dabei knnte die Erinnerung an die 90er Jahre in Russland, Polen und Deutschland kaum verschiedener sein - bedeuten sie Freiheitsgewinn oder Zusammenbruch, Traum oder die Erfllung eines Traums? Am 4./5. November startete das Forum im Rahmen des 25. FilmFestivals Cottbus, u.a. mit einer Multimediaausstellung ber die Vorstellungen von Lenin ("Rethinking the Image") und einer Debatte zur Erinnerung an die 90er. Dazu gibt es mehrere Filme mit Autorengesprchen sowie Musik aus Osteuropa, die am 6. November in Zielona Gora (Polen) Station machten. Das Programm in Dresden vom 7.-11. November widmete sich nicht zuletzt dem spezifischen, schwierigen Gedenken an den II. Weltkrieg und die DDR in der Stadt und mndet in eine Podiumsdiskussion ber die Erinnerung in Dresden und seinen Partnerstdten Breslau und Petersburg. Am 8. November fand, moderiert vom DRA-Geschftsfhrer Stefan Melle, ein Projektlabor mit Dresdner Vereinen und Instituten statt, die mit Polen und Russland arbeiten und hier erstmals zusammen kommen, um ber gemeinsame Interessen und Vorhaben im Rahmen der Stdtepartnerschaften mit Breslau und Petersburg zu beraten. Weitere Interessenten aus der Stadt fr das Projektlabor knnen sich noch bei der Kulturmanagerin Cornelia Reichel (Uljanovsk/Dresden, siehe HIER) anmelden, die das gesamte Programm des Forums initiiert und fr MitOst e.V. vorbereitet hat (Kontakt: cornelia.reichel@kulturmanager.net). Genauere Informationen zum Programm siehe auf der Website www.wandel-in-erinnerung.de und auf Facebook.
nach oben
5) EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum startet neue Projektperiode - Ausschreibung zur Kooperation der Mitglieder verffentlicht
Mit einem Frderwettbewerb fr gemeinsame Projekte seiner Mitgliedsorganisationen hat das EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum (CSF) einen neuen Projektzeitraum gestartet (siehe HIER. Bis Februar 2018 wird das Forum, dessen Sekretariat bis dahin noch einmal der DRA betreut, erneut von der EU-Kommission und weiteren Frderern in seiner Ttigkeit finanziell untersttzt. Dem Forum gehren derzeit 150 NGOs und Brgerinitiativen an. Deren gemeinsame thematische Arbeit, ffentliche Positionierung und gegenseitige Untersttzung steht im Mittelpunkt des geplanten Engagements des Forums. Fortsetzen wird das CSF auch erfolgreiche Sonderformate wie das Programm Rechtsdialog, das "Forum fr junge Fachleute EuropeLab", das aus dem "PiloramaLaboratorium" in Perm36 hervorging, oder die Rundtisch-Treffen fr Stiftungen und andere Untersttzer zivilgesellschaftlicher Akteure. Neu hinzu kommen u.a. mehrere Publikationen und eine internetgesttzte "E-Corner" zu Sachfragen der NGO-Praxis. Vom 6.-9. Dezember findet in Budapest die diesjhrige Generalversammlung des CSF statt, fr das bereits mehr als 200 Anmeldungen von Mitglieds-NGOs und Beobachter_innen vorliegen (Programm siehe HIER. Zudem steht das CSF in regelmigem Kontakt zu anderen zivilgesellschaftlichen Plattformen in Europa, wie der an die OSZE angelehnten Civic Solidarity Platform (www.civicsolidarity.org), dem Prsidentenrat fr Zivilgesellschaft unter Michail Fedotov (www.president-sovet.ru), dem Komitee fr Brgerinitiativen von Aleksej Kudrin (www.komitetgi.ru) und dem NGO-Schwarzmeerforum (www.blackseango.org), das heute und morgen im georgischen Tbilisi mit Beteiligung des CSF stattfindet.
nach oben
6) Flchtlinge Willkommen - ber das Engagement europischer Brger: Diskussion des EU-Russia-Civil Society Forums zum Internationalen Tag fr Toleranz am 16.11., Berlin-Kulturbrauerei
Obwohl die Flchtlingsstrme in die EU drastisch gewachsen sind, fehlt eine politische Lsung weiter. Die Probleme lsten eine zunehmend feindliche Rhetorik gegenber Flchtlingen aus. Zugleich begannen Brger europaweit, selbst Hilfe zu leisten - durch die Lebensmittelversorgung und bersetzung von Info-Blttern, juristische Untersttzung oder Bildungsangebote bis zur Aufnahme in der Flchtlinge in die eigene Familie. Am 16. November, dem Internationalen Tag fr Toleranz, treffen sich von 18-21 Uhr auf Einladung des EU-Russland-Zivilgesellschaftsforums (CSF) VertreterInnen europischer Graswurzelinitiativen, Flchtlinge, weitere zivilgesellschaftliche Akteure, Fachleute und andere Interessierte in Berlin zu der Diskussion "Flchtlinge Willkommen: Europische Brger im Einsatz". Gemeinsam mit dem Publikum werden sie Antworten auf folgende Fragen suchen: Welche Aktivitten zur Flchtlingshilfe "von unten" gibt es in den europischen Lndern? Wie kooperieren sie, welche Probleme behindern ihre Arbeit? Was sagt die Flchtlingskrise ber den Inhalt und Stellenwert europischer Werte und der Menschenrechte und -freiheiten? Was sollte in Europa wie den Herkunftslndern getan werden, um die Flchtlingskrise zu lsen? Wie knnen Behrden und Zivilgesellschaft kooperieren? Wie knnen hnliche Krisen knftig vermieden werden? Teilnehmer_innen sind Julia Eriksson Pogorzelska (Rechtsberaterin, Schwedische Agentur fr Migration, Stockholm), Nora Hauptmann (Koordinatorin fr NGO-Angelegenheiten der Kiron University fr Flchtlinge, Berlin), Julija Kranjec (Zentrum fr Friedensstudien, Koordinatorin der "Willkommen"-Initiative, Zagreb), Rossi Nkamani (Geflchteter aus Kamerun, kam ber das Mittelmeer in die EU, Berlin), Zsuzsanna Zsohr (Pressesprecherin, Budapest, Ungarn). Es moderiert Ralph du Long, Mitglied des CSF-Koordinationsrates und Rechtsanwalt bei UNITED for Intercultural Action (Amsterdam). Die Veranstaltung in der Literaturwerkstatt der Kulturbrauerei, Knaackstr. 97, 10435 Berlin, wird simultan Englisch/Deutsch gedolmetscht. Kontakt und Anmeldung: Sergei Tereshenkov, Senior Coordinator fr ffentlichkeitsarbeit des CSF, E-Mail: tereshenkov@eu-russia-csf.org, Tel. +49 (0) 30 4466 8014.
nach oben
7) DRA-Projekt "Mapping a Generation" auf Konferenz zur Politischen Bildung in Thessaloniki -Einfluss der Transformationszeit auf die Engagementbereitschaft untersucht
Mit dem Netzwerk-Projekt "Mapping a Generation in Transition" (www.transition-dialogue.com) beteiligte sich der DRA vom 22. bis 24. Oktober in Thessaloniki/Griechenland an der Konferenz "'Us' and 'Them' - Citizenship Education in an interdependent World" ("'Wir' und 'sie' - Politische Bildung in einer vernetzten Welt", www.nece.eu). Dort trafen sich ca. 350 Vertreter aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Bildung, Wissenschaft und Kultur aus ber 30 Lndern. "Wie knnen Menschen dazu motiviert werden, ein Motor fr Vernderungen in bergangsgesellschaften zu werden?", lautete die Leitfrage des Workshops von Olena Pravylo (Congress of Cultural Activists, Kiew), Mandy Schulze, Drte Grimm (beide Perspektive3, Berlin) und Christine Wetzel (DRA e.V.). Dazu prsentierten sie Beispiele ihrer Arbeit aus der Ukraine wie der ostdeutschen Lausitz und diskutierten mit den Teilnehmer_innen, unter welchen Bedingungen Menschen in gesellschaftlichen Umbruchphasen bereit sind, sich dauerhaft fr die Entwicklung ihrer Gemeinde oder eines gesellschaftlichen Bereiches zu engagieren. Die Beispiele und Ergebnisse finden Sie im Projekt-Blog www.transition-dialogue.com). Im zweiten Workshop "Anderssein in den Augen der Transformationsgeneration" prsentierten Louisa Slavkova (NGO Sofia Platform), Rafaela Tripalo (Znanje na djelu, Zagreb) und Olena Pravylo die vorlufigen Ergebnisse einer Befragung in mehreren Lndern Sd- und Osteuropas. Dabei untersuchen sie - aus Anlass der Diskussion um den Umgang mit Geflchteten in Europa -, welchen Einfluss die Erlebnisse in den gesellschaftlichen Umbrchen der 90er Jahre darauf haben, wie Menschen ein "Anderssein" wahrnehmen (die Dokumentation folgt in Krze). Die genannten Referentinnen sind Teil des Netzwerks "Mapping A Generation in Transition". Das vom DRA koordinierte Projekt vergleicht Transformationserfahrungen in Mittel-, Ost- und Sdeuropa, um zu verstehen, wie diese heute auf zivilgesellschaftliches Engagement fortwirken. Das Projekt wird von der Bundeszentrale fr Politische Bildung gefrdert.
nach oben
8) Dreijhriges Programm "EU-Study-Weeks" mit Seminar in Wladiwostok beendet - zufriedenen Student_innen standen nationalistische Demonstranten gegenber
Mit einem Seminar in Vladivostok vom 2.-4. Oktober endete das dreijhrige Programm der "EU-Study-Weeks", die der DRA (Berlin und St. Petersburg) seit Ende 2012 im Auftrag der EU-Delegation Moskau organisiert hat - und erstmals in der 18-jhrigen Geschichte der Seminarreihe machte sie Halt im Fernen Osten Russlands. Fr den DRA war es die 21. Study Week insgesamt und die 12. im Rahmen des aktuellen Programms. In diesen drei Jahren erstreckte sich ihr Radius von Pjatigorsk im Kaukasus bis nach Moskau, Ekaterinburg, Nishnij Novgorod, von Irkutsk am Baikal bis nach Vilnius in Litauen; rund 350 Studierende und Absolvent_innen der russischen Universitten nahmen teil. Das Hauptthema - das Verhltnis Russland-EU - hat sie auf verschiedene Weise interessiert, je nach Region und eigenen Auenkontakten zuvor. Parallel zur Verschlechterung der Beziehungen EU-Russland kamen Student_innen, die sich nicht einfach dafr interessierten, sondern die gerade angesichts dieser Anspannung besorgt waren und in informeller Atmosphre mit den Expert_innen aus Russland und zahlreichen Lndern der EU, aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Medien, Zivilgesellschaft und Kultur diskutieren wollten. Whrend 2013 noch viele Debatten die Euro-Krise, die grenzberschreitende Kooperation, Migration, Visa- und Energiepolitik und andere lngerfristige Herausforderungen betrafen, kam 2014 der Ukraine-Krieg hinzu - bis 2015 das EU-Russland-Verhltnis zur Schlsselfrage wurde. Der unermdliche Versuch des Seminarteams um Aigul Sembaeva, Elena Belokurova und Elena Razumovskaya, die Konfliktlagen vielseitig und vielstimmig zu bearbeiten, wurde von den Teilnehmer_innen unverndert hoch geschtzt. Die ueren Umstnde fr die Seminare aber wurden schwieriger. Erstmals im Frhjahr 2015 wurde ein Seminar in Kostroma kurzzeitig von zwei schweigsamen "Aktivisten" belagert - und deren Aktion von Journalisten der Stadt verbreitet. In Wladiwostok stellten sich an zwei Tagen hintereinander Mitglieder der rechtsradikalen "Nationalen Befreiungsbewegung" (NOD) auf der Strae auf, die damit die "Souvernitt Russlands" verteidigen wollten - gefilmt vom Regionalfernsehen, das die EU-Study-Week fr eine US-Propaganda-Veranstaltung hielt und in 5 Minuten Sendezeit rund zehn faktische Fehler unterbrachte. Ein solches Verhltnis zwischen den Gesellschaften Russlands und der EU kann keine der Seiten brauchen. Daher wird es in den nchsten Jahren um die Wiederverbesserung dieser Beziehungen gehen - und weitere Seminare der EU-Study Weeks knnten dazu durchaus beitragen. Mehr Informationen zum Programm siehe www.eu-studyweeks.ru.
nach oben
9) DRA / RNEI bei Deutsch-Russischen Umwelttagen in Kaliningrad: Region birgt groes Potential fr erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit ist Thema fr neue Lernformen
Am 22./23. Oktober 2015 fanden in Kaliningrad zum zwlften Mal die Deutsch-Russischen Umwelttage statt. Auf Einladung des Umweltbundesamtes Dessau und der Regierung des Kaliningrader Gebietes tauschten sich Fachleute beider Lnder und vor allem aus der Region aus, um ber aktuelle Entwicklungen und mgliche Kooperationsfelder zu sprechen. Im Fokus standen Bereiche wie kotourismus, Naturschutz und aktuelle Energietechnologien. Der DRA war durch Judith Kiss, Leiterin des Umwelt- und Klimaschutzprogramms, als Referentin in der AG "Bildung fr nachhaltige Entwicklung und Umweltinformation" vertreten (siehe www.rnei.de. Die AG errterte insbesondere, wie zivilgesellschaftliche Akteure und Verwaltung in der Umweltinformation zusammenarbeiten knnen. Whrend in Deutschland die frhzeitige Beteiligung der ffentlichkeit seit langem ausprobiert wird, scheint dies in Russland noch eher der einseitige Wunsch von Teilen der Gesellschaft zu sein. Die Kaliningrader Gebietsverwaltung mchte zwar das Verhltnis zur Gesellschaft verbessern, sieht sich aber selbst nicht in der Rolle, dies durch Neugestaltung von Vorschriften und Verfahren hin zu mehr Partnerschaft voranzubringen. Deutlich wurde auerdem, dass das Thema nachhaltige Entwicklung - jenseits der reinen Umweltbildung - in die Lernwelt von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen integriert und im Kontext verschiedener Gesellschaftsbereiche (Kultur, Umwelt, Wirtschaft, Soziales) von der lokalen bis zur globalen Ebene betrachtet werden sollte. Dazu schlug Prof. Ute Stoltenberg, Nachhaltigkeitsforscherin der Leuphana Universitt Lneburg siehe neue Lernformen vor: Statt Nachhaltigkeit in bestehende Lehrfcher zu integrieren, sollten reale Gegenstnde unserer Welt Teil des Unterrichts werden. So knnten globale Kreislufe anhand eines Frhstcks ber Fakten aus Biologie, Geografie, Wirtschaft, Politik etc. verstndlich gemacht werden - und dies bereits in der Kita. Die Experten der AG "Aktuelle Technologien zur Energieeinsparung und zu erneuerbaren Energien" attestierten dem Kaliningrader Gebiet erstaunlicherweise ein immenses Potential fr Erneuerbare Energien und daher eine sehr gute Basis fr eine bilaterale Zusammenarbeit auf diesem Feld. Weitere Infos beim Umweltbundesamt sowie auf der RNEI-Webseite. Die Klima- und Umweltarbeit des DRA wird von Brot fr die Welt untersttzt.
nach oben
10) RNEI St. Petersburg: Vortrag auf dem OSZE-Umwelttreffen in Wien sowie Mitveranstalter von russischen Konferenzen zur Stadtkologie, Brgerbeteiligung und zum UN-Klimagipfel
Seit September 2015 hat das Russisch-Deutsche Bro fr Umweltinformation (RNEI, St. Petersburg) mehrere Tagungen mitveranstaltet: Vom 23-25. September lud RNEI Expert_innen aus mehreren russischen Regionen ein zur Konferenz "kologie der Stdte Russlands - gesellschaftliche Initiativen", zu der unter Leitung der Umwelt-NGO "Bellona" insgesamt 180 Umweltschtzer_Innen aus mehr als 50 Regionen des Landes kamen. Die RNEI-Direktorin Angelina Davydova moderierte mehrere Sektionen, darunter die Prsentation des Jahresberichts zu Umweltrecht-Versten in Russland, zu dessen Redaktion sie gehrt. Zudem leitete Angelina Davydova einen Workshop zu Formaten des Umweltjournalismus fr Journalist_innen, Blogger_innen und Umweltaktivist_innen. Am 20. Oktober hielt die RNEI-Direktorin auf der OSZE-Tagung "Umsetzung der Wirtschafts- und Umweltdimension" in Wien einen Vortrag zum Thema "Rolle des Journalismus bei der Strkung einer transparenten Umweltpolitik". Am 27./28. Oktober war RNEI Mitorganisator der Konferenz "Klima und Energie - Lsungen fr die Zukunft" fr russische NGOs, die zu den Themen Klimaschutz, Energieeffizienz und neue Energien aktiv sind. Koordiniert von der "Russischen Sozial-kologischen Union" und der NGO "Freunde der Ostsee", errterten mehr als 70 Vertreter_innen aus ber 30 Regionen die russische Klima- und Energiepolitik und erarbeiten eine Konsensposition zum UN-Klimaschutzgipfel im Dezember in Paris. Eine weitere von RNEI untersttzte Fachtagung widmete sich am 29. Oktober den Perspektiven einer grnen Wirtschaft in Russland, Hauptveranstalter waren die Hochschule fr Wirtschaft (HSE), Moskau, und die Friedrich-Ebert-Stiftung. Im Zentrum der Debatten standen u.a. der Einfluss des Klimawandels auf die Lebensqualitt und die Suche nach einer Balance zwischen konomischen, kologischen und sozialen Aspekten. Zum Kontext gehrte auf der Tagung auch der Austausch in Bezug auf soziales Unternehmertum sowie auf Nachhaltigkeit in Konsum, Abfallwirtschaft und umweltgerechtem Verkehr (z.B. Fahrrad- und Elektroverkehrsinfrastruktur) in Grostdten.
nach oben
11) DRA-Projekt "Mehr bewegen!": 3.600 Kinder- und Jugendliche nahmen an erster Jugendwahl in der Ukraine teil - Programm in der Verchovna Rada vorgestellt
Im Rahmen des DRA-Projektes "Mehr bewegen!" zur politischen Jugendbildung in der Ukraine fanden am 17. Oktober erstmals in der Ukraine Jugendwahlen unter dem Titel "M18" (Molozhe 18 - Unter 18) statt. M18 ist die Adaption der "U18"-Wahlen, die bereits seit 1987 in Deutschland organisiert werden. Beide stehen dafr, Kindern und Jugendlichen, die noch nicht wahlberechtigt sind, die Mglichkeit zu geben, ihrer politischen Meinung Ausdruck zu verleihen und sich dabei mit politischen Themen, Parteien, Politiker_innen und dem Wahlverfahren zu befassen. Das Interesse war riesengro: Gleich ca. 3.600 Kinder und Jugendliche in 20 Wahlbezirken der Projektstdte Kiew, Irpin und Saporoshje nahmen an der Jugendwahl teil. Sie ging kurz vor der offiziellen Kommunalwahl in der Ukraine am 25. Oktober vonstatten und wurde durch regionale Wettbewerbe, z.B. zum kreativen Entwerfen von Wahlplakaten und -urnen oder durch Workshops zum Thema Wahlen ("Wie lasse ich mich bei meiner Wahlentscheidung nicht manipulieren!") begleitet. An Info-Stnden erhielten die Familien der Jugendlichen Auskunft ber das Projekt und seine Ziele und die Jugendlichen Informationen zu den jeweiligen lokalen Brgermeisterkandidat_innen. Mit Begeisterung nutzten viele die Gelegenheit, auf Flipcharts Forderungen festzuhalten, die den Brgermeistern der Stdte spter bergeben werden sollen. Neben Forderungen zu den Bereichen Soziales und Infrastruktur erhoben sie immer wieder die ganz grundstzliche "Hrt auf uns zu ignorieren!". Vor den Jugendwahlen vom 9.-11. Oktober waren im Rahmen des Projekts Vertreter_innen lokaler NGOs aus der politischen Jugendbildung geschult worden. Am 12. Oktober wurde das Jugendwahl-Projekt im ukrainischen Parlament, der Verchovna Rada, vorgestellt. Eine Zusammenstellung der Ergebnisse und der Medienberichte findet sich auf der Website von M18 und demnchst auch auf der DRA-Projektseite "Mehr bewegen!"). Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit der Agentur fr Entwicklung der Bildungspolitik (AEPD, Kiew). Beide berichten in einem Radiobeitrag ber das Projekt. Gefrdert wird es aus Mitteln des Auswrtigen Amtes und der Senatsverwaltung fr Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin. Genauere Informationen zu den Methoden und auch einigen lokalen Herausforderungen des Projekts finden Sie auf der Website des DRA.
nach oben
12) Ukraineprojekte: Schulungen zu Antidiskriminierung und Integration von Binnenvertriebenen
Ende Oktober fanden in Kiew die Aufbauseminare der zwei Schulungsreihen "Strategien gegen Vorurteile und Diskriminierungen" und "Commmunity Development als ein Instrument zur Integration von Binnenvertriebenen" statt. Zentraler Bestandteil des zweiten Blocks der Schulung zum Community Development war ein Austausch- und Vernetzungstreffen mit zwei Kolleg_innen aus der Flchtlingsarbeit aus dem Kaukasus: einer Mitarbeiterin der armenischen Caritas und einem Mitarbeiter des georgischen ,Danish Refugee Council'. Mit den zwei genannten Schulungen sind insgesamt fnf der sechs Schulungsreihen des DRA-Projektes "Kriegsfolgen gemeinsam berwinden" abgeschlossen. Der zweite Teil der Seminarreihe "Ankerpunkte inmitten von Vernderungen - Forum-Theater als knstlerische Methode fr die Arbeit mit Binnenvertriebenen" findet vom 3.-8.11.2015 in Lychen (Uckermark) statt. Das im Rahmen dieser Schulung erarbeitete Theaterstck ist bei der ffentlichen Veranstaltung im Haus der Demokratie und Menschenrechte am 10.11.2015 um 19.30 zu sehen, zu der wir alle Interessierten herzlich einladen. Detaillierte Infos zu den Projektmanahmen sowie zu den aktuellen Projektereignissen finden Sie HIER und HIER Das Projekt "Kriegsfolgen gemeinsam berwinden" fhrt der DRA gemeinsam mit Krim-SOS (Kiew) durch. Es wird vom Auswrtigen Amt gefrdert.
nach oben
13) Ausschreibung bis 15.11.: "Vorurteile ins Abseits - ein deutsch-russisches Jugendprojekt gegen Antiziganismus" - DRA, Aspe und Deti Peterburga als Partner von Memorial Deutschland
Ihr seid 16 bis 19 Jahre alt, habt Lust, in die Geschichte zu schauen, um die Gegenwart zu verstehen, wolltet schon immer mal nach Russland und interessiert Euch dafr, wie Eure peers in St. Petersburg mit Diskriminierung umgehen? Dann bewerbt Euch jetzt fr eine Jugendbegegnung in Berlin und St. Petersburg zum Thema Antiziganismus! Euch erwartet eine spannende Auseinandersetzung mit der Frage: Warum werden manche Gruppen berhaupt diskriminiert? Wie knnen wir dem wirkungsvoll begegnen? Woher kommen unsere Vorurteile, Klischees und Mythen ber Sinti und Roma? Ihr besucht Gedenksttten der Verfolgung von Sinti und Roma, fhrt Interviews mit Zeitzeugen in Berlin und St. Petersburg und sprecht mit Politikern, die in Eurer Stadt fr das Zusammenleben mit den unterschiedlichsten Minderheiten verantwortlich sind. Ihr gestaltet eine Radiosendung, lernt von zivilgesellschaftlichen Organisationen in beiden Stdten deren Projekte gegen Diskriminierung kennen, erfahrt, wie Ihr Euch selbst engagieren knnt, nehmt an einer Podiumsdiskussion in der Humboldt-Universitt zu Berlin teil und, und, und... Eure Erfahrungen und die Ergebnisse Eurer Recherchen stellt Ihr auf eine gemeinsame Website. Teilnehmende sind je 10 Jugendliche aus Berlin und St. Petersburg, dazu vier Teamer. Die Hin-Begegnung ist vom 30. Januar bis 5. Februar 2016 in Berlin geplant, die Rckbegegnung vom 20. bis 26. Mrz 2016 in St. Petersburg. Kosten: 120 EUR fr das gesamte Programm inkl. Reisekosten. Bewerbung per Anmeldebogen (auf www.memorial.demarit.cremer@memorial.de. Fragen unter Tel. 0151-51728431. Partner von Memorial Deutschland sind die Petersburger NGO Deti Peterburga, der Berliner Jugendhilfetrger AspE e.V. mit seinem Rroma-/Sdosteuropa-Schwerpunkt (www.aspe-berlin.de) sowie der DRA. Das Projekt wird vom Programm "Europeans for Peace" der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) gefrdert.
nach oben
14) DRA sucht Ehrenamtliche fr bersetzungen Deutsch-Russisch, Russisch-Deutsch sowie fr Englisch und Ukrainisch zur Untersttzung der DRA-Projekt- und ffentlichkeitsarbeit
Projektarbeit macht Arbeit - und vielfltige, engagierte Projekt- und ffentlichkeitsarbeit gemeinsam mit Osteuropa lsst bei uns immer wieder die Notwendigkeit von bersetzungen entstehen: mal fr die Website, Facebook, den Newsletter und andere ffentlichkeitsarbeit des DRA, mal fr die Projektkommunikation, fr Einladungen, Konzepte, Programme, Veranstaltungsankndigungen, Ausschreibungen und Vertrge. Und immer mal wieder knnen die DRA-Mitarbeiter_Innen das allein nicht schaffen oder wir merken, dass wir mehr erreichen knnten, wenn wir noch Untersttzung htten. Darum sucht der DRA interessierte, sprachgenaue und zuverlssige Ehrenamtliche mit Faible fr NGO-Arbeit und internationale Kooperation fr eine fallweise oder regelmige Zusammenarbeit auf mglichst langfristiger Basis. Wir freuen uns auf kurze Zuschriften mit Angaben zu den angebotenen Sprachen fr das bersetzen, evtl. zur Verfgbarkeit sowie der Motivation an die Email-Adresse assistenz@austausch.org. Wir bieten Kontakt zu einem spannenden Arbeitsfeld, wichtigen gemeinntzigen Aktivitten und einem freundschaftlichen Team, da Vorzugsbedingungen bei Veranstaltungen des DRA. Vielen Dank schon jetzt! Die Mitarbeiter_innen des DRA. Weitere Informationen zur Arbeit des Vereins siehe www.austausch.org sowie bei www.facebook.com/draberlin.
nach oben
15) Bis 27.11. bewerben: Praktikum als Projektassistenz beim DRA ab 15. Februar 2016 fr 3 Monate
Ab dem 15. Februar 2016 besetzt der DRA eine Praktikumsstelle als Projektassistenz in Vollzeit (39h) fr 3 Monate in seinem Berliner Bro. Thematische Schwerpunkte des Praktikums sind die Zusammenarbeit mit russischen und anderen europischen Nichtregierungsorganisationen, die Entwicklung der ffentlichkeitsarbeit und die Brofhrung. Zu den Ttigkeiten gehren u.a. die Untersttzung der Projektentwicklung und -begleitung (Antragstellung, Projektdurchfhrung, Abrechnung und Berichterstattung), die Kommunikation mit Partnern in Deutschland, Russland, Ukraine und weiteren Lndern, Recherchen, Zuarbeiten zu Analysen, bersetzungen, die Mitarbeit in der Veranstaltungsorganisation und verschiedenen Instrumenten der ffentlichkeitsarbeit, die Untersttzung der Geschftsfhrung und allgemeine Brottigkeiten. Erwartet werden ein intensives Interesse an Russland und Osteuropa sowie an politischen und sozialen Fragen in Europa, an der Arbeit von NGOs und internationaler Zusammenarbeit, gute PC-Kenntnisse (Word, Excel), sehr gute Deutsch- und Russisch- sowie mglichst Englischkenntnisse, gute kommunikative Fhigkeiten und Offenheit, selbststndiges Arbeiten. Die ausfhrliche Stellenausschreibung finden Sie HIER.
nach oben
Die Projekte des DRA e.V. Berlin / DRA St. Petersburg im berblick
DRA e.V. Berlin
Berufsbildungszentren in Nordossetien und Inguschetien
Russisch-Deutsches Bro fr Umweltinformation
Jugendarbeit in der Stdtepartnerschaft Berlin - Moskau
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
Kriegsfolgen gemeinsam berwinden
Mehr bewegen! Strkung der Demokratie in der Ukraine durch Frderung einer zivilgesellschaftlichen politischen Jugendbildung
Deutsch-Russische Herbstgesprche
EU Russia Civil Society Forum
DRA St. Petersburg
EU Study Weeks
www.eu-studyweeks.ru
Europische Freiwilligenagentur St. Petersburg (fortlaufend)
Deutsch-Russischer Schleraustausch (fortlaufend)
Au-Pair-Programm "Novye vosmoschmosti" ("Neue Mglichkeiten")
www.obmen.org/Au-Pair
"Hier im Rajon" - Schlersozialprojekt in Kooperation mit dem Gymnasium Nr. 295
Die "Lebende Bibliothek " - Projekt zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Identitten
Schivaja biblioteka
Weitere Projekte und Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales
Informationen zu den angefhrten Projekten unter www.obmen.org
nach oben
  Besuchen Sie den DRA auf Facebook! www.facebook.de/DRAberlin
Mehr Informationen zum DRA
finden Sie unter www.austausch.org.
Wenn Sie per Post weiterfhrendes Informationsmaterial zum DRA erhalten mchten
(einmalige Zusendung von Broschren und/oder regelmige
Zusendung des unentgeltlichen, zweimal jhrlich erscheinenden DRA-Infobriefes),
senden Sie bitte eine entsprechende Mitteilung an dra-news@austausch.org.

Spenden
(berweisung oder Online)
Bitte untersttzen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende!

Per berweisung:
Bank fr Sozialwirtschaft Berlin, BLZ 10020500, Kto. 33 181 01
IBAN-Nr.: DE83 1002 0500 0003 3181 00; BIC/Swift Code: BFSWDE33BER
Spenden / Frdermitgliedschaft Online:
www.austausch.org/spenden/
Der DRA e.V. ist als gemeinntzig anerkannt. Spenden sind steuerlich absetzbar,
Spendenbescheinigungen senden wir Ihnen gern zu.
Ihre Online-berweisung erfolgt ber eine sichere, SSL-verschlsselte Verbindung.
Impressum / Kontakt
DRA e.V. Berlin
DRA St. Petersburg
Badstrae 44
D-13357 Berlin
Tel. +49 (0)30 44 66 80-0
Fax +49 (0)30 44 66 80-10
info@austausch.org
www.austausch.org
Redaktion: Stefan Melle
V.i.S.d.P.: Stefan Melle
Ligovskij Prospekt 87/ office 300
RUS-191 040 St. Petersburg
Tel. +7 812 718 37 93
Fax +7 812 718 37 91
nro@obmen.org
www.obmen.org
Newsletter bestellen/abbestellen
Bitte senden Sie eine entsprechende Mail an dra-news@austausch.org
nach oben

Austausch.org

Categorieën: Overige | Diversen
Leeftijd: 14 t/m 18 jaar 19 t/m 30 jaar 31 t/m 64 jaar 65 jaar en ouder

Deel deze nieuwsbrief op

© 2018