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Am 15. September 2012 erschienen:


DIE GAZETTE
35
Herbst 2012


Thema: Finanzsystem


Editorial


Hannibal ante portas?
Steht der Feind vor den Toren? Schon ist der deutsche Finanzminister bereit, für das Vaterland Opfer zu bringen (hat er nicht wenigstens ein paar Steuerzahler bei sich?), ein Hauch von „Gold gab ich für Bazookas“ ist in der Luft, und unser Geld, der Euro, sagt man, ist nun mal nicht zum Nulltarif zu haben. Aber wir brauchen gar keinen Hannibal: Wir haben unsere eigenen Barbaren, und sie sind schon in der Stadt. Europa ein Raum des Friedens? Für einige Länder sind die Durchgriffspläne aus Deutschland schon wieder ein drohendes Viertes Reich. Ein Raum der Sicherheit? Vor unseren Augen bricht ein falsch konstruiertes System zusammen. Ein Raum der Rechts? Achselzuckend begehen unsere Regierungen seit Gerhard Schröder fortgesetzte Rechtsbrüche bei den Maastricht-Kriterien. Und ein Parlament, das nicht mehr versteht, was es mit dem ESM beschließt, schafft sich gerade selber ab. Wo ist das gute Europ!
a, von dem wir geträumt haben?
In dieser Ausgabe der GAZETTE wollten wir das Herz des Finanzsystems ausleuchten. Wir haben es nicht gefunden. Da ist nur ein schwarzes Loch, in dem Rechte und Sicherheiten ver­schwinden. Ein steriles, selbstreferenzielles System; sein Mittel­punkt ist nirgends und sein Umfang überall.
Was unsere Autoren gefunden haben, ist die Angst der Politik vor einem einschüchternd globalisierten Weltfinanz­system (Helge Peukert); mit welchen untauglichen Mitteln, nämlich immer mehr Schulden, Regierungen sich aus dem Schulden-Treibsand heraus­zuziehen versuchen (Klaus-Peter Willsch und Joseph Huber); die Gemein­wohl-Vergessenheit unserer Minis­terialen (Max Otte); einen Euro als erst ungenau iden­tifizierte Fehl­konstruktion (Richard A. Werner); die kaum noch reparable Über­schuldung der Welt insgesamt (Dirk Solte).
Es sieht nicht gut aus, solange die Verantwortlichen in einem „beunruhigend prinzipienlosen Politikstil“ (H. Peukert) immer nur an Schräubchen drehen und um die Kernfrage wortreich herumreden: Was stimmt prinzipiell nicht mit einem Finanzsystem, das von einigen privaten Meinungsäußerungen (genannt Ratingagenturen) und von sogenannten „Märkten“ in Hektik und Hysterie getrieben werden kann? Was ist falsch an einem System, das von der Insolvenz eines kleinen Landes wie Griechenland existenziell in Frage gestellt wird? In dem die Pleite einer einzigen Bank eine ganze Weltwirtschaft erschüttert?
Also die viel zu selten gestellte Frage: Ist das System überhaupt lebensfähig?


Fritz Glunk


 


Das vollständige Inhaltsverzeichnis finden Sie hier.




 


 


 
     



 
 
 

 


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